Globalisierung und Konzentrationsbewegungen der Medienbranche


Hausarbeit, 2006

15 Seiten, Note: 1,7


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1. Vorwort

2. Einführung und Begriffe
2.1 Begrifflichkeiten

3. Historischer Kurz-Exkurs
3.1 Vereinigte Staaten von Amerika (USA)
3.2 Deutschland
3.3 Kurz-Resümee

4. Kritische Denkanstöße
4.1 Vorteile
4.2 Gefahren

5. Fazit

Literaturverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1. Vorwort

Fusionen, Globalisierung und Konzentrationsbewegungen sind sicherlich keine Erfindung oder ein Mythos der Neuzeit. Auch schon in der Zeitrechung vor Mitte des 15. Jahrhunderts haben sich Bündnisse und Vereinigungen innerhalb unterschiedlichster politischer, wirtschaftlicher und anderer gesellschaftlicher Bereiche aus unterschiedlichsten Beweggründen heraus gebildet. König- bzw. Kaiserreiche wurden vereinigt oder aber Handwerker und Händler organisierten sich in Kasten oder Ständen. Sozusagen frühe Konzentrationsentwicklungen in einem geographisch, gesellschaftlich kleineren Rahmen.

Natürlich ist der Entwicklung heute eine ganz andere Dynamik bzw. Tragweite zuzurechnen. Die Globalisierungs- und Konzentrationsentwicklungen machen nicht mehr vor Landes- oder sogar Kontinentalgrenzen halt. Sie sind keine besonderen oder einzigartigen Phänomene, die nur vereinzelt in größeren Zeitabständen stattfinden. Sie gehören zu unserem alltäglichen modernen Gesellschaftsbild und sind Teil dieser, unserer global geprägten Gesellschaftsordnung geworden.

In den Medien kann man täglich diese Entwicklungen in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft mitverfolgen. Unternehmen aus den USA gehen auf „Einkaufstour“ in Europa, die deutsche Politik sucht Bündnispartner auf dem europäischen und weltweiten Politparkett und die amerikanische Esskultur, aus Fast Food und Softdrinks ist oft schon fester Bestandteil von fernöstlichen Kulturkreisen.

Es sind heute weltumspannende Entwicklungen zu beobachten, deren Auswirkungen in die Lebensbereiche jedes einzelnen Bürgers hineinreichen. Die zunehmende Abhängigkeit, Verbundenheit und Verwischung von Volkswirtschaften, Politik und Kulturen ist unschwer zu verkennen. Wir leben bereits in einer globalen und sich weiter globalisierenden Weltordnung.

2. Einführung und Begriffe

„Globalisierung ist für unsere Volkswirtschaften das, was für die Physik die Schwerkraft ist. Man kann nicht für oder gegen das Gesetz der Schwerkraft sein - man muß damit leben.“ (Minc, Alain; französischer Ökonom)

Naturgesetze müssen als von einer höheren Macht gegeben und allgemeingültig akzeptiert werden. Nur in gewissem Maße ist es dem Mensch möglich sich diesen zu widersetzen bzw. diese außer Kraft zu setzen oder sogar in ihrer Wirkung umzukehren. Ähnliche Parallelen lassen sich in Bezug auf die Globalisierung ziehen. Auch sie stellt gewissermaßen ein Naturgesetz in unseren Volkswirtschaften dar. Sie muss ebenso wie die Gravitation in der Physik akzeptiert werden. Man kann sie wissenschaftlich erforschen und in Modellen erklären aber nicht verhindern oder gänzlich „ausschalten“ – das Wissen über ihre Wirkungen schafft den Vorteil sich diese positiv zu Nutze zu machen.

Zum besseren Verständnis werden im Folgenden einige wichtige Begrifflichkeiten im Kontext des weitläufigen Feldes der Globalisierung in den Medien erläutert.

2.1 Begrifflichkeiten

Globalisierung beschreibt die zentralen Entwicklungstendenzen in Politik, Gesellschaft, Kultur und Wirtschaft des ausgehenden 20. Jahrhunderts, bei der neben ökonomischen Prozessen auch kulturelle, ethische, ökologische und soziale Aspekte betroffen sind. Man fasst des Weiteren die zunehmenden nationenübergreifenden, wirtschaftlichen, kulturellen und sozialen Beziehungen von unterschiedlichen Ländern darunter zusammen. Zusätzlich angetrieben wird dieser Prozess durch die zur Verfügung stehenden modernen Informations-, Kommunikations- und Verkehrstechnologien. (vgl. Bibliographisches Institut & F. A. Brockhaus AG, 2002)

Konzentration wird in der Wissenschaft und deren verschiedenen Disziplinen jeweils unterschiedlich definiert. So beschreibt die Psychologie damit, die besonders intensive und nur in einem engen Umweltausschnitt geltende Form der Aufmerksamkeit.

In der Chemie versteht man darunter einen Mengenanteil einer bestimmten Komponente in einer Mischphase, wie z. B. ein Gasgemisch oder eine Lösung.

Die Ökonomie legt den Fokus dabei auf die Ballung ökonomischer Größen, einschließlich deren Verfügungsgewalt bzw. fasst darunter ein überproportionales Wachstum auf Kosten kleinerer Wirtschaftseinheiten mit Folge einer Konkurrenzverminderung am Markt zusammen. (vgl. Bibliographisches Institut & F. A. Brockhaus AG, 2002)

Unter Unternehmenskonzentration versteht die Wirtschaftswissenschaft die Ballung von Marktanteilen sowie die Verfügungsmacht über Produktionsmittel bei Unternehmen, die durch überproportionales Wachstum eines Unternehmens, oder durch Unternehmenszusammenschlüsse bzw. -konzentrationen entstehen. Sie wird in zwei Ausprägungsformen unterteilt. Eine interne (1) beruht i. d. R. auf einer überdurchschnittlichen Unternehmensleistung von innen heraus. Die externe (2) stützt sich i. d. R. auf Unternehmenskonzentrationen durch Unternehmenszusammenschlüsse die auf horizontaler, vertikaler oder diagonaler Ebene stattfinden. Eine besondere Form der Unternehmenskonzentrationen stellt die Medienkonzentration. Dabei finden die zuvor beschriebenen Konzentrationsentwicklungen auf den Medienmärkten statt, wie z. B. eine Pressekonzentration, die die Zusammenfassung von Zeitungen und Zeitschriften in immer weniger Verlagen beschreibt. (vgl. Bibliographisches Institut & F. A. Brockhaus AG, 2002)

Der moderne englische Begriff Cross-Media-Ownership gilt als ein erweiterndes Prinzip der ursprünglich bimedialen Konzentration von Medienunternehmen wie z. B. aus dem Presse- und Rundfunksektor. Er steht bezeichnend für die diagonale Unternehmenskonzentration die das konglomerate Eigentum an Medien bzw. Medienunternehmen beschreibt. Man spricht in diesem Kontext auch von einer multimedialen Verflechtung, d. h. eine Konzentration von Unternehmen aus allen Mediensektoren wie z. B. aus Print, Rundfunk, Online, u. a. (vgl. Bibliographisches Institut & F. A. Brockhaus AG, 2002)

Der Begriff Medienpolitik beschreibt das Festlegen von Rahmenbedingungen und ordnungspolitischen Maßnahmen für die Struktur und Funktion der Massenmedien.

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Ende der Leseprobe aus 15 Seiten

Details

Titel
Globalisierung und Konzentrationsbewegungen der Medienbranche
Hochschule
Hochschule der Medien Stuttgart  (Fachhochschule)
Veranstaltung
Politik und Medien
Note
1,7
Autor
Jahr
2006
Seiten
15
Katalognummer
V52973
ISBN (eBook)
9783638485432
Dateigröße
440 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Globalisierung, Konzentrationsbewegungen, Medienbranche, Politik, Medien, Medienindustrie;, Medienkonzern;, Merger, Mergers & Acquisitions, Konzentration, Zusammenschluss, Konsolidierung, Acquisition
Arbeit zitieren
Torsten Gies (Autor), 2006, Globalisierung und Konzentrationsbewegungen der Medienbranche, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/52973

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