In keiner anderen Stadt des Ruhrgebiets hat sich in den letzten zwei Jahrzehnten ein derartiger Strukturwandel vollzogen wie in Oberhausen. Noch vor 15 Jahren hatte die Stadt unter dem Rückgang der Kohle- und Eisenindustrie zu leiden. Oberhausen war von einer hohen Arbeitslosenzahl, brachliegenden Industrieflächen und einer unsystematischen Stadtbebauung gekennzeichnet. Es wurde nach einer Lösung der schlechten wirtschaftlichen und städtebaulichen Lage gesucht. Letztendlich einigte man sich auf das Projekt “Neue Mitte“. Auf dem ehemaligen Thyssen-Gelände entstand in kürzester Zeit eine Verbindung aus modernem Wohnen, Gewerbe- und Büroflächen sowie Unterhaltungs- und Einkaufsmöglichkeiten.
In chronologischer Reihenfolge habe ich versucht, die Entwicklung und den strukturellen Wandel der Stadt Oberhausen darzustellen. Insbesondere habe ich mich mit der Geschichte der Gutehoffnungshütte befasst. Diese ist in zwei Hinsichten für die Entstehung der Neuen Mitte von Bedeutung. Zum einen war es die GHH, welche die industrielle Entwicklung der Stadt Oberhausen vorangetrieben hat und den größten Arbeitgeber der Stadt darstellte. Dem entsprechend hatte der Niedergang der Gutehoffnungshütte auch große Auswirkung auf die Stadtentwicklung. Zum anderen entstanden große Teile der Neuen Mitte auf dem ehemaligen Gelände der GHH, welche später zu Thyssen gehörte.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Geschichte der Gutehoffnungshütte
2.1 Beginn der niederrheinischen Eisenindustrie
2.2 Gründung der Gutehoffnungshütte
2.3 Hüttenzusammenschluss
2.4 Industrielle Entwicklung von 1850-1945
2.5 Entwicklung ab 1945 und Niedergang der GHH
3. Einfluss der GHH auf die Stadtentwicklung Oberhausens
4. Strukturwandel Oberhausens – Das Projekt “Neue Mitte“
5. Die Neue Mitte Oberhausen
5.1 Gesamtübersicht
5.2 Ausbau der Verkehrsanbindungen
5.3 Das CentrO
5.4 Die CentrO Promenade
5.5 Die Arena
5.6 Der CentrO Park
5.7 Das Gasometer
5.8 Das Technologiezentrum
6. Schlussbemerkung
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht den tiefgreifenden Strukturwandel der Stadt Oberhausen, ausgehend vom Niedergang der Montanindustrie bis zur erfolgreichen Umnutzung ehemaliger Industrieflächen. Dabei wird analysiert, inwieweit das Projekt „Neue Mitte“ als zentrale städtebauliche Lösung zur Bewältigung der wirtschaftlichen Krise beigetragen hat.
- Historische Entwicklung der Gutehoffnungshütte (GHH)
- Einfluss der GHH auf die städtebauliche Struktur Oberhausens
- Wirtschaftlicher Strukturwandel im Ruhrgebiet
- Planung und Realisierung des Projekts „Neue Mitte“
- Analyse der einzelnen Komponenten der „Neuen Mitte“ (CentrO, Arena, Technologiezentrum)
Auszug aus dem Buch
1. Einleitung
In keiner anderen Stadt des Ruhrgebiets hat sich in den letzten zwei Jahrzehnten ein derartiger Strukturwandel vollzogen wie in Oberhausen. Noch vor 15 Jahren hatte die Stadt unter dem Rückgang der Kohle- und Eisenindustrie zu leiden. Oberhausen war von einer hohen Arbeitslosenzahl, brachliegenden Industrieflächen und einer unsystematischen Stadtbebauung gekennzeichnet. Es wurde nach einer Lösung der schlechten wirtschaftlichen und städtebaulichen Lage gesucht. Letztendlich einigte man sich auf das Projekt “Neue Mitte“. Auf dem ehemaligen Thyssen-Gelände entstand in kürzester Zeit eine Verbindung aus modernem Wohnen, Gewerbe- und Büroflächen sowie Unterhaltungs- und Einkaufsmöglichkeiten.
In chronologischer Reihenfolge habe ich versucht, die Entwicklung und den strukturellen Wandel der Stadt Oberhausen darzustellen. Insbesondere habe ich mich mit der Geschichte der Gutehoffnungshütte befasst. Diese ist in zwei Hinsichten für die Entstehung der Neuen Mitte von Bedeutung. Zum einen war es die GHH, welche die industrielle Entwicklung der Stadt Oberhausen vorangetrieben hat und den größten Arbeitgeber der Stadt darstellte. Dem entsprechend hatte der Niedergang der Gutehoffnungshütte auch große Auswirkung auf die Stadtentwicklung. Zum anderen entstanden große Teile der Neuen Mitte auf dem ehemaligen Gelände der GHH, welche später zu Thyssen gehörte.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung erläutert den Anlass der Untersuchung: den massiven Strukturwandel Oberhausens vom industriellen Niedergang hin zur neuen städtebaulichen Ausrichtung.
2. Geschichte der Gutehoffnungshütte: Dieser Abschnitt beschreibt chronologisch die Entstehung, den Aufstieg und den Niedergang der GHH sowie deren zentrale Bedeutung für die industrielle Entwicklung der Region.
3. Einfluss der GHH auf die Stadtentwicklung Oberhausens: Kapitel 3 beleuchtet, wie die GHH als Motor der Stadtentwicklung agierte und welche Probleme durch die ungeordnete, rein industriell geprägte Stadtstruktur entstanden.
4. Strukturwandel Oberhausens – Das Projekt “Neue Mitte“: Dieses Kapitel stellt die politischen und planungstechnischen Ansätze vor, die zum Entschluss führten, das ehemalige GHH-Areal zu einem modernen Dienstleistungs- und Freizeitzentrum umzugestalten.
5. Die Neue Mitte Oberhausen: Hier werden die einzelnen Bestandteile des Projekts wie das CentrO, die Arena und das Technologiezentrum sowie deren verkehrstechnische Anbindung detailliert beschrieben.
6. Schlussbemerkung: Die Schlussbemerkung resümiert, dass das Projekt zwar ein wirtschaftlicher Erfolg ist, jedoch auch negative Auswirkungen auf den traditionellen Einzelhandel in der Stadt mit sich brachte.
Schlüsselwörter
Strukturwandel, Oberhausen, Gutehoffnungshütte, GHH, Neue Mitte, CentrO, Montanindustrie, Stadtentwicklung, Wirtschaftskrise, Dienstleistungssektor, Industriebrachen, Ruhrgebiet, Konversion, Standortentwicklung, Arbeitsmarkt.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?
Die Arbeit befasst sich mit der Transformation der Stadt Oberhausen von einer industriell geprägten Montanregion zu einem modernen Dienstleistungs- und Freizeitstandort durch das Großprojekt „Neue Mitte“.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die Schwerpunkte liegen auf der Historie der Gutehoffnungshütte (GHH), den städtebaulichen Folgen ihres Niedergangs und der konzeptionellen Umsetzung des Areals „Neue Mitte“.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Ziel ist es, den strukturellen Wandel Oberhausens nachzuzeichnen und zu bewerten, inwieweit das Projekt „Neue Mitte“ die wirtschaftliche und städtebauliche Krise der Stadt erfolgreich bewältigt hat.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit folgt einer chronologischen historischen Analyse sowie einer deskriptiven Darstellung der städtebaulichen Projekte und deren Auswirkungen auf die Stadtstruktur.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Aufarbeitung der Industriegeschichte (GHH), deren Einfluss auf die Stadtentwicklung Oberhausens, die Entstehungsgeschichte des „Neue Mitte“-Projekts sowie die detaillierte Vorstellung der einzelnen Projektbausteine.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wesentliche Begriffe sind Strukturwandel, Oberhausen, GHH, Neue Mitte, Konversion und wirtschaftliche Standortentwicklung.
Warum war der Niedergang der GHH so entscheidend für Oberhausen?
Da die GHH über lange Zeit der größte Arbeitgeber war, bedeutete ihr Niedergang den Zusammenbruch der städtischen wirtschaftlichen Basis, was zu hoher Arbeitslosigkeit und dem Brachliegen zentraler Stadtflächen führte.
Was ist das zentrale Kritikpunkt an der „Neuen Mitte“ laut Autor?
Der Autor weist darauf hin, dass der Erfolg der „Neuen Mitte“ als Einkaufs- und Erlebniszentrum eine Schattenseite hat: den wirtschaftlichen Niedergang des ursprünglichen Oberhausener Einzelhandels.
- Quote paper
- Antje Höfs (Author), 2004, Von der GHH zur Neuen Mitte - Nutzungswandel auf einer zentralen Fläche in Oberhausen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/52419