Der Deutsche Reiseveranstaltermarkt


Seminararbeit, 1999

20 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 VORWORT

2 ALLGEMEINE INFORMATIONEN
2.1 BEGRIFFSDEFINITION
2.2 REISEVERANSTALTERTYPEN
2.3 PRODUKTE
2.3.1 VERSCHIEDENE REISEPRODUKTE
2.3.2 VOR- UND NACHTEILE EINER PAUSCHALREISE
2.4 AUFGABEN DES REISEVERANSTALTER
2.5 PFLICHTEN DES REISEVERANSTALTERS
2.6 UNTERNEHMENSZIELSETZUNG

3 DER DEUTSCHE REISEVERANSTALTERMARKT
3.1 ALLGEMEINER ÜBERBLICK
3.2 VERDRÄNGUNGSWETTBEWERB
3.3 NÄHERE BETRACHTUNG SPEZIELLER MÄRKTE
3.3.1 STUDIENREISE
3.3.2 GRUPPENREISE
3.3.3 FAMILIENFERIEN
3.3.4 GESUNDHEITS- UND WELLNESS- URLAUB

4 AUSBLICK

LITERATURVERZEICHNIS

QUELLENVERZEICHNIS

TABELLEN- UND GRAPHIKVERZEICHNIS

1 VORWORT

TUI, Studiosus, Alltours oder Kreutzer Touristik, wer kennt diese Reiseveranstaltern nicht? Sie und noch viele andere versuchen, möglichst viele

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

reisefreudige Menschen für sich zu begeistern. Dabei haben die Reiseveranstalter jedoch mit einer sehr großen Konkurrenz untereinander zu kämpfen, da jeder von ihnen das beste Angebot machen möchte. Im Folgenden möchte ich, nachdem ich die allgemeinen Aufgaben eines Reiseveranstalters dargestellt habe, die Entwicklung des deutschen Reiseveranstaltermarktes erläutern und auch auf die Probleme und Risiken eingehen, sowie einen kurzen Ausblick für die Zukunft geben.

2 ALLGEMEINE INFORMATIONEN

2.1 BEGRIFFSDEFINITION

Es ist nicht einfach, eine exakt passende Definition für den Reiseveranstalter zu finden, da man sehr viele Faktoren unterscheiden bzw. berücksichtigen muß. Die beste bzw. passendste lautet:

„Ein Reiseveranstalter ist ein Betrieb, der eigene und fremde touristische Leistungen sowie gegebenenfalls Sachleistungen zu einem neuen, eigenständigen Produkt (= Pauschalreise) verbindet und dieses in eigenem Namen, auf eigenes Risiko und auf eigene Rechnung anbietet.“1) Das Wort „Pauschal“ weißt darauf hin, daß

- ein Gesamtpreis für ein aus mehreren Leistungen bestehendes Paket verlangt wird und

- es sich um ein seriengefertigtes Einheitsprodukt handelt.

2.2 REISEVERANSTALTERTYPEN 2)

Es gibt unterschiedliche Klassifikationen der Reiseveranstalter, manche einfacher, andere komplexer. Es gibt beispielsweise Unterteilungen nach Größe, Angebotsregion, Programm oder wirtschaftlichen Status, wobei jedoch die einfachste die der nach der Größe des Unternehmens ist.

- Großveranstalter:

Zu dieser Gruppe werden alle Veranstalter mit über 120000 Teilnehmer/Jahr. GV haben das Ziel, möglichst große Mengen von Reisenden zu transportieren bzw. unterzubringen und müssen deshalb günstig kalkulieren können. Weiterhin müssen sie ein möglichst breites und differenziertes Angebot auf den Markt bringen Sonderform des Großveranstalters und mit über 50 % Marktanteil ist der Flugtouristik-Großveranstalter (Charter-Flugtourismus) mit über 1 Mio. Teilnehmer/Jahr

- mittlere Veranstalter:

Zeichnet sich durch 30000 bis 100000 Teilnehmer/Jahr aus. Meist sind es spezialisierte, regionale und aufstrebende Reiseveranstalter. Sie stellen eine ernsthafte Konkurrenz für Großveranstalter dar, da sie flexibler sind, d. h., sie können sich auf bestimmte Produkte (z. B. auf bestimmte Flughäfen) konzentrieren und haben somit Kostenvorteile. Außerdem läßt sich die Gesamtorganisation leichter gestalten.

- Kleinveranstalter

Stellt die unterste Kategorie im Reiseveranstaltermarkt dar, wozu als Ursprungsund Sonderform das Reisebüro als Veranstalter zählt. Es gibt ca. 400 derartige Veranstalter, bei denen von extremer Spezialisierung bis zur größten Angebotsbreite alles vorhanden ist.

- Öffentliche (z. T. gemeinnützige) Reiseveranstalter

Hier handelt es sich meist um Veranstalter kirchlicher, gewerkschaftlicher oder parteilicher Verbände, die ca. 10 % der Veranstaltermarktes ausmachen. Sind weniger auf Profit aus, aber trotzdem auch eine nicht zu unterschätzende Konkurrenz für den kommerziell orientierten Reiseveranstalter.

2.3 PRODUKTE

2.3.1 VERSCHIEDENE REISEPRODUKTE 3)

Das formale Produkt ist, wie schon in der Definition gesagt, die Pauschalreise. Man kann diese nach folgenden Kategorien unterscheiden.

- Teilpauschalreise

Das Angebot besteht aus nur einer vorgefertigten Leistung, die katalogmäßig angeboten wird, z. B. eine Ferienwohnung oder ein Charterflug

- Standardreise (Inclusive Tour IT)

as Paket enthält die Grundelemente Transport und die Unterkunft. Außerdem können noch zusätzliche Leistungen wie etwa Verpflegung oder Betreuung dazukommen.

- Alles-Inklusive-Reise (All Inclusive Tour AIT)

Hier sind im Reisepreis neben den Grundelementen der Standardreise auch alle Leistungen wie Verpflegung oder Freizeitangebote ohne Aufpreis eingeschlossen.

- Individuelle Pauschalreise

Der Kunde hat hier die Möglichkeit, eine individuelle Reise aus den im Katalog angebotenen Einzelleistungen selbst zusammenzustellen (also nach dem Baukastenprinzip) und als Paket beim Reiseveranstalter zu buchen.

- Kundenspezifische Reise (Foreign Independent Tour FIT)

Der Kunde wählt die Einzelleistungen aus und läßt sie durch einen Reiseveranstalter reservieren. Im Gegensatz zur individuellen Pauschalreise werden keine Leistungen aus dem Katalog ausgewählt.

2.3.2 VOR- UND NACHTEILE EINER PAUSCHALREISE 4)

Wenn man sich über die Vor- und Nachteile einer Pauschalreise Gedanken macht, kann man zu folgenden Ergebnissen kommen:

Vorteile:

- Bequemlichkeit
- Angebot von Urlaubszielen, die individuell nur schwer erreichbar sind
- Juristisch gibt es ein ausreichendes Maß an Leistungsgarantie
- Die Notfallvorsorge im Servicepaket des Reiseveranstalters ist voll mit

berücksichtigt Nachteile:

- Massentourismus
- Aus der Sicht des individuell orientierten Verbrauchers zeitliche und lokale

Fixierung und Vorgabe von Mitreisenden

2.4 AUFGABEN DES REISEVERANSTALTER

Allgemein soll der RV dem Kunden = Tourist das Produkt Reise näher bringen.

Durch Marktanalysen können Prognosen für die folgende Saison erstellt werden und so auch die Wünsche und Bedürfnisse des Verbrauchers herausgefunden und danach geeignete Leistungsträger (Hotel, Fluggesellschaft) ermittelt werden. Die beiden wichtigsten touristischen Leistungen sind Transport und Unterkunft, weiterhin werden verschiedene Servicekomponenten wie beispielsweise „Zug zum Flug“ oder Betreuung oder Ausflugspaket immer wichtiger. Zusätzlich muß auch die Absicherung der rechtlichen Position von Kunde und Reiseveranstalter immer mehr beachtet werden.

Die Qualität dieser Einzelleistungen zusammen wird überwiegend durch die Funktionen Organisation und Service bestimmt.

Der Reiseveranstalter muß beim Einkauf der Teilleistungen vor allem auf günstige Konditionen unter Berücksichtigung des optimalen Preis-/Leistungsverhältnisses achten.

Gemeinsames Ziel von Reiseveranstalter und Leistungsträger ist es, eine hohe Auslastung über einen möglichst langen Zeitraum zu erreichen. Um die Produkte/Angebote dem Kunden besser präsentieren zu können, eignet sich der Reisekatalog als sehr gute Verkaufshilfe. Seit Mitte der 90er Jahre wird das Internet auch immer mehr als Präsentationsmöglichkeit genutzt und erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Die TUI konnte beispielsweise im Sommer/Herbst 1998 schon durchschnittlich 60 Buchungen/Monat via Internet registrieren. 5)

Seit den 80er Jahren haben sich die Vorstellungen, Erwartungen und Wünsche des Verbrauchers durch eine gewisse „Sättigung“ und vorhandene Reiseerfahrung geändert. Dies hat zu einer Spezialisierung vieler Veranstalter auf einzelne Gebiete und zu einem stärkeren Verdrängungswettbewerb geführt. Die gebotenen Leistungen müssen qualitativ immer besser, konstanter und individueller werden und dazu preisgünstig bleiben. Der Reiseveranstalter wandelt sich zum Freizeitveranstalter.

[...]

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten

Details

Titel
Der Deutsche Reiseveranstaltermarkt
Hochschule
Universität Trier  (Uni Trier)
Veranstaltung
Proseminar Fremdenverkehrsgeographie
Note
1,3
Autor
Jahr
1999
Seiten
20
Katalognummer
V52288
ISBN (eBook)
9783638480444
Dateigröße
1001 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Überblick über den deutschen Reiseveranstaltermarkt
Schlagworte
Deutsche, Reiseveranstaltermarkt, Proseminar, Fremdenverkehrsgeographie
Arbeit zitieren
Andreas Hauke (Autor), 1999, Der Deutsche Reiseveranstaltermarkt, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/52288

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