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Corporate Governance-Ausprägungen deutscher börsennotierter Unternehmen

Systemtypen und deren empirische Evidenz

Title: Corporate Governance-Ausprägungen deutscher börsennotierter Unternehmen

Diploma Thesis , 2005 , 147 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Dipl.-Kfm. Jan Schmidt (Author)

Business economics - Banking, Stock Exchanges, Insurance, Accounting
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Summary Excerpt Details

Der Großteil der bisherigen Ausführungen zu Corporate Governance-Systemen teilen eine wesentliche Gemeinsamkeit: Sie bilden im Rahmen ihrer Klassifizierungsansätze länderspezifische Gruppierungen, d.h. dass sie für ein Land genau ein Corporate Governance-System als charakteristisch ansehen. Erst in jüngster Zeit stellt sich die Frage, ob sich unterschiedliche Systeme innerhalb eines Landes – namentlich in Deutschland – herausbilden. Der Fokus dieser Arbeit liegt im Gegensatz zu der länderspezifischen auf einer unternehmensspezifischen Sichtweise und leistet, unter Einbeziehung einer empirischen Studie, einen Beitrag zur Klärung der Frage, ob sich eine Gruppe börsennotierter deutscher Unternehmen aus der für Deutschland postulierten insider-orientierten Corporate Governance loslöst und charakteristische Kennzeichen der anglo-amerikanischen outsider-orientierten Corporate Governance annimmt.
Ausgehend von den behandelten Systemelementen und –typen und der Betrachtung des aktuellen Forschungsstandes zu Ausprägungen der Corporate Governance wird ein konzeptioneller Bezugsrahmen hergeleitet, der sich aus Analyseobjekt (Corporate Governance deutscher börsennotierter Unternehmen), Kategorien (Systemelemente), Dimensionen (betrachtete Variablen) und Verbundenheitsannahmen zusammensetzt und so die wesentliche Grundlage für die systematische Bearbeitung der Thematik und ein Grundgerüst für das Verständnis der Merkmale und Merkmalsausprägungen von Corporate Governance darstellt. Auf Basis dieses Bezugsrahmens werden die in der empirischen Studie einzubeziehenden Stellvertretervariablen und die betrachteten Hypothesen abgeleitet.
Den empirischen Teil der Arbeit bildet eine Stichprobe von 124 deutschen Unternehmen, die im Jahr 2004 im Prime Standard der Deutschen Börse notiert waren. Die zu betrachtenden Unternehmen werden zunächst univariat hinsichtlich des Streubesitzes,der Anteilsrate institutioneller Investoren, der Struktur des Kontrollgremiums und anderer typischer Corporate Governance Ausprägungen analysiert. Dem schließt sich eine Darstellung bi- und multivariater empirischer Ergebnisse an, die Aufklärung hinsichtlich der Relevanz komplementärer Corporate Governance Zusammenhänge auf dem deutschen Aktienmarkt bringen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2. CORPORATE GOVERNANCE VON UNTERNEHMEN

2.1) Begriff der Corporate Governance

2.2) Systemelemente und Systemtypen der Corporate Governance

2.3) Corporate Governance-Ausprägungen als Gegenstand theoretischer und empirischer Forschung

3. HYPOTHESE UND ANSATZ EINER UNTERSUCHUNG ZU AUSPRÄGUNGEN DER CORPORATE GOVERNANCE DEUTSCHER BÖRSENNOTIERTER UNTERNEHMEN

3.1) Hypothese zur Ausprägung der Corporate Governance deutscher börsennotierter Unternehmen

3.2) Konzeptioneller Bezugsrahmen zur Klassifizierung der Corporate Governance deutscher börsennotierter Unternehmen

3.2.1) Analyseobjekt

3.2.2) Kategorien und Dimensionen

3.2.3) Verbundenheitsannahmen

3.2.4) Gesamtdarstellung

3.3) Messansätze auf Basis des konzeptionellen Bezugsrahmens

3.4) Hypothesenspezifizierung auf Basis des konzeptionellen Bezugsrahmens

3.5) Testverfahren

4. EMPIRISCHE STUDIE ZU AUSPRÄGUNGEN DER CORPORATE GOVERNANCE DEUTSCHER BÖRSENNOTIERTER UNTERNEHMEN

4.1) Datenbasis

4.2) Empirische Ergebnisse zur Hypothesenüberprüfung und kritische Diskussion

4.3) Erklärungsbeitrag eines komplexitätsreduzierenden Klassifizierungsansatzes

5. SCHLUSSBETRACHTUNG

5.1) Thesenartige Zusammenfassung

5.2) Kritische Würdigung der Zielerreichung

5.3) Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, ob börsennotierte deutsche Unternehmen noch einem einheitlichen "insider-orientierten" Corporate Governance-System folgen oder ob sich Teile davon in Richtung eines "outsider-orientierten" Systems (nach anglo-amerikanischem Vorbild) entwickeln, und leitet dazu einen komplexitätsreduzierenden Klassifizierungsansatz ab.

  • Analyse von Systemelementen und -typen der Corporate Governance.
  • Herleitung eines konzeptionellen Bezugsrahmens zur Klassifizierung.
  • Empirische Untersuchung der Anteilsstrukturen und Governance-Praktiken deutscher Prime Standard-Unternehmen.
  • Überprüfung von Hypothesen zu Zusammenhängen zwischen Governance-Strukturen und Kapitalmarktorientierung.
  • Identifikation von Gruppen mit unterschiedlichen Ausprägungsformen der Corporate Governance.

Auszug aus dem Buch

2.2) Systemelemente und Systemtypen der Corporate Governance

Bisherige Auseinandersetzungen mit Corporate Governance beschäftigen sich vielfach mit der Analyse und dem Vergleich von relevanten Systemelementen innerhalb und zwischen Volkswirtschaften – der Makroebene. Die vorliegende Arbeit transferiert diese Erkenntnisse (zusätzlich) auf die individuelle und spezifische Corporate Governance von deutschen börsennotierten Unternehmen, nachfolgend als Mikroebene bezeichnet.

Corporate Governance innerhalb eines Landes kann als ein Gebilde aus miteinander verzahnten und in ihren Mechanismen aufeinander beruhenden Elementen angesehen werden. Dabei unterscheidet man aus Sicht der Unternehmensfinanzierung das (kapital-)marktorientierte und das bankenorientierte System. Vereinfacht gesagt beruht diese Unterscheidung auf der Frage: „Wer und / oder was übt die Kontroll- und Überwachungsfunktionen über das Management von Unternehmen aus?“. Direkt damit zusammen hängt die Frage nach den Zielen, denen sich das Management aus Sicht der Kontrolleure bzw. dominierenden Interessengruppen verpflichtet fühlen sollte.

Losgelöst von der Unternehmensfinanzierung haben FRANKS und MAYER für die Bereiche Corporate Governance im Allgemeinen und Unternehmenskontrolle (corporate control) im Speziellen die Begriffe „outsider system“ (kapitalmarktorientiertes System) und „insider system“ (bankenorientiertes System) geprägt.

Als typischer Vertreter des kapitalmarktorientierten Systems wird der U.S.-amerikanische und britische Aktienmarkt angesehen. Kennzeichnend ist die Agency-Problematik: Die Interessen der Anteilseigner (Principals) eines Unternehmens und die Interessen des Managements (Agents) des betreffenden Unternehmens sind nicht zwangsläufig kongruent. Während ein mit geringen Anteilen ausgestatteter Anteilseigner allein an seinem Profit orientiert ist, d.h. an Dividendenzahlungen und der Maximierung des Veräußerungsgewinns der Anteile zum Veräußerungszeitpunkt, sind für das Management durchaus andere Motive vorherrschend.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Die Einleitung beleuchtet die Problemrelevanz der Corporate Governance im globalen Wettbewerb und formuliert die Forschungsfrage nach einer möglichen Verschiebung von insider- zu outsider-orientierten Strukturen in Deutschland.

2. CORPORATE GOVERNANCE VON UNTERNEHMEN: Dieses Kapitel definiert den Begriff Corporate Governance, erläutert die wesentlichen Systemelemente und führt die Unterscheidung zwischen insider- und outsider-orientierten Systemen ein.

3. HYPOTHESE UND ANSATZ EINER UNTERSUCHUNG ZU AUSPRÄGUNGEN DER CORPORATE GOVERNANCE DEUTSCHER BÖRSENNOTIERTER UNTERNEHMEN: Hier wird der konzeptionelle Bezugsrahmen für die Untersuchung entwickelt und die Hypothesen für die empirische Analyse werden spezifiziert.

4. EMPIRISCHE STUDIE ZU AUSPRÄGUNGEN DER CORPORATE GOVERNANCE DEUTSCHER BÖRSENNOTIERTER UNTERNEHMEN: Das Kapitel präsentiert die methodische Vorgehensweise, die Datenbasis sowie die empirischen Ergebnisse zur Hypothesenüberprüfung und die anschließende Klassifizierung der untersuchten Unternehmen.

5. SCHLUSSBETRACHTUNG: Die Arbeit fasst die zentralen Erkenntnisse thesenartig zusammen, würdigt die Zielerreichung kritisch und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung der deutschen Corporate Governance.

Schlüsselwörter

Corporate Governance, Insider-System, Outsider-System, Deutschland, Prime Standard, Anteilsbesitz, Stimmrechte, Aufsichtsrat, Kapitalmarktorientierung, Bankenfinanzierung, Shareholder Value, Stakeholder, Kodex-Befolgung, Analystenbeachtung, Clusteranalyse

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Diplomarbeit untersucht die Corporate Governance-Ausprägungen von börsennotierten Unternehmen in Deutschland und prüft, ob diese noch dem traditionellen "insider-orientierten" System entsprechen oder sich in Richtung eines "outsider-orientierten" Systems entwickeln.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen der Corporate Governance, die Unterscheidung zwischen insider- und outsider-orientierten Systemen, die Analyse von Anteilsstrukturen sowie die Bedeutung von Kontrollorganen und Kapitalmarktorientierung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist es, zu klären, ob sich eine Gruppe börsennotierter deutscher Unternehmen faktisch vom insider-orientierten System loslöst und Merkmale anglo-amerikanischer outsider-orientierter Corporate Governance annimmt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es werden eine theoretische Herleitung eines konzeptionellen Bezugsrahmens sowie eine empirische Studie durchgeführt, die unter anderem Korrelationsanalysen und eine Clusteranalyse zur Gruppierung der Unternehmen umfasst.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst der konzeptionelle Bezugsrahmen (mit Kategorien wie Unternehmensfinanzierung und Unternehmenskontrolle) erarbeitet, Hypothesen spezifiziert und anschließend die empirische Studie mit Daten von 124 Unternehmen aus dem Prime Standard der Deutschen Börse ausgewertet.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe umfassen Corporate Governance, Insider-/Outsider-Systeme, Anteilskonzentration, Stimmrechtsverhältnisse und Kapitalmarktorientierung.

Warum wird eine "Black Box" zur Beschreibung interner Prozesse genutzt?

Das Konstrukt der "Black Box" wird verwendet, da das interne Zusammenwirken von Vorstand und Aufsichtsrat hinter verschlossenen Türen stattfindet und von Außenstehenden aufgrund fehlender Informationen nicht direkt beobachtbar oder messbar ist.

Welche Rolle spielt das "Cross-listing" an der NYSE in der Untersuchung?

Ein Listing an der NYSE gilt als starkes Signal ("bonding"-Mechanismus) für die freiwillige Übernahme outsider-orientierter Governance-Standards und dient als Indikator für eine höhere Transparenz und Kapitalmarktorientierung.

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Details

Title
Corporate Governance-Ausprägungen deutscher börsennotierter Unternehmen
Subtitle
Systemtypen und deren empirische Evidenz
College
RWTH Aachen University  (Unternehmensrechnung und Finanzierung)
Grade
1,0
Author
Dipl.-Kfm. Jan Schmidt (Author)
Publication Year
2005
Pages
147
Catalog Number
V52630
ISBN (eBook)
9783638482899
ISBN (Book)
9783638703512
Language
German
Tags
Corporate Governance-Ausprägungen Unternehmen Thema Corporate Governance
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dipl.-Kfm. Jan Schmidt (Author), 2005, Corporate Governance-Ausprägungen deutscher börsennotierter Unternehmen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/52630
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