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THE CONSUMER CULTURE: Der Einfluss der Werbung auf die amerikanische Kultur von 1950 bis heute

Titel: THE CONSUMER CULTURE: Der Einfluss der Werbung auf die amerikanische Kultur von 1950 bis heute

Magisterarbeit , 2006 , 136 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Alexander Krause (Autor:in)

Amerikanistik - Kultur und Landeskunde
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Omnipräsenz der Werbung in den Vereinigten Staaten ist weltweit beispiellos. Dem Einfallsreichtum der Werber scheinen ebenso wenig Grenzen gesetzt wie der Akzeptanz der Bevölkerung hinsichtlich Werbung. Offenbar geht in der Consumer Culture der Amerikaner eine so starke Faszination von Werbung aus, dass sich die Mehrheit bisher nicht daran zu stören scheint. Die populärkulturelle Bedeutung der Werbung wird regelmäßig auf nationalen und internationalen Wettbewerben wie den Clio-Awards in New York oder dem International Advertising Festival in Cannes untermauert, wo die künstlerischsten und humorvollsten Arbeiten aus aller Welt prämiert werden. Besonders amüsante Werbespots aus aller Welt werden in speziellen Sendungen gesammelt und als Unterhaltungsprogramm auf amerikanischen Fernsehsendern präsentiert. In der akademischen Diskussion wird der Thematik seit etwa drei Jahrzehnten ein zunehmend wichtiger Stellenwert eingeräumt, da sich die Erkenntnis durchsetzt, dass sich die Auswirkungen von Werbung auf das kulturelle Leben in den USA nicht durch das Ignorieren der Werbung verhindern lassen. Deshalb werden heute die Zusammenhänge zwischen Medien, Populärkultur und Gesellschaft auf der einen sowie Werbung auf der anderen Seite von verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen untersucht. Die Vorreiterrolle der USA auf dem Gebiet der Werbung sowie das einzigartige Verständnis von Konsum und Marktwirtschaft in den Vereinigten Staaten sind die Faktoren, die diese Thematik als Untersuchungsgegenstand für die vorliegende Arbeit qualifizieren.
Den Kern der Untersuchung bildet die Analyse, wie Werbung verschiedene Bereiche der US-amerikanischen Kultur beeinflusst und beeinflusst hat, wobei jeweils auf geeignete Beispiele aus dem Zeitraum von 1950 bis heute zurückgegriffen wird. Dabei wird nicht chronologisch vorgegangen, sondern entsprechend der diversen Einflusssphären der Werbung auf die Kultur. Demnach ist nicht die Geschichte der Werbung in den USA Thema der Arbeit, wobei jedoch Grundlagen der amerikanischen Werbepraxis erklärt werden, wenn sie für das Verständnis relevant sind. Trotz des definierten historischen Rahmens bilden nicht die Veränderungen der untersuchten Phänomene den entscheidenden Gegenstand der Untersuchung; nur in Fällen, in denen es augenscheinlich einen enormen Wandel gegeben hat, wird explizit darauf eingegangen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. EINFÜHRUNG

2. EINFLUSS DER WERBUNG AUF DIE MEDIEN

2.1 BEEINFLUSSUNG VON MEDIENINHALTEN

2.2 DRUCKMITTEL AD-PULLING

2.3 VERÄNDERUNGEN DER MEDIENLANDSCHAFT

2.4 CAMOUFLAGED ADS

3. EINFLUSS DER WERBUNG AUF INDIVIDUELLES UND KOLLEKTIVES VERHALTEN

3.1 KONSTRUKTION VON IDENTITÄT UND SELBSTBILD DURCH WERBUNG UND KONSUM

3.2 KOLLEKTIVE WERTE, VERHALTENSWEISEN UND RITUALE

3.3 ROLLENBILDER IN DER WERBUNG

3.4 KINDER ALS KONSUMENTEN

4. EINFLUSS DER WERBUNG AUF POPULÄRKULTUR UND KUNST

4.1 PRODUCT PLACEMENT

4.2 SPONSORING

4.3 POP ART

5. WECHSELWIRKUNGEN ZWISCHEN KULTUR UND WERBUNG

6. KRITIK AN WERBUNG UND WERBEINDUSTRIE

6.1 VANCE PACKARD

6.2 NEOLIBERALE UND NEOMARXISTISCHE KRITIK

6.3 CULTURE JAMMING

6.4 NON-PROFIT-ORGANISATIONEN

7. SCHLUSSBETRACHTUNG

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den weitreichenden Einfluss der Werbung auf die amerikanische Kultur von 1950 bis heute. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Werbung nicht nur als ökonomisches Instrument fungiert, sondern Medieninhalte strukturiert, Identitäten konstruiert, soziale Rituale initiiert und die populärkulturelle Landschaft sowie die Kunstproduktion maßgeblich prägt.

  • Beeinflussung und Manipulation von Medieninhalten durch Werbetreibende
  • Konstruktion von Identität, Rollenbildern und kollektiven Werten durch Konsum
  • Integration von Werbung in Populärkultur und Kunst (Product Placement, Pop Art)
  • Formen der Werbekritik und das Phänomen des Culture Jamming
  • Die Rolle von Kindern als Zielgruppe der modernen Werbeindustrie

Auszug aus dem Buch

2.2 Druckmittel Ad-Pulling

Wie die Untersuchung in Punkt 2.1 ergeben hat, sind die US-Medien einer starken inhaltlichen Beeinträchtigung durch die Werbung ausgesetzt. Mittlerweile ist die Entwicklung der Medienbranche durch den Einfluss der Werbung an einen Punkt gekommen, an dem sich bereits Gefahren für die journalistische Freiheit und die Demokratie der USA abzeichnen. Eine besondere Rolle spielt dabei die Praxis des Ad-Pulling: immer öfter versuchen Werbetreibende oder deren Agenturen, Druck auf Medienunternehmen auszuüben, indem sie damit drohen, Anzeigenschaltungen oder ganze Werbeetats zurückzuziehen, falls die redaktionelle Behandlung bestimmter Themen nicht in ihrem Sinne ist. Somit beeinflussen sie die unabhängige Berichterstattung oder verhindern sie im Extremfall sogar. Medienbeobachter, Kritiker und Verlage sehen die Pressefreiheit bedroht, falls dieser „Journalismus an der Leine“ zum vorherrschenden Modell werden sollte.

Damit gesteht Baker der Werbung größeren Einfluss auf die Presse zu als den Gesetzeshütern und sieht dies als ernsthafte Gefahr für die Freiheit der Presse. Da die Medien insgesamt eine wichtige Säule der amerikanischen Kultur darstellen und die Manipulation der Berichterstattung durch Ad-Pulling hier am deutlichsten zu erkennen ist, ist dieser Punkt für die Analyse der Wirkung von Werbung auf die amerikanische Kultur von großer Bedeutung.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINFÜHRUNG: Diese Einleitung skizziert die Omnipräsenz der Werbung in den USA seit 1950 und definiert den methodischen Rahmen der Untersuchung.

2. EINFLUSS DER WERBUNG AUF DIE MEDIEN: Dieses Kapitel analysiert, wie Werbekunden durch inhaltliche Kontrolle, Ad-Pulling und neue Werbeformate die Medienlandschaft grundlegend umgestalten.

3. EINFLUSS DER WERBUNG AUF INDIVIDUELLES UND KOLLEKTIVES VERHALTEN: Der Fokus liegt hier auf der Konstruktion von Identität durch Marken, der Etablierung sozialer Rituale und der kritischen Auseinandersetzung mit Kindern als Zielgruppe.

4. EINFLUSS DER WERBUNG AUF POPULÄRKULTUR UND KUNST: Die Untersuchung befasst sich mit der zunehmenden kommerziellen Durchdringung von Film (Product Placement), Veranstaltungen (Sponsoring) und der bildenden Kunst (Pop Art).

5. WECHSELWIRKUNGEN ZWISCHEN KULTUR UND WERBUNG: Dieses Kapitel diskutiert den bidirektionalen Austausch, bei dem Werbung einerseits kulturelle Trends aufgreift, diese jedoch gleichzeitig im Sinne des Konsumdenkens neu interpretiert.

6. KRITIK AN WERBUNG UND WERBEINDUSTRIE: Hier werden historische und moderne Kritiker (z.B. Vance Packard) sowie aktive Widerstandsbewegungen wie das Culture Jamming analysiert.

7. SCHLUSSBETRACHTUNG: Die Arbeit reflektiert die zentralen Ergebnisse und fasst den weitreichenden Einfluss der Werbung auf das kulturelle Leben in den USA zusammen.

Schlüsselwörter

Werbung, Consumer Culture, USA, Medien, Ad-Pulling, Product Placement, Pop Art, Identitätskonstruktion, Konsum, Culture Jamming, Werbekritik, Marken, Populärkultur, Kommerzialisierung, Rollenbilder

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert den tiefgreifenden Einfluss der Werbeindustrie auf die amerikanische Kultur und Gesellschaft im Zeitraum von 1950 bis heute.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Schwerpunkten zählen die Manipulation von Medieninhalten, der Einfluss auf individuelles Konsumverhalten, die Rolle der Werbung in Kunst und Populärkultur sowie verschiedene Formen der Werbekritik.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Werbung als kulturelle Kraft wirkt, die soziale Normen, das Selbstbild der Menschen und die Unabhängigkeit der Medien maßgeblich formt oder untergräbt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine interdisziplinäre Analyse aus Sicht der Kulturgeschichte, Kommunikationswissenschaft und Soziologie, unter Einbeziehung zahlreicher Primär- und Sekundärquellen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Werbeeinflüssen auf Medien, menschliches Verhalten, Populärkultur/Kunst sowie eine detaillierte Analyse der Werbekritik und Gegenbewegungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Consumer Culture, Ad-Pulling, Product Placement, Culture Jamming und die Kommerzialisierung kultureller Sphären.

Was genau versteht der Autor unter „Ad-Pulling“?

Ad-Pulling bezeichnet die aggressive Praxis von Werbekunden, Anzeigenaufträge zurückzuziehen, um Druck auf Medien auszuüben und eine für sie günstige, unkritische redaktionelle Berichterstattung zu erzwingen.

Warum wird die Rolle von Kindern in der Werbung so intensiv diskutiert?

Kinder gelten als strategisch wichtige Zielgruppe, da sie nicht nur selbst konsumieren, sondern auch Kaufentscheidungen ihrer Eltern beeinflussen und früh auf eine lebenslange Konsummentalität konditioniert werden.

Was macht das Phänomen „Culture Jamming“ aus?

Culture Jamming ist eine Form des aktivistischen Widerstands, bei dem Symbole, Logos und Werbemotive subversiv verändert werden, um die dahinterstehenden manipulativen Botschaften der Konzerne zu entlarven.

Ende der Leseprobe aus 136 Seiten  - nach oben

Details

Titel
THE CONSUMER CULTURE: Der Einfluss der Werbung auf die amerikanische Kultur von 1950 bis heute
Hochschule
Ludwig-Maximilians-Universität München  (Amerika-Institut)
Note
1,0
Autor
Alexander Krause (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2006
Seiten
136
Katalognummer
V52324
ISBN (eBook)
9783638480734
ISBN (Buch)
9783638688062
Sprache
Deutsch
Schlagworte
CONSUMER CULTURE Einfluss Werbung Kultur
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Alexander Krause (Autor:in), 2006, THE CONSUMER CULTURE: Der Einfluss der Werbung auf die amerikanische Kultur von 1950 bis heute, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/52324
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Leseprobe aus  136  Seiten
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