Such- und Recherchestrategien von online- und sonstigen Quellen


Seminararbeit, 2005
24 Seiten, Note: 5.5 ( = 1,5 in D)

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

ABSTRACT I

ABBILDUNGSVERZEICHNIS II

1. Einleitung

2. Literatursuche
2.1. Vorarbeiten
2.2. Bibliothek - Kataloge und Datenbanken
2.2.1. Theoretische Grundlagen
2.2.2. Themenbezogene Recherche
2.3. Moderne Recherchemethoden
2.3.1. Worldwide web
2.3.2. Praktische Online-Recherche

3. Fazit

QUELLENVERZEICHNIS

Abstract

Die Kunst eine qualitativ hochwertige wissenschaftliche Arbeit zu erstellen, hängt nicht nur vom kreativen Schreiben ab, sondern beginnt mit einer fundierten Literaturliste. Um diese Anforderungen im Rahmen von Seminararbeiten und Diplomarbeiten während eines Studiums erfüllen zu können, ist Wissen über bestimmte Techniken und Methoden zur Literaturrecherche und Bewertung ein Muss.

Ziel dieser vorliegenden Abhandlung ist daher, das nötige Methodenwissen für Such- und Recherchestrategien theoretisch und praktisch zu vertiefen. Die Arbeit gibt einen Überblick über die wesentlichen Schritte einer Litera- tursuche, die zuerst in der Theorie erörtert werden. Danach wird das erar- beitete Wissen anhand des Praxisbeispiels „Burnout-Syndrom“ umgesetzt und näher erläutert.

The art to provide a high-quality scientific work, does not only depend on the creative letter, but begins with a founded bibliography. In order to be able to fulfil these requirements in the framework of seminar work and theses (diploma) during a study, knowledge over certain techniques and methods are very important for the literature search and evaluation. A goal of this available paper is to deepen the necessary method knowl- edge for search and search strategies theoretically and practically. The work gives an overview of the substantial steps to a literature search, which are discussed first in the theory. Afterwards the compiled knowl- edge is converted on the practical example "Burnout syndrome" and described more near.

Abbildungsverzeichnis

Abb. 1: Suchmatrix

Abb. 2: Trefferliste - Burnout

Abb. 3: Trefferliste - Burnout, ausgebrannt, Lehrer

Abb. 4: Suchauswahl KVK

Abb. 5: Was ist Burnout?

Abb. 6: Advances Scholar Search

Abb. 7: Trefferlist nach der Eingabe bei scholar.google.com

Abb. 8: Suchergebnisse der Literaturrecherche

1. Einleitung

In einem Studium werden viele verschiedene Fähigkeiten aus- bzw. weitergebildet. Das wissenschaftliche Arbeiten stellt eine Grundlage einer akademischen Ausbildung dar und ist somit eine Notwendigkeit, die während des Studiums sukzessiv weiterentwickelt werden muss.

Eine wissenschaftliche Arbeit ist erst dann als solche zu bezeichnen, wenn gewisse Voraussetzungen erfüllt sind. Auf der einen Seite sollte der Stu- dent zeigen, dass er die Fähigkeit besitzt, ein spezifisches Themengebiet systematisch zu untersuchen und diese Ergebnisse klar strukturiert darzu- stellen. Auf der anderen Seite muss der Verfasser gewisse Anforderungen inhaltlicher Natur erfüllen. Grundlegend sind nachstehende Kriterien von Nöten: Die Untersuchung behandelt ein klar umrissenes Themengebiet welches in dieser Art und Weise noch nicht veröffentlich worden ist. Die Möglichkeit Ergebnisse anhand von Quellenangaben nachvollziehen zu können, muss gegeben sein und zugleich sollte die geschriebene Arbeit Dritten von Nutzen sein.1 Oder wie Esselborn-Krumbiegel es umschreibt:

„ Stellen Sie sich wissenschaftliches Schreiben als Dialog vor. Jeder, der anderen seine Erkenntnisse mitteilt, tritt in diesen Dialog ein. Es ist ein Dialog mit der Forschung ei- nerseits und mit Ihren potenziellen Lesern andererseits.2

Ziel einer Literaturrecherche ist, qualitativ hochwertige und relevante Literatur für das zu bearbeitende Themengebiet zu finden und dies mit einem zeitlich überschaubaren Aufwand zu bewältigen.

In der Literatur ist zu finden, dass für einen Umfang von ca. 24 geschrie- benen Seiten drei Wochen bzw. für eine wissenschaftliche Arbeit mit einer Seitenzahl von ca. 80 Seiten vier Wochen für die reine Literaturbeschaf- fung und Bewertung zu veranschlagen sind.3 Diese Zeitspanne ist sehr knapp bemessen und dadurch steht die Dringlichkeit einer effektiven Such- und Recherchestrategie außer Frage. Jedoch ist der Hinweis wichtig, dass eine zusätzliche Recherche während der Erstellung der wissenschaft- lichen Arbeit von Nöten sein kann. In dieser Phase - die spezifische Be- handlung der Fragestellung - eröffnen sich neue Aspekte, die zu Beginn nicht berücksichtigt bzw. nicht erkannt werden können. Aus diesem Grund muss eine erneute Literaturbeschaffung erfolgen um vorhandene Informa- tionslücken zu schließen.

Wichtig ist während des Rechercheablaufes das gefundene Material zu sichten bzw. zu bewerten. Dabei sind zwei wesentliche Kernkriterien zu beachten. Einmal wird der Bezug zum behandelnden Thema gesucht, zweitens werden die gefundenen Materialien auf die wissenschaftliche Seriosität geprüft. Dieser Punkt ist für die Qualität der Arbeit sehr wichtig und dementsprechend schwierig gestaltet sich die Literaturbeurteilung.4 Relevante Bewertungskriterien werden in den nachfolgenden Kapiteln nä- her erörtert.

Diese Arbeit verfolgt das Ziel, Wissen, das in der Vorlesung vermittelt wurde, umzusetzen bzw. zu vertiefen. Die nachfolgenden Kapitel werden jeweils einen Theorie- und einen Praxisteil besitzen um damit eine Ver- knüpfung der zwei Bereiche darzustellen. Die Dokumentation des Recher- cheprozesses wird anhand des Themas „Burnout - Syndrom“ festgehalten.

2. Literatursuche

2.1. Vorarbeiten

Bevor mit der tatsächlichen Literatursuche begonnen werden kann, ist es von Vorteil, sich zuerst einen Überblick über das Themengebiet zu ver- schaffen. Im Zuge dessen ist die Klärung von Begriffen in der Aufgaben- stellung unumgänglich, damit die Suche gezielt erfolgen kann. Für diesen ersten Schritt können Enzyklopädien und oder Nachschlagewerke verwen- det werden.5

Allein im Internet sind mehr als 7.500 Terabyte an Informationen vorhanden.6 Diese Menge an Informationen zeigt, dass das große Problem bei der Recherche nicht das Finden von Literatur, sondern vor allem eine Informationsüberflutung ist.7

Das heißt, damit sich der zeitliche Aufwand in Grenzen hält, sollte die Suche vorab strukturiert werden. Aus diesem Grund wird zuerst eine Liste mit relevanten Suchbegriffen und die daraus resultierenden Kombinationen erstellt. Ergänzend können Synonyme hinzugefügt werden, die mit Hilfe eines Thesaurus erstellt werden. Es wird darauf hingewiesen, dass diese Liste laufend aktualisiert wird, da durch die Sichtung des Materials neue Aspekte hinzukommen können.8

Abbildung 1 zeigt einen Teilausschnitt der verwendeten Suchmatrix. Der Rechercheprozess läuft bei jedem Katalog nach dem gleichen Muster ab. Die ermittelten Suchkriterien werden in die Suchmaske eingegeben und die Ergebnisse anhand von drei Kriterien - Gesamtanzahl der Treffer (G), Anzahl der inhaltlichen Treffer (I) und Anzahl der qualitativ relevanten Treffer (Q) - festgehalten.

Das erste Kriterium ist die Gesamtanzahl der erzielten Treffer. Da eine zu hohe Anzahl von Treffern nur einen unnötigen Zeitaufwand mit sich zieht, ist es von Vorteil, die Suche durch eine Ergänzung der Suchkriterien einzuschränken. Aus diesem Grund wird die Gesamtanzahl festgehalten, um die zielorientierte Suche besser zu überblicken.

Die Gesamtanzahl wird anhand des zweiten Kriteriums wiederum eingeschränkt. Der Themenbezug kann durch Lesen des Titels, des Vorwortes oder der eventuell vorhandenen Kurzbeschreibung überprüft werden. Dadurch werden die Suchergebnisse schnell vorselektiert und das Ergebnis kann in der Tabelle festgehalten werden.

Damit das Niveau der wissenschaftlichen Arbeit erhalten bleibt, wird als dritter Schritt die Qualität der Literatur kurz bewertet. Bei der Vorselektie- rung geht es nicht darum, eine perfekte Beurteilung zu erstellen, sondern darum, klar ersichtlich nicht relevante Literatur im Vorhinein zu eliminie- ren. Die exakte Beurteilung folgt bei der Sichtung des recherchierten Materials.

Diese Methode hilft den Überblick zu behalten, gleichzeitig kann nachvoll- zogen werden, mit welchen Begriffen, Begriffskombinationen und wo re- cherchiert wurde. Außerdem entsteht mit Hilfe dieser Tabelle ein Kon- trollmechanismus, welcher doppelten Arbeitsaufwand ausschließt. Mit

diesem Hilfsmittel kann effizient gesucht und Zeit eingespart werden.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

2.2. Bibliothek - Kataloge und Datenbanken

2.2.1. Theoretische Grundlagen

Bibliotheken waren und sind die erste Anlaufstelle für die Literatursuche. Sie bieten eine Vielfalt von Fundstellen für eine systematische Vorgehens- weise. In der heutigen Zeit werden über 600 Bücher, 20.000 Veröffentli- chungen pro Tag und 200.000 bis 300.000 Zeitschriftentitel pro Jahr pub- liziert.9 Diese Informationsflut zeigt, dass trotz hoher Digitalisierung von Bibliographien, Bibliotheken beim Rechercheprozess nicht wegzudenken sind.

Inzwischen besitzt ein Großteil der Bibliotheken einen EDV-gestützten Ka- talog. Der Vorteil darin besteht, dass mehrere Kriterien miteinander ver- knüpft und bestimmte Suchbegriffe ausgeschlossen werden können.10 Durch die Eingabe von Autor, Titel, Erscheinungsjahr, Verlag, etc. gestal- tet sich die Informationssuche wesentlich exakter und zugleich zeitspa- render.

Voraussetzung für die Zeitersparnis ist, dass der Suchende mit dem Sys- tem vertraut ist. Obwohl zum größten Teil die booleschen Operatoren - AND, OR, NOT - für eine effiziente Suche reichen, empfiehlt sich die ka- talogseigene Hilfe zu durchstöbern. Diese Serviceleistung vertieft nicht nur das Systemwissen, sondern kann auftretende Probleme, die während des Suchvorganges auftreten können, im Vorfeld dezimieren.

[...]


1 Vgl. Grätsch (2005)

2 Esselborn-Krumbiegel (2004), S. 9

3 Vgl. Esselborn-Krumbiegel (2004), S. 25 ff.

4 Vgl. Charbel (2004), S. 68 ff.

5 Vgl. Hapke (2004), S. 1

6 Vgl. Gorraiz (2003), S. 49

7 Vgl. Kleinau/Oehl (2005), S. 2

8 Vgl. Charbel (2004), S. 47

9 Vgl. Gorraiz (2003), S. 4 ff.

10 Vgl. Grätsch (2005)

Ende der Leseprobe aus 24 Seiten

Details

Titel
Such- und Recherchestrategien von online- und sonstigen Quellen
Hochschule
Hochschule Liechtenstein
Note
5.5 ( = 1,5 in D)
Autor
Jahr
2005
Seiten
24
Katalognummer
V52274
ISBN (eBook)
9783638480314
Dateigröße
970 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Die Suchstrategien sind theorethisch und praktisch (anhand des Beispiels: Burnout) erklärt.
Schlagworte
Such-, Recherchestrategien, Quellen
Arbeit zitieren
Christoph Walch (Autor), 2005, Such- und Recherchestrategien von online- und sonstigen Quellen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/52274

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