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Selbstversicherung über Captives - eine Frage der Regulierung?

Title: Selbstversicherung über Captives - eine Frage der Regulierung?

Diploma Thesis , 2005 , 60 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Michael Margolin (Author)

Business economics - Business Management, Corporate Governance
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Selbstversicherung als eine alternative Form der Versicherung hat in den letzten Jahrzehnten an Anerkennung gewonnen. Im Speziellen greifen dabei Unternehmen auf Nutzung von Captives, deren Gründungswelle in den 70er Jahren ihren Gipfel erreicht hat. Unter einer Captive versteht man Versicherungen, die in der Regel von einzelnen Unternehmen oder Unternehmensgruppen zwecks eigener Risikovorsorge gegründet werden. Heutzutage zählt man zirka 5000 Captive-Versicherungsunternehmen, die für Versicherungszwecke ihrer Muttergesellschaften an ausgewählten Orten der Welt genutzt werden.
Das Captive-Phänomen beschäftigt Fachleute seit mehreren Jahrzehnten. Insbesondere in den 1970er und -80er Jahren sind zahlreiche Fachartikel erschienen, die ihre Forschungsschwerpunkte vor allem den Leitmotiven der Captive-Gründungen gewidmet haben. Demnach hat man dabei zum Beispiel auf die verbesserten Risikomanagementpraktiken hingewiesen, die durch zentralisierte und maßgeschneiderte Versicherungslösungen realisierbar sind. Ferner fällt unter diese Kategorie die Möglichkeit der Partizipation des Versicherten an Gewinnen der Captive-Gesellschaft. Darüber hinaus führen die Forschungsergebnisse den direkten Zugang zum Rückversicherungsmarkt, steuerliche Vergünstigungen sowie Informationsasymmetrien auf dem Markt als Beweggründe für Captive-Gründungen auf.
Die Motivation für diese Arbeit besteht darin, das Regulierungsumfeld der Captives als Grundlage für Leitmotive der Captive-Führung zu analysieren. Es soll damit aufgezeigt werden, mit welchen Bindungen Captives in ausgewählten Geschäftsbereichen konfrontiert sind und inwieweit diese legalen Rahmenbedingungen die Motivation von Captive-Gründungen beeinflussen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. PROBLEMSTELLUNG

2. RISIKEN UND DEREN HANDHABUNG

2.1. RELEVANZ DES RISIKOMANAGEMENTS

2.2. RISIKOMANAGEMENTFORMEN UND -INSTRUMENTE

2.3. SELBSTVERSICHERUNG VERSUS RISIKOTRANSFER

3. CAPTIVES: RECHTLICHE FORMEN

3.1. SINGLE-PARENT CAPTIVES

3.2. MULTI-PARENT CAPTIVES

3.3. RENT-A-CAPTIVE UND PROTECTED CELL COMPANIES

4. GESETZLICHE REGULIERUNGSGRUNDLAGEN

4.1. BINDUNGSWIRKUNGEN UND FLEXIBILITÄT

4.1.1. CAPTIVE-STANDORTE

4.1.2. ORGANISATORISCHES ELEMENT

4.2 STEUERN UND FINANZIELLE AUSWIRKUNGEN

4.2.1. STEUERN UND RECHNUNGSLEGUNG

4.2.2. VORAUSSETZUNGEN UND EFFEKTE STEUERLICHER ABZUGSFÄHIGKEIT VON PRÄMIEN

4.3. ZUGANG ZUM RÜCKVERSICHERUNGSMARKT

4.3.1. GRÜNDE FÜR DIE RÜCKVERSICHERUNG

4.3.2. FORMEN DER RÜCKVERSICHERUNG

4.3.3. VERTRAGSGESTALTUNG

5. ZUSAMMENFASSENDE DISKUSSION DER MOTIVATION VON CAPTIVE-GRÜNDUNGEN

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das regulatorische Umfeld von Captives, um zu analysieren, welche gesetzlichen Rahmenbedingungen die Motivation für die Gründung und Führung solcher firmeneigenen Versicherungsunternehmen maßgeblich beeinflussen.

  • Analyse der rechtlichen Formen und Organisationsstrukturen von Captives.
  • Untersuchung der regulatorischen Bindungen an verschiedenen internationalen Standorten.
  • Bewertung der steuerlichen Auswirkungen und Bilanzierungsvorschriften auf die Captive-Führung.
  • Erörterung des Zugangs zum Rückversicherungsmarkt als strategisches Risikomanagementinstrument.
  • Diskussion der betriebswirtschaftlichen Beweggründe für die Gründung von Captives.

Auszug aus dem Buch

3.1. Single-Parent Captives

Single-Parent Captive stellt die einfachste Form einer Captive-Formation dar. Die Muttergesellschaft, auch Sponsor genannt, übernimmt dabei die Gründungs- und Verwaltungskosten selbst. Unter anderem wird dabei sicher gestellt, dass das notwendige Kapitalisierungsniveau durch eine interne und externe Kapitalzufuhr, bilanzielle Größen sowie andere zahlreiche gesetzliche Anforderungen in Abhängigkeit vom Niederlassungsort erfüllt ist.

Grundsätzlich unterliegt dabei das Gründungsunternehmen der selben Basisbeziehung zu der Captive, wie es im Falle einer traditionellen Versicherung der Fall ist. Der Versicherte leistet demnach Prämien an die Captive, die im Gegenzug in einem Schadensfall für die entstandenen Verluste aufkommt. Das Besondere dieser Wechselbeziehung ist jedoch die Zugehörigkeit beider Parteien zu einer Konzernfamilie. Deshalb kann eine Captive sowohl durch eine Rückversicherung und externe Manager als auch durch firmeninternes Management geleitet werden.

Das aufgeführte Basisprinzip zwischen der Captive und dem Versicherten kann jedoch aufgrund lokaler gesetzlicher Gegebenheiten gegebenenfalls eine andere Gestalt annehmen. So kommt es an ausgewählten Standorten zu einem Versicherungsabschluss über die einheimischen Versicherungsträger, die so genannten „fronting insurer“. Gebührenpflichtig verbindet somit diese juristische Einheit den Sponsor mit der Captive auf der Transaktionsebene und trägt zu einem einheimischen Versicherungsschutz bei. Die Vermittlungsgebühren werden dabei proportional zu der Prämienhöhe bestimmt. De facto kann eine Captive in diesem Fall als ein Rückversicherungsunternehmen gesehen werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. PROBLEMSTELLUNG: Einführung in das Phänomen der Selbstversicherung durch Captives und Definition der Forschungsabsicht hinsichtlich des regulatorischen Umfelds.

2. RISIKEN UND DEREN HANDHABUNG: Untersuchung der Notwendigkeit von Risikomanagement im Unternehmen sowie Vergleich zwischen traditionellem Risikotransfer und Selbstversicherung.

3. CAPTIVES: RECHTLICHE FORMEN: Erläuterung der verschiedenen Arten von Captive-Gesellschaften, darunter Single-Parent, Multi-Parent sowie Rent-a-Captive-Modelle.

4. GESETZLICHE REGULIERUNGSGRUNDLAGEN: Detaillierte Analyse regulatorischer Rahmenbedingungen, Steueraspekte, Rechnungslegungsstandards und des Zugangs zum Rückversicherungsmarkt.

5. ZUSAMMENFASSENDE DISKUSSION DER MOTIVATION VON CAPTIVE-GRÜNDUNGEN: Synthese der Erkenntnisse über die antreibenden Faktoren und das regulatorische Umfeld bei der Entscheidung für eine Captive.

Schlüsselwörter

Captive, Risikomanagement, Selbstversicherung, Regulierung, Rückversicherung, Fronting, Kapitalisierung, Steuern, Rechnungslegung, Risikotransfer, Konzernversicherung, Single-Parent, Multi-Parent, Risikopool, Solvenz

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Analyse des regulatorischen Umfelds von Captive-Versicherungsunternehmen und deren Bedeutung als Instrument des Risikomanagements.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Fokus stehen rechtliche Formen von Captives, regulatorische Standortanforderungen, steuerliche Behandlung, Bilanzierung sowie die Nutzung des Rückversicherungsmarktes.

Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsarbeit?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie legale Rahmenbedingungen und regulatorische Bindungen die Entscheidung für die Gründung und die Führung von Captives beeinflussen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine betriebswirtschaftliche Analyse, die auf einer umfassenden Literaturrecherche und der Auswertung regulatorischer Gegebenheiten internationaler Captive-Standorte basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung von Risikomanagementstrategien, die Erörterung rechtlicher Captive-Formen und eine tiefgehende Analyse regulatorischer Grundlagen inklusive Steuer- und Rechnungslegungsfragen.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die zentralen Charakteristika sind Captives, Risikomanagement, Regulatorik, Steuerersparnis, Rückversicherungszugang und Kapitalisierung.

Welche Rolle spielt das „Fronting“ bei der Captive-Nutzung?

Fronting dient als Dienstleistung lokaler Versicherer, um gesetzliche Anforderungen vor Ort zu erfüllen, wobei der Großteil des Risikos an die Captive rückversichert wird.

Warum ist die Wahl des Standortes für eine Captive so entscheidend?

Der Standort bestimmt maßgeblich das regulatorische Korsett, die steuerlichen Vorteile, die Anforderungen an das Kapitalisierungsniveau und die Flexibilität der Investmentstrategie.

Welchen Einfluss hat das Konzept der „wirtschaftlichen Familie“ auf Captives?

Es ist ein steuerrechtliches Konzept, das in den USA die Abzugsfähigkeit von Prämien an die eigene Captive kritisch hinterfragt, falls kein echtes Risikoshifting oder eine Diversifikation vorliegt.

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Details

Title
Selbstversicherung über Captives - eine Frage der Regulierung?
College
University of Frankfurt (Main)
Grade
2,0
Author
Michael Margolin (Author)
Publication Year
2005
Pages
60
Catalog Number
V52583
ISBN (eBook)
9783638482578
ISBN (Book)
9783638814591
Language
German
Tags
Selbstversicherung Captives Frage Regulierung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Michael Margolin (Author), 2005, Selbstversicherung über Captives - eine Frage der Regulierung?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/52583
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