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Soziale Marktwirtschaft und Grundgesetz - Leitbild vs. reale Wirtschaftsordnung

Titel: Soziale Marktwirtschaft und Grundgesetz - Leitbild vs. reale Wirtschaftsordnung

Seminararbeit , 2002 , 25 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Markus Bratke (Autor:in)

BWL - Wirtschaftspolitik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

1. Einleitung

Ziel dieser Seminararbeit ist es, die grundgesetzliche Legitimation der Sozialen Marktwirtschaft herauszustellen. Ein weiteres Ziel ist es, etwaige Unterschiede und Gemeinsamkeiten der originären sozialen Marktwirtschaft nach Müller-Armack und der in der BRD praktizierten Wirtschaftsordnung herauszufiltern.

Zu Beginn wird kurz der Aufbau des GG erläutert, sowie die wirtschaftspolitisch relevanten Vorschriften benannt und in ihren Gestaltungsformen interpretiert. Nach Darstellung der Kernelemente und Zielsetzungen der sozialen Marktwirtschaft wird überprüft, ob sich aus den grundgesetzlich vorgegeben Gestaltungsmöglichkeiten ein Leitbild der sozialen Marktwirtschaft ableiten oder zumindest rechtfertigen lässt. Eventuelle Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen Grundgesetz und den Kernelementen der sozialen Marktwirtschaft sind eine zentrale Problemstellung dieser Arbeit.

Hiernach wird die aktuell in der BRD vorherrschende Wirtschaftsordnung analysiert und mit dem Leitbild Sozialen Marktwirtschaft verglichen. Zur besonderen Betonung soll v.a. überprüft werden, ob sich die Zielsetzungen, Umgebungsvariablen und Instrumenteneinsatz von heute signifikant von der Entstehungs-Situation der sozialen Marktwirtschaft unterscheiden.
[...]

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2. Grundgesetz und soziale Marktwirtschaft in der Theorie

2.1. Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland

2.1.1. Aufbau des Grundgesetzes

2.1.2. Wirtschaftspolitisch relevante Vorschriften des Grundgesetzes

2.1.2.1. Die Freiheitsverbürgungen

2.1.2.2. Das allgemeine Gleichheitsrecht

2.1.2.3. Das Sozialstaatsprinzip

2.1.3. Grundgesetzlich programmierte Interdependenzen und Spannungsfelder

2.2. Die Theorie der sozialen Marktwirtschaft

2.2.1. Ordnungsrahmen der Sozialen Marktwirtschaft

2.2.2. Stilelemente der Sozialen Marktwirtschaft

2.3. Konformität der Sozialen Marktwirtschaft nach M.-Amarck zum Grundgesetz der BRD

2.3.1. Freiheitsverbürgen im Grundgesetz und Wettbewerbsprozess der sozialen Marktwirtschaft

2.3.2. Sozialer Ausgleich und Sozialstaatsprinzip

3. Reale Wirtschaftsordnung vs. Soziale Marktwirtschaft

3.1. Umsetzung des Konzepts der Soz. Marktwirtschaft in die Praxis

3.2. Die Umsetzung des Konzepts in den ersten Jahren

3.3. Einführung des Stabilitätsgesetzes von 1967

3.3.1. Systemimmanente Probleme der Globalsteuerung

4. Kennzahlen zur Wirtschaftsentwicklung im Zeitverlauf

4.1. Das Bruttoinlandsprodukt

4.2. Die Arbeitslosenentwicklung

4.3. Preisniveaustabilität

5. Schlussthesen

5.1. Grundgesetz und Zielvorstellungen der Sozialen Marktwirtschaft

5.2. Soziale Marktwirtschaft und reale Wirtschaftsordnung (Globalsteuerung)

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die Arbeit untersucht die grundgesetzliche Legitimation der Sozialen Marktwirtschaft und vergleicht das theoretische Leitbild nach Müller-Armack mit der tatsächlichen wirtschaftspolitischen Praxis in der Bundesrepublik Deutschland, insbesondere unter dem Einfluss des Stabilitätsgesetzes.

  • Analyse der wirtschaftsrelevanten Freiheits- und Sozialprinzipien im Grundgesetz.
  • Darstellung der Kernelemente und Ordnungsprinzipien der Sozialen Marktwirtschaft.
  • Untersuchung der Konformität zwischen Grundgesetz und dem marktsozialen Wirtschaftsmodell.
  • Kritische Würdigung der wirtschaftlichen Entwicklung und der Effektivität der Globalsteuerung mittels empirischer Indikatoren.

Auszug aus dem Buch

3.3.1. Systemimmanente Probleme der Globalsteuerung

Die Praxis zeigte in den letzten Jahren, dass dem neuen System aber auch programmierte Problemfelder zugrunde liegen, die nur schwer oder gar nicht zu lösen sind.

1. Problem der Lageanalyse

Das Stabilitätsgesetz fordert von der Bundesregierung eine quantifizierte Zielformulierung der Teilziele im Jahreswirtschaftsbericht zu prognostizieren. In ihm beruft sie sich auf die Ergebnisse von Erhebungen, der sogenannten Lageanalyse. Doch schon die Bestimmung der Lage erweist sich als schwierig. Eine hinreichende, zeitnahe Informationserhebung ist mit vertretbaren Mitteln fast nicht möglich, so dass die benötigte Prognosequalität nicht erreicht werden kann.

2. Problem der Zielformulierung

Ein weiteres Problem der Globalsteuerung ist die vom Stabilitätsgesetz geforderte quantifizierte Zielformulierung, die im Jahreswirtschaftsbericht gestellt werden muss. Es wird vermutet, dass die hier gemachten Prognosen eine gewisse Selbsterfüllungstendenz besitzen. Desweiteren werden in der Praxis die Subziele unterschiedlich hoch gewichtet (hoher Beschäftigungsstand vor außenwirtschaftlichen Gleichgewicht), wobei es sehr schnell zu Unausgewogenheiten kommen kann.

3. Problem des Instrumenteneinsatzes

Die Koordinierung des Instrumenteneinsatzes erweist sich zudem als Problem, da der Staat auf sehr viele Felder der Wirtschaft Einfluss nimmt und die Auswirkungen meist nicht genau vorhergesagt werden können. Die Art und Weise des Instrumenteneinsatzes leitet man von der gemachten Zielformulierung ab, nur sind die Auswirkungen gerade dieses Einsatzes nicht immer vorhersehbar.

Kapitelzusammenfassungen

1 Einleitung: Definiert das Ziel der Arbeit, die Legitimation der Sozialen Marktwirtschaft im Grundgesetz zu hinterfragen und mit der heutigen Praxis zu vergleichen.

2. Grundgesetz und soziale Marktwirtschaft in der Theorie: Erläutert die grundgesetzlichen Grundlagen sowie die theoretischen Stilelemente und Ziele der Sozialen Marktwirtschaft nach Müller-Armack.

3. Reale Wirtschaftsordnung vs. Soziale Marktwirtschaft: Analysiert die praktische Umsetzung der Wirtschaftsordnung, die historische Entwicklung und die Einführung des Stabilitätsgesetzes.

4. Kennzahlen zur Wirtschaftsentwicklung im Zeitverlauf: Bewertet den wirtschaftlichen Erfolg anhand von Kennzahlen wie BIP, Arbeitslosenquote und Preisniveaustabilität.

5. Schlussthesen: Führt die Ergebnisse zusammen und bewertet kritisch die Abweichungen der realen Wirtschaftsordnung vom ursprünglichen Konzept der Sozialen Marktwirtschaft.

Schlüsselwörter

Soziale Marktwirtschaft, Grundgesetz, Globalsteuerung, Stabilitätsgesetz, Wirtschaftsordnung, Müller-Armack, Wettbewerb, Sozialstaatsprinzip, Freiheitsrechte, Konjunkturpolitik, Wirtschaftswachstum, Arbeitslosigkeit, Preisniveaustabilität, Marktkonformität, Wirtschaftspolitik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, ob die in Deutschland praktizierte Wirtschaftsordnung noch dem ursprünglichen theoretischen Konzept der Sozialen Marktwirtschaft entspricht und inwieweit sie durch das Grundgesetz legitimiert ist.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der verfassungsrechtlichen Einbettung der Wirtschaft, den ordnungspolitischen Prinzipien nach Müller-Armack und der späteren staatlichen Globalsteuerung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Es soll herausgefunden werden, ob sich die heutige Wirtschaftspolitik signifikant von der Entstehungs-Situation der Sozialen Marktwirtschaft unterscheidet und welche Rolle das Grundgesetz dabei spielt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit kombiniert eine theoretische Analyse der Rechts- und Wirtschaftsordnung mit einer empirischen Betrachtung wichtiger wirtschaftlicher Kennzahlen im Zeitverlauf.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Freiheitsverbürgungen und das Sozialstaatsprinzip des Grundgesetzes, beschreibt die Theorie der Sozialen Marktwirtschaft und kritisiert die Auswirkungen der Globalsteuerung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Soziale Marktwirtschaft, Globalsteuerung, Stabilitätsgesetz, Grundgesetz und Wirtschaftsordnung.

Warum wird das Stabilitätsgesetz kritisch gesehen?

Das Stabilitätsgesetz wird aufgrund systemimmanenter Probleme wie schwieriger Lageanalysen, Zielkonflikten und unvorhersehbaren Wirkungen beim Instrumenteneinsatz kritisiert.

Was ist das Fazit zur heutigen Wirtschaftsordnung?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass die heutige Wirtschaftsordnung in Deutschland eher dem Konzept einer "diffusen Marktwirtschaft" als der originären Sozialen Marktwirtschaft entspricht.

Ende der Leseprobe aus 25 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Soziale Marktwirtschaft und Grundgesetz - Leitbild vs. reale Wirtschaftsordnung
Hochschule
Fachhochschule Münster  (Wirtschaftswissenschaften)
Veranstaltung
Stabilisierungspolitik
Note
1,3
Autor
Markus Bratke (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2002
Seiten
25
Katalognummer
V5316
ISBN (eBook)
9783638132374
Sprache
Deutsch
Schlagworte
soziale Marktwirtschaft Grundgesetz
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Markus Bratke (Autor:in), 2002, Soziale Marktwirtschaft und Grundgesetz - Leitbild vs. reale Wirtschaftsordnung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/5316
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Leseprobe aus  25  Seiten
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