1. Einleitung
In der folgenden Ausarbeitung möchte ich mich mit den regional unterschiedlichen Dialekten in Nordamerika beschäftigen. Nach einer kurzen Einführung in die Entstehung von Dialekten am Beispiel der Vereinigten Staaten und zu den wichtigsten Persönlichkeiten, die an der Einteilung der USA in Dialektzonen beteiligt waren, werde ich mich kurz mit der Frage auseinandersetzen, wie diese Regionen voneinander abzuteilen sind und auf welche Einteilung ich meine Ausführungen stützen möchte.
Danach werde ich kurze Einblicke in diese Regionen und jeweils einige Beispiele zu dem jeweiligen Dialekt geben. Nicht näher eingehen werde ich jedoch auf sozial bedingte Unterschiede – diese prägen weniger einen Dialekt als weitaus eher Slangsprachen.
Neben den größeren Regionen werde ich des Weiteren einige Städte und Staaten näher untersuchen, die aus der groben Einteilung durch besondere Auffälligkeiten hervorstechen.
2. Fakten zur Entstehung von Dialekten und zur regionalen Einteilung derselben
2.1 Wie entstehen regionale Dialekte?
Bei der Entstehung von Dialekten spielen vielerlei Faktoren eine maßgebende Rolle. Ich möchte im Folgenden nur die vier wichtigsten nennen.
Der geschichtlich am weitesten zurückliegende Faktor ist der der Besiedlung der USA. Mal nur ausgehend von anglophonen Siedlern kam es bei der Dialektbildung vor allem darauf an, dass jene aus verschiedenen Teilen Englands kamen und bereits unterschiedliche Dialekte mitbrachten. Viele Immigranten aus z.B. Südengland blieben im östlichen New England und prägten die Entwicklung der dortigen Sprache, während Immigranten aus Westengland sich eher in den Gebieten des heutigen New Jersey und der Umgebung von Delaware niederließen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Fakten zur Entstehung von Dialekten und zur regionalen Einteilung derselben
2.1 Wie entstehen regionale Dialekte?
2.2 Wissenschaftliche Einteilungen in die regionalen dialektalen Gebiete: Pioniere der „Linguistic Geography“
3. Die Regionen
3.1 New England: The Yankee Accent
3.2 New York City: „Brooklynese” or „Noo Yawkese”
3.3 The Great Lake Dialects
3.4 The Upper Midwest Dialects
3.5 The Midland Dialects
3.5.1 Pennsylvania Dutch
3.6 The South
3.6.1 Mountain Southern
3.6.2 Coastal Southern
3.6.2.1 Louisiana: Creole, Cajun und Gumbo
3.6.2.2 Texas
3.7 Western Dialect
3.7.1 Hawaiian da kine talk
4. Schluss
Zielsetzung & Themen der Arbeit
Die vorliegende Arbeit untersucht die regionalen Dialekte in Nordamerika, wobei der Fokus auf deren Entstehung, den wichtigsten theoretischen Einteilungen sowie der charakteristischen Ausprägung in verschiedenen US-Regionen liegt.
- Historische Entstehungsfaktoren amerikanischer Dialekte
- Einführung in die Linguistic Geography und ihre Pioniere
- Regionale Analyse von Neuengland bis zum Westen der USA
- Besonderheiten von Subdialekten wie Pennsylvania Dutch oder Louisiana Creole
- Sprachwissenschaftliche Einordnung von Dialektzonen
Auszug aus dem Buch
3.1 New England: The Yankee Accent
Der Dialekt der Menschen aus Neu England ist dem englischen Englisch näher als jeder andere heute gesprochene Dialekt im amerikanischen Englisch – abgesehen von denen in Nashville und Washington DC –, was ihm auch seinen Beinamen „King’s English“ eingebracht hat. Dies liegt zweifelsohne an Neu Englands historischem Hintergrund: die ersten englischen Puritaner, die zwischen 1620 und 1640 nach Amerika kamen, siedelten hier an und vermachten der Gegend ihren bis heute merklichen Dialekt.
Viele nennen den Dialekt auch „Haavaad“ - English, wobei dieser Spitzname gleich zwei der wichtigsten Charakteristika von jenem enthält: zum einen dehnen die Neu Engländer den „a“- Laut, so dass es z. B. nicht heißt „Are you ready for the /dæns/ tonight?“, sondern „Are you ready for the /dαːns/ tonight?“ Zum anderen wird das /r/ (besonders nach einem /a/) weggekürzt, so dass es zu Aussprachen wie „baa“(bar), „doah“(door) oder „deah“(dear) kommt. Eigentümlicher Weise jedoch gebrauchen Neu Engländer dafür ein /r/ an Stellen, wo keines ist. So wird zum Beispiel aus "I had no idea" "I had no eye-dee err". Zusammengenommen könnte man in New England also Sätze wie diesen zu hören bekommen: „Pahk the cah in Hahvahd yahd“.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema der regionalen Dialektunterschiede in Nordamerika ein und legt den methodischen Rahmen fest.
2. Fakten zur Entstehung von Dialekten und zur regionalen Einteilung derselben: Dieses Kapitel erläutert die wesentlichen Faktoren der Dialektbildung, wie Besiedlungsgeschichte, Migration und Sprachenkontakt, und führt in die wissenschaftliche Dialektgeographie ein.
3. Die Regionen: Der Hauptteil analysiert spezifische US-Dialektregionen, von Neuengland über die Great Lakes bis hin zu den Südstaaten und dem Westen, inklusive lokaler Besonderheiten.
4. Schluss: Das Schlusskapitel fasst die Dialektvielfalt zusammen und diskutiert die Theorie der zunehmenden sprachlichen Vereinheitlichung durch urbane Migration.
Schlüsselwörter
Regionale Dialekte, Nordamerika, Sprachwissenschaft, Linguistic Geography, Yankee Accent, Brooklynese, Midland Dialects, Pennsylvania Dutch, Southern Drawl, Cajun, Creole, General American, Sprachkontakt, Dialektzonen, Migration
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der vorliegenden Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit den regionalen Unterschieden der englischen Sprache innerhalb der USA und analysiert die historische sowie geographische Entstehung dieser Dialektgebiete.
Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?
Im Zentrum stehen die historische Dialektbildung, die wissenschaftliche Einteilung der Dialektzonen durch Pioniere wie Hans Kurath sowie die detaillierte Beschreibung regionaler Akzente und grammatikalischer Besonderheiten.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, einen Überblick über die vielfältige Dialektlandschaft der USA zu geben und die komplexen Einflüsse aufzuzeigen, die zur Ausbildung spezifischer Sprachformen geführt haben.
Welche wissenschaftliche Methode wird zur Erforschung der Dialekte verwendet?
Der Autor stützt sich auf Ansätze der Linguistic Geography und nutzt bestehende linguistische Atlanten sowie Theorien bekannter Linguisten wie William Labov.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert die USA in acht spezifische Dialektregionen, deren phonologische und grammatikalische Merkmale anhand von Beispielen detailliert untersucht werden.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Regionale Dialekte, Linguistic Geography, Dialektzonen, Sprachkontakt und die spezifische Nomenklatur der einzelnen Dialekte, wie Yankee Accent oder Southern Drawl, beschreiben.
Wie unterscheidet sich der Dialekt der "Coastal Southern Region" von anderen Gebieten?
Er ist vor allem durch den sogenannten "Southern Drawl" geprägt, eine sehr langsame Artikulation mit Diphthongisierung betonter Vokale sowie spezifische grammatikalische Formen wie das doppelte Modalverb.
Warum gilt der "Western Dialect" als "General American"?
Da die Besiedlung des Westens erst später erfolgte und auf Einflüssen verschiedener Siedlergruppen aus den Nord- und Südstaaten basiert, konnte sich dort keine so spezifische Differenzierung wie an der Ostküste entwickeln.
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- Rebecca Schuster (Author), 2004, Regional Varieties of American English, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/53184