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Die Landesteilungen der Wettiner im Mittelalter bis zur Leipziger Teilung

Title: Die Landesteilungen der Wettiner im Mittelalter bis zur Leipziger Teilung

Seminar Paper , 2005 , 28 Pages , Grade: 1,5

Autor:in: Christian Richter (Author)

History of Europe - Middle Ages, Early Modern Age
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Die Geschichte Sachsens und Thüringens ist eng mit der Geschichte des wettinischen Adelsgeschlechts verknüpft und wurde maßgeblich durch dieses beeinflusst und gestaltet. Bereits im 11. Jahrhundert erhielten die Wettiner zum ersten Mal eine Belehnung mit der Markgrafschaft Meißen, was den Anfang des Aufstieges zu einer der mächtigsten Adelsfamilien im Deutschen Reich darstellt.

Zu einem kleinen Teil soll diese Arbeit die Problemgeschichte des wettinischen Herrscherhauses zeigen und die Entwicklung Sachsens und Thüringens bis zum Jahre 1485 betrachten. Der Hauptteil soll sich mit den Landesteilungen beschäftigen, denn wie bei anderen Herrschergeschlechtern hatten auch die Wettiner das Problem, dass nach dem Tod des Familienoberhauptes mehrere männliche Kinder ein Anrecht auf den Besitz beanspruchten. Ein durchaus übliches Mittel im Mittelalter war die Landesteilung, dass heißt die Aufteilung der Besitztümer.
Am Beispiel der Wettiner soll hier die Praxis der Landesteilung aufgezeigt werden, was durch kurze Betrachtungen der einzelnen wettinischen Landesteilungen aufgezeigt wird. Neben der ersten Teilung durch Konrad (1156) und der zweiten Teilung im Jahre 1263, sollen vor allem anhand der Chemnitzer (1382), der Naumburger und der Altenburger Teilung (1445) aufgezeigt werden welche Probleme die Wettiner dazu veranlassten ihr Herrschaftsgebiet immer wieder neu aufzuteilen. Die Leipziger Teilung von 1485 zwischen Albrecht und Ernst, wurde zu einer der prägensten Zensuren der Sächsischen Geschichte, da sich hier die endgültige Teilung von Sachsen und Thüringen vollzog.

Christian Richter

Excerpt


Gliederung

1. Einleitung

2. Herrschaftsweitergabe

2.1 Die Formen der Herrschaftsweitergabe bei den Wettinern

2.2 Die Landesteilung

3. Die wettinischen Landesteilungen

3.1 Die erste Teilung des Landes durch Konrad den Großen 1156

3.2 Die zweite Teilung von 1263

3.3 Die Krise der wettinischen Landesherrschaft nach dem Tode Heinrichs des Erlauchten

3.4 Die Chemnitzer Teilung von 1382

3.5 Die Naumburger Teilung

3.6 Die Altenburger Teilung von 1445

3.6.1 Die Erlangung der Kurwürde und die Vereinigung der Landesteile unter Friedrich IV. (der Streitbare)

3.6.2 Die Landesteilung von Altenburg zwischen Friedrich II. und Wilhelm III.

4. Die wettinische Haupteilung von 1485 (Leipziger Teilung)

4.1 Die Wettiner auf dem Höhepunkt ihrer Macht

4.2 Die gemeinsame Regierung von Kurfürst Ernst und Albrecht dem Beherzten

4.3 Gründe für die Teilung von 1485

4.4 Die Bestimmung der Teile und des gemeinsamen Besitzes

4.5 Die Leipziger Teilung und ihre Folgen

5. Zusammenfassung und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit gibt einen Überblick über die historischen Landesteilungen des Hauses Wettin im Mittelalter und untersucht dabei insbesondere die Beweggründe, warum diese Praxis der Herrschaftsweitergabe trotz ihrer negativen Auswirkungen auf die politische Machtbildung kontinuierlich angewandt wurde.

  • Entwicklung des wettinischen Territorialstaates im Mittelalter
  • Formen der Herrschaftsweitergabe und deren politische Implikationen
  • Analyse der verschiedenen Landesteilungen bis hin zur Leipziger Teilung
  • Untersuchung der Machtkonflikte und Regierungsformen innerhalb der Dynastie
  • Die Auswirkungen der Leipziger Teilung von 1485 auf den weiteren politischen Werdegang der Wettiner

Auszug aus dem Buch

3.4 Die Chemnitzer Teilung von 1382

Als Friedrich II. (der Ernsthafte), der Sohn Friedrichs I., 1329 volljährig wird übernimmt er die Regierung und setzt die Bestrebungen seines Vaters nach Festigung und Ausdehnung des wettinischen Territoriums fort. Zuvor hatte er nach dem Tode Friedrichs des Freidigen (1323) das Erbe seines Vaters übernommen, war jedoch noch nicht volljährig und stand zunächst unter der Vormundschaft seiner Mutter und des Grafen von Schwarzburg, später unter der Vormundschaft des Grafen Heinrich II. Reuss von Plauen. Durch kluge Heiratspolitik konnten sich die Wettiner an das deutsche Königshaus der Wittelsbacher annähern, was zu einer Ausweitung des Herrschaftsgebietes führte. Mit dem Übergang zur Volljährigkeit und der Hochzeit mit Mechthild erhielt Friedrich II. von König Ludwig IV. das „Burggrafentum Altenburg, die Vogtei über Mühlhausen und Nordhausen, die Lehnshoheit über die Burggrafschaft Leisnig und das ganze Pleißenland mir den Reichsstädten Altenburg, Chemnitz und Zwickau...“, zudem erwirb Friedrich später die Mark Landsberg und die Pfalz Sachsen–Lauchstädt zurück. Im Jahre 1349 stirbt Friedrich II. der Ernsthafte und hinterlässt vier Söhne, wovon nur Friedrich III. volljährig war. Dieser übernimmt bis 1368 die Vormundschaft über seine Brüder und die Regierung des wettinischen Territoriums.

Unter der Regierung Friedrichs III. des Strengen erwarben die Wettiner das Gebiet um Coburg (aus einer Erbschaft), für kurze Zeit Teile der Niederlausitz, durch den Vogtländischen Krieg die Herrschaft Voigtsberg mit den Städten Oelsnitz und Adorf sowie durch erzwungenen Verkauf die Burggrafschaft Leisnig. Im Jahre 1368 beginnt die gemeinsame Regierung der Söhne Friedrichs II., der seine Erben Friedrich III. (der Strenge), Wilhelm I. (der Einäugige), Balthasar und Ludwig vor seinem Tode bereits zur gemeinsamen Regierung verpflichtete. Aus den Urkunden des Jahres 1351 kann man erkennen, dass die Brüder sich gegenseitig bestätigten, das Land nicht teilen zu wollen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Etablierung der Wettiner im Elbe-Saale-Raum und skizziert die Fragestellung der Arbeit bezüglich der häufigen Landesteilungen.

2. Herrschaftsweitergabe: Dieses Kapitel erläutert die verschiedenen rechtlichen und politischen Modelle, mit denen die Wettiner versuchten, ihre Herrschaft und das Erbe innerhalb der Familie zu regeln.

3. Die wettinischen Landesteilungen: Hier werden die frühen Teilungsschritte sowie die strukturellen Krisen der Dynastie chronologisch aufgearbeitet, inklusive der Teilungen von 1156 bis 1445.

4. Die wettinische Haupteilung von 1485 (Leipziger Teilung): Das Kapitel fokussiert auf die bedeutendste Zäsur der wettinischen Geschichte, die zur Entstehung der ernestinischen und albertinischen Linie führte.

5. Zusammenfassung und Ausblick: Der abschließende Teil bewertet die historischen Folgen der Teilungspraxis und gibt einen Ausblick auf die weitere Entwicklung der wettinischen Lande.

Schlüsselwörter

Wettiner, Landesteilung, Mittelalter, Herrschaftsweitergabe, Leipziger Teilung, Territorialstaat, Kurfürstentum Sachsen, Erbstreitigkeiten, Gesamthand, Mutschierung, Dynastie, Machtpolitik, Thüringen, Meißen, Erbfolgeregelung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Geschichte der wettinischen Landesteilungen im Mittelalter und untersucht, welche Strategien die Dynastie zur Regelung ihrer Herrschaftsweitergabe einsetzte.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Zentrum stehen die Formen der Herrschaftsweitergabe, die verschiedenen Landesteilungen und deren Auswirkungen auf die territoriale Einheit sowie die Stabilität der wettinischen Herrschaft.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Die Arbeit zielt darauf ab, die Gründe für die immer wiederkehrenden Landesteilungen trotz der offensichtlichen Nachteile für die Machtstellung der Wettiner zu erörtern.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Auswertung historischer Quellen (Urkunden) sowie einer Analyse einschlägiger fachwissenschaftlicher Literatur zur sächsischen Landesgeschichte.

Welche Inhalte bilden den Kern des Hauptteils?

Der Hauptteil gliedert sich in eine systematische Analyse der verschiedenen Teilungen von Konrad dem Großen über die Chemnitzer und Naumburger bis hin zur zentralen Leipziger Teilung.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Forschung?

Neben dem zentralen Begriff der "Landesteilung" sind "Mutschierung", "Gesamthand" sowie die Unterscheidung zwischen der albertinischen und ernestinischen Linie maßgeblich.

Welche Rolle spielte der "Vertrag von Eger" für die Entwicklung?

Der Vertrag von Eger 1459 war entscheidend für die Festigung der sächsisch-böhmischen Grenze und markierte eine Phase der machtpolitischen Konsolidierung vor der späteren Leipziger Teilung.

Warum gilt die Leipziger Teilung von 1485 als so bedeutend?

Sie gilt als eine der größten Fehlentscheidungen der Wettiner, da sie das geschlossene Herrschaftsterritorium dauerhaft in zwei Linien spaltete und damit langfristig den politischen Einfluss des Hauses schwächte.

Was passierte mit den Bergwerken bei den verschiedenen Landesteilungen?

Aufgrund ihres hohen wirtschaftlichen Wertes und der Schwierigkeit, sie gerecht aufzuteilen, verblieben Bergwerke wie beispielsweise in Freiberg oder Schneeberg häufig unter gemeinsamer Verwaltung beider Brüder.

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Details

Title
Die Landesteilungen der Wettiner im Mittelalter bis zur Leipziger Teilung
College
Dresden Technical University  (Fakultät Philosophie)
Course
Der Altenburger Prinzenraub. Ein 'Kriminalfall' des 15. Jahrhunderts.
Grade
1,5
Author
Christian Richter (Author)
Publication Year
2005
Pages
28
Catalog Number
V52959
ISBN (eBook)
9783638485319
ISBN (Book)
9783638662444
Language
German
Tags
Landesteilungen Wettiner Mittelalter Leipziger Teilung Altenburger Prinzenraub Jahrhunderts Chemnitzer Teilung Naumburger Bruderkrieg Örterung Mutschierung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Christian Richter (Author), 2005, Die Landesteilungen der Wettiner im Mittelalter bis zur Leipziger Teilung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/52959
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