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Das deutsche Gesundheitssystem im internationalen Vergleich

Unter besonderer Berücksichtigung der systembedingten Arbeitgeberbelastung

Title: Das deutsche Gesundheitssystem im internationalen Vergleich

Term Paper , 2005 , 41 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Burkhard Blumberger (Author)

Leadership and Human Resources - Miscellaneous
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Neben anderen Reformvorhaben steht auf der Agenda der neuen Bundesregierung eine Reorganisation des deutschen Gesundheitssystems. Vor allem die Finanzierung steht im Vordergrund der Bestrebungen. Hier besteht dringender Handlungsbedarf. Es gilt, die Finanzierung des derzeitigen Modells aus privater und gesetzlicher Krankenversicherung langfristig auf ein solides und gleichsam sozialverträgliches Fundament zu stellen – eine grundlegende Modifizierung der Einnahme- und Ausgabepolitik ist geboten.
Alternativ werden aber auch andere Grundkonzepte diskutiert. Dies ist in erster Linie das Modell der „Kopfpauschale“, auch als „Gesundheitsprämie“ bezeichnet, sowie die sogenannte „Bürgerversicherung“. Diese und andere Reformvorschläge sind dabei keineswegs eindeutig und abschließend definiert. Selbst innerhalb der Parteien und diversen Interessengruppen existieren unterschiedliche Auffassungen über Inhalt und Struktur der Varianten sowie nicht zuletzt über den Modus Operandi.

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Inhaltsverzeichnis

1 Probleme und Reformen in Gesundheitssystemen

1.1 Anlass

1.2 Intention und Methode

2 Grundlagen

2.1 Gesundheitssysteme

2.2 Das deutsche Gesundheitssystem

2.2.1 Krankenversicherung – Organisation und gesetzliche Grundlagen

2.2.2 Versicherungspflicht

3 Internationaler Vergleich von Gesundheitssystemen

3.1 Typisierung

3.2 Ziele

3.3 Reformen

3.4 Leistungskatalog

3.5 Kostenbeteiligung

3.6 Staatliche Steuerung

3.7 Qualität

4 Arbeitgeberbelastung durch gesundheitssystembedingte Kosten

5 Reformoption Bürgerversicherung

6 Zusammenfassung und Resümee

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das deutsche Gesundheitssystem im internationalen Vergleich, um die systembedingte Belastung der Arbeitgeber durch Gesundheitskosten zu analysieren und Reformoptionen wie die Bürgerversicherung hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf Arbeitsmarkt und Beschäftigung zu bewerten.

  • Analyse von Gesundheitssystemen und ihren Typisierungen im internationalen Kontext.
  • Untersuchung der gesundheitssystembedingten Belastung der Arbeitgeber in Deutschland.
  • Evaluierung des Zusammenhangs zwischen Lohnzusatzkosten und Beschäftigungsentwicklung.
  • Diskussion der Reformoption "Bürgerversicherung" als Mittel zur Entlastung des Faktors Arbeit.
  • Reflektion über Effizienzsteigerung und Reformpotenziale im deutschen Gesundheitssystem.

Auszug aus dem Buch

3.1 Typisierung

Im Sinne einer Typisierung von Gesundheitssystemen ist die folgende Einteilung in drei Modelle dienlich. Das Bismarck-Modell. In diesem Modell erfolgt die Finanzierung nahezu gänzlich über einkommensgebundene Pflichtbeiträge von Arbeitgebern und Arbeitnehmern. Die medizinischen Leistungen werden unter staatlicher Aufsicht überwiegend freiberuflich erbracht. Das Bismarck-Modell wird in Deutschland, Belgien, Frankreich, Japan, Luxemburg, Niederlande, Österreich und der Schweiz umgesetzt.

Beim so genannten Beveridge-Modell ist ein nationaler Gesundheitsdienst charakteristisch, der vorwiegend staatlich finanziert wird. Des Weitern ist eine staatliche Bereitstellung der medizinischen Leistungen kennzeichnend. Ärzte, Apotheker und andere medizinische Heilberufe sind in ein Beschäftigungsverhältnis mit der öffentlichen Hand eingebunden. Vertreter dieser Form sind Dänemark, Finnland, Großbritannien, Italien, Irland, Norwegen, Portugal, Spanien und Schweden. Ein staatliches Gesundheitssystem mit umfassender nationaler Steuerung, Organisation und Finanzierung ist für mittel- und osteuropäische Staaten typisch – das Semashko-Modell. Weitgehende Unabhängigkeit von staatlicher Einflussnahme ist diesem Markt-Modell inne. Hier dominieren private Bereitstellung von Gesundheitsleistungen sowie private Finanzierung. Dieses Modell wird z. B. in Australien, Kanada und den USA umgesetzt. Es lässt sich feststellen, dass alle Modelle primär einer „privaten“ bzw. „marktorientierten“ oder einer „öffentlichen“ respektive „staatlichen“ Konzeption zuzuordnen sind.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Probleme und Reformen in Gesundheitssystemen: Dieses Kapitel erläutert den Anlass für Reformbestrebungen im deutschen Gesundheitswesen, insbesondere die demographische Entwicklung, und definiert das methodische Vorgehen der Arbeit.

2 Grundlagen: Hier werden die allgemeinen Definitionen von Gesundheitssystemen sowie die spezifische Organisation und die gesetzlichen Rahmenbedingungen des deutschen Systems, inklusive der Versicherungspflicht, dargestellt.

3 Internationaler Vergleich von Gesundheitssystemen: Dieser Abschnitt vergleicht verschiedene Gesundheitsmodelle hinsichtlich Typisierung, Zielen, Reformen, Kostenbeteiligung und Qualität, um Erkenntnisse für den deutschen Diskurs zu gewinnen.

4 Arbeitgeberbelastung durch gesundheitssystembedingte Kosten: Das Kapitel analysiert die direkte und indirekte finanzielle Belastung der deutschen Arbeitgeber durch das Gesundheitssystem und setzt diese in einen internationalen Vergleich.

5 Reformoption Bürgerversicherung: Hier wird das Modell der Bürgerversicherung exemplarisch diskutiert, insbesondere unter dem Aspekt der Entkoppelung der Gesundheitsfinanzierung von Löhnen und Gehältern zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit.

6 Zusammenfassung und Resümee: Das Abschlusskapitel resümiert die Ergebnisse und leitet notwendige Reformschritte zur Effizienzsteigerung und Stärkung der Eigenverantwortung ab, wobei der internationale Blick als konstruktives Element hervorgehoben wird.

Schlüsselwörter

Gesundheitssystem, Deutschland, internationaler Vergleich, Arbeitgeberbelastung, Gesundheitskosten, Bürgerversicherung, Sozialversicherung, Lohnzusatzkosten, Beschäftigung, Gesundheitsökonomie, Krankenversicherung, Reformbedarf, Effizienz, Grundversorgung, Wettbewerbsfähigkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert das deutsche Gesundheitssystem unter besonderer Berücksichtigung der damit verbundenen finanziellen Belastungen für Arbeitgeber und beleuchtet im internationalen Vergleich, ob Reformen zu einer Verbesserung der Beschäftigungssituation beitragen könnten.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zu den zentralen Themen gehören die Typisierung internationaler Gesundheitssysteme, die Kostenstruktur des deutschen Gesundheitswesens, die Belastung von Unternehmen durch Lohnzusatzkosten sowie die theoretische Reformoption der Bürgerversicherung.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, den Einfluss gesundheitssystembedingter Kosten auf die Wettbewerbsfähigkeit des Standortes Deutschland zu bewerten und zu prüfen, inwieweit eine Neugestaltung der Finanzierung neue Beschäftigungsverhältnisse fördern könnte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine systematische Literaturanalyse und einen synoptischen internationalen Vergleich, um die Strukturen, Ausgaben und Auswirkungen verschiedener Gesundheitssysteme gegenüberzustellen und daraus Schlussfolgerungen zu ziehen.

Was steht im Hauptteil im Fokus?

Der Hauptteil konzentriert sich auf die vergleichende Analyse der Arbeitgeberbelastung und untersucht die spezifischen Auswirkungen von Krankenversicherungsbeiträgen und Lohnfortzahlungen im internationalen Kontext sowie auf die ökonomische Leistungsfähigkeit der Betriebe.

Welche Schlagworte charakterisieren die Arbeit am besten?

Wesentliche Begriffe sind Gesundheitsökonomie, Arbeitgeberbelastung, Bürgerversicherung, internationale Gesundheitsmodelle und die Verknüpfung von Lohnpolitik und Beschäftigungsdynamik.

Wie unterscheidet sich das deutsche System in der Versorgung von anderen Ländern?

Laut der Arbeit weist Deutschland ein sehr reichhaltiges Leistungsangebot und eine hohe Arztdichte auf, hat jedoch im Vergleich zu anderen Industrienationen spezifische Ineffizienzen in der ambulanten und stationären Versorgung.

Welche Schlussfolgerung zieht der Autor zur Bürgerversicherung?

Der Autor erachtet die Bürgerversicherung als ein Modell, das durch die Abkopplung der Gesundheitsfinanzierung von abhängigen Beschäftigungsverhältnissen dazu beitragen könnte, dass Beitragserhöhungen nicht mehr unmittelbar als Lohnzusatzkosten die Beschäftigungsdynamik hemmen.

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Details

Title
Das deutsche Gesundheitssystem im internationalen Vergleich
Subtitle
Unter besonderer Berücksichtigung der systembedingten Arbeitgeberbelastung
College
Anhalt University of Applied Sciences
Course
Personalwesen
Grade
1,3
Author
Burkhard Blumberger (Author)
Publication Year
2005
Pages
41
Catalog Number
V52308
ISBN (eBook)
9783638480598
ISBN (Book)
9783656799566
Language
German
Tags
Gesundheitssystem Vergleich Berücksichtigung Arbeitgeberbelastung Personalwesen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Burkhard Blumberger (Author), 2005, Das deutsche Gesundheitssystem im internationalen Vergleich, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/52308
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