Inhaltsverzeichnis
1. Herkunft und Kindheit
2. Der Jungunternehmer im Dritten Reich
3. Nach dem Krieg: Aufbau und Niedergang des Wirtschaftswunders
4. Erfolge als Reiter und Sportfunktionär
Quellenverzeichnis
1. Herkunft und Kindheit
Am 05. Juni 1912 wird Josef Carl Neckermann als zweites Kind seiner Eltern Josef Carl Neckermann und Julia Neckermann (geb. Lang) in Würzburg geboren. Sein Vater ist Kohlengroßhändler und wird auf Grund seines Besitzes und seiner Beziehungen in Wirtschaft und Politik als „Rockefeller von Würzburg“ betitelt. 1 Josef wächst mit seinen Geschwistern Maria-Barbara (1909-1948) und Walter (1914- 1972) in Würzburg auf. Er besucht das Realgymnasium. Dort galt er eher als Außenseiter. 2 Die Schule steht für Josef nur an zweiter Stelle, seine ganze Leidenschaft gehört dem Reiten. Im Schwimmbad lernt Josef seine spätere Frau Annemarie Brückner kennen. Sein Vater ist sein großes Vorbild und Josef möchte eines Tages ebenfalls Unternehmer werden. Geprägt durch seinen Vater entsteht auch sein Lebensmotto: „Was du tust, das tust du ganz!“. Ein Wendepunkt in seinem Leben ist der frühe Tod des Vaters am 20. Dezember 1928. Sein Vater erliegt einem Herzinfarkt und von diesem Tag an ist seine Kindheit vorbei.3...
Inhaltsverzeichnis
1. Herkunft und Kindheit
2. Der Jungunternehmer im Dritten Reich
3. Nach dem Krieg: Aufbau und Niedergang des Wirtschaftswunders
4. Erfolge als Reiter und Sportfunktionär
Zielsetzung & Themen
Diese Biografie beleuchtet den Lebensweg von Josef Neckermann und untersucht dabei kritisch sowohl seinen unternehmerischen Aufstieg als auch seine Verstrickungen in die Zeit des Nationalsozialismus sowie seine spätere Rolle als Sportfunktionär.
- Herkunft aus einer einflussreichen Unternehmerfamilie in Würzburg
- Aufstieg als Unternehmer unter dem NS-Regime und Ausnutzung der Arisierung
- Wiederaufbau und Expansion zum führenden Versandhaus nach dem Zweiten Weltkrieg
- Erfolgreiche Karriere als olympischer Reiter und Gründung der Deutschen Sporthilfe
Auszug aus dem Buch
2. Der Jungunternehmer im Dritten Reich
Josef soll nach abgeschlossener Ausbildung das Unternehmen seines Vaters J.C. Neckermann übernehmen. Der Prokurist Guido Klug führt die Geschäfte der Kohlenhandlung fort. Josef schließt 1929 die Schule mit Mittlerer Reife ab und beginnt eine Lehre bei der Bayerischen Hypotheken- und Wechselbank in Würzburg, Hausbank der Neckermanns. Anschließend absolviert er ein 18-monatiges Praktikum bei der Hedwigs Hütte AG in Stettin und wird im Jahr 1931 zum Assistenten der Geschäftsführung bestellt. Er geht nach England und Belgien und kehrt im Jahr 1933 nach Deutschland zurück. Mit nur 22 Jahren tritt er in das väterliche Unternehmen in die Geschäftsleitung ein. Er will unbedingt Erfolg und modernisiert und strukturiert das Unternehmen komplett um. Auch vor Aufträgen der Rüstungsindustrie schreckt er nicht zurück.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Herkunft und Kindheit: Das Kapitel beschreibt die familiäre Herkunft von Josef Neckermann in Würzburg, seine Leidenschaft für das Reiten und den frühen Tod seines Vaters, der einen prägenden Wendepunkt darstellte.
2. Der Jungunternehmer im Dritten Reich: Hier wird der berufliche Aufstieg Neckermanns geschildert, wobei insbesondere die moralisch fragwürdige Übernahme jüdischer Unternehmen im Rahmen der NS-Arisierung thematisiert wird.
3. Nach dem Krieg: Aufbau und Niedergang des Wirtschaftswunders: Nach anfänglichen Schwierigkeiten und einer Inhaftierung nach Kriegsende gelingt Neckermann der erfolgreiche Wiederaufbau als Versandhausunternehmer, der erst Jahrzehnte später aufgrund von Marktveränderungen in eine Krise gerät.
4. Erfolge als Reiter und Sportfunktionär: Dieser Abschnitt widmet sich der sportlichen Karriere Neckermanns als Turnierreiter bei den Olympischen Spielen und seinem Engagement für den Sport durch die Gründung der Stiftung Deutsche Sporthilfe.
Schlüsselwörter
Josef Neckermann, Versandhandel, Arisierung, NS-Regime, Wirtschaftswunder, Unternehmensgeschichte, Neckermann Versand, Deutsche Sporthilfe, Unternehmertum, Würzburg, Frankfurt, Olympische Spiele, Reiter, Nachkriegszeit, Wirtschaftsgeschichte
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Biografie grundlegend?
Die Arbeit zeichnet den Lebenslauf von Josef Neckermann nach, von seiner Kindheit über seine geschäftlichen Aktivitäten während der Zeit des Nationalsozialismus bis hin zu seiner erfolgreichen Karriere als Versandhausgründer und Sportler.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die Schwerpunkte liegen auf der Familiengeschichte, den Geschäftspraktiken während der Arisierung, dem Aufbau des Neckermann-Versandhandels in der Nachkriegszeit und seinem ehrenamtlichen Engagement im deutschen Spitzensport.
Was ist das Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, ein umfassendes Porträt des Unternehmers zu zeichnen, das sowohl seine wirtschaftlichen Erfolge als auch die dunklen Kapitel seiner Vergangenheit objektiv beleuchtet.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Arbeit basiert auf einer biographischen Analyse unter Einbeziehung von Fachliteratur, zeitgenössischen Dokumenten, Pressearchiven und Autobiografien.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in drei chronologische Abschnitte: den Einstieg ins Unternehmen während des Dritten Reiches, den Aufstieg und späteren Verkauf des Versandhauses sowie die sportliche Laufbahn.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Biografie?
Wesentliche Begriffe sind Versandhaus, NS-Vergangenheit, Arisierung, Wirtschaftswunder, Deutsche Sporthilfe und Olympische Spiele.
Wie rechtfertigte Neckermann die Übernahme jüdischer Firmen?
Er argumentierte in seiner Autobiografie, dass er die Geschäfte lediglich übernahm, um anderen zuvorzukommen („Wenn ich es nicht tue, macht es ein anderer“).
Welche Rolle spielte die Stiftung Deutsche Sporthilfe in seinem Leben?
Sie war sein zentrales Engagement außerhalb der Wirtschaft, für das er sich als „Bettler der Nation“ bezeichnete und erfolgreich Millionenbeträge für die Förderung von Athleten sammelte.
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- Diplom-Betriebswirtin (FH) Ines von Hollen (Author), 2005, Biografie Josef Neckermann, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/52571