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Ertrags- vs. cashbasierte Verfahren zur wertorientierten Steuerung

Title: Ertrags- vs. cashbasierte Verfahren zur wertorientierten Steuerung

Term Paper , 2005 , 31 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Simon Berger (Author)

Business economics - Controlling
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Seit den frühen 1980er Jahren ist das Thema der wertorientierten Unternehmensführung verstärkt in das Blickfeld von Wissenschaftlern wie auch Praktikern gelangt. Obwohl Wertorientierung kein neues Konzept darstellt und sich in seinen Grundzügen bis ins 1. Jh. n. Chr. zurückverfolgen lässt, basiert die aktuelle Diskussion rund um den ‚Shareholder Value’ grundlegend auf der Kritik am traditionellen Rechnungswesen von RAPPAPORT (1986). Doch auch die sich veränderten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in den vergangenen zwei Jahrzehnten haben zu der Auseinandersetzung beigetragen. Die Globalisierung der Märkte und die damit verbundene zunehmende Kapital-marktorientierung sowie der allgemein gestiegene Kapitalbedarf der Unternehmen haben dazu geführt, dass Eigenkapitalgeber (= Shareholder) zunehmend in den Mittelpunkt bei der Formulierung von Unternehmenszielen rücken. Im Laufe dieser Diskussion wurden von verschiedenen Seiten, darunter auch bekannte Unternehmensberatungen, Anstrengungen betrieben, wertorientierte Erfolgskennzahlen zur Messung der Wertsteigerung zu entwickeln. Zu den in der heutigen Praxis am weitesten verbreiteten Steuerungsgrößen zählen der Economic Value Added (EVA), der Cashflow Return on Investment (CFRoI), sowie der Cash Value Added (CVA). Diese Maßzahlen werden sowohl für die interne Führung, als auch zunehmend für das externe Reporting verwendet, wobei gerade im Bezug auf die Eignung als internes Steuerungsinstrument uneinheitliche Meinungen existieren. Ziel dieser Arbeit soll sein, bei Klassifizierung der Kennzahlen in ertrags- sowie cashbasierte Performancemaße, eine Aussage hinsichtlich deren Eignung als Instrumente zur wertorientierten Unternehmenssteuerung zu treffen. Hierzu wird der Delta-EVA als Vertreter ertragsbasierter Verfahren dem Delta-CVA als Vertreter cashbasierter Verfahren gegenüber gestellt: Wert aus Investorensicht kann nur dadurch gesteigert werden, indem der Residualgewinn im Periodenvergleich weiter zunimmt, also der DeltaÜbergewinn positiv ist.Dieser zentralen Forderung entsprechend soll die Analyse daher an den Delta-Übergewinngrößen durchgeführt werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung und Problemstellung

2. Verfahren zur wertorientierten Steuerung

3. Analyse der Kennzahlen Delta-EVA / EVA und Delta-CVA / CVA

3.1 Der Delta-EVA / EVA als ertragsbasierte Steuerungsgröße

3.1.1 Ermittlung des EVA

3.1.2 Abgrenzung des Delta-EVA zum EVA

3.2 Der Delta-CVA / CVA als cashbasierte Steuerungsgröße

3.2.1 Vom CFRoI zum CVA – Grundlagen der Ermittlung

3.2.2 Abgrenzung des Delta-CVA zum CVA

3.3 Delta-EVA vs. Delta-CVA als Kennzahlen zur wertorientierten Steuerung

3.3.1 Eignung der Kennzahlen zur Entscheidungsunterstützung

3.3.2 Eignung zur Erfolgsbeurteilung und Verhaltenssteuerung

3.3.3 Wirtschaftlichkeit des Delta-EVA- und Delta-CVA-Konzepts

4. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit verfolgt das Ziel, wertorientierte Steuerungskennzahlen in ertragsbasierte und cashbasierte Verfahren zu klassifizieren und deren Eignung als Instrumente der Unternehmenssteuerung kritisch zu bewerten. Im Fokus steht dabei die Forschungsfrage, inwieweit Kennzahlen wie der Delta-EVA und der Delta-CVA die Anforderungen an eine wertorientierte Steuerung erfüllen können.

  • Differenzierung zwischen ertragsbasierten (EVA/Delta-EVA) und cashbasierten (CVA/Delta-CVA) Kennzahlen.
  • Analyse der theoretischen Konzeption und der praktischen Anwendung der ausgewählten Kennzahlen.
  • Untersuchung der Anreizverträglichkeit und Zielkongruenz im Rahmen der Unternehmensführung.
  • Vergleich hinsichtlich der Entscheidungsunterstützung und der Erfolgsbeurteilung.
  • Bewertung der Wirtschaftlichkeit und der Implementierungskomplexität.

Auszug aus dem Buch

3.1.2 Abgrenzung des Delta-EVA zum EVA

Wie sich aus dem vorangegangenen Abschnitt erschließt, basiert der Delta-EVA grundlegend auf den Berechnungseigenschaften der absoluten Maßzahl EVA. Folglich beinhaltet der Delta-EVA ebenso die konzeptionellen Stärken und Schwächen des EVA.

Der entscheidende Unterschied zwischen der absoluten Steuerungsgröße des EVA und der relativen Veränderung Delta-EVA liegt in der Aussagekraft der beiden Kennzahlen.

Der EVA ist die auf eine Periode als absolute Steuerungsgröße ermittelte Kennzahl, die, für sich betrachtet, Auskunft darüber gibt, ob das Unternehmen im fraglichen Jahr als Wertverzehrer (mit entsprechend negativem EVA) oder Wertgenerierer (positiver EVA) aufgetreten ist. Allerdings ist diese Maßzahl in einer Absolut-Betrachtung nicht dazu geeignet, eine Aussage darüber zu treffen, ob das Unternehmen im Geschäftjahr einen relativen Wertbeitrag erzielt hat, also ob der aktuelle EVAt den EVAt-1 des Vorjahres übersteigt, bzw. wie die Abweichung von einem Plan-EVA zu bewerten ist. Dieser Unterschied ist insbesondere im Hinblick auf Anreizsysteme und die damit verbundene Managementvergütung im Rahmen der wertorientierten Steuerung von Bedeutung.

Moderne Entlohnungssysteme enthalten i. d. R. erfolgsabhängige Komponenten, wobei diese oftmals auf Basis einer wertorientierten Performancekennzahl ermittelt werden. Wird der EVA hierzu als Absolutwert zur Bemessung herangezogen, so zeigt sich unter Zuhilfenahme der Beispieldaten aus Abb. 6, dass in diesem Fall in t=1 der Manager aufgrund eines EVA < 0 mit Abzügen in seiner Entlohnung rechnen müsste. Und dies, obwohl es möglich war den Wertverzehr im Vergleich zur Vorperiode zu reduzieren.

Wird dies weiterhin vor dem Hintergrund betrachtet, dass ein negativer EVA eines Geschäftsbereichs nicht automatisch bedeutet, dass dieser sofort aufgegeben werden muss, so würde in diesem Fall ein auf einem absoluten EVA aufbauendes Entlohnungssystem die falschen Anreize liefern.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung und Problemstellung: Dieses Kapitel führt in die Thematik der wertorientierten Unternehmensführung ein und definiert die zentrale Fragestellung der Arbeit bezüglich der Eignung von Delta-EVA und Delta-CVA.

2. Verfahren zur wertorientierten Steuerung: Es erfolgt eine Klassifizierung wertorientierter Steuerungsgrößen nach verschiedenen Kriterien, insbesondere der Unterscheidung in ertrags- und cashbasierte Verfahren.

3. Analyse der Kennzahlen Delta-EVA / EVA und Delta-CVA / CVA: Das Hauptkapitel untersucht die theoretischen Grundlagen des Delta-EVA und des Delta-CVA, grenzt diese von den Absolutgrößen ab und bewertet ihre Eignung hinsichtlich Entscheidungsunterstützung, Verhaltenssteuerung und Wirtschaftlichkeit.

4. Zusammenfassung: Hier werden die Ergebnisse der Analyse zusammengeführt und das Fazit gezogen, dass kein Verfahren eine uneingeschränkte Überlegenheit aufweist.

Schlüsselwörter

Wertorientierte Steuerung, Unternehmensführung, Delta-EVA, Delta-CVA, Economic Value Added, Cash Value Added, Ertragsbasierte Verfahren, Cashbasierte Verfahren, Anreizsysteme, Zielkongruenz, Investitionsentscheidungen, Residualgewinn, Kapitalkosten, Unternehmensbewertung, Wertmanagement.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Vergleich von ertragsbasierten und cashbasierten Kennzahlen zur wertorientierten Unternehmenssteuerung, wobei der Fokus auf dem Delta-EVA und dem Delta-CVA liegt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Analyse konzentriert sich auf die theoretische Herleitung der Kennzahlen, deren Eignung zur Entscheidungsunterstützung, die Auswirkungen auf Anreizsysteme und die praktische Wirtschaftlichkeit der Konzepte.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, zu bewerten, ob Delta-EVA und Delta-CVA als geeignete Instrumente zur wertorientierten Steuerung dienen können und wie sie sich in einem direkten Vergleich schlagen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine systematische Analyse und Gegenüberstellung der Verfahren auf Basis wissenschaftlich erarbeiteter Anforderungskriterien für Steuerungskennzahlen vorgenommen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil erfolgt die detaillierte Vorstellung der Konzepte von EVA/Delta-EVA und CVA/Delta-CVA sowie eine Prüfung dieser hinsichtlich ihrer Anreizverträglichkeit und Zielkongruenz.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Wertorientierte Steuerung, Delta-EVA, Delta-CVA, Zielkongruenz, Anreizsysteme und Residualgewinn.

Warum wird beim Delta-EVA häufig von "Fehlanreizen" gesprochen?

Fehlanreize können entstehen, wenn absolute Kennzahlen in der Entlohnung verwendet werden, da diese die relative Verbesserung der Wertschöpfung gegenüber der Vorperiode ignorieren und somit Manager vorteilhafte Entscheidungen unterlassen könnten.

Inwiefern unterscheidet sich der CVA in seiner Konstruktion vom EVA?

Der CVA basiert auf einem Cashflow-Ansatz und ist stärker zahlungsorientiert, während der EVA auf buchhalterischen Größen des externen Rechnungswesens aufbaut.

Ist der Delta-EVA oder der Delta-CVA in der Theorie überlegen?

Nach Ansicht der wissenschaftlichen Theorie scheint der Delta-EVA im direkten Vergleich bei den Kriterien der Erfolgsbeurteilung und Anreizsteuerung etwas besser abzuschneiden.

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Details

Title
Ertrags- vs. cashbasierte Verfahren zur wertorientierten Steuerung
College
University of Augsburg  (Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre)
Course
Hauptseminar im Schwerpunkt WP & Controlling
Grade
1,3
Author
Simon Berger (Author)
Publication Year
2005
Pages
31
Catalog Number
V53170
ISBN (eBook)
9783638486927
ISBN (Book)
9783656807667
Language
German
Tags
Ertrags- Verfahren Steuerung Hauptseminar Schwerpunkt Controlling
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Simon Berger (Author), 2005, Ertrags- vs. cashbasierte Verfahren zur wertorientierten Steuerung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/53170
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