Zwischen den zwei nebeneinander aufgebauten Parcouren werde ich einen Abstand von etwa 3 Metern einhalten, sodass sich die zwei Teams nicht in die Quere kommen.
Selbstverständlich ist die obige Skizze nicht maßstabsgetreu. Die einzelnen Geräte verteile ich mit verschiedenen Abständen längs des Hallenviertels. Der Start wird mit Slalomstangen (=Stange in Ständer, steht hochkant; genaue Bezeichnung nicht bekannt) gekennzeichnet.
Regeln: Kinder, die z.B. ein Slalomhütchen auslassen oder nicht beim Kasten durchkriechen müssen den Durchgang nochmals am Start beginnen, bzw. vom Hallenende, falls sie auf dem Rückweg „schummeln“.
Inhaltsverzeichnis
1. Vorstellung des Angebotes
2. Begründung des Angebotes
3. Lernziele
4. Organisatorische Vorbereitung
4.1. Raum
4.2. Material
5. Methodischer Verlauf
6. Mögliche Schwierigkeiten
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser sportpädagogischen Ausarbeitung ist die Durchführung eines abwechslungsreichen Staffellaufs, der durch die Integration kognitiver und geschicklichkeitsorientierter Elemente eine ganzheitliche Förderung der Kinder in der Mittagsbetreuung anstrebt. Die zentrale Forschungsfrage bzw. didaktische Intention liegt darin, wie sportliche Betätigung unter Zeitdruck mit Denk- und Merkaufgaben verknüpft werden kann, um sowohl die physische Aktivität als auch die sozialen und kognitiven Fähigkeiten der Teilnehmenden gezielt anzusprechen.
- Verknüpfung von grobmotorischen Bewegungsabläufen mit Denksportaufgaben
- Förderung der Teamfähigkeit und sozialen Interaktion in heterogenen Gruppen
- Stärkung der Frustrationstoleranz und Akzeptanz von Regelwerk
- Kognitive Anforderung unter erschwerten Bedingungen (Zeitdruck)
- Flexibler methodischer Aufbau zur Anpassung an Gruppengröße und Zeitvorgaben
Auszug aus dem Buch
1. Vorstellung des Angebotes
Für diesen Dienstag habe ich mir einen besonderen Staffellauf ausgedacht. Hier müssen die Kinder einen Parcours (siehe Skizze) durchlaufen und zusätzlich in den drei Durchläufen drei verschiedene Aufgaben im Team bewältigen. Die Aktivität besteht also aus einer Staffel, einem Geschicklichkeitsparcours und drei verschiedenen Denk- und Glücksspielen.
Anders als beim typischen Staffellauf, bei dem ein Stab oder Ähnliches von Teammitglied zu Teammitglied befördert wird, stehen bei diesem Lauf alle Teammitglieder jeden Teams in einer Reihe und müssen die Hindernisse des Parcours bis ans Ende der Halle durchlaufen. Bei jedem Durchlauf wartet eine andere Aufgabe am Ende der Halle. Auf dem Rückweg zum Team werden die Hindernisse nochmals überquert. Angekommen beim Team, darf der nächste loslaufen bis alle Teammitglieder den Parcours durchlaufen haben.
Bei den verschiedenen Durchläufen sind insgesamt 5 Punkte zu erreichen. Ein Unentschieden ist somit ausgeklammert.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Vorstellung des Angebotes: Dieses Kapitel erläutert den speziellen Aufbau des Staffellaufs, bei dem sportliche Hindernisse mit drei verschiedenen kognitiven Aufgaben kombiniert werden.
2. Begründung des Angebotes: Hier wird der Entstehungsprozess der Einheit beschrieben, die als improvisierte Alternative zu einem gescheiterten Projekt entstand und sich durch die Vielseitigkeit der Kinder als motivierend erwies.
3. Lernziele: Dieses Kapitel definiert die angestrebten sozialen, motorischen und kognitiven Kompetenzen, wie Teamfähigkeit, Geschicklichkeit und Merkfähigkeit unter Zeitdruck.
4. Organisatorische Vorbereitung: Es werden die räumlichen Voraussetzungen sowie die detaillierte Materialliste für die drei verschiedenen Durchläufe aufgeführt.
5. Methodischer Verlauf: Dieser Abschnitt beschreibt den exakten Ablaufplan der Betreuung, inklusive Begründungen für die pädagogischen Entscheidungen bei der Gruppeneinteilung und Regelvermittlung.
6. Mögliche Schwierigkeiten: Hier werden präventive Lösungsstrategien für potenzielle Probleme wie schwankende Teilnehmerzahlen, Zeitmangel oder Regelverstöße durch die Kinder dargelegt.
Schlüsselwörter
Staffellauf, Mittagsbetreuung, Parcours, Teamfähigkeit, Geschicklichkeit, Merkfähigkeit, Kognitive Spiele, Sportpädagogik, Regelverständnis, Gruppenarbeit, Bewegungsförderung, Zeitdruck, Interaktion, Frustrationstoleranz, Pädagogische Planung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit stellt ein sportpädagogisches Konzept für eine Mittagsbetreuung vor, das klassische Staffelläufe durch den Einbau von Denk-, Merk- und Geschicklichkeitsaufgaben erweitert.
Was sind die zentralen Themenfelder der Ausarbeitung?
Die Schwerpunkte liegen auf der spielerischen Verbindung von Sport und Kognition, der Förderung sozialer Kompetenzen durch Teamarbeit sowie der methodischen Planung von Bewegungsangeboten.
Was ist das primäre Ziel des Angebots?
Das primäre Ziel ist es, den Kindern durch ein abwechslungsreiches Mannschaftsspiel Spaß an der Bewegung zu vermitteln und gleichzeitig ihre individuellen Fähigkeiten in den Bereichen Merkfähigkeit, Teamgeist und Geschicklichkeit zu fordern.
Welche wissenschaftliche Methode wird in diesem Kontext verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer handlungsorientierten pädagogischen Planung, die durch Reflektion und schrittweise methodische Anpassungen an die Bedürfnisse der Kinder optimiert wurde.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der Spiel-Durchläufe (Bingo, Gegenstände merken, Rechtschreibfehler finden), die pädagogische Begründung, Lernziele sowie die detaillierte organisatorische und methodische Vorgehensweise.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die zentralen Begriffe sind Staffellauf, Teamfähigkeit, Kognitive Spiele, Bewegung, Merkfähigkeit, Sportpädagogik und Methodik.
Warum wurde bei Durchlauf 3 ausgerechnet eine Rechtschreibübung gewählt?
Dies dient dazu, die sportliche Aktivität mit schulischen Basiskompetenzen zu verknüpfen und durch den "Lehrer-Aspekt" (Rotstift-Korrektur) einen spielerischen Perspektivwechsel für die Kinder zu ermöglichen.
Wie reagiert die Autorin auf Regelverstöße während der Parcours-Durchläufe?
Bei bewusstem Schummeln werden die Regeln nochmals deutlich erläutert und entsprechende Konsequenzen ausgesprochen, um faire Bedingungen für beide Mannschaften zu gewährleisten.
Was passiert, wenn die Zeit für alle drei Durchläufe nicht ausreicht?
Die Autorin ist auf Flexibilität ausgelegt und würde in diesem Fall die Übung nach zwei Durchgängen abbrechen und die Fortsetzung für den folgenden Termin einplanen.
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- Melanie Pföhler (Author), 2006, Mittagsbetreuung für Kinder: Staffel mal anders, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/53306