Der Iran im Zweiten Weltkrieg

Der Iran unter den Westmächten und seine Entwicklung


Zwischenprüfungsarbeit, 2005
28 Seiten, Note: 2,5

Leseprobe

INHALTSVERZEICHNIS

1. Einleitung

2. Iran
2.1 Geschichte des Iran
2.2 Die Westmächte
2.2.1 Englands Position in Iran
2.2.2 Der russische Faktor in der Geschichte des Iran
2.2.3 Das Interesse der USA an Iran

3. Pahlevi- Dynastie
3.1 Reza Khans Regierungszeit
3.2 Mohammed Khan als Thronfolger

4. Iran im Wandel- Von der Revolution bis heute

5. Zusammenfassung

6. Quellenverzeichnis

1. Einleitung

Dass der Iran im zweiten Weltkrieg eine Rolle spielte, wird in seiner Geschichtserzählung nur selten erwähnt. Er diente als Lieferant von Kriegsmaterial für Russland. Ebenso stieg die Aufmerksamkeit der Westmächte für Iran durch seine Ölvorkommnisse im Süden des Landes. Mit der politischen Instabilität, die schon Jahrhunderte vor der Kolonialzeit der Engländer und Russen anfing, konnten die Drei Großen ( USA, England und Russland ) genügend Druck auf Iran ausüben, um so ihr Interessen durchzusetzen, die sich nicht nur auf den Krieg bezogen, sondern auch eigennütziger Natur waren.

Iran verlor mit größer werdenden Einfluss der Westmächte mehr und mehr seine politische und wirtschaftliche Souveränität. Obwohl eine Konferenz in Teheran stattfand ( am 28.11./1.12.1943 ) besaß Iran de facto kein Mitspracherecht bei den Verhandlungen zum zweiten Weltkrieg, was die damalige Schwäche des Landes widerspiegelt. Die Ausbeutung des Landes auch von Seiten des Schahs führte nach einigen Ereignissen schließlich zur Ablehnung der „ Verwestlichung “ und zur Rückbesinnung islamischer Werte. Im April 1979 wurde dann abschließend die Islamische Republik Iran ausgerufen mit Ayatollah Ruhollah Khomeyni als Initiator, der den Widerstand gegen den Schah zum Leben erweckte hatte.

In meiner Hausarbeit möchte ich auf die Lage Irans eingehen. Ich gebe zuerst einen Abriss der Herrschaftsgeschichte Irans bis zur Zeit des zweiten Weltkrieges. Im zweiten Kapitel gehe ich dann auf die äußeren Faktoren ein- die Großen Drei- und welche Wirkung sie auf das Land hatten. Das vierte Kapitel soll einen Einblick ins heutige Iran geben mit seinen Problemen und seiner derzeitigen politischen Lage.

Ich versuche die Rolle Irans im zweiten Weltkrieg aufzuzeigen, welche Stellung es besaß und inwiefern die Kolonial- und Kriegspolitik Einfluss auf die Entwicklung Irans nahm. Ebenso stelle ich innerpolitische Ereignisse dar, um dann ein Gesamtbild abzugeben. Meine ständige Frage oder mein kritischer Blick wird dabei immer darauf liegen, inwieweit Iran Einfluss auf sein politisches und wirtschaftliches Schicksal hatte. Zur Vervollständigung dient das letzte Kapitel. Mit einer groben Betrachtung des heutige Irans soll das Ausmaß der ökonomischen Intervention der Westmächte speziell in der Zeit vor und im zweiten Weltkrieg klar gemacht werden und welche Wege zur Selbstständigkeit des Landes eingeschlagen werden.

2. Iran

Iran, rund sieben Mal so groß wie Deutschland und mit einer Einwohnerzahl von über fünfzig Millionen, liegt in Vorderasien und grenzt heute im Westen an Irak. Im Süden liegt der Persische Golf, im Norden das Kaspische Meer. Afghanistan und Pakistan liegen östlich von Iran. Das Gebiet wird von hohen Gebirgen und trockenen, wüstenhaften Becken durchzogen. Da der Niederschlag sehr gering ist, ist Iran überwiegend auf künstliche Bewässerung angewiesen.

Das damalige persische Reich erstreckte sich allerdings auf den heutigen Irak und Afghanistan. Damit ist auch die gegenwärtige Vielheit ethnischer Völker und Religionen erklärt: 51% der heutigen Bevölkerung sind Perser, 24% Aserbaidschaner und in geringer Anzahl ebenso Kurden und Araber. Dazu kommt die Flüchtlingsrate aus Afghanistan durch die Sowjetbesetzung und aus Irak durch den iranisch-irakischen Krieg. Dementsprechend ist der Fächer an Sprachen breit mit farsi ( persisch ) als Landessprache. Mit der Eroberung Persiens von den Arabern, wurde relativ schnell der Islam als Religion angenommen.

Iran besitzt neben seinen Ölvorkommnissen auch Bodenschätze wie Uran und Kupfer, die 1,5% der Weltreserven decken, aber auch Nickel, Eisen, Gold und ist achtgrößter Förderer von Erdgas[1]. Die Öllagerstätten verteilen sich hauptsächlich auf drei Gebiete: Der Norden um das Kaspische Meer und Aserbaidschan, im Zentrum bei Teheran und Ghom und im Süden entlang der irakischen Grenze bis zum Persischen Golf[2]. Die mittlere Zone wurde dabei erst relativ spät entdeckt, dagegen setzte sich Russland wegen der Nähe schon zu Beginn für die nördlichen Gebiete ein und Großbritannien und später USA zeigten Interesse an den südlichen Zonen. Darauf werde ich aber im späteren Verlauf meiner Arbeit näher eingehen.

2.1 Geschichte des Iran

Iran bzw. Persien durchlebte in seiner Zeit als Großmacht viele Herrschaftsumbrüche. Diese alle auflisten zu wollen, wäre zu langwierig. Daher lege ich meinen Schwerpunkt auf die für mich wichtigsten Ereignisse, die bis in die Gegenwart eine Rolle spielen oder ihre Auswirkung haben.

Wohl am Bedeutesten ist der Sieg der Muslime bei Nehawand 642, der die Eroberung Irans und damit die Islamisierung mit sich brachte. Der Islam wurde schnell als Religion angenommen und umgesetzt und galt ab dem 12.Jhd als Herrschaftsprinzip. Die Spaltung des Islams in Sunniten, Schiiten und Schia kommt auch in Iran zu Tage. Mit der Dynastie der Safawiden fiel die Entscheidung für die Schiiten[3]. Isma´il verkündete bei seiner Eroberung Irans die Zwölferschia als Staatsreligion. Die höchste Blüte Persiens erreichte das Safawidenreich 1587-1629 unter dem Schah Abbas I. „der Große“. Er verlegte die Residenz kurz nach seinem Amtsantritt nach Isfahan, wo sie auch bis zum Ende der Safawidenzeit blieb. Mit Abbas Tod sollten sich seine Eroberungen und das Ansehen des Amtes des Schahs verringern[4]. So eroberten die Osmanen 1638 den Irak wieder zurück und beherrschten diesen bis 1918. Mit dem größer werdenden Amtsverlust gewannen im Lande die schiitischen Geistlichen - die Mudschtahids - immer mehr Einfluss. Sie und der Safawidenschah beanspruchten die Position, einziger legitimer Repräsentant des verborgenen Imams zu sein. Mit den Zerfall der Safawiden-Dynastie wurden so die Mudschtahids zu einem bedeutenden Machtfaktor als Opposition gegen darauffolgende Monarchien[5]. 1722 war dann das Ende des Safawidenreiches. Ein afghanischer Provinzfürst rückte in Isfahan ein und vertrieb den Schah. Als Folge versank das Land in Bürgerkriege und Stammesfehden bis am Ende des 18.Jhds Mohammed Kadschar, Khan des Turkvolkes, die Macht an sich reißen und das Land einen konnte. 1796 ließ er sich dann zum Schah krönen. Im Norden, am Rande des Elbursgebirge, befanden sich derzeitig die stärksten Stammesverbände und so wurde eine neue Hauptstadt gegründet: Teheran.

Die Kadscharen regierten über hundertdreißig Jahre, doch schafften es nicht, dass angeschlagene Land wieder aufzubauen. Im Gegenteil: mit ihrer Unfähigkeit manövrierten sie Iran in die Hände der Kolonialmächte. So wurde in dieser Dynastie Kaukasus, Georgien und ein Teil Aserbeidschan an Russland abgetreten und die Russen erhielten die Genehmigung, im Iran uneingeschränkt Eigentum zu erwerben. An England vergab 1872 der Schah Nasir ad Din das Recht, Bergwerke, Fabriken und landwirtschaftliche Betriebe zu errichten, deren Gewinn überwiegend in britischen Kassen floss und die Errichtung einer Nationalbank in Teheran[6].

All das zeigt für mich zum Einen, wie Iran in die Abhängigkeit der Westmächte fiel und wie schwach er nach seiner langen und ruhmvollen Ära als Weltmacht geworden ist. Nasir ad Din versuchte, das Land zu modernisieren. Um aber zum Beispiel das Telegraphennetz, das Eisenbahnnetz oder die Infrastruktur auszubauen, benötigte der Schah Kapital. Dies erhielt er durch oben genannte Konzessionen, welche Iran gegen Ende des 19.Jhd in den Bankrott führen sollte.[7]. Zum Andren wird der Einfluss und die Auswirkungen Englands und Russlands, die beide auf Iran hatten, deutlich. Das Fehlen inländischen Kapitals und besonders der britische Einfluss führte Iran in eine Abhängigkeit, die sich – wie gerade skizziert- in Erteilung von Konzessionen zeigte[8].

Den Aufbau Irans finanzierte Nasir ad Din einmal durch die gerade erwähnten Konzessionen und durch steigende Steuererhöhungen. Die Ausbeutung der Bevölkerung und der Ausverkauf des Landes – der Höhepunkt war das Monopol des persischen Tabakhandels an die Engländer – fügte sowohl die intellektuelle als auch die geistliche Schicht, mit dem einfachen Volk als Rückenstärkung, zusammen, um sich gegen den Schah aufzulehnen. Der Aufstand war erfolgreich: der Schah kündigte den Vertrag mit England gegen eine hohe Entschädigung. Iran nahm damit zu seinem Nachteil seine ersten Auslandsschulden auf[9]. Ein Vorteil dieses Ereignisses war allerdings meiner Meinung nach die Erkenntnis, dass sich bei einer Allianz verschiedener Schichten, Druck ausüben ließ und damit das Volk Einfluss auf die Regierung besaß. Als sechs Jahre darauf der Schah starb wurde sein Sohn Muzzafar ad Din Thronfolger. Der neue Schah brauchte wie sein Vater viel Geld und überließ daher den Engländern 1901 das Monopol, nach Erdöl zu bohren, gewährte ihnen einen Militärstützpunkt im Süden und den Russen einen im Norden des Landes. 1905 demonstrierte die Bevölkerung gegen die Regierung und ihren Handlungen und der Schah musste der Bildung eines Parlamentes zustimmen[10]. Der Schah war damit nur noch konstitutioneller Monarch. Hervorzuheben ist der starke Auftritt der Geistlichen. Sie setzten durch, dass der Schah nur noch „Statthalter des verborgenen Imams“ sei und die Ajatollahs – die Geistlichen – bei sämtlichen Gesetzen zu entscheiden hätten, ob sie „islamischer Moral“ entsprachen.

Muzzafar ad Din überlebte diese neue Periode nicht lange und starb wenige Monate nach den Reformen. Sein Nachfolger Mohammed Ali Schah versuchte, das Parlament aufzulösen und unterband Demonstrationen gewaltsam. Die Unruhen, die Instabilität und vor allem die finanziellen Nöte wirkten gegen die neue Staatsform. 1907 teilten England und Russland vertraglich Iran in drei Zonen entsprechend ihrer Interessen: Russland erhielt den Norden, die Engländer den Süden und die Mitte galt als neutrale Pufferzone[11]. Muzzafar beschnitt weiter die Rechte der Bevölkerung und so kam es zu Aufruhen, die die Abdankung des Königs zur Folge hatten. Nachfolger wurde sein minderjähriger Sohn Ahmed, der von 1909 bis 1925 regierte. Doch auch er brachte keine Ruhe ins Land. 1921 wurde Reza Chan zum Kriegsminister ernannt. Er organisierte die Streitmächte neu und unterband Aufstände in den nördlichen Provinzen. 1923 erhob er sich dann selbst zum Premierminister und stärkte durch Gesetzesänderungen die Zentralgewalt. Zwei Jahre später beschloss das Parlament die Absetzung des Schahs Ahmed und wählte Reza Chan als Nachfolger. Er gab seiner Dynastie den Namen Pahlevi, was aus der vorislamischen Sprache stammt und heroisch bedeutet. Reza Chan versuchte in seiner Regierungszeit, die Modernisierung und Verwestlichung des Landes durchzusetzen nach seinem Vorbild Atatürk. Auf seine Herrschaftsepoche möchte ich aber später noch mal detaillierter eingehen.

Im Folgenden werde ich die ausländischen Mächte mit ihrem Wirkungsfaktor beschreiben, da sie für mich entscheidend mehr als die Pahlevi-Dynastie Wirkung auf die Entwicklung Irans hatten.

2.2 Die Westmächte

Iran ist ein Beispiel, wie ein schwaches Land als Spielball von Industrieländern oder mächtigeren Staaten benutzt werden kann. Dabei sind die Wirkungskräfte am Beispiel Iran besonders hoch: Deutschland besaß zu Iran gute Beziehungen, die in der Zeit zwischen den Weltkriegen sich so stark verbessern sollten, dass sie zu einer „dritten Macht“ – neben England und Russland – aufsteigen sollte. Auch Frankreich, dass durch seine Kolonialpolitik im Nahen Osten vertreten war, spielte, wenn auch nur nebensächlich, eine Rolle in der Nah- Ost- Politik. So musste USA, als sie versuchte, die Rechte an Ölfelder in Saudi-Arabien und Umgebung zu erhalten, geschickt mit der Regierung der Engländer und Franzosen umgehen, da sich diese ihre Konzessionen oder Vorherrschaften nicht nehmen lassen wollten.

Im Kampf um die Ölvorkommnisse gerieten die Westmächte USA, England und Russland am stärksten in Konflikt. Daher beschränke ich mich in meiner Ausarbeitung auf die letztgenannten Länder, die paradoxer Weise im zweiten Weltkrieg zusammen gegen die Achsenmächte kämpften, in der Öl- und Territoriumspolitik aber ihre eigenen Interessen durchsetzen wollten und dabei gegebenenfalls den Konkurrenten auszumanövrieren versuchen.

2.2.1 Englands Position in Iran

Mit Englands Stellung als Kolonialmacht war es durch zum Beispiel die Kolonie in Indien im Mittleren Osten präsent. Iran sollte als Verteidigungswall dienen, von wo aus militärische Unterstützung in Richtung Indien geleistet werden konnte. Die Dynastie der Kadscharen, leicht bestechlich und unter der Vetternwirtschaft am Leiden, sah sich auf die Hilfe der Engländer angewiesen. Zumal der Lebensluxus aber auch die finanziellen Defizite gedeckt werden mussten[12]. Als Gegenleistung erteilte die persische Regierung 1872 Konzessionen zur Förderung von Öl und Gas, den Bau von Eisenbahnen sowie der gesamten Zölle. 1889 erhielt Baron Reuter die Bankkonzession und errichtete dann wenige Monate später die „Imperial Bank of Persia“[13]. 1901 kam es dann zur ersten erfolgreichen Konzession für die Erdölforschung für sechzig Jahre. Sie ging an den Australier William Know D´Arcy, der zwei Jahre später die Erdölgesellschaften „First- Exploitation- Company“ und „Bachtiari- Oil- Company“, dessen Aktienkapital zum größten Teil in seinem Besitz lag[14]. Dies weist schon auf die politische und ökonomische Lage Irans zur damaligen Zeit und bis zur Nationalisierung in den fünfziger Jahren. Die Kadscharen- Dynastie erlaubte mit den erteilten Konzessionen eine Ausbeutung des Landes, da die Gewinnbeteilung Irans sehr gering ausfiel. Das fehlende politische Vermögen der Dynastie steuerte das Land in eine Einbahnstraße: durch geringe Einkommen wuchs die Abhängigkeit zu England. Diese forderten für ihre Dienste weitere Zugeständnisse. So gründete die britische Regierung im April 1909 die britische Gesellschaft „Anglo- Persian- Oil- Company“ ( APOC ), mit einer Beteiligung am Aktienkapital von knapp über fünfzig Prozent. Somit fand sich Iran unter britischer Macht. Sie kontrollierten die Armeen oder stellten selber welche auf und hielten die Kontrolle am Kaspischen Meer. Praktisch unterstand Iran britischen Protektorat, der mit dem Vertrag von Curzon 1919 unterstrichen werden sollte, welcher als Kernstück der Mittelostpolitik galt[15].

Im Mai 1920 fielen im Norden die Russen ins Land ein, um selber mehr Kontrolle in Iran zu erlangen und den britischen Einfluss zu verringern. England sah sich vor der Entscheidung, Iran Unterstützung anzubieten oder die Hilfeleistung zu verwehren. Auf der einen Seiten verpflichteten die Beziehungen England zur Verteidigung. Doch waren die Staatsausgaben für den Mittleren Osten bereits sehr hoch. Würde England die Hilfe verweigern, käme es mit einer Räumung des Landes einher. Dagegen sprachen die bereits hohen getätigten Investitionen. Ebenso entstehe beim Auszug ein Machtvakuum, das dann von den Bolschewisten gefüllt werden würde. Diese beiden Erwägungen brachten letztendlich den Entschluss, Iran mit Waffen und Munition zu unterstützen[16]. Durch die lange Zögerung, Iran zu unterstützen, wurde verdeutlicht, dass das Kadscharentum nur noch mit Hilfe der Briten das Land regieren konnte- vor allem, da das Volk auch nicht mehr dem Schah zur Seite stand[17]. 1921 konnte dann Reza Khan die Dynastie stürzen und inthronisierte sich selbst.

Dieses Ereignis nahm den Engländern weiteren Einfluss. Und mit der neuen Dynastie sollte ein Nationalismus entstehen, der sich von den Händen der Westmächte loslösen wollte.

Doch soll dies nicht bedeuten, dass die englische Wirksamkeit in Iran stark nachgelassen hätte. Zwar büßten es an Ansehen, aber die englische Macht war trotzdem stark präsent. Mit den Institutionen der AIOC und der Imperial Bank besaß England ein Druckmittel auf den Kommerz- und Handelsbereich. Eins davon war der Besitz des Monopols auf Geldnotenemission. Filialen der Bank wurden landesweit eröffnet und räumten ihr eine privilegierte Stellung ein. Damit besaß England ein Repressionsmittel gegen die iranische Regierung, die so stark war, dass sie, wie im Fall 1931, als der Vertrag der Ölkonzession auslief und Iran einen neuen, mit höherer Gewinnbeteiligung, Vertrag aufstellen wollte, dem Druck der AIOC und der Bank nachgeben musste und sogar einen schlechter konditionierten Vertrag akzeptieren musste[18]. Die Profit ausgerichtete Politik, die die Interessen und Rechte Irans überging, sollte allerdings den Weg für USA erleichtern, sich als neutrale Position darzustellen und die iranische Sympathie für Amerika wecken.

[...]


[1] Balaghi-Mobayen, Moustafa: Die wirtschaftliche Entwicklung des Iran seit dem zweiten Weltkrieg unter dem Gesichtspunkt der außenwirtschaftlichen Verflechtung, Centaurus-Verlag, 1992, S.12-14

[2] Panahi, Bahram: Erdöl, Gegenwart und Zukunft des Iran, Böhlau Verlag. 1975, S.12

[3] Schweizer, Gerhard: Iran, Drehscheibe zwischen Ost und West, Klett-Cotta 1991, S.212

[4] Gronke, Monika: Geschichte Irans, C.H. Beck 2003, S.70-71

[5] ebd., S.81-82

[6] Motadel, Iradj: Iran, Von der Schah-Dynastie zum islamischen Gottesstaat, Centaurus 1987, S.23-25

[7] Schweizer, Gerhard: Iran, Drehscheibe..., S.249-250

[8] Panali, Bahram: Erdöl, S.2

[9] Schweizer, Gerhard: Iran, Drehscheibe..., S.250

[10] Gronke, Monika: Geschichte Irans, S.96-97

[11] ebd., S.97

[12] Zürrer, Werner: Persien zwischen England und Russland 1918-1925, Lang 1978, S.193

[13] Motadel, Iradj: Iran, von der Schah-Dynastie...,S.23-25

[14] Panahi, Bahram: Erdöl..., S.2

[15] Hirschfeld, Yair,P.: Deutschland und Iran im Spielfeld der Mächte, Droste Verlag 1980, S.17

[16] Zürrer, Werner. Persien zwischen..., S.193

[17] ebd., S.192

[18] Towfigh, Ebrahim: Modernisierung und postkoloniale Herrschaft in Iran, IKO 2000, S. 141-142

Ende der Leseprobe aus 28 Seiten

Details

Titel
Der Iran im Zweiten Weltkrieg
Untertitel
Der Iran unter den Westmächten und seine Entwicklung
Hochschule
Universität Duisburg-Essen
Note
2,5
Autor
Jahr
2005
Seiten
28
Katalognummer
V53230
ISBN (eBook)
9783638487375
ISBN (Buch)
9783638848671
Dateigröße
589 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Iran, Zweiten, Weltkrieg
Arbeit zitieren
Sara Afra (Autor), 2005, Der Iran im Zweiten Weltkrieg, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/53230

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