Metrische Phonologie


Hausarbeit, 2006

9 Seiten, Note: 1


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung – Begriffsbestimmung

2. Der Ursprung der metrischen Phonologie

3. Die binäre Teilung im Bereich des Reims

4. Analyse der Silbenstruktur

5. Metrische Bäume und metrische Gitter6

6. Die schwere und leichte Silbe

7. Schlussfolgerung

I. Einleitung – Begriffsbestimmung

Die Metrik ist ein Zweig der Poetologie und bedeutet: „Die Lehre von den Gesetzmäßigkeiten des Versbaus.“ In der Musik bedeutet sie die Lehre vom Takt und von der Taktbetonnung. Ursprünglich sind gemeint die Untersuchungen zur Akzentologie und Rhythmuslehre. Später wurde diese Forschung auch auf andere Phänomene, z.B. Vokalharmonie und Silbenstruktur, – ausgedehnt.

2. Der Ursprung der metrischen Phonologie

Die linguistische Rhythmusforschung ist ein Zweig der allgemeinen Rhythmusforschung, die sich u.a. mit der rhythmischen Strukturierung menschlichen Verhaltens und Wahrnehmens und in dem Zusammenhang auch mit der rhythmischen Strukturierung sprachlichen Verhaltens und Wahrnehmens befasst. Gebiet, auf dem sich die metrische Beschreibungsapparat besonders anwenden lässt, ist die Rhythmusforschung.

Aufgrund der Tatsache, dass die metrische Phonologie den Ursprung in der Akzentologie und Rhytmuslehre hat, möchte ich die metrische Akzenttheorie und Silbenstruktur kurz darstellen.

3. Die binäre Teilung im Bereich des Reims

Ich benutze dabei Paul Kiparskys Aufsatz „Remarks on the metrical structure of the syllable“ hrsg. von Wolfgang U. Dressler in „Phonologica“ 1980.

Kiparsky nimmt eine universelle Zweiteilung der Silbe in Anfangsrand (Onset) und Reim (Rhyme) und weiter die binäre Teilung im Bereich des Reims in Nukleus und Endrand (Coda) an.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Der Nukleus ist das sonorste Element der Silbe; die Sonorität nimmt zu den Silbenrändern hin ab.

4. Analyse der Sylbenstruktur

Die Metrische Phonologie hat sich mit der Silbenstruktur beschäftigt. Dabei werden die gleichen Etikettierungen „S“ und „W“ benutzt, die aber innerhalb der Silbe anders interpretiert werden als oberhalb der Silbe: Hier beziehen sich S und W nicht auf Prominenzgrade einer Silbe, sondern auf Sonoritätsgrade der Silbenbestandteile, der Segmente. Sonorität[1] korreliert, also steht in der wechselseitigen Beziehung, mit der Silbenstruktur: Je sonorer ein Segment ist, desto geeigneter ist es als Silbengipfel. Man nimmt im Allgemeinen eine Sonoritässkala an, in der Plosive das Minimum, Vokale das Maximum bilden:

Plosive<Frikative<Nasale<l<r<Vokale

Kiparsky stellt den ursprünglichen Zustand dieser rationalen Beschreibung der Silbe wieder her, um die Zerlegung des Akzentsprofils zum Ausdruck zu bringen:

[...]


[1] so|nor <Adj.> [frz. sonore < lat. sonorusÿÿ= schallend, klangvoll, zu: sonor (Gen.: sonoris)ÿ= Klang, Ton, zu: sonare, Sonant]: 1. voll- u. wohltönend, klangvoll: eine -e Stimme; ein -es Lachen. 2. (Sprachw.) stimmhaft: -e Konsonanten.

So|no|ri|tät, die; - (Sprachw.): Klangfülle eines Lautes, Grad der Stimmhaftigkeit.

© Duden - Deutsches Universalwörterbuch 2001

Ende der Leseprobe aus 9 Seiten

Details

Titel
Metrische Phonologie
Hochschule
Uniwersytet Szczeciński
Veranstaltung
Phonologie
Note
1
Autor
Jahr
2006
Seiten
9
Katalognummer
V52905
ISBN (eBook)
9783638484879
Dateigröße
469 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Metrische, Phonologie
Arbeit zitieren
Sylwia Wysluch (Autor), 2006, Metrische Phonologie, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/52905

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