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Die Entnazifizierung in der SBZ unter besonderer Berücksichtigung des Lehrkörpers an Schulen und Universitäten

Titre: Die Entnazifizierung in der SBZ unter besonderer Berücksichtigung des Lehrkörpers an Schulen und Universitäten

Dossier / Travail , 2005 , 31 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Dipl.-Soz. Nicole Dombrowski (Auteur)

Histoire de l'Allemagne - Après-guerre, La Guerre froide
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Die Umgestaltung des Bildungswesens gehörte neben der Bodenreform und der Verstaatlichung der Großindustrie zu den entscheidenden Prozessen der gesellschaftlichen Um- bzw. Neugestaltung der SBZ. Die Entnazifizierung schaffte die Grundlage für die Neugestaltung des Bildungswesens. „Es ging nicht nur um den Ersatz fehlender Lehrer, sondern um die Heranbildung einer sozial und politisch grundlegend anders zusammengesetzten Lehrerschaft.“
Um die Entnazifizierung des Lehrkörpers an den Schulen und Universitäten der SBZ und ihre Folgen nachvollziehen zu können, ist es notwendig die grundlegenden Vorgänge der Entnazifizierung in den einzelnen Besatzungszonen und besonders in der sowjetischen Besatzungszone nachzuzeichnen, auch um ihren Sonderweg deutlich machen zu können.
Die Entnazifizierungspolitik in den westlichen Besatzungszonen soll im Vergleich zu derselben in der sowjetischen Besatzungszone dargestellt werden. Es wird dabei mit der US-amerikanischen Besatzungszone begonnen, gefolgt von der britischen und der französischen. Dieses Vorgehen erklärt sich daraus, dass US-amerikanische Maßnahmen meist in den anderen Besatzungszonen übernommen wurden. Der Weg der sowjetischen Besatzungsmacht grenzt sich, auch im Bereich des Bildungswesens, durch eine divergente politische Grundhaltung ab. Um zu zeigen, dass nicht von vornherein eine Spaltung des Deutschlands der Nachkriegszeit geplant war, soll zu Anfang der gemeinsame Weg der Alliierten anhand einiger gemeinsamer und auch durchaus wichtiger und grundlegender Beschlüsse für die weitere Entnazifizierungspolitik, auch im Bildungswesen, nachgezeichnet werden.
Nach einer kurzen Zwischenbilanz soll die Entnazifizierung an den Schulen und Hochschulen genauer betrachtet werden. Da in der Sowjetischen Besatzungszone die Entnazifizierung mit einer Umgestaltung der Gesellschaft einherging, kann sie nicht losgelöst von eben diesem Ziel dienenden Maßnahmen betrachtet werden. Diese Maßnahmen, die Neulehrerausbildung und die Schaffung von so genannten Vorstudienanstalten, Gesellschaftswissenschaftlichen und Pädagogischen Fakultäten, sollen ebenfalls Gegenstand dieser Arbeit sein.
Bei meinen Ausführungen beschränke ich mich auf den Zeitraum von 1945-1949, also in weitestgehendem Sinne auf die direkte Nachkriegszeit.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Eine Darstellung der Entnazifizierung in den vier Besatzungszonen

2.1 Die ersten gemeinsamen Schritte der Alliierten zur Entnazifizierung

2.2 Die Entnazifizierung in der US-amerikanischen Besatzungszone

2.3 Die Entnazifizierung in der britischen Besatzungszone

2.4 Die Entnazifizierung in der französischen Besatzungszone

2.5 Die Entnazifizierung in der sowjetischen Besatzungszone

2.6 Fazit zur Entnazifizierungspolitik in den vier Besatzungszonen

3. Die Entnazifizierung der Schulen

3.1 Die Säuberung der Lehrerschaft

3.2 Die Neulehrerausbildung

4. Die Hochschulpolitik in der SBZ

4.1 Die Entnazifizierung der Hochschulen

4.2 Die Politisierung der Hochschullandschaft

5. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht den Prozess der Entnazifizierung in der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) im Zeitraum von 1945 bis 1949, mit einem besonderen Fokus auf die Umgestaltung des Lehrkörpers an Schulen und Universitäten als notwendige Voraussetzung für den gesellschaftlichen Wandel.

  • Vergleichende Analyse der Entnazifizierungspolitik in den vier Besatzungszonen
  • Die Säuberung des schulischen Lehrpersonals und der Neulehrer-Ansatz
  • Strukturelle Umwälzung und Entnazifizierung der Hochschulen
  • Politisierung der Hochschullandschaft durch ideologische Institutionen
  • Bewertung der SBZ-Entnazifizierung als Instrument zur gesellschaftlichen Neugestaltung

Auszug aus dem Buch

3.1 Die Säuberung der Lehrerschaft

Die Lehrerschaft war zu Kriegsende stark durchzogen von nationalsozialistischem Gedankengut. „So hatten 62% aller männlichen NSDAP-Mitglieder, die dem NS Lehrerbund angehört hatten, als politische Leiter gearbeitet.“ Am 8. Mai 1945 waren 28179 Lehrer in der Sowjetischen Besatzungszone Mitglieder der NSDAP. Das entsprach einem Anteil von 71,6 % der gesamten Lehrerschaft in der SBZ. Welsh spricht von 97% aller Lehrer, die bei Kriegsende im Reichsdurchschnitt dem Nationalsozialistischen Lehrerbund angehörten. Angst vor einer Entlassung und der zunehmende politische Druck förderten diese Entwicklung in hohem Maße. Durch diesen Umstand gestaltete sich die Entnazifizierung unter anderem so kompliziert. Es ist wahrscheinlich, dass ein Teil der NSDAP-Mitglieder lediglich den Weg des geringsten Widerstandes gewählt hat, darunter sicherlich auch Lehrer. Diese Mitglieder waren als Opportunisten nicht in dem Maße politisch aktiv wie andere NSDAP Mitglieder und demnach auch weniger durch nationalsozialistisches Gedankengut geprägt. Jedenfalls galt es nun den Beruf des Lehrers von eben diesen nationalsozialistischen Einflüssen zu säubern. Darüber waren sich die Besatzungsmächte einig. Die „politische Säuberung des Lehrpersonals [ist als eine] grundlegende Voraussetzung für eine neue Schulpolitik erachtet“ worden. Aber auch der Schulbetrieb musste unverzüglich wieder aufgenommen werden. Dies war notwendig um die Kinder von den Straßen zu holen, die Kriminalität und die Demoralisierung unter den Kindern zu stoppen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung umreißt die Umgestaltung des Bildungswesens als zentralen Prozess der SBZ-Neugestaltung und definiert den zeitlichen sowie thematischen Rahmen der Untersuchung.

2. Eine Darstellung der Entnazifizierung in den vier Besatzungszonen: Dieses Kapitel vergleicht die Entnazifizierungspolitik der vier Besatzungsmächte und arbeitet den spezifischen Weg der sowjetischen Besatzungsmacht heraus.

3. Die Entnazifizierung der Schulen: Hier wird die Säuberung der Lehrerschaft von NS-Belastungen sowie die Etablierung des Neulehrer-Programms zur Sicherung des Schulbetriebs analysiert.

4. Die Hochschulpolitik in der SBZ: Dieses Kapitel behandelt die Entnazifizierung der universitären Lehrkörper sowie die systematische Politisierung durch die Schaffung neuer, linientreuer Institutionen.

5. Fazit: Das Fazit resümiert, dass die Entnazifizierung in der SBZ vor allem als konsequentes Instrument zur umfassenden gesellschaftlichen Transformation unter sowjetischem Vorbild diente.

Schlüsselwörter

Entnazifizierung, Sowjetische Besatzungszone, SBZ, Bildungswesen, Neulehrer, Säuberung, Hochschulpolitik, SMAD, Gesellschaftsumgestaltung, Antifaschismus, Lehrerschaft, Umschulung, Nachkriegszeit, SED, Ideologie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die Entnazifizierung als zentralen Baustein der gesellschaftlichen Umgestaltung in der sowjetisch besetzten Zone (SBZ) nach 1945.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Schwerpunkte liegen auf der Entnazifizierung in den verschiedenen Besatzungszonen, der Reinigung des Lehrkörpers an Schulen sowie der politischen Transformation der Hochschullandschaft.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, den Sonderweg der Entnazifizierung in der SBZ aufzuzeigen, der im Gegensatz zu den westlichen Zonen eng mit einer weitreichenden politischen Umstrukturierung verknüpft war.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine vergleichende historische Analyse sowie die Auswertung zeitgenössischer Dokumente und Befehle der Sowjetischen Militäradministration (SMAD).

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine vergleichende Darstellung der Zonenpolitik, die spezifische Situation an den Schulen (Säuberung und Neulehrerausbildung) sowie die politische Neuausrichtung der Hochschulen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Entnazifizierung, SBZ, Neulehrer, SMAD, ideologische Umgestaltung und gesellschaftlicher Wandel.

Warum war die Neulehrerausbildung für die SBZ so entscheidend?

Aufgrund des hohen Grades an NS-Belastung im alten Lehrkörper und des Lehrermangels war die Ausbildung neuer, politisch unbelasteter Kräfte notwendig, um den Schulbetrieb nach den Vorstellungen der Besatzungsmacht zu sichern.

Welche Rolle spielte die SMAD bei der Hochschulpolitik?

Die SMAD steuerte die Entnazifizierung und Umgestaltung durch gezielte Befehle, wie z.B. zur Neuaufnahme der Forschung oder zur Gründung gesellschaftswissenschaftlicher Fakultäten.

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Résumé des informations

Titre
Die Entnazifizierung in der SBZ unter besonderer Berücksichtigung des Lehrkörpers an Schulen und Universitäten
Université
Free University of Berlin  (Friedrich Meinecke Institut)
Cours
Kulturgeschichte der DDR
Note
1,0
Auteur
Dipl.-Soz. Nicole Dombrowski (Auteur)
Année de publication
2005
Pages
31
N° de catalogue
V52917
ISBN (ebook)
9783638484978
ISBN (Livre)
9783656620341
Langue
allemand
mots-clé
Entnazifizierung Berücksichtigung Lehrkörpers Schulen Universitäten Kulturgeschichte
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Dipl.-Soz. Nicole Dombrowski (Auteur), 2005, Die Entnazifizierung in der SBZ unter besonderer Berücksichtigung des Lehrkörpers an Schulen und Universitäten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/52917
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