Diese Arbeit beschäftigt sich mit den politischen Ereignissein im Libanon nach dem Mord an Rafik Hariri.
Dabei wird auf die Vergangenheit beider Länder eingegangen und die weitere politische Entwicklung nach diesem Anschlag in Beirut eingegangen. Dabei wird auch auf das geopolitische Umfeld und das Assad Regime in Damaskus eingegangen. das Schlusskapitel versucht sich an theoretischen Zukunftszenarien, die eine politische Prognose vorzustellen versuchen.
Diese Arbeit kann sowohl für Historiker, Politikwissenschatler und andere Personen mit Interesse am Nahen Osten nützlich sein.
Inhaltsverzeichnis
1. EINLEITUNG: AUSGANGSSITUATION UND HISTORISCHER ÜBERBLICK
1.1 DIE SITUATION IM LIBANON UND IN SYRIEN VOR DEM LIBANESISCHEN BÜRGERKRIEG
1.2 DER KRIEG UND DIE SYRISCHE BESATZUNGSZEIT
2. DER ABZUG: URSACHEN UND ENTWICKLUNG
2.1 URSACHEN
2.2 ENTWICKLUNGEN
3. FOLGEN UND SZENARIEN
3.1 DIE SUCHE NACH DEM URHEBER
3.2 DIE SITUATION IM LIBANON
3.3 DIE SITUATION IN SYRIEN
4. FAZIT
Zielsetzung und Themen der Arbeit
Die vorliegende Arbeit untersucht die internationalen politischen Beziehungen und Rahmenbedingungen, die im Jahr 2005 zum erzwungenen Abzug der syrischen Truppen aus dem Libanon führten. Dabei wird analysiert, welche Auswirkungen dieser Abzug auf die Stabilität beider Länder hatte und wie sich die geopolitische Lage in der Region infolgedessen entwickelte.
- Historische Entwicklung des Libanon-Konflikts und der syrischen Besatzungszeit
- Analyse der Ursachen für den syrischen Truppenabzug, insbesondere unter dem Eindruck des Attentats auf Rafik Hariri
- Bewertung der innenpolitischen Situation im Libanon nach dem Abzug
- Untersuchung der Auswirkungen auf das syrische Regime unter Baschar al-Assad
- Prognose möglicher politischer Szenarien für die Region
Auszug aus dem Buch
2.1 Ursachen
Beginnen kann man bei der Betrachtung der Auslöser des Abzugs schon im Jahr 2000. Der Abzug Israels aus dem Südlibanon, brachte den Syrern erhebliche Schwierigkeiten. Wenn der erklärte Feind Israel sich aus dem Libanon zurückzog, welche Legitimation hatte dann noch eine fortbestehende syrische Besatzung? Das Argument die Herrschaft der Terrororganisation Hisbollah im Südlibanon verhindern zu wollen war nicht sonderlich bestechlich, weil Syrien diese Untergrundbewegung ebenfalls unterstützte. Der Traum vom Großsyrien und die damit verbundene Kontrolle des Nachbarlandes war staatsintern eine Rechtfertigung, innerhalb der Staatengemeinschaft hätte diese Begründung natürlich nicht vorgebracht werden können. Ein weiteres Problem in dieser Zeit, war der Tod Hasif al-Assads und die Machtübernahme durch seinen Sohn Baschar al-Assad. Baschar musste, nach dem Tod seines Bruders Basil, die Macht im Lande notgedrungen übernehmen, obwohl er selbst eigentlich nie Interesse an der Politik gehabt hatte. Der studierte Augenmediziner galt in Syrien eher als Schwächling denn als überzeugender Führer seiner Nation, wodurch ihm die Amtsübernahme erheblich erschwert wurde. Der Streit um die Macht in Syrien konnte das Land destabilisieren und führte mitunter zum raschen Rückzug aus dem Libanon bzw. den darauf folgenden Entwicklungen 2005.
Zusammenfassung der Kapitel
1. EINLEITUNG: AUSGANGSSITUATION UND HISTORISCHER ÜBERBLICK: Das Kapitel führt in die historische Bedeutung des Libanon als Schauplatz religiöser Konflikte ein und beleuchtet die Entwicklung vom Bürgerkrieg bis zur syrischen Besatzung.
2. DER ABZUG: URSACHEN UND ENTWICKLUNG: Dieser Abschnitt behandelt die zentralen politischen Auslöser für den Abzug im Jahr 2005, insbesondere das Attentat auf Rafik Hariri und den internationalen Druck.
3. FOLGEN UND SZENARIEN: Das Kapitel analysiert die Konsequenzen des Abzugs für den Libanon und Syrien sowie die Unsicherheiten bezüglich der Urheberschaft des Attentats.
4. FAZIT: Das Fazit fasst die Schwierigkeit einer Prognose zusammen und diskutiert die Risiken und Chancen für die Stabilität in der Region.
Schlüsselwörter
Libanon, Syrien, Nahostkonflikt, Truppenabzug, Rafik Hariri, Internationale Beziehungen, Baschar al-Assad, Hisbollah, UN-Resolution, politische Stabilität, Demokratisierung, Geopolitik, Regimesicherung, Sicherheitsrat, Bürgerkrieg.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit?
Die Arbeit analysiert die Hintergründe und Folgen des syrischen Abzugs aus dem Libanon im Jahr 2005 im Kontext der internationalen Beziehungen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind der libanesische Bürgerkrieg, die syrische Besatzung, das Attentat auf Rafik Hariri sowie die politische Instabilität in Syrien und dem Libanon.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, die Kausalität zwischen dem internationalen politischen Druck, dem Mord an Hariri und dem syrischen Truppenabzug aufzuzeigen sowie die weitere regionale Entwicklung einzuschätzen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer deskriptiven Analyse, die unter Verwendung von Zeitungsartikeln, Internetquellen und Fachliteratur erstellt wurde.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der Abzugsursachen, die chronologische Entwicklung der Ereignisse im Jahr 2005 und eine Analyse der aktuellen Situation in beiden Staaten.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Libanon, Syrien, Abzug, Nahostkonflikt, Destabilisierung und internationaler Druck.
Welche Rolle spielte der Mehlis-Bericht für den weiteren Verlauf?
Der Bericht des UN-Ermittlers Detlev Mehlis belastete Syrien schwer und trug dazu bei, den diplomatischen Druck auf Damaskus massiv zu erhöhen.
Wie bewertet der Autor die zukünftige Rolle von Baschar al-Assad?
Der Autor sieht Assad in einem schwierigen Spannungsfeld zwischen der Notwendigkeit außenpolitischer Kooperation und dem Erhalt seiner innenpolitischen Autorität.
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- Stefan Plenk (Author), 2006, Der syrische Abzug aus dem Libanon, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/52663