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Die Wirtschaftsethik der Weltreligionen: Konfuzianismus und Taoismus II

Title: Die Wirtschaftsethik der Weltreligionen: Konfuzianismus und Taoismus II

Term Paper (Advanced seminar) , 2001 , 19 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Catherine Kimmle (Author)

Business economics - Business Ethics, Corporate Ethics
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Max Webers Religionssoziologie untersucht ausgehend von seinem Werk „Die protestantische Ethik und der Geist des Kapitalismus“ den grundlegenden Zusammenhang zwischen dem Vorhandensein einer bestimmten religiösen Ethik und der Entwicklung eines kapitalistischen Geistes. Dieser wiederum bildet schließlich eine entscheidende Voraussetzung für das Entstehen des modernen Kapitalismus, wie er Kennzeichen des Okzidents ist. Grund zu der Annahme gab die These, dass Protestanten oft führende Rollen einnahmen, im Gegensatz zu den Katholiken, bei denen diese Tatsache nicht zu beobachten war. In dem Zusammenhang untersucht er auch Wirtschaftsethiken der Weltreligionen, um Aufschluss darüber zu erlangen, ob deren Gesinnungen die Voraussetzung dafür gaben, dass in anderen Kulturen die Entstehung des modernen Kapitalismus ausblieb. Im folgenden möchte ich nun so vorgehen, dass ich zuerst die „protestantische Ethik“ und den „Geist des Kapitalismus“ nach Weber vorstelle. Dann werde ich zum Haupteil dieser Arbeit kommen, nämlich der Ausarbeitung meines Referatthemas „Konfuzianismus und Taoismus“, und der Schluß beinhaltet die Einordnung des Referatthemas in den Handlungszusammenhang.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die protestantische Ethik

2.1. Die Berufsidee

2.2. Der Prädestinationsglaube

2.3. Freikirchen

2.4. Die innerweltliche Askese als Ergebnis

3. Der „Geist des Kapitalismus“

4. Konfuzianismus und Taoismus

4.1. Die konfuzianische Lebensorientierung

4.1.1. Ideologie

4.1.2. Praktische Auswirkungen

a) staatlich

b) wirtschaftlich

c) wissenschaftlich

4.2. Orthodoxie und Heterodoxie oder Konfuzianismus und Taoismus

4.3. Weltreligion vs. Volksreligion

4.3.1. Intellektualismus vs. Antiintellektualismus

4.3.2. Jenseitsglaube

4.3.3. Magie

4.4.Sekten- und Ketzerverfolgung in China

4.5. Die Verbreitung des Taoismus

4.6. Ergebnis

5. Einordnung der Studie in den Handlungszusammenhang

6.Resümee

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht auf Grundlage von Max Webers Religionssoziologie den Zusammenhang zwischen religiösen Ethiken und der Entwicklung eines kapitalistischen Geistes, mit einem besonderen Fokus auf den Vergleich zwischen dem westlichen Protestantismus sowie dem Konfuzianismus und Taoismus in China.

  • Grundlagen der protestantischen Ethik und des modernen Kapitalismus
  • Konfuzianische Lebensorientierung und deren praktische Auswirkungen auf Staat, Wirtschaft und Wissenschaft
  • Gegenüberstellung von Orthodoxie und Heterodoxie im chinesischen Kontext
  • Analyse der Rolle von Weltreligion vs. Volksreligion sowie Magie
  • Vergleichende Untersuchung der Wirtschaftsbedingungen und historischer Entwicklungshemmnisse

Auszug aus dem Buch

4.2. Orthodoxie und Heterodoxie oder Konfuzianismus und Taoismus

Wie schon erwähnt, gehörten die Anhänger der chinesischen Religion des Konfuzianismus zur Intellektuellenschicht, die die religiösen und individuellen Bedürfnisse des Volkes unberücksichtigt ließ. Das Jenseits spielte keine Rolle, und somit lebten die alten Funktionsgottheiten im Volk als Hauskult weiter. Somit kam es zu einem Zwiespalt zwischen dem amtlichen Glauben und der Verehrung der alten Volksgottheiten: Dieser Kult galt nämlich aufgrund seiner Mystik für die Anhänger des Konfuzianismus oft als Heterodoxie, was so viel wie „anders glaubend“ bedeutet.

Die Anachoreten galten damit schon seit frühester Zeit durch die Verfolgung ihrer individuellen Heilsziele als heterodox. Absolute Weltindifferenz, ein langes Leben, magische Kräfte, eine mystische Einstellung zur Welt und eine auf ihr beruhende Philosophie sind ein paar Beispiele dafür.

Lao Tse, Mystiker und berühmtester Anachoret war der Widerpart des Konfuzius. Beide verfolgten zwar dasselbe Ziel, nahmen aber unterschiedliche Wege: Im Konfuzianismus führten die Einhaltung der Zeremonialregeln und Riten, Weltanpassung und Reformwillen zur Erzeugung des „Tschung“ (Gleichgewicht). Im Taoismus dagegen führte eine mystische Weltindifferenz zur Herstellung des Tschung. Man verhielt sich, als habe man keine Seele, um die Seele von den Sinnen zu befreien.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in Max Webers Thesen zum Zusammenhang von protestantischer Ethik und modernem Kapitalismus sowie Darlegung der Zielsetzung der Arbeit.

2. Die protestantische Ethik: Erläuterung der für den Kapitalismus relevanten Merkmale des Protestantismus, wie Berufsidee, Prädestinationslehre und Freikirchen.

3. Der „Geist des Kapitalismus“: Definition des kapitalistischen Geistes im Weberschen Sinne als spezifische Wirtschaftsgesinnung.

4. Konfuzianismus und Taoismus: Detaillierte Untersuchung der konfuzianischen Ideologie und ihrer praktischen Auswirkungen auf das chinesische Gesellschafts- und Wirtschaftssystem sowie Analyse des Taoismus als Gegenpol.

5. Einordnung der Studie in den Handlungszusammenhang: Reflexion über die methodische Einbettung der Studie in Webers umfassenderen Vergleich der Weltreligionen.

6.Resümee: Zusammenfassende Bewertung der Weberschen These und deren Relevanz für das Verständnis ökonomischer Machtunterschiede zwischen den Kulturen.

Schlüsselwörter

Max Weber, Religionssoziologie, Protestantische Ethik, Geist des Kapitalismus, Konfuzianismus, Taoismus, Wirtschaftsgeschichte, Patrimonialbürokratie, Rationalismus, Tradition, Orthodoxie, Heterodoxie, China, Okzident, Magie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen religiösen Überzeugungen und der Ausbildung wirtschaftlicher Systeme unter Rückgriff auf die religionssoziologischen Studien von Max Weber.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen der Vergleich zwischen der protestantischen Ethik des Westens und den religiösen sowie philosophischen Systemen des Konfuzianismus und Taoismus im alten China.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuklären, warum sich der moderne Kapitalismus im Okzident entfalten konnte, während dieser Prozess in China durch andere soziokulturelle Voraussetzungen ausblieb.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine literaturgestützte Analyse und Zusammenfassung der religionssoziologischen Erkenntnisse von Max Weber, ergänzt durch weiterführende Forschungsliteratur.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die konfuzianische Lebensorientierung, die staatlichen und wirtschaftlichen Auswirkungen, das Verhältnis von Orthodoxie zu Heterodoxie (Taoismus) sowie die Rolle von Magie und Jenseitsglauben.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Konfuzianismus, Protestantische Ethik, Kapitalismus, Rationalismus, Patrimonialbürokratie und Religionssoziologie.

Warum konnte sich in China kein moderner Kapitalismus nach westlichem Vorbild entwickeln?

Laut der Arbeit verhinderten die starre Tradition, das Fehlen einer unabhängigen Geldwirtschaft, die Struktur der Patrimonialbürokratie und die spezifische Lebensorientierung die Entwicklung eines kapitalistischen Geistes.

Welche Rolle spielt die „Magie“ im Kontext des chinesischen Konfuzianismus?

Die Magie wurde im Konfuzianismus zwar geduldet, hatte jedoch keine Heilsbedeutung und stand in Konkurrenz zur idealisierten Tugendhaftigkeit, was den Aufbau eines rationalen Wirtschaftsethos erschwerte.

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Details

Title
Die Wirtschaftsethik der Weltreligionen: Konfuzianismus und Taoismus II
College
University of Heidelberg
Course
Hauptseminar
Grade
1,7
Author
Catherine Kimmle (Author)
Publication Year
2001
Pages
19
Catalog Number
V53186
ISBN (eBook)
9783638487023
ISBN (Book)
9783656812784
Language
German
Tags
Wirtschaftsethik Weltreligionen Konfuzianismus Taoismus Hauptseminar
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Catherine Kimmle (Author), 2001, Die Wirtschaftsethik der Weltreligionen: Konfuzianismus und Taoismus II, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/53186
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