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Faith Healing - eine Erfolgsstrategie der Pfingstbewegung in Lateinamerika

Titel: Faith Healing - eine Erfolgsstrategie der Pfingstbewegung in Lateinamerika

Seminararbeit , 2003 , 23 Seiten , Note: sehr gut

Autor:in: Silvia Schönenberger (Autor:in)

Soziologie - Religion
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Autorin geht der Frage nach, weshalb die Pfingstbewegung in Lateinamerika in den letzten Jahren eine solch auffällige Verbreitung verzeichnen kann. Um dieses Phänomen zu verstehen, wird an erster Stelle auf den sozioökonomischen Status der Konvertierten eingenagen, da sich die Pfingstbewegung als eine "Kirche der Armen" sieht, und v.a. in der am meisten benachteiligten Bevölkerung verbreitet ist. Danach werden die Besonderheiten der Pfingstbewegung, die besondere Lebensführung, der Glaube, die Religiosität und die Bedeutung des Konvertierens für den sozialen Status, die Familie und das soziale Umfeld beleuchtet. Im Hauptteil wird auf das "Faith Healing" eingegangen, eine Praktik, nach der Kranke durch Gottesglauben, durch gemeinsames Beten sowie durch Dämonenaustreibung geheilt werden sollen. Im Hauptteil wird dieser Praktik, seiner Bedeutung und Erklärung seitens der Pfingstgemeinden nachgegangen, um sie schliesslich aus einer kritsichen Perspektive zu betrachten. Es wird argumentiert, dass die Pfingstbewegung ihren Erfolg in der lateinamerikanischen Unterschicht in erster Linie den Heilungspraktiken zu verdanken hat. "Faith Healing" wird in dieser Arbeit somit aus einer religiossoziologischer Sicht behandelt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

I Einleitung:

1.1. Fragestellung

1.2. Forschungsstand

1.3. Daten zur Pfingstbewegung

1.4. Soziale Umstände rund um die Pfingstbewegung

II Hauptteil:

2.1 Einige Aspekte des Erfolgsrezeptes

2.2. Die Wirkung des faith healing

2.2.1. Der Einfluss des faith healing auf die Pfingstbewegung

2.2.2. Das pfingstliche Konzept von Krankheit, Heilung und Wunder

2.2.3. Die Geistesgaben und der Akt des faith healing

2.2.4. Heilung als Legitimation und Missionsauftrag

2.3. Kritische Betrachtung des faith haeling

III Schluss:

3.1. Konklusion

IV Bibliographie

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Erfolgsstrategien der Pfingstbewegung in Lateinamerika und geht der zentralen Forschungsfrage nach, welche Aspekte des sozialen Lebens die Pfingstbewegung anspricht und welche Strategien sie einsetzt, um Anhänger zu gewinnen, wobei ein besonderer Fokus auf dem Phänomen des "faith healing" liegt.

  • Sozio-religiöser Wandel in Lateinamerika
  • Religionssoziologische Analyse der Pfingstbewegung
  • Bedeutung des "faith healing" (Heilung durch Glauben) für das Mitgliederwachstum
  • Soziale Funktion der Pfingstbewegung für marginalisierte Bevölkerungsschichten
  • Rolle der Geistesgaben und Heilungspraktiken als Missionsstrategie

Auszug aus dem Buch

2.2.2. Das pfingstliche Konzept von Krankheit, Heilung und Wunder

Seit den Anfängen der Pfingstbewegung spielt die Praxis des Betens für die Kranken eine wichtige Rolle in der Gemeinschaft. Für viele Pfingstler bedeutete Krankheit ein Wendepunkt in ihrem Leben: die Heilung durch Gebete in der Pfingstgemeinde brachte sie zu Gott, zum Glauben an die göttliche Kraft, zur Erlösung. Viele von Chesnut's InformantInnen beschrieben ihr Leben vor der Konvertierung als sündhaft, was sie folglich krank machte. Krankheit, im weitesten Sinne, war also die Konsequenz der Lebensführung in einer Welt ohne Jesus Christus (Chesnut, 1997: 51). Diesem Denksystem zufolge sind Krankheiten, Familienstreit, Alkoholismus alltägliche Erfahrungen der Menschen, die „Jesus nicht annehmen“, oder eine direkte Konsequenz von Sünden und Laster. Somit kann Gesundheit nur durch die Begegnung mit Jesus wiedererlangt werden.

Wenn eine Konversion zur Pfingstbewegung tatsächlich auch eine Besserung oder vollständige Genesung mit sich bringt (was sehr schwer objektiv feststellbar ist), sind die darauffolgende aktive Partizipation und die Gebetsrunden auch eine Art Gesundheits-Erhaltung. Hier muss nochmals betont werden, dass die weit verbreiteten armutsverbundenen Krankheiten oft keine Alternative mehr offen lassen und die Pfingstkirchen als letzte Option konsultiert werden. Wenn ein positiver Wandel im Leben der Betroffenen folgt, ist die Chance sehr gross, dass sie in der Gemeinde bleiben. Denn wer einmal vom Heiligen Geist berührt worden ist (sprich: geheilt wurde), will auch forthin diese göttliche Kraft spüren (vgl. Chesnut, 1997: 66).

Zusammenfassung der Kapitel

I Einleitung: Diese Einleitung führt in den sozio-religiösen Wandel Lateinamerikas ein und definiert die Forschungsfrage bezüglich der Popularität der Pfingstbewegung sowie den Forschungsstand.

II Hauptteil: Der Hauptteil beleuchtet die Erfolgsstrategien der Bewegung, insbesondere das faith healing, dessen Einfluss auf das Mitgliederwachstum und die Bedeutung der Heilung innerhalb des pfingstlichen Konzepts sowie als Missionsinstrument.

III Schluss: Die Konklusion fasst die zentralen Faktoren des Erfolgs, wie das Gemeinschaftsgefühl und die Bedeutung der Heilungspraktiken zusammen und diskutiert abschließend den Bedarf an gesellschaftlicher Verantwortung.

IV Bibliographie: Das Verzeichnis listet sämtliche verwendete wissenschaftliche Literatur und Internetquellen auf.

Schlüsselwörter

Pfingstbewegung, Lateinamerika, Faith Healing, Cura Divina, Religionssoziologie, Mission, Geistesgaben, Heilungswunder, Pentecostalismo, Marginalisierung, Religiöser Wandel, Protestantismus, Glaube, Heiliger Geist, Sozialstruktur.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Gründe für den starken Zulauf und die Erfolgsstrategien der Pfingstbewegung in Lateinamerika aus einer religionssoziologischen Perspektive.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind der sozio-religiöse Wandel, die Rolle von Heilungspraktiken (faith healing), die Bedeutung der Pfingstbewegung für sozial benachteiligte Gruppen und deren Missionsarbeit.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Autorin untersucht, welche Aspekte des sozialen Lebens die Pfingstbewegung anspricht und welche Strategien sie nutzt, um Menschen für sich zu gewinnen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Analyse von vorhandener Literatur und religionssoziologischen Feldstudien verschiedener Forscher, um das Phänomen skizzenhaft zu erläutern.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden Erfolgsfaktoren, die Wirkung des faith healing, das pfingstliche Verständnis von Krankheit und Heilung sowie die Rolle der Geistesgaben und Heilung als Missionsauftrag detailliert erörtert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Pfingstbewegung, Faith Healing, Lateinamerika, Religionssoziologie und Mission definiert.

Warum spielt Heilung eine so große Rolle für das Wachstum der Pfingstbewegung?

Heilung wird als Antwort auf Krankheit und Hoffnungslosigkeit wahrgenommen, insbesondere da sie in Regionen mit mangelhafter medizinischer Versorgung als zugängliche Alternative fungiert und eng an die Erfahrung der göttlichen Kraft gekoppelt ist.

Wie kritisch setzt sich die Arbeit mit den "Massenheilungsanstalten" auseinander?

Die Arbeit warnt vor dem Missbrauch spektakulärer Wundertaten für den Geltungsdrang einzelner Prediger oder als reines Marketinginstrument und hinterfragt die Verurteilung von Patienten bei ausbleibendem Heilungserfolg.

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Details

Titel
Faith Healing - eine Erfolgsstrategie der Pfingstbewegung in Lateinamerika
Hochschule
Universität Zürich
Veranstaltung
'Missionsstrategien und Werbemethoden religiöser Gemeinschaften
Note
sehr gut
Autor
Silvia Schönenberger (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2003
Seiten
23
Katalognummer
V53033
ISBN (eBook)
9783638485920
ISBN (Buch)
9783638680370
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Faith Healing Erfolgsstrategie Pfingstbewegung Lateinamerika Werbemethoden Gemeinschaften
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Silvia Schönenberger (Autor:in), 2003, Faith Healing - eine Erfolgsstrategie der Pfingstbewegung in Lateinamerika, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/53033
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Leseprobe aus  23  Seiten
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