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Die Auswirkung von Basel II auf die Finanzierungssituation bei kleinen und mittelständischen Unternehmen

Title: Die Auswirkung von Basel II auf die Finanzierungssituation bei kleinen und mittelständischen Unternehmen

Term Paper , 2006 , 28 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Diplom-Kaufmann Manuel Löbach (Author)

Business economics - Investment and Finance
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In der modernen Volkswirtschaft haben die Banken eine zentrale Rolle als Finanzintermediäre. Sie nehmen Einlagen entgegen (Geldsammelfunktion), vergeben Kredite (Geldverteilungsfunktion) und verwahren Wertpapiere und andere Wertgegenstände (Verwahrungs- und Verwaltungsfunktion). Neben dem Ausgleich von Geldangebot und Geldnachfrage transformieren die Banken diese beiden Größen räumlich, zeitlich und betragsmäßig derart, dass die finanziellen Bedürfnisse aller am Wirtschaftsleben Beteiligten optimal befriedigt werden können. Auch die Finanzierung von Unternehmen wird im kontinental-europäischen Raum überwiegend über Bankkredite dargestellt. Im Gegensatz hierzu steht der angelsächsische Raum, der einen deutlich stärker entwickelten Kapitalmarkt für die Beschaffung von Eigen- und Fremdkapital besitzt.

Um die Stabilität dieses auf der Kreditvergabe von Banken basierenden Systems sicherzustellen, bedarf es einer wirksamen Steuerung und Kontrolle von Kreditrisiken. Hier kommt der Bankenaufsicht eine zentrale Rolle zu. Insbesondere durch die Aufstellung von international harmonisierten Eigen-kapitalregeln soll eine ausreichende Stabilität der internationalen Finanzmärkte erreicht werden. Ein zentraler Punkt hierbei sind die vom Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht neu aufgestellten Regeln zur Eigenkapitalausstattung von Finanz-instituten (Basel II). In Zukunft wird die Bonität der Kreditnehmer eine weit größere Rolle bei der Konditionen-gestaltung spielen. Viele Mittelständler haben nun vor diesem Hintergrund Befürchtungen, dass sich ihre Finanzierungssituation verschlechtern wird, dass sie mehr für ihre Kredite bezahlen müssen oder gar keine Kredite mehr bekommen werden.

In dieser Arbeit sollen nun diese neuen Regeln und ihre Entstehung im Detail beleuchtet werden. Anschließend soll untersucht werden, welche Auswirkungen diese neuen Regeln auf die Finanzierungssituation von kleinen und mittelständischen Unternehmen, die das Rückgrat der deutschen Wirtschaft bilden, konkret haben.

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Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Der Mittelstand und seine Finanzierungssituation

3 Rating

3.1 Externes Rating

3.2 Bankinternes Rating

4 Die neue Baseler Eigenkapitalvereinbarung

4.1 Historische Entwicklung (Basel I)

4.2 Neuere Entwicklung (Basel II)

4.3 Die drei Säulen von Basel II

4.4 Die Berechnung der Eigenkapitalunterlegung

4.4.1 Standardansatz

4.4.2 IRB-Ansatz

4.4.3 Operationelles Risiko

5 Konsequenzen für den Mittelstand

5.1 Auswirkungen auf die Finanzierungssituation

5.2 Auswirkungen auf unternehmerische Entscheidungen

5.3 Alternative Finanzierungsmöglichkeiten

6 Resümee

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert die Auswirkungen der neuen Baseler Eigenkapitalvereinbarung (Basel II) auf die Finanzierungssituation kleiner und mittelständischer Unternehmen (KMU) in Deutschland und untersucht, wie sich Unternehmen an die geänderten Anforderungen der Kreditvergabe anpassen können.

  • Grundlagen der Finanzierungssituation von KMU in Deutschland
  • Funktionsweise und Bedeutung von externen und bankinternen Ratings
  • Die drei Säulen von Basel II und Berechnung der Eigenkapitalunterlegung
  • Konsequenzen der Eigenkapitalregeln für die Kreditvergabe und Zinskonditionen
  • Strategische Anpassungsmöglichkeiten für mittelständische Unternehmen
  • Alternative Finanzierungsmöglichkeiten jenseits klassischer Bankkredite

Auszug aus dem Buch

4.4.2 IRB-Ansatz

Dieser Ansatz zur Berechnung der Risikogewichtsfaktoren basiert auf dem Ergebnis der bankinternen Ratings. Im folgenden wird dabei nur der Basisansatz berücksichtigt, da dieser bei der überwiegenden Anzahl der Banken eingesetzt werden wird (vgl. BUNDESBANK 2004, 80).

Bei diesem Ansatz ist die Höhe der vorzuhaltenden Eigenmittel direkt proportional zur statistischen Ausfallwahrscheinlichkeit der Kreditposition. Die genaue Höhe ergibt sich aus der Multiplikation dieser Wahrscheinlichkeit (PD) mit den bankenaufsichtlich vorgegebenen Größen Verlustquote (LGD), Restlaufzeit (M), Forderungshöhe bei Ausfall (EAD) und dem Vorfaktor von 8% (siehe Abb. 3). So ist gewährleistet, dass für risikobehaftetere Kredite mehr Eigenmittel unterlegt werden müssen als für risikoarme Kredite (vgl. KEINER 2001, 39 ff.).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung erläutert die zentrale Rolle der Banken als Finanzintermediäre in Deutschland und beschreibt die Befürchtungen des Mittelstands angesichts der neuen Baseler Eigenkapitalregeln.

2 Der Mittelstand und seine Finanzierungssituation: Dieses Kapitel definiert den Mittelstand und beleuchtet die strukturelle Abhängigkeit von Bankkrediten sowie die geringe Eigenkapitalquote vieler Unternehmen.

3 Rating: Es wird die zunehmende Bedeutung von Kreditratings für die Kreditvergabe und Konditionenfestlegung erläutert und zwischen externen und bankinternen Ansätzen differenziert.

4 Die neue Baseler Eigenkapitalvereinbarung: Das Kapitel führt in die historische Entwicklung (Basel I), die Neuerungen durch Basel II, die drei Säulen der Regulierung und die technischen Berechnungsmodalitäten der Eigenkapitalunterlegung ein.

5 Konsequenzen für den Mittelstand: Hier werden die Auswirkungen von Basel II auf die Finanzierungspraxis, die unternehmerische Strategie und die Notwendigkeit sowie Möglichkeiten der alternativen Finanzierung analysiert.

6 Resümee: Die Arbeit schließt mit dem Fazit, dass Basel II besonders für strukturell gesunde Unternehmen eine Chance zur Prozessoptimierung bietet, während sich für Unternehmen mit strukturellen Defiziten die Kreditbeschaffung verschärft.

Schlüsselwörter

Basel II, Eigenkapitalvereinbarung, Mittelstand, KMU, Rating, Kreditvergabe, Bankenaufsicht, Eigenkapitalquote, IRB-Ansatz, Risikomanagement, Finanzierungssituation, Standardansatz, Bankinterne Ratings, Unternehmensfinanzierung, Basel I.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den regulatorischen Veränderungen durch die Einführung von Basel II und deren Auswirkungen auf die Kreditversorgung und Finanzierungsstruktur mittelständischer Unternehmen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Themen sind die Bankenaufsicht, der Rating-Prozess, die Eigenkapitalunterlegung von Krediten nach Basel II sowie die strategischen Anpassungserfordernisse für deutsche KMU.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist zu untersuchen, ob Basel II tatsächlich eine "Kreditklemme" für den Mittelstand bedeutet oder ob durch die neuen Anforderungen an Transparenz und Eigenkapital auch Chancen für eine gesündere Unternehmensführung entstehen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender Studien und bankenaufsichtlicher Regulierungstexte (u.a. der Bundesbank und des Baseler Ausschusses), um die Auswirkungen theoretisch herzuleiten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Rating-Systeme, die technische Erläuterung der Baseler Eigenkapitalvereinbarung (Säulenmodell, Berechnungsmethoden) und die Analyse der Konsequenzen für die unternehmerische Finanzierungspraxis.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Schlagworte sind Basel II, Mittelstand (KMU), Rating, Eigenkapital, Kreditrisiko und Finanzierungssituation.

Welche Rolle spielt das bankinterne Rating für KMU?

Das bankinterne Rating nach dem IRB-Ansatz ist entscheidend, da es die Ausfallwahrscheinlichkeit eines Unternehmens direkt mit den Kreditkosten verknüpft; KMU müssen hierfür detaillierte Planungs- und Finanzunterlagen offenlegen.

Warum wird Basel II als Chance für Unternehmen beschrieben?

Der Autor argumentiert, dass der Zwang zu mehr Transparenz und detaillierter Finanzplanung den Unternehmen hilft, Schwachstellen im Geschäftsmodell aufzudecken und ihre Kapitalstruktur zu stärken, was langfristig zu einer höheren Wettbewerbsfähigkeit führt.

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Details

Title
Die Auswirkung von Basel II auf die Finanzierungssituation bei kleinen und mittelständischen Unternehmen
College
University of Applied Sciences Hamburg
Grade
1,3
Author
Diplom-Kaufmann Manuel Löbach (Author)
Publication Year
2006
Pages
28
Catalog Number
V52662
ISBN (eBook)
9783638483124
ISBN (Book)
9783638704182
Language
German
Tags
Auswirkung Basel Finanzierungssituation Unternehmen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Diplom-Kaufmann Manuel Löbach (Author), 2006, Die Auswirkung von Basel II auf die Finanzierungssituation bei kleinen und mittelständischen Unternehmen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/52662
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