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Integration körperlich und geistig behinderter Erwachsener am Beispiel der Stadt Essen

Title: Integration körperlich und geistig behinderter Erwachsener am Beispiel der Stadt Essen

Diploma Thesis , 2006 , 89 Pages , Grade: 1.3

Autor:in: Nathalie Blum (Author)

Social Work
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Summary Excerpt Details

Zu dem Thema, für diese Diplomarbeit, bin ich durch meine Tätigkeit als studentische Aushilfskraft in einer Außenwohngruppe des Franz-Sales-Hauses gelangt. Dort bin ich zuständig für acht Bewohner, die primär eine geistige Behinderung, aber zum Teil auch körperliche Behinderungen haben. Diese beeinträchtigen sie jedoch nicht so sehr, dass sie nicht in der Lage wären, den Großteil ihres alltäglichen Lebens selbst zu bewältigen (Körperpflege, Ernährung, Hin- und Rückfahrt zur Arbeit, etc.).

Meine Aufgabe besteht darin, die Bewohner in allen lebenspraktischen Dingen zu unterstützen und zu beraten. Hinzu kommen verschiedene administrative Aufgaben. Die Arbeit mit behinderten Menschen ist in meinen Augen eine sehr erfüllende und dankbare Tätigkeit. Da meine Aufgaben dazu beitragen, dem Einzelnen die Teilhabe an der Gesellschaft in gewissen Bereichen zu ermöglichen (z. B. Bekleidungseinkäufe, Einkäufe jeglicher Art, Ausflüge u.ä.), bin ich zu Überlegungen angeregt worden, in welchen Bereichen sich Integration abspielt.
Integration muss in größeren Zusammenhängen gesehen werden, um sie umfassend zu gestalten. So geschieht Integration hauptsächlich in den Bereichen Wohnen, Arbeit und Freizeit. Als Grundlage dienen verschiedene gesetzliche Regelungen, unterstützend wirken diverse Beratungsstellen. Dazu findet sich in der Einleitung eine Abbildung.

Familie dient auf einer bestimmten Art und Weise auch der Integration, befindet sich aber in einem geschützten Rahmen, in den nur eingegriffen werden kann, wenn Auffälligkeiten nach außen dringen. Somit ist Familie eine schlecht zu beeinflussende Größe. Jedoch kann Familie integrierend wirken, wenn ihre Mitglieder versuchen, für den behinderten Menschen, das Bestmögliche an Unterstützung und Lebensqualität in verschiedenen Bereichen zu erlangen. Diese Diplomarbeit konzentriert sich primär auf die Bereiche Wohnen, Arbeit und Freizeit. Sie stellt die Gesetze dar und skizziert die verschiedenen Beratungsmöglichkeiten. Die Zitate, jeweils zu Beginn der unterschiedlichen Blöcke, sollen teils zum nachdenken, teils zum schmunzeln anregen.

„Teilnahme setzt Zugehörigkeit voraus.“
Habermas 1995 (aus: ULRICH HEIMLICH 2003, 160)

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Behinderungsbegriff

2.1 Was ist eine Behinderung?

2.1.1 Gesellschaftlich normativer Zugang

2.1.2 Juristischer Zugang

2.1.3 Medizinischer Zugang

2.1.4 Pädagogisch-psychologischer Zugang

2.1.5 Subjektiver Zugang

2.1.6 Ursachen von Behinderung

2.2 Fazit

3. Integrationsbegriff

3.1 Was bedeutet Integration?

3.1.1 Geschichtliche Entwicklung

3.1.2 Soziale Integration

3.1.3 Integrative Pädagogik

3.2 Probleme der Integration

3.2.1 Integrationshemmende Faktoren aus dem gesellschaftlichen Umfeld

3.2.2 Integrationshemmende Faktoren aus dem Umfeld der Behinderten

3.2.3 Integrationshemmende Faktoren, die sich aus den Anforderungen an den Menschen ergeben

3.2.4 Integrationshemmende Faktoren, die das Menschliche betreffen

3.3 Normalisierung

3.3.1 Elemente und Ebenen des Normalisierungskonzeptes

3.3.2 Entwicklungsperspektiven des Normalisierungskonzeptes

3.4 Fazit

4. Integration durch die Stadt Essen

4.1 Stadtportrait

4.1.1 Behinderte Menschen in Essen

4.1.2 Entwicklung der Behindertenhilfe in den letzten drei Dekaden und die aktuelle Lage

4.1.3 Zukünftige Entwicklung

4.2 Integration im Bereich Beruf

4.2.1 Der freie Arbeitsmarkt

4.2.2 Die Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM)

4.2.3 Die Integrationsämter und –fachdienste

4.2.4 Möglichkeiten und Grenzen

4.3 Integration im Bereich Wohnen

4.3.1 „Barrierefreiheit“

4.3.2 Möglichkeiten und Grenzen

4.4 Integration im Bereich Freizeit

4.4.1 Angebote

4.4.2 Möglichkeiten und Grenzen

4.5 Beratungsmöglichkeiten und Selbsthilfegruppen

4.6 Fazit

5. Integration durch das Franz-Sales-Haus

5.1 Die Einrichtung

5.1.1 Geschichte

5.1.2 Konzeption und Ziele

5.2 Integration im Bereich Beruf (WfbM)

5.2.1 Aufgaben und Ziele einer WfbM

5.2.2 Der Werkstattbeirat

5.2.3 Die Produktion

5.2.4 Die pädagogische Arbeit

5.2.5 Finanzierung der Werkstatt und ihrer Mitarbeiter

5.2.6 Lebensbeispiele

5.2.7 Möglichkeiten und Grenzen

5.3 Integration im Bereich Wohnen

5.3.1 Die verschiedenen Wohnformen

5.3.2 Die pädagogische Arbeit und ihre Ziele

5.3.3 Finanzierung

5.3.4 Lebensbeispiele

5.3.5 Möglichkeiten und Grenzen

5.4 Integration im Bereich Freizeit

5.4.1 Angebote

5.4.2 Die pädagogische Arbeit und ihre Ziele

5.4.3 Finanzierung

5.4.4 Lebensbeispiele

5.4.5 Möglichkeiten und Grenzen

5.5 Fazit

6. Forschungsoptionen

6.1 Forschungsabsicht

6.1.1 Wahl der Forschungsmethode

6.1.2 Interviewleitfaden Verbundleiter

6.1.3 Interviewleitfaden Werkstattleiterin

6.1.4 Interviewleitfaden Freizeitkoordinator

6.2 Auswertung

7. Zusammenfassung und abschließende Stellungnahme

Zielsetzung & Themen

Die Diplomarbeit untersucht die Integrationsmöglichkeiten von körperlich und geistig behinderten Erwachsenen in der Stadt Essen. Dabei wird die Forschungsfrage verfolgt, wie die Teilhabe in den zentralen Lebensbereichen Wohnen, Arbeit und Freizeit durch kommunale Angebote sowie durch spezifische Einrichtungen, exemplifiziert am Franz-Sales-Haus, realisiert und gefördert werden kann.

  • Analyse des Begriffs der Behinderung und der sozialen Integration
  • Untersuchung von Integrationshemmnissen und Lösungsansätzen
  • Vergleich der Angebote der Stadt Essen mit denen einer spezialisierten Einrichtung
  • Evaluation der Bedeutung von Normalisierung und Selbstbestimmung für Menschen mit Behinderung
  • Darstellung der Arbeitssituation und Wohnformen für behinderte Menschen

Auszug aus dem Buch

2.1.1 Gesellschaftlich-normativer Zugang

Die Gesellschaft und ihre Normen, in der die behinderten Menschen leben, bestimmen den Begriff der Behinderung. Folgende Merkmale nach SUHRWEIER sind dabei zu beachten:

• die Eigenart der gesellschaftlichen Ordnung des Zusammenlebens der Menschen

• der wirtschaftliche Entwicklungsstand

• verbindliche Weltanschauungen

• anthropologische Normen

• Anforderungen, die an den Menschen gestellt werden

• Sozial- und Bildungspolitik

• historische Traditionen

Somit bestimmt die jeweilige Gesellschaft, wer als behindert zu gelten hat und wer nicht. Dadurch ergibt sich eine gesellschaftlich akzeptierte Verhaltensweise gegenüber behinderten Menschen. SUHRWEIER ist der Meinung, dass diese Auffassungen eine große Rolle bei der Entwicklung von behinderten Menschen spielt, da diese durch Erfahrungen, guter oder/und schlechter Natur, mit ihren Mitmenschen geprägt werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Darstellung der Zielsetzung der Arbeit, die Integration behinderter Erwachsener in Essen zu untersuchen, sowie Eingrenzung des betroffenen Personenkreises.

2. Behinderungsbegriff: Theoretische Auseinandersetzung mit verschiedenen Definitionen von Behinderung, von medizinischen Ansätzen bis hin zur subjektiven Wahrnehmung der Betroffenen.

3. Integrationsbegriff: Analyse der historischen Entwicklung von Integration, der Probleme und Hemmnisse sowie die Erläuterung des Normalisierungsprinzips.

4. Integration durch die Stadt Essen: Darstellung der städtischen Angebote in den Bereichen Wohnen, Arbeit und Freizeit sowie Untersuchung der Infrastruktur und Beratungsangebote.

5. Integration durch das Franz-Sales-Haus: Detaillierte Beschreibung der Einrichtung, ihrer Konzeption, der verschiedenen Wohn- und Arbeitsmodelle sowie der Freizeitangebote.

6. Forschungsoptionen: Erläuterung der gewählten methodischen Vorgehensweise, der Interviewleitfäden für Experten sowie der anschließenden Auswertung der Ergebnisse.

7. Zusammenfassung und abschließende Stellungnahme: Kompakte Darstellung der gewonnenen Erkenntnisse und abschließende Bewertung der Integrationssituation.

Schlüsselwörter

Integration, Behinderung, Normalisierung, Soziale Arbeit, Franz-Sales-Haus, Stadt Essen, Behindertenhilfe, Inklusion, Selbstbestimmung, Wohnen, Arbeitsmarkt, Freizeitgestaltung, Barrierefreiheit, Selbsthilfegruppen, Sozialgesetzbuch.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Diplomarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Integration körperlich und geistig behinderter Erwachsener in der Stadt Essen und vergleicht diese mit den Angeboten des Franz-Sales-Hauses.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Bereiche sind die Integration in das Wohnen, den Arbeitsmarkt und die Freizeitgestaltung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die Integrationsmöglichkeiten in einer Großstadt und einer spezifischen Einrichtung gegenüberzustellen und den Prozess sowie die Herausforderungen der Integration zu beleuchten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt qualitative Experteninterviews mit Vertretern des Franz-Sales-Hauses, um detaillierte Einblicke in die praktische Arbeit zu gewinnen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden theoretische Begriffe wie Behinderung und Integration definiert, die Rolle der Stadt Essen analysiert und die verschiedenen Integrationsformen des Franz-Sales-Hauses detailliert beschrieben.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Integration, Behinderung, Normalisierung, soziale Teilhabe, Behindertenhilfe und Barrierefreiheit sind zentrale Begriffe.

Inwiefern beeinflussen gesellschaftliche Normen den Behindertenbegriff?

Die Arbeit verdeutlicht, dass eine Gesellschaft durch ihre Werte und historischen Traditionen festlegt, wer als behindert gilt und welche Verhaltensweisen gegenüber behinderten Menschen als akzeptiert gelten.

Warum ist das Normalisierungsprinzip für diese Untersuchung relevant?

Das Prinzip zielt darauf ab, behinderten Menschen eine Lebensführung zu ermöglichen, die dem allgemeinen Lebensrhythmus entspricht, und dient somit als ethischer Maßstab für die Arbeit der Einrichtung.

Welche Schlussfolgerung zieht die Autorin bezüglich der Stadt Essen?

Die Autorin stellt fest, dass Essen zwar eine gute Infrastruktur bietet, die tatsächliche Integrationsleistung jedoch stark durch die Vielfalt der ansässigen gemeinnützigen Träger wie das Franz-Sales-Haus geprägt ist.

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Details

Title
Integration körperlich und geistig behinderter Erwachsener am Beispiel der Stadt Essen
College
University of Duisburg-Essen
Grade
1.3
Author
Nathalie Blum (Author)
Publication Year
2006
Pages
89
Catalog Number
V52325
ISBN (eBook)
9783638480741
ISBN (Book)
9783656783169
Language
German
Tags
Integration Erwachsener Beispiel Stadt Essen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Nathalie Blum (Author), 2006, Integration körperlich und geistig behinderter Erwachsener am Beispiel der Stadt Essen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/52325
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