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Probleme und Perspektiven der Europäischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik (ESVP)

Title: Probleme und Perspektiven der Europäischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik (ESVP)

Term Paper (Advanced seminar) , 2005 , 19 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Anonym (Author)

Law - European and International Law, Intellectual Properties
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Die Europäische Sicherheits- und Verteidigungspolitik (ESVP) zählt zu den bedeutendsten Fortschritten der europäischen Integration in den letzten Jahren
Diese Entwicklung erscheint zunächst verwunderlich, zumal insbesondere die Verteidigungspolitik als “hochsensibler Kernbereich nationaler Souveränität“ lange Zeit aus dem außenpolitischen Einigungsprozeß ausgenommen wurde. Die Absage der französischen Nationalversammlung 1954 zur geplanten Europäischen Verteidigungs-gemeinschaft (EVG) und das Schattendasein der Westeuropäischen Union (WEU) verdeutlichen den jahrzehntelangen Integrationsstillstand auf diesem Politikfeld.

Mit dem Ende des Ost-West-Konflikts kam jedoch die entscheidende Wende: Das Ende des Kalten Krieges, der Zerfall der Sowjetunion, die beginnenden Transformationsprozesse in Mittel- und Osteuropa, die deutsche Einheit und die Kuwait-Krise verlangten von den EG-Mitgliedsstaaten mit Beginn der 90er Jahre neue außen- und sicherheitspolitische Handlungsstrukturen, die über den Handlungsspielraum im Rahmen der Europäischen Zusammenarbeit (EPZ) hinausgingen.
Mit der im Maastrichtvertrag von 1993 verankerten Gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik (GASP) wurde der EU zunächst eine verteidigungspolitische Perspektive eröffnet. Doch erst mit der Einbeziehung der Petersberg-Aufgaben der WEU in die EU durch den Amsterdamer Vertrag gewann diese an praktischer Relevanz. Eine weitere Dynamisierung erfuhr die verteidigungspolitische Kooperation schließlich unter dem Eindruck der militärischen Handlungsunfähigkeit im Kosovo-Konflikt. Die Grenzen des sicherheitspolitischen Gestaltungspotentials waren nun offensichtlich, infolge dessen sich die EU nun gezwungen sah, die GASP durch die ESVP auszubauen.

Nachdem im folgenden Abschnitt die rechtlichen Grundlagen, die politische Entwicklung, sowie die Aufgaben und Ziele der ESVP knapp skizziert werden, widmen sich die restlichen Kapitel den Problemen und Erfolgsaussichten der ESVP auf dem Weg zu einer Gemeinsamen Europäischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik (GESVP).

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Allgemeine Grundlagen zur Europäischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik (ESVP)

2.1. Rechtliche Grundlagen

2.2. Meilensteine der politischen Entwicklung

2.3. Aufgaben und Ziele der ESVP

2.3.1. Petersberg-Aufgaben

2.3.2. Militärische und politische Ziele

a) Militärische Planziele

b) Die Europäische Sicherheitsstrategie

3. Probleme der ESVP

3.1. Strukturelle Probleme: Organisation, Institutionalisierung, Finanzierung

3.2. Problemstellungen beim Aufbau der notwendigen militärischen Fähigkeiten

3.3. Das Verhältnis zur NATO und deren Nicht-EU-Mitgliedern

4. Perspektiven der ESVP

4.1. Stärkung des transatlantischen Dialogs (EU-NATO)

4.2. Die Zukunft der ESVP

5. Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Seminararbeit untersucht die Genese, die strukturellen Herausforderungen sowie die zukünftigen Entwicklungsmöglichkeiten der Europäischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik (ESVP) vor dem Hintergrund der europäischen Integration und des transatlantischen Verhältnisses.

  • Rechtliche Grundlagen und politische Meilensteine der ESVP
  • Strategische Zielsetzungen, insbesondere die Petersberg-Aufgaben
  • Strukturelle Probleme in Organisation und Finanzierung
  • Herausforderungen beim Aufbau militärischer Fähigkeiten
  • Das Spannungsverhältnis und die Kooperation mit der NATO

Auszug aus dem Buch

3.1. Strukturelle Probleme: Organisation, Institutionalisierung, Finanzierung

Auch wenn die Europäische Sicherheitsstrategie gemeinsame strategische Ziele definiert und somit zumindest fürs erste eine europäische außenpolitische Identität genauer umschreibt, so existieren noch zahlreiche strukturelle Probleme beim Aufbau einer institutionalisierten ESVP. Deren Überwindung scheint insbesondere vor dem Hintergrund eines derzeit wahrscheinlichen Scheiterns des Verfassungsvertrages als äußerst schwierig.

Erstes zentrales Problem ist das Spannungsverhältnis zwischen intergouvernementalen und supranationalen Zuständigkeiten. Zwar werden zentrale außenpolitische Instrumente (Echo, der Europäische Entwicklungsfond und die regional orientierten Assoziations- und Kooperationsprogramme wie TACIS, OBNOVA, Phare und MEDA) von der Kommission verwaltet und wichtige Teile der Außenbeziehungen wie die Außenhandelspolitik nach den Verfahren des ersten Pfeilers, in dem die Kommission über das Initiativmonopol verfügt, gestaltet.

Jedoch verfügt die Kommission im intergouvernemental organisierten Pfeiler der GASP nur über geringen Einfluß. Sie kann wie jeder Mitgliedstaat den Rat mit einer Frage der GASP befassen (Art. 22 Abs. 1 EUV) und wird in vollem Umfang an den Arbeiten im Bereich der GASP beteiligt (Art. 27 EUV).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die historische Entwicklung der ESVP als Antwort auf den Integrationsbedarf nach dem Ende des Ost-West-Konflikts und definiert den Fokus auf die aktuellen Herausforderungen.

2. Allgemeine Grundlagen zur Europäischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik (ESVP): Dieses Kapitel erläutert die rechtlichen Rahmenbedingungen durch EU-Verträge sowie die politischen Meilensteine und strategischen Planziele, wie etwa die Petersberg-Aufgaben.

3. Probleme der ESVP: Hier werden die strukturellen Defizite, Finanzierungsfragen und die Schwierigkeiten beim Aufbau militärischer Fähigkeiten sowie das komplexe Verhältnis zur NATO kritisch analysiert.

4. Perspektiven der ESVP: Das vierte Kapitel widmet sich der Stärkung des transatlantischen Dialogs und erörtert verschiedene Zukunftsszenarien für die Entwicklung der europäischen Verteidigungspolitik.

5. Fazit: Das Fazit bilanziert die Fortschritte der letzten Jahre und betont die Notwendigkeit einer klaren weltpolitischen Rollendefinition der EU als Friedensmacht.

Schlüsselwörter

Europäische Sicherheits- und Verteidigungspolitik, ESVP, GASP, Europäische Union, NATO, Petersberg-Aufgaben, Krisenmanagement, Militärische Fähigkeiten, Europäische Sicherheitsstrategie, Institutionelle Reformen, Transatlantische Beziehungen, Souveränität, Verteidigungsausgaben, Verteidigungsagentur, Helsinki Headline Goal

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Entstehung und die operative Ausgestaltung der ESVP, wobei insbesondere die strukturellen Hürden und die strategische Positionierung der EU thematisiert werden.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die rechtliche Institutionalisierung, der Aufbau militärischer und ziviler Fähigkeiten sowie das Verhältnis zu sicherheitspolitischen Partnern wie der NATO.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, den aktuellen Stand und die Erfolgsaussichten der ESVP auf ihrem Weg zu einer funktionierenden Gemeinsamen Europäischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Analyse von Primärquellen, insbesondere EU-Verträgen, sowie der Auswertung aktueller sicherheitspolitischer Fachliteratur und Strategiepapiere.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil konzentriert sich auf die theoretischen Grundlagen, die bestehenden strukturellen Probleme, die Finanzierungslücken und das Verhältnis zur NATO sowie den transatlantischen Dialog.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie ESVP, GASP, Krisenmanagement, Petersberg-Aufgaben und militärische Interoperabilität geprägt.

Welche Rolle spielen die Petersberg-Aufgaben für die ESVP?

Sie bilden das wesentliche dreidimensionale Aufgabenspektrum, das humanitäre Einsätze, friedenserhaltende Maßnahmen und Kampfeinsätze bei der Krisenbewältigung umfasst.

Warum ist das Verhältnis zur Türkei für die ESVP problematisch?

Die institutionelle Einbindung von NATO-Mitgliedern, die nicht der EU angehören, gestaltete sich schwierig, da die Türkei aufgrund ihrer spezifischen Interessen den Abschluss formeller Vereinbarungen zwischen NATO und EU zeitweise blockierte.

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Details

Title
Probleme und Perspektiven der Europäischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik (ESVP)
College
LMU Munich
Course
Europarecht
Grade
2,3
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2005
Pages
19
Catalog Number
V52316
ISBN (eBook)
9783638480673
Language
German
Tags
Probleme Perspektiven Europäischen Sicherheits- Verteidigungspolitik Europarecht
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2005, Probleme und Perspektiven der Europäischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik (ESVP), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/52316
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