Regional Varieties of American English


Seminararbeit, 2004
14 Seiten, Note: 2,0

Leseprobe

Inhalt

1. Einleitung

2. Fakten zur Entstehung von Dialekten und zur regionalen Einteilung derselben
2.1 Wie entstehen regionale Dialekte?
2.2 Wissenschaftliche Einteilungen in die regionalen dialektalen Gebiete: Pioniere der „Linguistic Geography“

3. Die Regionen
3.1 New England: The Yankee Accent
3.2 New York City: „Brooklynese” or „Noo Yawkese”
3.3 The Great Lake Dialects
3.4 The Upper Midwest Dialects
3.5 The Midland Dialects
3.5.1 Pennsylvania Dutch
3.6 The South
3.6.1 Mountain Southern
3.6.2 Coastal Southern
3.6.2.1 Louisiana: Creole, Cajun und Gumbo
3.6.2.2 Texas
3.7 Western Dialect
3.7.1 Hawaiian da kine talk

4. Schluss

Literaturverzeichnis

1. Einleitung

In der folgenden Ausarbeitung möchte ich mich mit den regional unterschiedlichen Dialekten in Nordamerika beschäftigen. Nach einer kurzen Einführung in die Entstehung von Dialekten am Beispiel der Vereinigten Staaten und zu den wichtigsten Persönlichkeiten, die an der Einteilung der USA in Dialektzonen beteiligt waren, werde ich mich kurz mit der Frage auseinandersetzen, wie diese Regionen voneinander abzuteilen sind und auf welche Einteilung ich meine Ausführungen stützen möchte.

Danach werde ich kurze Einblicke in diese Regionen und jeweils einige Beispiele zu dem jeweiligen Dialekt geben. Nicht näher eingehen werde ich jedoch auf sozial bedingte Unterschiede – diese prägen weniger einen Dialekt als weitaus eher Slangsprachen.

Neben den größeren Regionen werde ich des Weiteren einige Städte und Staaten näher untersuchen, die aus der groben Einteilung durch besondere Auffälligkeiten hervorstechen.

2. Fakten zur Entstehung von Dialekten und zur regionalen Einteilung derselben

2.1 Wie entstehen regionale Dialekte?

Bei der Entstehung von Dialekten spielen vielerlei Faktoren eine maßgebende Rolle. Ich möchte im Folgenden nur die vier wichtigsten nennen.

Der geschichtlich am weitesten zurückliegende Faktor ist der der Besiedlung der USA. Mal nur ausgehend von anglophonen Siedlern kam es bei der Dialektbildung vor allem darauf an, dass jene aus verschiedenen Teilen Englands kamen und bereits unterschiedliche Dialekte mitbrachten. Viele Immigranten aus z.B. Südengland blieben im östlichen New England und prägten die Entwicklung der dortigen Sprache, während Immigranten aus Westengland sich eher in den Gebieten des heutigen New Jersey und der Umgebung von Delaware niederließen.

Der zweite Faktor geht eng einher mit eben dieser ersten Welle der Besiedlung. Denn mit der angehenden Migration nach Westen, ins Landesinnere, nahmen die Siedler wiederum ihre Dialekte in andere Regionen mit. Das erklärt zum Beispiel, warum man auch im Mittleren Westen Anklänge des Neu England Dialektes findet.

Der dritte wichtige Faktor ist der Sprachenkontakt. Neben den Engländern kamen Immigranten aus den verschiedensten Ländern – Deutschland, Spanien (wobei der Kontakt bedingt durch deren Ansiedlung im Westen Amerikas erst später zustande kam), Frankreich, Italien und so fort – und mit ihnen ihre Sprache und Kultur. Beide flossen zusammen in die neu entstehenden Dialekte ein. In manchen Ausnahmefällen kam es jedoch nicht zu einer Verschmelzung, sondern die Ursprungssprache blieb ganz oder aber in dominanten Anteilen zurück (siehe Kapitel 3.5.1).

Der letzte Faktor, den ich hier noch ansprechen möchte, ist der der Wirtschaft, der eng verbunden ist mit der geographischen Lage der einzelnen Regionen. Je nachdem, ob es eine landwirtschaftliche Region war, eine deren Wirtschaft auf Bergbau beruhte oder aber auf Fischerei, wurden die Dialekte dieser Regionen durch die Entstehung neuer „Fachausdrücke“ charakteristisch geprägt.

2.2 Wissenschaftliche Einteilungen in die regionalen dialektalen Gebiete: Die Pioniere der „Linguistic Geography“

Einer der Pioniere in der „Linguistic Geography“ war Hans Kurath, der in den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts einen wichtigen Grundstein dafür legte: 1939 erschien die erste Ausgabe des „Linguistic Atlas of New England“ (LANE), dem bald ähnliche „Atlas“ - Werke für die weiteren Regionen folgten.

In den 60er Jahren setzte Frederic Cassidy diese Arbeit fort. Mit dem „DARE“(Dictionary of American Regional English) knüpfte er an die “Atlas” - Bände an und füllte die Lücken, die diese gelassen hatten – u. a. wurden dort einige Subdialekte aus den westlichen Staaten nur andeutungsweise behandelt.

Seit den 60er Jahren und bis heute ist der Linguist William Labov federführend auf diesem Gebiet. Dieser beschäftigt sich u. a. mit den so genannten Northern und Southern City Shifts, auf die ich hier aber nicht bzw. nur oberflächlich eingehen werde, da sie ein komplexes Thema für sich darstellen.

3. Die Regionen

Es ist nicht ganz einfach, eine allgemeingültige Aussage über die verschiedenen linguistischen Regionen in den USA zu machen, da es eine große Anzahl unterschiedlicher Auffassungen darüber gibt, wie sie einzuteilen sind. Die simpelste Einteilung ist jene, bei der die USA lediglich in die Gebiete „Northern“ und „Southern“ eingeteilt werden.

Bei der nächstmöglichen Variante wird neben diesen noch „Midland“ als dritte Region eingeführt.

Wesentlich komplexer ist folgende Einteilung in acht Regionen. Hierbei wird unterschieden zwischen New England, New York, Great Lakes, Upper Midwest, Midlands, Western, Mountain Southern und Coastal Southern Dialekten. Diese Einteilung ist bei weitem noch nicht die komplexeste – in anderen werden diese Regionen noch weiter aufgesplittert[1] –, aber es ist die, mit der ich mich entschlossen habe zu arbeiten, da sie mir aufgrund ihrer Mittelstellung zwischen den Extremen für diesen Zweck als die sinnvollste erscheint.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 1: Regionale Einteilung der USA[2]

3.1 New England: The Yankee Accent

Der Dialekt der Menschen aus Neu England ist dem englischen Englisch näher als jeder andere heute gesprochene Dialekt im amerikanischen Englisch[3] – abgesehen von denen in Nashville und Washington DC –, was ihm auch seinen Beinamen „King’s English“ eingebracht hat. Dies liegt zweifelsohne an Neu Englands historischem Hintergrund: die ersten englischen Puritaner, die zwischen 1620 und 1640 nach Amerika kamen, siedelten hier an und vermachten der Gegend ihren bis heute merklichen Dialekt.[4]

Viele nennen den Dialekt auch „Haavaad“ - English, wobei dieser Spitzname gleich zwei der wichtigsten Charakteristika von jenem enthält: zum einen dehnen die Neu Engländer den „a“- Laut, so dass es z. B. nicht heißt „Are you ready for the /dæns/ tonight?“, sondern „Are you ready for the /dαːns/ tonight?“ Zum anderen wird das /r/ (besonders nach einem /a/) weggekürzt, so dass es zu Aussprachen wie „baa“(bar), „doah“(door) oder „deah“(dear) kommt. Eigentümlicher Weise jedoch gebrauchen Neu Engländer dafür ein /r/ an Stellen, wo keines ist. So wird zum Beispiel aus "I had no idea" "I had no eye-dee-err"[5]. Zusammengenommen könnte man in New England also Sätze wie diesen zu hören bekommen: „Pahk the cah in Hahvahd yahd“[6].

[...]


[1] Z.B. kann der Westen noch eingeteilt werden in Northwest, Southwest und Central West, und der wiederum in Utah West, Colorado West, Northern California usw. Für weitere Übersicht der Aufsplitterung siehe: Craig Carver, American Regional Dialects, Kapitel 8.

[2] Salvucci, C. Linguistic Geography of the Mainland United States. <http://www.evolpub.com/Americandialects/AmDialMap.html>

[3] S. Berg-Flexner, I hear America Talking (New York, 1976): S. 121

[4] Auch wenn manche Leute noch andere Theorien darüber haben wie z.B. der „Director of Speech Improvement“ in Boston, der sagte, dass „the salt in air makes our Boston speech more forceful, gives it more strength.“ (R. Hendrickson, S. 35)

[5] Distinguishing accents in English.

[6] S. Berg-Flexner, S. 121

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten

Details

Titel
Regional Varieties of American English
Hochschule
Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
Note
2,0
Autor
Jahr
2004
Seiten
14
Katalognummer
V53184
ISBN (eBook)
9783638487009
Dateigröße
534 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Regional, Varieties, American, English
Arbeit zitieren
Rebecca Schuster (Autor), 2004, Regional Varieties of American English, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/53184

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