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Die tägliche Sportstunde an Grundschulen - Auswirkungen auf die sportmotorischen Fähigkeiten

Title: Die tägliche Sportstunde an Grundschulen - Auswirkungen auf die sportmotorischen Fähigkeiten

Examination Thesis , 2004 , 79 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Rajka Repenning (Author)

Didactics - Sport, Sport Pedagogy
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„Urbanisierung, Mediatisierung, Verhäuslichung, Sozialumbruch“ „Veränderte Lebensbedingungen = reduzierte Leistungsbedingungen?“ „Unbewegte Kindheit“
„Können Kinder wirklich nicht mehr rückwärts laufen?“
„Motorik von Kindern heute - eine Generation von „Schlaffis und Desinteressierten“?“
So oder so ähnlich lauten die Schlagzeilen, die immer öfter in den Medien zu lesen sind. In der Literatur besteht ein weitestgehender Konsens darüber, dass sich die motorischen Leistungen der Kinder in den letzten Jahren verändert haben. „Statistisch gesehen sind bis zu 65 % der Kinder im Primarschulbereich bereits haltungsgeschwächt bzw. sogar -geschädigt.“
Während einige Wissenschaftler (OBST-KITZMÜLLER, BÖS, ZIMMER u.a.)2über den Verfall der kindlichen Bewegungswelt und dem damit verbundenen Rückgang der motorischen Leistungsfähigkeit klagen, sind andere Wissenschaftler (DORDEL, KRETSCHMER, GIEWALD u.a.)3davon überzeugt, dass dramatisch dargestellte Veränderungen des Gesundheitszustandes und der Leistungsfähigkeit von Kindern stark übertrieben sind. Unstrittig ist allerdings, dass sich die Gesellschaft in den letzten Jahrzehnten stark gewandelt hat, was nicht zuletzt auch eine veränderte kindliche Lebensumwelt zur Folge hat. Neben starken Veränderungen im familiären Bereich (Zunahme der Ein-Kind-Familien, der Alleinerziehenden und der Scheidungskinder) haben sich auch die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen, Erziehungsziele und Erziehungsnormen sowie das Freizeit- und Konsumverhalten verändert. „Daraus ergeben sich weitreichende Konsequenzen für die Kinder und ihre Lebens- sowie Bewegungswelt.“ Eine der möglichen Maßnahmen gegen einen zunehmenden Bewegungsmangel der heutigen Kinder kann die tägliche Bewegungszeit in Schulen darstellen. Sie kann versuchen, das sich aus dem Wandel der Gesellschaft ergebende, zunehmende Bewegungsdefizit zu kompensieren. In diesem Zusammenhang stieß ich auf das Konzept der täglichen Sportstunde. Zunächst suchte ich in Schleswig-Holstein nach Schulen, die eine tägliche Sportstunde eingerichtet haben. Zu meiner Verwunderung fand ich dabei lediglich zwei Schulen, die jeden Schüler jeden Tag im Fach Sport unterrichten. Nach Aussagen der beiden Schulen richteten sie sich nach dem Modell der Friedrich-Ebert-Schule in Bad Homburg, welche die tägliche Sportstunde seit gut zehn Jahren in ihren Stundenplan aufgenommen hat. [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretische Grundlagen

2.1 Kindheit im Wandel

2.1.1 Kindheit früher und heute

2.1.2 Kindheit und Medien

2.1.3 Kindheit und Bewegung

2.1.4 Kindheit und Schulsport

2.2 Vorstellung Konzept „Tägliche Sportstunde“ am Beispiel der Friedrich-Ebert-Schule in Bad Homburg

2.3 Motorische Fähigkeiten

2.3.1 Konditionelle Fähigkeiten

2.3.1.1 Kraft

2.3.1.2 Schnelligkeit

2.3.1.3 Ausdauer

2.3.1.4 Beweglichkeit

2.3.2 Koordinative Fähigkeiten

2.4 Definition Sportmotorischer Test

3. Methodik

3.1 Zielsetzung und Fragestellung

3.2 Untersuchungsdesign

3.3 Vorstellung der Versuchsschulen

3.3.1 Friedrich-Ebert-Schule Bad Homburg

3.3.2 Hermann-Ehlers-Schule Preetz

3.3.3 Beschreibung der Versuchsgruppen

3.4 Beschreibung der Tests

3.5 Gütekriterien

4. Ergebnisse

5. Diskussion der Ergebnisse im Hinblick auf die Fragestellung und Zielsetzung

6. Fazit

7. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Auswirkungen der täglichen Sportstunde an Grundschulen auf die motorischen Fähigkeiten der Kinder. Ziel ist es zu analysieren, ob ein erweitertes tägliches Sportangebot zu einer messbaren Verbesserung der konditionellen und koordinativen Leistungsfähigkeit im Vergleich zu einer Schule mit zweistündigem Sportunterricht führt.

  • Wandel der Kindheit und Auswirkungen auf Bewegungsmangel
  • Konzeptvorstellung der täglichen Sportstunde (Friedrich-Ebert-Schule)
  • Differenzierung motorischer Fähigkeiten (Kondition & Koordination)
  • Empirische Vergleichsstudie zweier Grundschulen
  • Sportmotorische Testverfahren und Leistungsanalyse

Auszug aus dem Buch

2.1.1 Kindheit früher und heute

In den 50er Jahren war der Hauptspielplatz der Kinder die Straße und der Hof, bedingt durch die Enge der Wohnungen. Nach Kriegsende boten die Trümmergrundstücke den Kindern Erkundungsmöglichkeiten weit ab der elterlichen Kontrolle. Der Umgang mit anderen Kindern und der bewegungsfreundliche soziale Nahraum förderte die Sozialisation der Kinder. Zudem gab es damals kaum richtiges Spielzeug, was Kreativität und Eigeninitiative der Kinder forderte.

Zusammenfassend lässt sich über die damalige Zeit sagen, dass die Kindheit weitestgehend selbst bestimmt und im Großen und Ganzen sinnlich erfahrbar und überschaubar war. Die Lebensumwelt der Kinder damals war stets zusammenhängend. Je älter die Kinder wurden, umso mehr erweiterten sie ihren Lebensraum über die Wohnung in die nähere und später in die weitere Umgebung. „[...] Wohnung, Straße und nahe Umgebung [bildeten] einen intensiv und multifunktional genutzten Raumzusammenhang, in dem es nicht, wie oftmals in der heutigen Zeit, ausgegrenzte Spezialräume für Kinder gab.“ Die Kinder konnten alles eigenständig zu Fuß oder mit dem Rad erreichen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Darstellung der aktuellen Debatte um Bewegungsmangel bei Kindern und Einführung in die Fragestellung der täglichen Sportstunde.

2. Theoretische Grundlagen: Erörterung des gesellschaftlichen Wandels der Kindheit, der Definition motorischer Fähigkeiten und der Vorstellung des Konzepts täglicher Sportunterricht.

3. Methodik: Beschreibung der Zielsetzung, des Untersuchungsdesigns, der beteiligten Schulen sowie der eingesetzten sportmotorischen Tests.

4. Ergebnisse: Präsentation und grafische Darstellung der erhobenen Daten aus den sportmotorischen Tests, differenziert nach Alter und Geschlecht.

5. Diskussion der Ergebnisse im Hinblick auf die Fragestellung und Zielsetzung: Analyse und Interpretation der Testergebnisse unter Berücksichtigung der aufgestellten Hypothesen.

6. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Wirksamkeit der täglichen Sportstunde und Ausblick auf deren Bedeutung für die Schulpraxis.

7. Zusammenfassung: Kurzer Rückblick über das gesamte Vorhaben und die zentralen Erkenntnisse der empirischen Untersuchung.

Schlüsselwörter

Tägliche Sportstunde, Grundschule, Motorische Fähigkeiten, Kondition, Koordination, Bewegungsarmut, Sportmotorischer Test, AST 6-11, Leistungsfähigkeit, Kindheit im Wandel, Körperliche Aktivität, Friedrich-Ebert-Schule, Sportpädagogik, Empirische Untersuchung, Gesundheitsförderung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht, wie sich die Einführung einer täglichen Sportstunde an Grundschulen auf die sportmotorischen Fähigkeiten der Schüler auswirkt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die Themen umfassen den Wandel der kindlichen Lebenswelt, den Zusammenhang zwischen Bewegung und Gesundheit sowie die wissenschaftliche Analyse motorischer Leistungsfähigkeit.

Welche Forschungsfrage verfolgt die Arbeit?

Die zentrale Frage ist, ob und inwieweit täglicher Sportunterricht die konditionellen und koordinativen Fähigkeiten im Vergleich zu einem zweistündigen Regel-Sportunterricht verbessert.

Welche wissenschaftliche Methode wird für die Analyse genutzt?

Es wird eine empirische Querschnittsuntersuchung durchgeführt, bei der über 200 Schüler mittels standardisierter Tests (AST 6-11) und BMI-Messungen verglichen wurden.

Welche Inhalte deckt der Hauptteil ab?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung zu Motorik und Kindheitsentwicklung sowie die detaillierte Darstellung und Diskussion der empirischen Testergebnisse.

Was zeichnet die Arbeit in Bezug auf ihre Keywords aus?

Die Arbeit fokussiert auf die Schnittstelle zwischen sportpädagogischen Konzepten wie der „Bewegten Schule“ und der messbaren sportmotorischen Leistungsentwicklung im Grundschulalter.

Welche Rolle spielt die Friedrich-Ebert-Schule in Bad Homburg?

Sie dient als Modellschule für die tägliche Sportstunde, deren Konzept und Effekte über zehn Jahre hinweg als empirische Basis für den Vergleich herangezogen wurden.

Welche Erkenntnisse lassen sich aus den Testergebnissen ableiten?

Die Ergebnisse stützen die Haupthypothese, dass täglicher Sportunterricht die motorische Leistungsfähigkeit positiv beeinflusst und Mädchen besonders stark von diesem Angebot profitieren.

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Details

Title
Die tägliche Sportstunde an Grundschulen - Auswirkungen auf die sportmotorischen Fähigkeiten
College
University of Flensburg
Grade
1,7
Author
Rajka Repenning (Author)
Publication Year
2004
Pages
79
Catalog Number
V53121
ISBN (eBook)
9783638486521
Language
German
Tags
Sportstunde Grundschulen Auswirkungen Fähigkeiten
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Rajka Repenning (Author), 2004, Die tägliche Sportstunde an Grundschulen - Auswirkungen auf die sportmotorischen Fähigkeiten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/53121
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