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Akzeptanz statt Toleranz - Eine Seminarreflexion über die Wertigkeit der Begriffe Toleranz und Akzeptanz

Titel: Akzeptanz statt Toleranz - Eine Seminarreflexion über die Wertigkeit der Begriffe Toleranz und Akzeptanz

Seminararbeit , 2006 , 10 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Udo Lihs (Autor:in)

Philosophie - Praktische (Ethik, Ästhetik, Kultur, Natur, Recht, ...)
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Meine Motivation, mich mit „Toleranz“ zu beschäftigen, lag vor allem darin, Gemeinsamkeiten und Unterschiede in den Begriffen Akzeptanz und Toleranz zu studieren. Ausschlaggebend für mich war dabei der Spruch „Akzeptanz statt Toleranz“ 1 der Homosexuellen, einer Minderheitsbewegung, die, so geht man davon aus, aufgrund ihrer Minderheit Toleranz bei der Mehrheit einfordern müsste, stattdessen aber ihr Politikum in der Akzeptanz sucht.

Wo liegt der Unterschied? Werden die Begriffe Akzeptanz und Toleranz nicht eigentlich wie Synonyme in der Gesellschaft behandelt? Wo sind Gemeinsamkeiten bzw. Unterschiede in den Begriffen? Ist Toleranz gar negativ zu betrachten, Akzeptanz als positiv? Wo liegt da die Wertigkeit der jeweiligen Begriffe? Ist Toleranz überhaupt erstrebenswert? Kann die Philosophie dabei eine Hilfe sein, wenn es darum geht, hier zu differenzieren?

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

  • Akzeptanz statt Toleranz?
  • Eine Reflexion über die Wertigkeit der Begriffe Toleranz und Akzeptanz
  • Toleranz im Kontext von Macht und Recht
  • Toleranz und Aufklärung
  • Toleranz und Identität
  • Grenzen der Toleranz und Akzeptanz

Zielsetzung und Themenschwerpunkte

Dieser Text setzt sich zum Ziel, die Begriffe Toleranz und Akzeptanz zu analysieren und ihre jeweiligen Wertigkeiten zu beleuchten. Dabei wird untersucht, ob Akzeptanz gegenüber Toleranz einen höheren Stellenwert besitzt und wie die beiden Begriffe im Kontext von Macht, Recht, Aufklärung und Identität zu betrachten sind.

  • Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen Akzeptanz und Toleranz
  • Die Rolle von Macht und Recht in der Toleranzdebatte
  • Zusammenhang zwischen Toleranz und Aufklärung
  • Bedeutung von Identität und Selbstbewusstsein für Toleranz und Akzeptanz
  • Grenzen von Toleranz und Akzeptanz

Zusammenfassung der Kapitel

  • Der Text beginnt mit einer Analyse der Begriffe Toleranz und Akzeptanz, wobei die unterschiedlichen Bedeutungen von Duldung und Annahme herausgestellt werden.
  • Im weiteren Verlauf wird die These von Reemtsma beleuchtet, wonach Toleranz nur im rechtsfreien Raum existiert und im Kontext von Akzeptanz überflüssig wird.
  • Kant wird als Vertreter einer Aufklärungsphilosophie vorgestellt, die Toleranz als natürliches Gesetz betrachtet und stattdessen eine Pluralität von Meinungen fordert.
  • Fetscher und Fritzsche betonen die Bedeutung von Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl für die Ausübung von Toleranz und Akzeptanz.
  • Der Text untersucht kritische Positionen zum Begriff der Akzeptanz, die sich mit Ängsten und Gefahren auseinandersetzen und Grenzen der Akzeptanz aufzeigen.
  • Das Werk schließt mit einer Betrachtung der Grenzen von Toleranz und Akzeptanz unter Bezugnahme auf John Stuart Mill und dessen „Über die Freiheit“.

Schlüsselwörter

Toleranz, Akzeptanz, Macht, Recht, Aufklärung, Identität, Selbstbewusstsein, Selbstwertgefühl, Grenzen, Freiheit, Pluralität, Minderheiten, Homosexualität, Diskriminierung.

Häufig gestellte Fragen

Was ist der wesentliche Unterschied zwischen Toleranz und Akzeptanz?

Toleranz bedeutet oft ein bloßes „Erdulden“ oder „Aushalten“ einer anderen Meinung, während Akzeptanz eine positive Annahme und Anerkennung impliziert.

Warum fordern Minderheiten oft „Akzeptanz statt Toleranz“?

Weil Toleranz ein Machtgefälle suggerieren kann (die Mehrheit „erlaubt“ der Minderheit zu existieren), während Akzeptanz auf Augenhöhe und Gleichwertigkeit abzielt.

Gibt es Grenzen der Toleranz?

Ja, die Debatte bezieht sich oft auf John Stuart Mill, wonach die Freiheit und Toleranz dort enden, wo die Rechte anderer verletzt werden.

Welche Rolle spielt das Selbstwertgefühl bei der Toleranz?

Fetscher und Fritzsche argumentieren, dass ein gesundes Selbstbewusstsein und Identität notwendig sind, um anderen gegenüber tolerant oder akzeptierend auftreten zu können.

Ist Toleranz im Rechtsstaat überflüssig?

Die These von Reemtsma besagt, dass Toleranz im rechtlich geregelten Raum durch klare Gesetze und Akzeptanz ersetzt werden sollte und nur im rechtsfreien Raum als Tugend nötig ist.

Ende der Leseprobe aus 10 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Akzeptanz statt Toleranz - Eine Seminarreflexion über die Wertigkeit der Begriffe Toleranz und Akzeptanz
Hochschule
Universität Potsdam  (Institut für Philosophie)
Veranstaltung
Seminar
Note
1,7
Autor
Udo Lihs (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2006
Seiten
10
Katalognummer
V52537
ISBN (eBook)
9783638482226
ISBN (Buch)
9783638761253
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Toleranz Seminarreflexion Begriffe Toleranz
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Udo Lihs (Autor:in), 2006, Akzeptanz statt Toleranz - Eine Seminarreflexion über die Wertigkeit der Begriffe Toleranz und Akzeptanz, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/52537
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Leseprobe aus  10  Seiten
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