Macht Arbeitslosigkeit krank? Ist es möglich, dass Arbeitslosigkeit gesundheitsfördernd wirken kann, da gesundheitsgefährdende Faktoren der Arbeit entfallen? Trifft beides zu? Wenn ja, in welchem Umfang? Wird es möglich sein mit Hilfe der Fachliteratur ein eindeutiges Fazit zu ziehen?
Zielsetzung der vorliegenden Literaturrecherche war es, die Zusammenhänge von Arbeitslosigkeit und Gesundheit näher zu beleuchten. Angesichts der gesellschaftlichen Brisanz des Themas Arbeitslosigkeit, scheint es außerordentlich wichtig zu sein, Antworten auf diese Fragen zu finden.
Inhaltsverzeichnis
1. Zielsetzung der Literaturrecherche
2. Aufbau und Struktur der Literaturrecherche
3. Recherche in Datenbanken und im Internet
4. Auswahl der Literatur
5. Definition der zentralen Begriffe
5.1 Arbeit und Erwerbstätigkeit
5.2 Arbeitslosigkeit und Erwerbslosigkeit
5.3 Gesundheit und Krankheit
5.4 Psychisch, physisch und psychosomatische Erkrankungen
6. Methodische Problematiken
7. Theoretische Erklärungsmodelle
8. Auswertung der empirischen Daten
8.1 Psychische Auswirkungen
8.2 Physische Auswirkungen
8.3 Schlussfolgerungen
8.4 Grafik
9. Fragen an Forschung, Praxis und Politik
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht mittels einer Literaturrecherche die gesundheitlichen Auswirkungen von Arbeitslosigkeit. Das primäre Ziel ist es, die Forschungsfrage zu beantworten, ob Arbeitslosigkeit krank macht und in welchem Umfang psychische und physische Beeinträchtigungen mit dem Verlust der Erwerbstätigkeit korrelieren.
- Zusammenhang zwischen Arbeitslosigkeit und Gesundheit
- Psychische Belastungsfaktoren und ihre Auswirkungen
- Physische Gesundheitsfolgen bei Arbeitslosen
- Rolle von Stigmatisierung und individuellen Faktoren
- Theoretische Erklärungsmodelle wie Kausations- und Selektionshypothese
Auszug aus dem Buch
8.1 Psychische Auswirkungen
Die Arbeitslosigkeit birgt viele emotionale sowie unterschätze Auswirkungen in sich. Schon allein der bloße Gedanke an die Arbeitslosigkeit bereitet selbst Erwerbstätigen genügend Sorge. Anfängliche Gedanken wie „ausschlafen“ und „das machen was einem Spaß macht“ verschwinden meist so schnell, wie sie gekommen sind.
Anhand der gelesenen Publikationen ist festzustellen, dass sich während der Erwerbslosigkeit bei fast allen Betroffenen psychische Belastungen, psychosomatische Störungen und soziale Probleme entwickelten, angefangen zu Zeiten der Weltwirtschaftskrise bis in die Gegenwart. Dies ging bereits schon aus der Studie „Die Arbeitslosen von Marienthal“ hervor (vgl. Jahoda 1986, S. 34ff).
In der Fachliteratur wird die Arbeitslosigkeit oft als psychosozialer Stressor beschrieben. Dies gilt insbesondere für die Langzeitarbeitslosigkeit und die sich wiederholende Arbeitslosigkeit.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Zielsetzung der Literaturrecherche: Einführung in die soziale Bedeutung von Arbeit und die Problemstellung der gesundheitlichen Folgen von Arbeitslosigkeit.
2. Aufbau und Struktur der Literaturrecherche: Erläuterung des methodischen Vorgehens und der chronologischen Struktur der Hausarbeit.
3. Recherche in Datenbanken und im Internet: Beschreibung der genutzten Datenbanken (PSYNDEX, WISO) und der verwendeten Suchbegriffe.
4. Auswahl der Literatur: Darstellung der Kriterien, nach denen wissenschaftliche Quellen für die Analyse selektiert wurden.
5. Definition der zentralen Begriffe: Klärung der Begriffe Arbeit, Erwerbstätigkeit, Arbeitslosigkeit, Gesundheit und Krankheit sowie deren psychosomatische Bezüge.
6. Methodische Problematiken: Diskussion der Schwierigkeiten, direkte Kausalzusammenhänge zwischen Arbeitslosigkeit und Krankheit wissenschaftlich nachzuweisen.
7. Theoretische Erklärungsmodelle: Analyse der Kausationshypothese und der Selektionshypothese im Kontext der Arbeitslosigkeitsforschung.
8. Auswertung der empirischen Daten: Zusammenfassung der psychischen und physischen Folgen sowie der Schlussfolgerungen aus der Literatur.
9. Fragen an Forschung, Praxis und Politik: Diskussion über notwendige Konsequenzen aus den Forschungsergebnissen für zukünftiges politisches und gesellschaftliches Handeln.
Schlüsselwörter
Arbeitslosigkeit, Gesundheit, Krankheit, Erwerbstätigkeit, psychische Belastung, physische Auswirkungen, psychosomatische Störungen, Langzeitarbeitslosigkeit, Stigmatisierung, Kausationshypothese, Selektionshypothese, soziale Identität, Lebensqualität, Prävention, Arbeitsmarktpolitik.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beleuchtet die Zusammenhänge zwischen Arbeitslosigkeit und dem Gesundheitszustand von Betroffenen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Themen sind die psychische und physische Gesundheit, der Einfluss von Stigmatisierung sowie die Abgrenzung von Arbeitslosigkeit und Erwerbslosigkeit.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Die Arbeit geht der Frage nach: "Macht Arbeitslosigkeit krank?" und analysiert, inwieweit gesundheitliche Beeinträchtigungen als Folge von Arbeitslosigkeit auftreten.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Es wurde eine systematische Literaturrecherche in Datenbanken (PSYNDEX, WISO) und Fachliteratur durchgeführt, um den Stand der empirischen Forschung zusammenzutragen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil befasst sich mit Begriffsdefinitionen, methodischen Problemen bei der Ursachenforschung, theoretischen Modellen und der Auswertung empirischer Daten zu psychischen und physischen Folgen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Arbeitslosigkeit, Gesundheit, psychische Belastung, Kausationshypothese und Stigmatisierung.
Gibt es einen "Erholungseffekt" bei Arbeitslosigkeit?
Laut der Arbeit kann kurzzeitig ein Erholungseffekt eintreten, da Arbeitsplatz-Stressfaktoren wegfallen, dieser verschwindet jedoch bei längerer Dauer der Arbeitslosigkeit.
Welche Rolle spielt die Stigmatisierung?
Die Stigmatisierung wird als ein wesentlicher Faktor beschrieben, der das Selbstwertgefühl mindert und somit stark negativ auf die psychische Gesundheit wirkt.
Was fordert die Arbeit von der Politik?
Sie fordert eine offizielle Anerkennung der Studien durch die Politik, gezieltere Weiterbildungsmaßnahmen und ein gesamtgesellschaftliches Umdenken bezüglich des Wertes von Arbeit.
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- Maik Paulitschke (Author), Lutz Freitag (Author), 2006, Psychische und physische Auswirkungen der Arbeitslosigkeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/52633