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Vorstellung des Buches: Bangkok. Place, Practice and Representation von Marc Askew

Title: Vorstellung des Buches: Bangkok. Place, Practice and Representation von Marc Askew

Term Paper (Advanced seminar) , 2005 , 28 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Christian Eitz (Author)

Orientalism / Sinology - Miscellaneous
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Bangkok, die Hauptstadt Thailands, hat viele Gesichter und abhängig davon, wie man sich ihr nähert, bekommt man jeweils ein anderes zu sehen. Reduziert man den Reichtum an Varianten, das Konstrukt Bangkok zu betrachten um etliche Variablen und begnügt sich damit, innerhalb einer Forschungsdisziplin das Phänomen der Stadt näher beleuchten zu wollen, wird man trotzdem feststellen müssen, dass die(se) Stadt schwer erklärbar ist. Humangeographen, Ethnologen, Kulturwissenschaftler, Historiker und viele Vertreter anderer Disziplinen beschäftigen sich mit den Städten und ihrer Erforschung, stimmen zuweilen überein, widersprechen sich an gegebenen Punkten. Die folgende Hausarbeit wird sich mit dem Buch „Bangkok. Place, Practice and Representation.“ von Marc Askew, welches zur Vorlage eines Referates im Rahmen des Seminars „Modernes Thailand“ diente, beschäftigen. Wie der Name bereits vermuten lässt, beschäftigt sich dieses Werk mit der Metropole Bangkok, seinen Orten und deren Konstituierung durch kulturelle Praktiken, und natürlich den Möglichkeiten, Räume für Repräsentationen – z. B. der Macht – zu nutzen.

Der Autor gibt in sämtlichen Kapiteln Hinweise auf die Vielzahl von Lebensstilen und damit distinkt gestalteter Räume, was impliziert, dass eine „Einheit Bangkok“ als solche nicht existent ist, es sei denn, die durch Repräsentation geschaffene.1 Die Frage, die nun zur Diskussion gestellt werden soll ist jene nach Gründen einer Stadtgestaltungspolitik wie sie in dem Kapitel „Contesting Urbanisms: Constructing the past and remaking the present“ beschrieben wird. Sind also Projekte wie z. B. das Rattanakosin Conservation Project eine Antwort der Machthaber auf die evidente soziale Transformation – welche schließlich in eigenen geschichtlichen Rekonstruktionsleistungen und Ansprüchen an den urbanen Raum mündet , um durch die Narrative von „Krung Thep“ die Nation zu einen? Oder ist die Landschaftsgestaltung der Metropole ein Ergebnis aus dem Zusammenspiel internationaler wirtschaftlicher Einflüsse und den sich daraus ergebenden Notwendigkeiten für eine effiziente Stadtplanung, ein in gewisser Eigendynamik verfangener Prozess und somit wenig kontrollierbare Konsequenz ?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Askew’s Ansatz : Gliederung, Fragestellungen und Methodik

III. Von Krung Thep zur Global City

IV. Vorstellung des Kapitels „Contesting urbanisms : constructing the past and remaking the present”

V. Metropole Bangkok – Historische Einheit oder Zufall des globalen Zeitalters

VI. Abschlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Ziel der Arbeit ist die Interpretation des Werkes von Marc Askew sowie die kritische Diskussion der Fragestellung, inwieweit die Stadtgestaltungspolitik Bangkoks auf soziale Transformationen reagiert oder ein Resultat globaler wirtschaftlicher Einflüsse darstellt.

  • Analyse der Dynamik von Bangkok als Produkt strukturellen Wandels.
  • Untersuchung des Zusammenspiels von Geschichte, Kultur und städtischer Entwicklung.
  • Bedeutung von Repräsentation und Machtkämpfen im urbanen Raum.
  • Rolle neuer Akteure und Mittelklasseaktivisten bei der Stadtentwicklung.
  • Konflikte um historische Identität versus ökonomische Effizienz.

Auszug aus dem Buch

II. Askew’s Ansatz : Gliederung, Fragestellungen und Methodik

Askew beginnt sein Buch mit einem Zitat des englischen Autors Somerset Maugham, welcher im Jahre 1923 die siamesische Hauptstadt Bangkok besuchte :

„And who can describe a city as to give a significant picture of it? It is a different place to everyone who lives in it. No one can tell what it is.”

Damit greift er eine klassische Fragestellung der Stadtforschung auf und gibt bereits einen Vorgeschmack auf den roten Faden seiner Argumentation, die den Leser durch das gesamte Buch begleitet. Als übergeordnete Fragestellung formuliert er den Versuch, den Charakter Bangkoks als dynamisches und kontinuierliches Produkt des strukturellen Wandels und weit angelegter globaler Prozesse, welches in Interaktion mit Geschichte und Kultur steht, herauszuarbeiten. Der Hauptbetrachtungspunkt sind dabei die Menschen, die in Bangkok leben und arbeiten; untersucht werden sie als Individuen, Gruppen, Nachbarschaften und Haushalten, womit bereits ein eindeutiger Hinweis auf die ethnographische Arbeitsweise des Autors gegeben ist, auf die später noch zurückzukommen sein wird.

Die Studie Askew’s teilt sich grob in zwei Teile: „Krung to Global City : dynamics of transformation“ muss als einleitender, theoretischer Teil gesehen werden, der für das Verständnis von Zusammenhängen und Prozessen, die im zweiten Teil „Making Bangkok : studies in place, practice and representation“ vorgestellt werden, sehr wichtig ist. So schildern die ersten drei Kapitel, die also Teil I beinhaltet, Wandel und Kontinuität der Stadt seit ihrer Gründung im Jahre 1782 als Hauptstadt Siams bis zur globalen Metropole im 20. Jahrhundert. Askew stellt dazu die physischen und ökologischen Veränderungen der Stadtlandschaft Bangkoks dar und sucht deren Ursachen in einem Zusammenspiel von staatlichem, privatem und ausländischem Kapital, historischen Bedingungen und den Forderungen und Bedürfnissen der zunehmenden urbanen Bevölkerung.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Vorstellung des gewählten Werkes von Marc Askew und Erläuterung der Motivation, das Thema Stadtentwicklung mittels narrativer Ansätze zu untersuchen.

II. Askew’s Ansatz : Gliederung, Fragestellungen und Methodik: Darlegung der theoretischen Konzepte von Askew sowie seiner ethnographischen Herangehensweise zur Untersuchung Bangkoks.

III. Von Krung Thep zur Global City: Historischer Überblick der Entwicklung Bangkoks von der Gründung 1782 bis zur modernen globalen Metropole unter Berücksichtigung prägender Zeitmarken.

IV. Vorstellung des Kapitels „Contesting urbanisms : constructing the past and remaking the present”: Analyse der Machtkämpfe um den urbanen Raum und das Aufkommen neuer gesellschaftlicher Akteure.

V. Metropole Bangkok – Historische Einheit oder Zufall des globalen Zeitalters: Diskussion der Frage, ob Bangkok eine historisch gewachsene Einheit bildet oder durch ein Zusammenspiel zufälliger globaler Einflüsse geprägt ist.

VI. Abschlussbetrachtung: Persönliches Fazit des Autors über den Erkenntnisgewinn durch das Werk von Marc Askew.

Schlüsselwörter

Bangkok, Stadtforschung, Urbanisierung, Machtverhältnisse, Repräsentation, Narrative, Transformation, globale Prozesse, Rattanakosin Conservation Project, Mittelklasse, Identität, Stadtplanung, Geschichte, Soziologie, Kultur.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit stellt das Buch „Bangkok. Place, Practice and Representation“ von Marc Askew vor und interpretiert dessen zentralen Ansätze zur städtischen Entwicklung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themen umfassen die historische Entwicklung Bangkoks, Machtkämpfe im öffentlichen Raum sowie das Zusammenspiel von Tradition, globalen Prozessen und Identität.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Interpretation von Askews Werk und die kritische Diskussion darüber, wie und warum Stadtlandschaften durch Macht, Repräsentation und historische Narrative gestaltet werden.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Askew verwendet einen multiperspektivischen Ansatz, der ethnographische Feldforschung mit historiographischen und humangeographischen Perspektiven verbindet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung von Askews methodischem Ansatz, die historische Nachzeichnung der Stadtentwicklung und die spezifische Analyse von Machtkonflikten um den urbanen Raum.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Bangkok, Stadtforschung, Machtverhältnisse, Repräsentation, Transformation und urbane Identität.

Warum spielt das Rattanakosin Conservation Project eine so wichtige Rolle?

Es dient als Diskussionsbeispiel für den staatlichen Versuch, durch konservatorische Eingriffe Geschichte zu instrumentalisieren und nationale Identität zu konstruieren.

Inwiefern hat sich die Machtverteilung bei der Stadtplanung verändert?

Durch das Aufkommen einer erstarkenden Mittelklasse entstanden neue Akteure, die in der Lage sind, staatliche Planungsentscheidungen kritisch zu hinterfragen und den Anspruch auf den urbanen Raum zu erheben.

Welche Rolle spielt die „Narrative“ in Askews Untersuchung?

Der Begriff der Narrative wird explizit genutzt, da die Stadtentwicklung nicht durch einen einzelnen, stringenten Prozess erklärbar ist, sondern durch eine Vielzahl von Geschichten und Perspektiven.

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Details

Title
Vorstellung des Buches: Bangkok. Place, Practice and Representation von Marc Askew
College
Humboldt-University of Berlin  (Institut für Afrika- und Asienwissenschaften)
Course
HS "Modernes Thailand"
Grade
1,0
Author
Christian Eitz (Author)
Publication Year
2005
Pages
28
Catalog Number
V52372
ISBN (eBook)
9783638481076
ISBN (Book)
9783638662116
Language
German
Tags
Vorstellung Buches Bangkok Place Practice Representation Marc Askew Modernes Thailand
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christian Eitz (Author), 2005, Vorstellung des Buches: Bangkok. Place, Practice and Representation von Marc Askew, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/52372
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