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Die Verfassungsordnung Athens im 5./4. Jh. v. Chr.

Title: Die Verfassungsordnung Athens im 5./4. Jh. v. Chr.

Term Paper , 2005 , 29 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Christian Tischner (Author)

World History - Early and Ancient History
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In der vorliegenden Arbeit soll sich mit der Verfassung Athens im 5. Jh. v. Chr. beschäftigt werden. Es ist Ziel dieser Arbeit ein abgerundetes und möglichst umfassendes Bild über die Staatsordnung Attikas im klassischen Zeitalter zu geben. Dazu ist es notwendig, die Betrachtungen auf die Zeit davor zu lenken, denn im wesentlichen ist die Demokratie des 5. Jh. im 6 Jh. von Solon und dann von Kleisthenes sowie epistates begründet wurden.

Ein wesentliches Augenmerk soll dabei auf die Charakteristiken der einzelnen Institutionen und das demokratische System gelenkt werden. Es ist weiterhin Ziel die Prinzipien der politischen und gesellschaftlichen Ordnung darzustellen. Welchen Stellenwert hatten die einzelnen Institutionen in Athen? Kann man davon sprechen, dass der Gerichtshof neben der Volksversammlung das wichtigste Staatsorgan war? Eine weitere interresante Frage ist zudem, ob geographische, wirtschaftliche und soziale Bedingungen einen Einfluss auf die Zusammensetzung der Staatsorgane z.B. der Volksversammlung ausübten?

Ein weiterer großer Teil der Arbeit soll dem Schutz dieser beispielhaften politischen Ordnung gewidmet werden, sowie deren Grundlagen und Charakteristika. Die attischen Bürger erkannten nämlich sehr wohl, dass ihr gegebene Ordnung nur dann bestand haben konnte, wenn sie jene bestraften, die den Versuch unternahmen diese zu zerstören.


Im drittem größerem Abschnitt soll dann versucht werden, eine zusammenfassende Wertung vorzunehmen. Dabei ist es Ziel die wesentlichsten Charakteristiken herauszuarbeiten sowie die Vor- und Nachteile der attischen Demokratie zu skizzieren. Eines der wichtigsten Grundlagen ist die Gleichheit. Eine Gleichheit die sowohl eine gleiche Behandlung der Bürger aber auch die Freiheit einband. Freiheit und Gleichheit sind, so wird sich sicherlich zeigen, unverzichtbare Stützen der demokratischen Ordnung Athens im 5. Jh. gewesen. Hier zeigt sich nun auch die Bedeutung der attischen Demokratie für unsere ‚moderne Demokratie’.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Vorwort

2. Entstehung der Demokratie

2.1. Athen vom 8. Jh. v. Chr. bis zur Tyrannis

2.2. Begründung der Demokratie durch Kleisthenes

3. Die Institutionen der attischen Demokratie des 5. Jh.

3.1. Der Rat der 500, die Prytanten und der Epistates

3.2. Die Volksversammlung

3.3. Das Volksgericht / Heliaia

3.3.1. Der Prozess gegen Themistokles

3.4. Die Archonten und der Areopag

3.5. Die Strategen

3.6. Die Beamte / Magistrate

4. Sicherungen zum Schutz der Demokratie

4.1. Ostrakismus

4.2. Kontrolle und Verantwortlichkeit der Politiker / Rhetoren

4.3. Kontrolle der Beamten

5. Grundlagen und Charakteristika der Demokratie

5.1. Grundlagen der Demokratie

5.2.1. Vorteile der attischen Demokratie

5.2.2. Nachteile der attischen Demokratie

6. Fazit

Zielsetzung und Themenfelder

Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, ein umfassendes Bild der Staatsordnung Attikas im klassischen Zeitalter zu zeichnen, indem sie die Entwicklung, Funktionsweise und den Schutz der demokratischen Institutionen von der Ära des Kleisthenes bis hin zur Blütezeit unter Perikles untersucht.

  • Historische Entwicklung der attischen Demokratie von Solon bis zur Blütezeit
  • Analyse der zentralen politischen Institutionen (Rat der 500, Volksversammlung, Volksgerichte)
  • Untersuchung der Schutzmechanismen der demokratischen Verfassung gegen Machtmissbrauch
  • Bewertung von Vorteilen und Nachteilen des athenischen politischen Systems
  • Die Bedeutung der antiken Demokratie als Grundlage für moderne Staatsverständnisse

Auszug aus dem Buch

3.1. Der Rat der 500, die Prytanten und der Epistates

Der Rat der 500 war die einzige ständig tagende Behörde und als solche Zentrum des Staates und Vermittler zwischen Souverän und Gegenständen der Politik, aus heutiger Sicht könnte man ihn daher als „Regierungsersatz“ bezeichnen. Der Rat ist ausführende und vorbereitende Körperschaft für das Entscheidungen treffende Organ, die Volksversammlung. Nach Demosthenes zählt somit der Rat, neben Volksversammlung und Volksgericht, zu den wichtigsten Organen des attischen Staates.

Die Zusammensetzung des Rates beruht auf den 139 Demen (Gemeinden). Die Meldung derer die für dieses Amt kandidieren geschah in den Demen, und wurden dann durch Losverfahren und Losapparate ermittelt. Die Zahl der Bouleuten (Ratsherren) – Mindestalter 30 - war also nach der Größe der Demen bestimmt. Die genau Anzahl schwankte in etwa zwischen 1 – 22 Ratsherren, wobei jeweils die gleiche Anzahl an Ersatzratsherren benannt werden musste. Im gesamten stellte jede Phyle 50 Ratsherren, d.h. z.B. 17 Athen, 17 Küste und 16 Binnenland. Jeder in den Demenlisten eingetragene Bürger konnte zweimal für jeweils ein Jahr Mitglied im Rat sein.

Auch wenn der Rat der 500 sich im Vergleich zu den anderen Organen der attischen Polis grundlegend darin unterschied, dass dieser sich durch die Demen und nicht durch die Phylen rekrutierte, so waren die 10 Phylen dennoch von hoher Bedeutung als sie entscheidend für die Binnenstruktur der Boulé waren. Denn die Koordination des Rates übernahm die Prytanie, sozusagen der geschäftsführende Ausschuss des Rates. Um eine gleichmäßige Präsenz der Bürgerschaft auch in dieser obersten Instanz zu gewährleisten, übernahm jede der 10 Phyleneinheiten bzw. deren 50 Ratsherren für ein Zehntel des Jahres – 35 bzw. 36 Tage (Jahr nach Mondkalender bestimmt) - diesen Ratsvorsitz. Wie Aristoteles bemerkt wurde gelost, wer als nächstes die Prytanie inne haben sollte.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Vorwort: Dieses Kapitel skizziert das Ziel der Arbeit, die Verfassung Athens und deren Entwicklung sowie die Relevanz der antiken Demokratie für die Gegenwart darzustellen.

2. Entstehung der Demokratie: Der Abschnitt beschreibt den historischen Weg von der Adelsherrschaft über die Reformen Solons bis hin zur grundlegenden Umgestaltung durch Kleisthenes.

3. Die Institutionen der attischen Demokratie des 5. Jh.: Hier werden die zentralen Organe des Staates wie der Rat der 500, die Volksversammlung, die Volksgerichte und die verschiedenen Beamtenrollen im Detail analysiert.

4. Sicherungen zum Schutz der Demokratie: Dieses Kapitel erläutert die Mechanismen, wie etwa den Ostrakismus und die Kontrolle von Politikern und Beamten, die den Fortbestand der demokratischen Ordnung sichern sollten.

5. Grundlagen und Charakteristika der Demokratie: Der Text reflektiert die Prinzipien wie Gleichheit (Isonomie) und Freiheit sowie die Vor- und Nachteile des attischen Demokratie-Modells.

6. Fazit: Das Fazit fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen und betont die historische Bedeutung der attischen Demokratie als Vorbild für moderne politische Strukturen.

Schlüsselwörter

Athen, Demokratie, Verfassung, Institutionen, Volksversammlung, Rat der 500, Volksgericht, Heliaia, Kleisthenes, Perikles, Isonomie, Ostrakismus, Antike, Politische Partizipation, Beamte

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Entwicklung und Ausgestaltung der Verfassungsordnung Athens im 5. und 4. Jahrhundert v. Chr. und analysiert, wie die demokratischen Institutionen funktionierten.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Schwerpunkte liegen auf der historischen Entstehung der Demokratie, dem Aufbau der Staatsorgane, den Schutzmechanismen der Verfassung sowie einer kritischen Abwägung der Vor- und Nachteile dieses Systems.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, ein umfassendes Bild der attischen Staatsordnung zu zeichnen und aufzuzeigen, inwiefern die antike Vergangenheit für die moderne Demokratie bedeutsam ist.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Auswertung historischer Quellen und der einschlägigen Fachliteratur zur athenischen Geschichte und Politik.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Darstellung der politischen Institutionen wie Volksversammlung, Rat der 500 und Gerichtshöfe sowie in die Untersuchung der Kontrollmechanismen, die zum Schutz der Demokratie dienten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Demokratie, Isonomie, Volksversammlung, Rat der 500, Volksgericht, Ostrakismus und politische Partizipation.

Warum war der Ostrakismus für die athenische Demokratie so wichtig?

Der Ostrakismus diente als präventives Schutzinstrument, um die Rückkehr zur Tyrannis zu verhindern und mächtige politische Akteure, die als Gefahr für die Verfassung wahrgenommen wurden, vorübergehend zu verbannen.

Welche Rolle spielte das Prinzip der Losung in der athenischen Staatsverwaltung?

Die Losung war ein zentrales Element, um Machtkonzentration zu verhindern und eine breite Teilhabe der Bürgerschaft an Ämtern und Gerichten zu gewährleisten, was das Prinzip der Isonomie stärkte.

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Details

Title
Die Verfassungsordnung Athens im 5./4. Jh. v. Chr.
College
Martin Luther University  (Institut für Altertumswissenschaften)
Course
Politik und Gesellschaft im klassischen Athen
Grade
1,0
Author
Christian Tischner (Author)
Publication Year
2005
Pages
29
Catalog Number
V52638
ISBN (eBook)
9783638482967
ISBN (Book)
9783638651226
Language
German
Tags
Verfassungsordnung Athens Politik Gesellschaft Athen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christian Tischner (Author), 2005, Die Verfassungsordnung Athens im 5./4. Jh. v. Chr., Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/52638
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