Außenwirtschaftliche Beziehungen werden vor allem mit dem Ziel aufgenommen und aufrechterhalten, um durch internationale Arbeitsteilung den Wohlstand der beteiligten Volkswirtschaften zu erhöhen.1Um dieses Ziel zu erreichen, schlossen die USA, Kanada und Mexiko ein Freihandelsabkommen (engl. North American Free Trade Agreement) ab. Der Wirtschaftsraum dieser Länder umfasste 2004 mehr als 432 Millionen Menschen und ist geprägt von den starken Unterschieden zwischen den reichen Ländern USA und Kanada und dem Schwellenland Mexiko.
Inhaltsverzeichnis
1. EINLEITUNG
2. FREIHANDEL
2.1 Definition Freihandel
2.2 Geschichtliche Entwicklung
2.3 Definition Freihandelszone
2.4 Die Rolle des GATT
3. ENTSTEHUNGSHINTERGRÜNDE DER NAFTA
3.1 Die Vereinigten Staaten von Amerika
3.2 Mexiko
3.3 Kanada
4. DIE VERTRAGSINHALTE DES NAFTA - ABKOMMENS
5. KAPITEL 11 DES NAFTA-VERTRAGES
6. WIRTSCHAFTLICHE AUSWIRKUNGEN DER NAFTA
6.1 Für die USA
6.2 Für Mexiko
6.3 Für Kanada
6.4 EU und NAFTA
6.4.1 NAFTA und EU im Vergleich
6.4.2 Der Handel zwischen der EU und den NAFTA-Staaten
6.5 Wirtschaftliche Beziehungen zwischen Deutschland und den NAFTA-Staaten
7. DIE IDEE ÜBER EINE MÖGLICHE ERWEITERUNG DER NAFTA
8. FAZIT
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit analysiert die Entstehung, die Inhalte und die wirtschaftlichen Auswirkungen des Nordamerikanischen Freihandelsabkommens (NAFTA) auf die beteiligten Staaten USA, Kanada und Mexiko. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Bewertung, ob das Abkommen die ursprünglich hohen Erwartungen der Mitgliedsstaaten erfüllen konnte und welche spezifischen Herausforderungen, etwa durch das kontrovers diskutierte Kapitel 11, entstanden sind.
- Entwicklungshintergründe und politische Motive zur Gründung der NAFTA
- Detaillierte Analyse der zentralen Vertragsinhalte und Rahmenbedingungen
- Wirtschaftliche Folgen für die USA, Mexiko und Kanada inklusive Arbeitsmarkteffekte
- Auswirkungen des Investitionsschutzkapitels 11 auf nationale politische Spielräume
- Vergleich der NAFTA mit der Europäischen Union und der Handel mit Drittstaaten
Auszug aus dem Buch
3. Entstehungshintergründe der NAFTA
Am 17.12.1992 unterzeichneten die Staatsoberhäupter der USA (Präsident Clinton), Kanadas (Premierminister Mulroney) und Mexikos (Präsident Salinas) in ihren jeweiligen Hauptstädten die Verträge über die Gründung der Nordamerikanischen Freihandelszone (NAFTA, engl. North American Free Trade Agreement; ALÉNA, franz. Accord de libre échange nord américain; TLCAN, span. Tratado de Libre Comercio de América del Norte), die nach Ratifizierung durch die Parlamente der drei Staaten am 1.1.1994 in Kraft traten. Während das am 1.1.1989 in Kraft getretene Freihandelsabkommen USA - Kanada (CUFTA) zwei Industriestaaten mit ähnlichen Wirtschaftsstrukturen umfasste, wurde jetzt mit Mexiko ein Schwellenland des Südens integriert. Es handelt sich also um eine heterogene Freihandelszone. Die daraus folgende Asymmetrie im Entwicklungsniveau kann als eines der beiden wichtigsten Charakteristika der NAFTA gelten. Das andere ist die unterschiedliche Relevanz des Abkommens für die beteiligten Länder. Die Größe und genaue Lage der Mitgliedsstaaten gibt Abbildung 1 wieder. Die Partnerländer geben im Unterschied zur Europäischen Union kein Stück ihrer nationalen Souveränität auf. Es gibt keine gemeinsame Zollpolitik. Ebenso sieht das nordamerikanische Freihandelsabkommen keine Strukturhilfen für den ärmsten Partner vor. Es handelt sich um einen zwischenstaatlichen Vertrag. Neben dem Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) ist die NAFTA die weltweit größte Freihandelszone.
Zusammenfassung der Kapitel
1. EINLEITUNG: Einführung in die Zielsetzung, die politischen Hintergründe und die Kontroversen rund um die Unterzeichnung des nordamerikanischen Freihandelsabkommens.
2. FREIHANDEL: Definition grundlegender Begriffe wie Freihandel und Freihandelszone sowie Erläuterung der historischen Entwicklung und der Rolle des GATT als Basis für das Abkommen.
3. ENTSTEHUNGSHINTERGRÜNDE DER NAFTA: Analyse der nationalen Beweggründe der USA, Mexikos und Kanadas für den Beitritt zur Freihandelszone und die ökonomischen Abhängigkeiten der Partnerländer.
4. DIE VERTRAGSINHALTE DES NAFTA - ABKOMMENS: Überblick über die wesentlichen Bestimmungen, inklusive Zusatzabkommen zu Arbeits- und Umweltstandards sowie Mechanismen zur Streitbeilegung.
5. KAPITEL 11 DES NAFTA-VERTRAGES: Detaillierte Untersuchung des Investitionsschutzkapitels, seiner Auswirkungen auf nationale Regulierungen und der daraus resultierenden Investor-Staat-Streitfälle.
6. WIRTSCHAFTLICHE AUSWIRKUNGEN DER NAFTA: Bewertung der ökonomischen Folgen für die drei Mitgliedsstaaten unter Berücksichtigung von Handelsbilanzen, Arbeitsplatzverlagerungen und Umwelteinflüssen.
7. DIE IDEE ÜBER EINE MÖGLICHE ERWEITERUNG DER NAFTA: Diskussion über die FTAA (Free Trade Area of the Americas) und die Herausforderungen einer weiteren Handelsintegration in Amerika.
8. FAZIT: Zusammenfassende kritische Würdigung der NAFTA-Ergebnisse nach über einem Jahrzehnt Laufzeit und deren Einfluss auf die weitere regionale Wirtschaftsplanung.
Schlüsselwörter
NAFTA, Freihandel, Wirtschaftsintegration, USA, Mexiko, Kanada, Investitionsschutz, Kapital 11, Maquiladora, Handelsbilanz, Arbeitsmarkt, Globalisierung, GATT, Strukturwandel, Agrarpolitik.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit untersucht das Nordamerikanische Freihandelsabkommen (NAFTA) hinsichtlich seiner Entstehung, seiner inhaltlichen Ausgestaltung und der realen ökonomischen Auswirkungen auf die beteiligten Länder USA, Kanada und Mexiko.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die zentralen Felder umfassen die Motive der Mitgliedsstaaten, die rechtliche Struktur des Vertrages, den Investitionsschutz durch Kapitel 11, die Handelsbeziehungen zur EU und die Auswirkungen auf Arbeitsmärkte sowie Umwelt.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist eine kritische Analyse, ob die NAFTA die erhofften wirtschaftlichen Vorteile erbracht hat und inwieweit die asymmetrische Entwicklung der beteiligten Länder durch das Abkommen beeinflusst wurde.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Es handelt sich um eine deskriptive und analysierende wirtschaftswissenschaftliche Untersuchung, die auf Basis von Statistiken, Fachliteratur und Dokumenten der NAFTA-Verhandlungen eine Bewertung der Auswirkungen vornimmt.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil erörtert die Entstehungsgeschichte, detaillierte Vertragsinhalte (wie Investitionen, geistiges Eigentum, Landwirtschaft), spezifische Folgen für jedes Mitgliedsland und die kritische Analyse des Investitionsschutzkapitels 11.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den prägenden Schlüsselwörtern gehören neben NAFTA vor allem Freihandel, wirtschaftliche Integration, Investitionsschutz, Maquiladora-Industrie und Handelsbilanzdefizit.
Was ist das Kapitel 11 des NAFTA-Vertrages?
Kapitel 11 ist ein weitreichendes Investitionsschutzabkommen, das es privaten Investoren ermöglicht, Staaten auf Schadenersatz zu verklagen, wenn sie staatliche Maßnahmen als indirekte Enteignung betrachten.
Welche wirtschaftliche Bilanz zieht die Autorin?
Die Autorin kommt zu einem eher kritischen Schluss, da die erhofften positiven Effekte für Wohlstand und Arbeitsplätze nur teilweise eingetreten sind und sich soziale sowie ökologische Probleme teilweise verschärft haben.
- Quote paper
- Sandra Krüger (Author), 2006, NAFTA - North American Free Trade Agreement, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/52543