Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Communications - Intercultural Communication

Design, Durchführung und Evaluation eines kulturspezifischen Trainings über China

Title: Design, Durchführung und Evaluation eines kulturspezifischen Trainings über China

Term Paper , 2004 , 66 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Sebastian Dürrschmidt (Author), Heiko Schmieder (Author)

Communications - Intercultural Communication
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Die Darstellung der Volksrepublik China (VR China) in den Medien (Printmedien, Fernsehen, Internet) und in der Wirtschaft ist häufig oberflächlich, wenig auf kulturelle Wertvorstellungssysteme und kulturell geprägte Verhaltensweisen bezogen und somit nicht kongruent zum Ansatz der Wissenschaft (Ethnologie, Kulturwissenschaften und Kommunikationswissenschaften). Im theoretischen Teil dieser Arbeit werden Unterschiede dieser Sichtweisen erarbeitet, es werden dadurch entstehende Probleme aufgeführt und Lösungsmöglichkeiten entwickelt, welche letztendlich die Relevanz Interkultureller Trainingsmaßnahmen und im Besonderen unseres Projektes – ein kulturspezifisches Interkulturelles Training über China für Studenten der TU-Chemnitz - belegen. Dabei wird, unter Verwendung aktueller Literatur zum Thema Interkulturelle Trainings, diskutiert, inwieweit sich Interkulturelle Trainings eignen, Personen, die einen längeren und vor allem beruflich motivierten Auslandsaufenthalt antreten, ausreichend auf eine Fremdkultur vorzubereiten. Auf die umfassende Abgrenzung grundlegender Begriffe und Konzepte der Interkulturellen Kommunikation (Kultur-, Kommunikationsbegriff usw. ) wird im Rahmen dieser Arbeit verzichtet. Jedoch werden zur Darstellung der Bedeutung Interkultureller Trainings einige Modelle und Definitionen zur Klärung von Kultur, Kommunikation, Interkultureller Kompetenz und Interkulturellem Lernen vorgestellt; aus Platzgründen erhebt diese Arbeit jedoch nicht den Anspruch diese, für die Interkulturelle Kommunikation wichtigen Konzepte, umfassend und vollständig darzulegen.
Im zweiten Teil wird die Organisation, des von uns durchgeführten, Trainings kurz vorgestellt, unter Betrachtung der Ziele des Projektes, der Erwartungen der Trainingsteilnehmer und der Ansprüche, die wir selbst an das Training stellten. Weiterhin wird eine kurze Darstellung der Durchführung des Trainings Bestandteil dieser Arbeit sein. Ein wichtiger Schritt zur Verbesserung künftiger Trainings und der eigenen Kompetenz als Interkultureller Trainer stellt die Evaluierung des Trainings dar. Dies wird zeigen, was unseren Ansprüchen und den Erwartungen der Trainingsteilnehmer entsprach und was verbessert werden muss, um die Trainees kompetent auf ihren Auslandsaufenthalt vorzubereiten, speziell welche Trainingsmethoden sich als erfolgreich, beziehungsweise überflüssig erwiesen haben.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung und Abgrenzung

2. Theoretischer Teil

2.1. Die Darstellung der VR China in den Medien und wirtschaftliche Situation

2.2. Die Darstellung der VR China in der Interkulturellen Kommunikation

2.3. Interkulturelle Trainings

2.3.1. Interkulturelles Lernen

2.3.2. Das Ziel interkultureller Trainings und Interkulturelle Kompetenz

2.3.3. Trainingstypen und Inhalte

2.3.3.1. Informationsorientiertes Training

2.3.3.2. Kulturorientiertes Training

2.3.3.3. Interaktionsorientiertes Training

2.3.3.4. Kulturassimilator/ The Intercultural Sensitizer

3. Zielsetzung und Design des Trainings

3.1. Überblick – Planungstabelle

3.2. Zielsetzung

3.3. Organisation

4. Die Durchführung des Trainings

4.1. Tag 1

4.1.1. Block 1

4.1.2. Block 2

4.2. Tag 2

4.2.1. Block 1

4.2.2. Block 2

4.2.3. Block 3

5. Evaluierung des Trainings

5.1.Das Vermitteln der Kulturstandards und Einsatz des Kulturassimilators

6. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Ziel dieser Arbeit ist die Beschreibung und Reflexion der Entwicklung eines kulturspezifischen interkulturellen Trainings für Studenten der TU Chemnitz, die einen Aufenthalt in China planen. Es wird untersucht, wie theoretische Modelle der interkulturellen Kommunikation durch praktische Trainingsmethoden, wie den Einsatz eines Kulturassimilators, erfolgreich vermittelt werden können.

  • Grundlagen der interkulturellen Kommunikation und interkulturellen Kompetenz
  • Vergleich zwischen theoretischen Konzepten und praktischen Trainingsanforderungen
  • Design und Durchführung eines spezifischen China-Trainings
  • Analyse und Evaluation der Trainingsmethodik

Auszug aus dem Buch

2.3.3.4. Kulturassimilator / The Intercultural Sensitizer

Einer der bekanntesten Interkulturellen Trainingsansätze/ Trainingsbausteine ist der sogenannte Kulturassimilator, in der amerikanischen Literatur wird er culture assimilator (Fiedler, Osgood, Stolurow und Triandis 1962) beziehungsweise Intercultural Sensitizer (Albert 1983) genannt. Eine Einordnung erfolgt nach Gudykunst, Guzley und Hammer in Didactic Culture Specific Training bei kultur spezifischen Kulturassimilatoren und Didactic Culture General Training bei kultur allgemeinen Kulturassimilatoren, deren Zahl aber relativ gering ist. Nach Landis/Brislin und Kohls` Ansatz wäre diese Trainingsart ein informations- und faktenorientiertes kultur-spezifisches oder generelles Training, welches auf kognitiver Ebene eine Verhaltensveränderung hervorruft. Da der Kulturassimilator „Beruflich in China“ von Schenk und Thomas (2001) ein zentraler Bestandteil unseres Trainingskonzeptes über China ist, stellt sich eine nähere Analyse dieses Trainingsansatzes als relevant für diese Arbeit dar.

Ein Kulturassimilator kann in schriftlicher oder elektronischer Form im Selbststudium, besser aber in Anleitung vor allem aber in der Nachbereitung mit einem Trainer bearbeitet werden. Ihm liegen kritische Interaktionssituationen (KIs), im Englischen critical incidents (Flanagan 1954) zugrunde, die empirisch repräsentativ aus Schilderungen problemhafter Begebenheiten von auslandserfahrenen Personen verschriftlicht wurden und von den Trainingsteilnehmern gelesen werden.

Thomas beschreibt die darauf folgenden Schritte zur Bearbeitung des Kulturassimilators folgendermaßen:

„...Zu jeder geschilderten, konflikthaften Interaktionssituation werden dem Lernenden verschiedene Interpretationsmöglichkeiten für das Verhalten der beteiligten Personen vorgelegt, von denen eine Interpretation die aus der Sicht der Fremdkultur richtige darstellt. Die anderen Antwortalternativen sind Fehlinterpretationen, die auf Unkenntnis kultureller Einflussfaktoren oder auf ethnozentristischen Irrtümern beruhen. Dem Lernenden wird nach der Entscheidung für eine Alternative nicht nur mitgeteilt, ob seine Wahl richtig oder falsch war, sondern er erhält Erklärungen darüber, warum aus der Sicht der Gastkultur die gewählte Alternative richtig oder falsch ist...“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung und Abgrenzung: Die Arbeit thematisiert die Diskrepanz zwischen medialer Darstellung Chinas und wissenschaftlichen Ansätzen und begründet die Notwendigkeit interkultureller Trainings für Studenten.

2. Theoretischer Teil: Es werden grundlegende Begriffe, Theorien interkulturellen Lernens sowie Trainingstypen und Methoden, insbesondere der Kulturassimilator, detailliert erörtert.

3. Zielsetzung und Design des Trainings: Dieses Kapitel erläutert die Konzeption des Trainings, die Auswahl der Zielgruppe sowie die organisatorischen Rahmenbedingungen an der TU Chemnitz.

4. Die Durchführung des Trainings: Hier wird der konkrete Ablauf der zwei Trainingstage in fünf Blöcken, inklusive der methodischen Ansätze und der Reaktionen der Teilnehmer, beschrieben.

5. Evaluierung des Trainings: Die Ergebnisse der Befragung der Teilnehmer werden ausgewertet, um die Effektivität des Trainings und die Akzeptanz der gewählten Methoden zu analysieren.

6. Zusammenfassung: Das Kapitel reflektiert den gesamten Trainingsprozess sowie die gewonnenen Erkenntnisse über die Eignung der verwendeten Ansätze zur Vermittlung interkultureller Kompetenz.

Schlüsselwörter

Interkulturelle Kommunikation, Interkulturelles Training, China, Kulturassimilator, Kulturstandards, Interkulturelle Kompetenz, Didaktik, Interkulturelles Lernen, Critical Incidents, Auslandsvorbereitung, Soziale Harmonie, Guanxi, Danwei, Wahrnehmung, Kulturschock

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit dokumentiert die Entwicklung, Durchführung und Evaluation eines interkulturellen Trainings über China, das von Studenten der TU Chemnitz für Kommilitonen entwickelt wurde.

Welche zentralen Themen werden behandelt?

Im Fokus stehen Theorien der interkulturellen Kommunikation, Modelle zur Kulturbewertung und Methoden der Auslandsvorbereitung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, interkulturelle Kompetenz zu vermitteln und die Teilnehmer auf einen Auslandsaufenthalt in China vorzubereiten.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Das Training nutzt einen didaktischen Ansatz kombiniert mit erfahrungsorientierten Elementen wie Rollenspielen und der Arbeit mit einem Kulturassimilator.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, das Design des Trainings, die detaillierte Darstellung des zweitägigen Ablaufs und eine abschließende Evaluation.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Dokument?

Wichtige Begriffe sind interkulturelles Training, Kulturstandards, Kulturassimilator, China und interkulturelle Kompetenz.

Was ist ein Kulturassimilator?

Es ist ein Trainingsinstrument, das auf kritischen Interaktionssituationen basiert, um den Teilnehmern durch Analyse von Fehlinterpretationen ein tieferes Verständnis für fremde Kulturen zu vermitteln.

Warum wurde das Eisbergmodell im Training verwendet?

Das Modell diente dazu, den Teilnehmern zu verdeutlichen, dass kulturelle Konflikte häufig auf der Ebene der nicht sichtbaren Tiefenkultur (Wertorientierungen) entstehen.

Welche Kritikpunkte äußerten die Teilnehmer in der Evaluation?

Einige Teilnehmer wünschten sich einen höheren Anteil an praktischen Übungen und eine stärkere Einbeziehung von Personen aus der Zielkultur für eine realistischere Einschätzung der kritischen Situationen.

Excerpt out of 66 pages  - scroll top

Details

Title
Design, Durchführung und Evaluation eines kulturspezifischen Trainings über China
College
Technical University of Chemnitz
Course
HS Design-Implementation-Evaluation: Development of Intercultural Training for TUC students
Grade
1,3
Authors
Sebastian Dürrschmidt (Author), Heiko Schmieder (Author)
Publication Year
2004
Pages
66
Catalog Number
V52707
ISBN (eBook)
9783638483469
Language
German
Tags
Design Durchführung Evaluation Trainings China Design-Implementation-Evaluation Development Intercultural Training
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sebastian Dürrschmidt (Author), Heiko Schmieder (Author), 2004, Design, Durchführung und Evaluation eines kulturspezifischen Trainings über China, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/52707
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  66  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint