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Sensorische Integration und ihre Störungen nach dem Konzept von Anna Jean Ayres

Title: Sensorische Integration und ihre Störungen nach dem Konzept von Anna Jean Ayres

Seminar Paper , 2002 , 17 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Daniela Burghardt (Author)

Psychology - General
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Als sensorische Integration bezeichnet man die ordnungsgemäße Verarbeitung von Sinnesreizen. Sehen, Riechen, Schmecken, Hören, Fühlen und das Gleichgewicht halten sind Sinne, die jeder von uns tagtäglich wie selbstverständlich und meistens unbewusst benutzt. Dennoch treten bei Kindern nicht selten Wahrnehmungsstörungen auf, die sich in den verschiedensten Symptomen wie Unkonzentriertheit, Herumzappeln oder Ungeschicktheit äußern. Oftmals werden diese Wahrnehmungsstörungen jedoch nicht als solche erkannt und können demnach auch nicht entsprechend therapiert werden. Diese Arbeit erläutert das Konzept der Sensorischen Integration und ihre Störungen nach dem Konzept von Anna Jean Ayres.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Sensorische Integration

1. Überblick über das Nervensystem

2. Was ist Sensorische Integration?

3. Die 4 Ebenen der Sensorischen Integration

III. Störungen der Sensorischen Integration und ihre Auswirkungen

IV. Entwicklung von Einzelfertigkeiten

V. Schlusswort

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit setzt sich zum Ziel, das von Anna Jean Ayres entwickelte Konzept der sensorischen Integration sowie die damit verbundenen Störungen im Kindesalter detailliert darzulegen. Dabei wird untersucht, wie eine fehlerhafte Verarbeitung von Sinnesreizen im Gehirn die kindliche Entwicklung beeinflusst und zu Verhaltens- sowie Lernauffälligkeiten führen kann.

  • Phylogenetischer Aufbau und Funktion des menschlichen Nervensystems
  • Definition und Wirkweise der sensorischen Integration
  • Die vier Entwicklungsebenen der sensorischen Integration nach Ayres
  • Auswirkungen von Störungen der sensorischen Integration auf das Kindesverhalten
  • Kompensationsmechanismen durch die Entwicklung von Einzelfertigkeiten

Auszug aus dem Buch

3. Die 4 Ebenen der Sensorischen Integration

Nach AYRES läuft die Sensorische Integration im Kindesalter in 4 Ebenen ab. Abbildung 2 (S. 8) zeigt unterschiedliche Arten Sensorischer Integration. In der ersten Spalte ganz links sind die wichtigsten Sinnesorgane aufgeführt. In den Ebenen 1 - 3 findet die Integration der Reize, die auf die Sinnesorgane einwirken, statt. Bei Ebene 4 wird beschrieben, welche Endprodukte aus einer erfolgreichen Sensorischen Integration resultieren.

Obwohl hier von Ebenen die Rede ist, ist die Entwicklung bis hin zur vierten Ebene eine fließende, wie die Pfeile im unteren Teil der Abbildung verdeutlichen sollen. Die Endprodukte werden nicht automatisch erreicht, sondern sind das Endergebnis vieler Jahre der Entwicklung und Reizverarbeitung im Gehirn. Die Sensorische Integration ist ein fließender Prozess, das Erreichen der einzelnen Integrationsebenen macht erst das vorrücken zu nächsten Ebene möglich. Jede neue Entwicklungsstufe ist also vom Stand der Entwicklung der vorherigen abhängig. Neue Fähigkeiten können die alten Strukturen niemals ersetzen, wenn sie sie auch verfeinern und verändern mögen. Es kann keine Ebene übersprungen werden. Das Kind bewegt sich immer auf mehreren Ebenen zugleich und lernt gleiche oder ähnliche Dinge immer wieder, zuerst beim Krabbeln, dann beim Laufen und Rennen und später dann beim Rollschuhfahren.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Die Einleitung führt in die Bedeutung der Wahrnehmung ein und erläutert, dass Wahrnehmungsstörungen bei Kindern oft fälschlicherweise als Fehlverhalten interpretiert werden, statt als minimale Hirnstörungen erkannt zu werden.

II. Sensorische Integration: Dieses Kapitel erläutert den Aufbau des Nervensystems als Grundlage der Wahrnehmung und definiert das Konzept der sensorischen Integration als Ordnungsprinzip für Sinnesreize.

III. Störungen der Sensorischen Integration und ihre Auswirkungen: Hier wird dargelegt, wie Defizite in den verschiedenen Integrationsebenen zu Lern- und Verhaltensstörungen führen können, da die notwendigen Basisfunktionen im Gehirn nicht korrekt verarbeitet werden.

IV. Entwicklung von Einzelfertigkeiten: Das Kapitel beschreibt, wie Kinder versuchen, durch das mühsame Erlernen isolierter Fertigkeiten ihre Defizite in der sensorischen Integration zu kompensieren, was jedoch keine wirkliche Teilhabe an normalen Funktionen ermöglicht.

V. Schlusswort: Das Fazit fordert eine intensivere Aufklärung von Eltern und Lehrern sowie die vermehrte Durchführung standardisierter Tests, um Wahrnehmungsstörungen frühzeitig durch gezielte Therapie behandeln zu können.

Schlüsselwörter

Sensorische Integration, Wahrnehmungsstörungen, Kindesalter, Nervensystem, Anna Jean Ayres, Lernstörungen, Verhaltensstörungen, Entwicklungsstufen, Reizverarbeitung, Kompensation, Einzelfertigkeiten, SCSIT, Frühförderung, Hirnfunktionen, Ergotherapie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Theorie der sensorischen Integration nach Anna Jean Ayres und untersucht, wie die Verarbeitung von Sinneseindrücken im Kindesalter funktioniert und welche Folgen Störungen in diesem Prozess haben.

Welches sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Funktionsweise des Zentralnervensystems, die vier Ebenen der sensorischen Integration, die Symptomatik von Wahrnehmungsstörungen sowie die Möglichkeiten der frühzeitigen Diagnostik.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, ein besseres Verständnis für Kinder mit Wahrnehmungsstörungen zu schaffen, damit diese nicht länger als "schlecht erzogen" missverstanden, sondern als Kinder mit einer spezifischen neurologischen Integrationsstörung erkannt werden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse der Werke von Anna Jean Ayres sowie ergänzender Fachliteratur zur ganzheitlichen sensorischen Integration.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der neurophysiologischen Grundlagen, die detaillierte Beschreibung der vier Entwicklungsebenen sowie die Analyse, wie sich Störungen auf den jeweiligen Ebenen manifestieren und welche kompensatorischen Verhaltensweisen Kinder entwickeln.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie sensorische Integration, Wahrnehmungsstörungen, neuronale Entwicklung, Kompensation, Hirnstammfunktionen und frühzeitige Förderung charakterisiert.

Warum ist die Unterscheidung zwischen "Krankheit" und "Störung der sensorischen Integration" so wichtig?

Die Arbeit betont, dass es sich nicht um einen Hirnschaden oder eine klassische Krankheit handelt, sondern um eine spezifische Problematik der Reizverarbeitung. Dies ist entscheidend, um den Druck von den Kindern zu nehmen und den Fokus auf therapeutische Unterstützung statt auf bloße Disziplinierung zu legen.

Welche Rolle spielt die Entwicklung von Einzelfertigkeiten für betroffene Kinder?

Einzelfertigkeiten dienen als notwendige, aber ineffiziente Kompensationsstrategien. Da die zugrundeliegende sensorische Basis fehlt, müssen Kinder für jede neue Anforderung hart arbeiten, ohne dass sie die erworbenen Fähigkeiten auf andere Lebensbereiche transferieren können.

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Details

Title
Sensorische Integration und ihre Störungen nach dem Konzept von Anna Jean Ayres
College
University of Augsburg  (Lehrstuhl für Psychologie)
Course
Wahrnehmung und Sensorische Integration im Kindesalter
Grade
1,3
Author
Daniela Burghardt (Author)
Publication Year
2002
Pages
17
Catalog Number
V5331
ISBN (eBook)
9783638132466
ISBN (Book)
9783638770927
Language
German
Tags
Wahrnehmung Sensorik Sensorische Integration Ayres
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Daniela Burghardt (Author), 2002, Sensorische Integration und ihre Störungen nach dem Konzept von Anna Jean Ayres, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/5331
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