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Alfred Hitchcocks "Rebecca" - Die Suche nach der weiblichen Identität

Title: Alfred Hitchcocks "Rebecca" - Die Suche nach der weiblichen Identität

Term Paper , 2005 , 23 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Melanie Schwertfeger (Author)

Communications - Movies and Television
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Als Alfred Hitchcock 1939 mit seiner Familie in die USA ging, tat er dies auf Einladung des dort damals erfolgreichsten Produzenten, David O. Selznick. Der Niedergang der Filmindustrie hatte seinen Höhepunkt in England zwar schon überwunden, doch Hitchcock fehlte es hier an ausreichend Anerkennung. Er sagte hierzu später: „Die Kunst des Filme Machens wurde von den Intellektuellen oft verachtet. … Kein Engländer, der etwas auf sich hielt, hätte sich dabei ertappen lassen, ins Kino zu gehen. Das machte man einfach nicht.“ Besonders attraktiv waren aber auch die vorhandenen Ressourcen, die ihm Hollywood und in diesem Fall die Selznick-Studios boten. Die größeren Budgets und die gesteigerten technischen Innovationen der amerikanischen Studios versprachen Hitchcock optimale Bedingungen für seine Arbeit. Doch im Gegensatz zu den künstlerischen Freiheiten, die er innerhalb des englischen Produzenten- und Studiosystems genossen hatte, galt in Hollywood damals der Produzent als der Filmemacher. Der Regisseur war nur für die Umsetzung seiner Vorstellungen zuständig. „In those days the individual producer was the man who made the pictures. He was king.”Alfred Hitchcock in “In the Hall of Mogul Kings” veröffentlicht in der London Times am 23. Juni 1969. Aus dieser Erfahrung, im Laufe der nächsten Jahre, zog er die Konsequenzen und wurde selbst zum Produzenten seiner Filme.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1.0 Einleitung

2.0 Hinter den Kulissen

2.1. Selznick und Hitchcock – Der erste Film in Amerika

2.2. Der Kampf ums Drehbuch

2.2.1. Änderungen am Original von Daphne du Maurier

2.3. Casting und Schauspieler

2.4. Zahlen, Daten und Fakten zum Film

3.0 Inhaltliche Analyse

3.1. Psychoanalytische Interpretationsansätze

3.1.1. Das Kind in ihr – Begehren des Vaters und Ablösung von der Mutter

3.1.2. „Werde nie erwachsen!“

3.2. R. de W. Der Terror einer Toten

3.2.1. Die Macht der Mutter

3.2.2. Identifikation mit der Weiblichkeit

3.2.3. Missglückte Selbstfindung

3.3. Weibliche Stärke und männliche Schwäche

3.4. Rebecca als Femme Fatale – Bedrohung der männlichen Macht

3.5. Die weibliche Identität – namenlos im Patriarchat

4.0 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht Alfred Hitchcocks Film „Rebecca“ als Adoleszenzdrama und analysiert die weibliche Identitätsfindung der Protagonistin im Spannungsfeld zwischen patriarchalischen Strukturen und dem übermächtigen Einfluss der verstorbenen ersten Ehefrau.

  • Psychoanalytische Deutung (Ödipus-/Elektra-Komplex)
  • Produktionshintergründe und das Verhältnis zwischen Hitchcock und Selznick
  • Darstellung weiblicher Rollenmodelle und Identitätsverlust
  • Das Spannungsfeld zwischen weiblichem Masochismus und männlichem Sadismus
  • Die symbolische Funktion der "Femme Fatale" im Patriarchat

Auszug aus dem Buch

3.1.1. Das Kind in ihr – Begehren des Vaters und Ablösung von der Mutter

Im ersten Teil des Filmes, der in Monte Carlo spielt, lernt die junge Gesellschafterin (J. Fontaine) den älteren und wohlhabenden Witwer Maxim de Winter kennen und verliebt sich in ihn. Ihr Wesen, ihr Aussehen und ihr Auftreten entsprechen denen eines kleinen Kindes. Sie ist unbeholfen und ungeschickt und lässt sich daher oft - scheu und ängstlich - durch Maxims schroffe und dominante Art verunsichern. Es scheinen aber gerade diese Attribute zu sein, ihre Unschuld und Natürlichkeit, die ihn ihre Gesellschaft so genießen lassen. Allerdings behandelt er sie auch dementsprechend. Maxim verhält sich, als hätte er ein unmündiges Kind vor sich, das beschützt und zurechtgewiesen werden muss. In einer Frühstücksszene sitzt Fontaine allein am Tisch und stößt eine Vase um. Es ist ihr so unangenehm, dass sie den Kellner verschüchtert bittet, sich keine Mühe zu machen und alles so zu lassen. Maxim, der die Szene beobachtet hat, fordert sie auf, sich mit an seinen Tisch zu setzen und mit ihm zu frühstücken. Verunsichert lehnt sie ab. Doch Maxim lässt kein Nein zu. Sie unterhalten sich und er lädt sie ein, mit ihm im Auto einen Ausflug zu machen. Daraufhin sagt er im strengen Ton:

„Essen sie, damit wir fahren können. Sie mag jedoch nicht so recht und er antwortet:

Los, los, wird alles aufgegessen!“

Erst von Mrs. Van Hopper, für die die junge Frau als Gesellschafterin arbeitet, erfährt sie, dass er seine Frau durch einen tragischen Bootsunfall verloren hat und über den schmerzhaften Verlust sicher noch nicht weg ist. Zum ersten Mal wird sie hier mit der scheinbar allmächtigen Rebecca, als ihrer Rivalin konfrontiert. Doch die kindlich-naive Frau hat sich bereits in Maxim verliebt, dessen strenge und bestimmende Art, sie während der gemeinsamen Ausflüge geradezu zu genießen scheint. Selbst bei dem unerwarteten Heiratsantrag, den er ihr fast beiläufig und völlig unromantisch macht, stört es sie überhaupt nicht, wie er mit ihr redet.

Zusammenfassung der Kapitel

1.0 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet Hitchcocks Wechsel nach Hollywood und die Entstehung von „Rebecca“ unter der Produktion von David O. Selznick sowie die thematische Ausrichtung der Arbeit.

2.0 Hinter den Kulissen: Dieses Kapitel behandelt die schwierige Zusammenarbeit zwischen Hitchcock und Selznick, den Drehbuchprozess, das Casting von Joan Fontaine und die produktionstechnischen Herausforderungen des Films.

3.0 Inhaltliche Analyse: Die inhaltliche Analyse untersucht psychoanalytische Ansätze, das Verhältnis der Protagonistin zur Toten und die Dynamik von Macht, Identität und Geschlechterrollen im Film.

4.0 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass „Rebecca“ trotz der Konflikte zwischen Regisseur und Produzent zu einem prämierten Meisterwerk wurde, das Hitchcocks Gespür für psychologische Spannung begründete.

Schlüsselwörter

Alfred Hitchcock, Rebecca, Joan Fontaine, David O. Selznick, Weibliche Identität, Psychoanalyse, Patriarchat, Elektra-Komplex, Filmgeschichte, Manderley, Mrs. Danvers, Femme Fatale, Identitätsfindung, Maskerade, Sadismus.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Hausarbeit?

Die Arbeit analysiert Alfred Hitchcocks Film „Rebecca“ (1940) vor dem Hintergrund der weiblichen Identitätsfindung und psychoanalytischer Deutungsmuster innerhalb der patriarchalischen Strukturen des Films.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind das Verhältnis von Macht und Geschlecht, die Rolle der "Femme Fatale", die Bedeutung der psychoanalytischen Interpretation (Ödipus/Elektra-Komplex) sowie die Produktionsbedingungen in Hollywood.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Entwicklung der Protagonistin vom kindlichen Wesen zur gereiften Frau sowie die Bedrohung durch die ständige Präsenz der verstorbenen Rebecca zu interpretieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich primär auf filmwissenschaftliche und psychoanalytische Interpretationsansätze, unter Einbeziehung von Theorien renommierter Filmtheoretiker wie Laura Mulvey und Tania Modleski.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in einen produktionsgeschichtlichen Teil ("Hinter den Kulissen") und eine tiefgehende inhaltliche Analyse, die verschiedene psychologische und soziologische Aspekte des Films beleuchtet.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Identitätsfindung, Patriarchat, Psychoanalyse, Femme Fatale, Machtverhältnisse und Hitchcocks Regiestil charakterisiert.

Warum spielt die Rolle der Mrs. Danvers eine solch zentrale Rolle im Film?

Mrs. Danvers fungiert als Bewahrerin des Erbes der verstorbenen Rebecca und übt einen psychologischen Terror auf die neue Mrs. de Winter aus, was die kindliche Identität der Protagonistin massiv unter Druck setzt.

Inwiefern beeinflusste Selznicks Produktion Hitchcocks Regiestil?

Selznick bestand auf einer werkgetreuen Umsetzung des Romans, was Hitchcock zwang, sich auf eine psychologische Geschichte mit weiblicher Perspektive zu konzentrieren, anstatt nur seinen typischen Thriller-Stil anzuwenden.

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Details

Title
Alfred Hitchcocks "Rebecca" - Die Suche nach der weiblichen Identität
College
University of Hamburg  (Fachbereich Sprach-, Lieratur- und Medienwissenschaft (Zentrum für Medien und Medienkultur))
Course
Tadellose Flanellanzüge und schlichte Damenkostüme: Maskerade und Geschlechterverhältnisse im Kino von Alfred Hitchcock (Ib- Seminar)
Grade
1,0
Author
Melanie Schwertfeger (Author)
Publication Year
2005
Pages
23
Catalog Number
V53190
ISBN (eBook)
9783638487061
ISBN (Book)
9783656796046
Language
German
Tags
Alfred Hitchcocks Rebecca Suche Identität Tadellose Flanellanzüge Damenkostüme Maskerade Geschlechterverhältnisse Kino Alfred Hitchcock Seminar)
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Melanie Schwertfeger (Author), 2005, Alfred Hitchcocks "Rebecca" - Die Suche nach der weiblichen Identität, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/53190
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