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Der Herodianische Tempel

Title: Der Herodianische Tempel

Term Paper , 2005 , 47 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Miriam Kleinemas (Author)

Theology - Miscellaneous
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„Wer den Tempel des Herodes nicht gesehen hat, hat noch kein wahrhaft schönes Gebäude gesehen.“
Dieses Sprichwort, das aus der Zeit des Herodianischen Tempels stammt lässt erahnen, dass es sich um einen prächtigen Bau gehandelt haben muss. Diese Pracht bzw. das Aussehen und der Aufbau des Tempels, aber auch dessen Funktionen geben sehr viele verschiedene Quellen wieder. Die Bücher von Flavius Josephus gehören einer dieser Quellen an. Er lebte zur Zeit des Tempels und beschrieb in seinen Büchern das Aussehen des Tempels sowie den dort stattfindenden Kult. Neben ihm gab es noch andere, wie zum Beispiel Philo von Alexandria. Auch er hat Bücher verfasst in denen er auf die Kulthandlungen der damaligen Zeit eingeht. Eine andere Quelle ist die Tora. Sie beinhaltet wichtige Gesetzte und Kultvorschriften und ist für das Judentum und das Christentum von Bedeutung. Im Christentum heißt die Tora „die fünf Bücher Mose“. Der „Talmud“, ein jüdisches Buch, das aus der „Mischna“ und der „Gemara“ besteht, darf auch nicht unerwähnt bleiben. Diese Schriften enthalten Bestimmungen zum Kult und Maßangaben zum Tempel. Weitere wichtige jüdische Schriften, bezogen auf den Herodianischen Tempel sind die „Tosefa“ und der „Midraschim“. Als letzte Quelle ist die Archäologie zu nennen. Archäologen haben es durch ihre Untersuchungen geschafft, einzelne Teile des Tempels zu rekonstruieren. Hilfreich waren ihnen dabei einerseits die Überbleibsel einzelner Teile des Tempels (z.B. Mauerreste) aber auch durch Ausgrabungen gefundene Gegenstände aus der damaligen Zeit. Zum Beispiel Münzen, die den Tempel zeigen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Funktionen von Kultbauten allgemein

3. Geschichtliche und religiöse Einordnung des Herodianischen Tempels

4. Die Tempelanlage

4.1. Das Tempelplateau

4.2. Der Tempel

4.2.1. Der Eingang

4.2.2. Die drei Vorhöfe

4.2.3. Das Innere

5. Die liturgische Bedeutung des Herodianischen Tempels

5.1. Das Kultpersonal

5.2. Das Opfer

6. Der Tempel heute – Die Klagemauer

Schluss

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht den Herodianischen Tempel in Jerusalem, wobei die Hauptzielsetzung darin besteht, seine architektonischen Strukturen und liturgischen Funktionen im Kontext jüdischer Kulthandlungen darzustellen und einzuordnen. Dabei wird der Frage nachgegangen, wie sich die architektonische Gestaltung und das Kultgeschehen wechselseitig bedingen und welche Bedeutung der Tempel – sowie sein heutiges Relikt, die Klagemauer – für das religiöse Leben darstellt.

  • Historische und religiöse Einordnung des Tempelbaus
  • Analyse der architektonischen Struktur und der verschiedenen Tempelabschnitte
  • Untersuchung des Kultpersonals und der liturgischen Hierarchien
  • Darstellung der Opferrituale und deren religiöse sowie soziale Bedeutung
  • Bedeutung der Klagemauer als heute existierendes Überbleibsel und Wallfahrtsort

Auszug aus dem Buch

4.2.3. Das Innere

Von dem „Vorhof der Priester“ gelangte man in Richtung Westen über eine Treppe und durch einen Vorhang in die Vorhalle (siehe Abb. 4, Nr. 37, S. 38). „Links und rechts im Eingang befanden sich Ablagefächer für die Opfermesser“ (siehe Abb. 4, Nr. 38, S. 38). Dort standen zwei Tische, einer aus Marmor und der andere aus Gold. „Auf dem marmornen legte man das neue Schaubrot, und auf den goldenen lag das alte, das sich zuvor im Heiligtum befunden hatte.“ Original übersetzt heißt Schaubrot „Brot des Angesichts.“ Insgesamt lagen auf den Tischen zwölf Brote. Die Zahl zwölf soll die Stämme Israels repräsentieren. Die Brote symbolisierten Gottes Gegenwart. Dieser Gegenwart verdankten die Israeliten wiederum ihr Brot und Leben.

Außer den gerade genannten Gegenständen bewahrte man noch weitere so genannte „geweihte Gaben“ in der Vorhalle auf: „den goldenen Leuchter, den die zum jüdischen Glauben übergetretene Königin [namens Helena, die Verf.] aus Adiabene mitgebracht hatte, zwei goldene Kronen, die die Makkabäer hinterlassen hatten, und andere Geschenke.“ In das Heiligtum gelangte man durch eine „vergoldete Flügeltür und einem „Vorhang in den vier Farben des Tempels (leinenweiß, blau, scharlach und purpur)“ (siehe Abb. 4, Nr. 41, S. 38). Jede der Farben hatte eine Bedeutung. Das Scharlachrot symbolisiert das Feuer, das Gelb die Erde, das Blau die Luft und das Purpur das Meer.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung stellt die Quellenlage und die Zielsetzung der Arbeit vor, wobei die Schwierigkeiten bei der Rekonstruktion eines antiken Bauwerks aus verschiedenen historischen Quellen thematisiert werden.

2. Funktionen von Kultbauten allgemein: Hier werden theoretische Grundlagen zu Kultbauten definiert und allgemeine religiöse Funktionen sowie die Verzahnung von Architektur und Ritus erläutert.

3. Geschichtliche und religiöse Einordnung des Herodianischen Tempels: Dieses Kapitel behandelt die Vorgeschichte des Ortes, den Bau durch Herodes sowie die Zerstörung des Tempels im Jahr 70 n. Chr. und seine Bedeutung für Judentum und Christentum.

4. Die Tempelanlage: Dieser Abschnitt beschreibt detailliert die architektonischen Bestandteile des Tempels, vom Tempelplateau über die Vorhöfe bis hin zum Allerheiligsten.

5. Die liturgische Bedeutung des Herodianischen Tempels: Das Kapitel befasst sich mit der hierarchischen Ordnung des Kultpersonals sowie den verschiedenen Arten der Opferrituale und deren religiöser Symbolik.

6. Der Tempel heute – Die Klagemauer: Der letzte Teil betrachtet die Klagemauer als Überbleibsel des Tempels und zeigt auf, wie diese heute als zentraler Ort jüdischer Wallfahrt und religiöser Praxis fungiert.

Schlüsselwörter

Herodianischer Tempel, Jerusalem, Judentum, Kultbauten, Architektur, Liturgie, Opferrituale, Hohenpriester, Leviten, Klagemauer, Allerheiligstes, Brandopfer, Sündopfer, Wallfahrtsort, Religion

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der detaillierten Beschreibung und Einordnung des Herodianischen Tempels in Jerusalem, unter besonderer Berücksichtigung seiner architektonischen Struktur und seiner Funktionen für das jüdische Religionsleben.

Welche zentralen Themenfelder deckt der Text ab?

Zentrale Felder sind die historische Einordnung, die bauliche Gliederung der Anlage, die Organisation des Kultpersonals, die Systematik der Opferrituale sowie die heutige Bedeutung der Klagemauer.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die Funktionsweisen des Tempels im Kontext der allgemeinen Religionswissenschaft zu beleuchten und aufzuzeigen, wie bauliche Gegebenheiten und rituelle Handlungen eine Einheit bilden.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Verfasserin nutzt eine literarische Analyse von Primärquellen wie Josephus, der Tora und dem Talmud sowie wissenschaftlicher Fachliteratur, um den Tempel und dessen Kult zu rekonstruieren.

Was behandelt der Hauptteil der Arbeit?

Der Hauptteil analysiert schrittweise den Aufbau des Tempelplateaus und der verschiedenen Innenbereiche sowie die liturgische Hierarchie und die detaillierten Abläufe der Opferdienste.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Tempelarchitektur, Kultpersonal, Opferrituale, Heiligkeit, Jerusalem, Judentum und Klagemauer maßgeblich definiert.

Warum ist die Unterscheidung in verschiedene "Vorhöfe" innerhalb des Tempels so wichtig?

Die Vorhöfe spiegeln die hierarchische Abstufung der Heiligkeit wider. Der Zugang zu den spezifischen Bereichen war streng nach Status und ritueller Reinheit geregelt, was die Ordnung des Kultes verdeutlicht.

Welche Rolle spielt die Klagemauer im heutigen Kontext?

Die Klagemauer dient als zentraler Ort des Gedenkens und des Gebets. Sie knüpft an die Traditionen des einstigen Tempels an und fungiert für Juden weltweit als eine essenzielle Schnittstelle zu Gott.

Inwiefern beeinflussten architektonische Gegebenheiten die Opferrituale?

Die Architektur wurde spezifisch für die Ausübung des Kultes gestaltet (z.B. der große Altar mit Auffangbecken für Wasser und Räumen für die Fleischverarbeitung), was zeigt, dass die Kulthandlungen den architektonischen Aufbau maßgeblich bedingten.

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Details

Title
Der Herodianische Tempel
College
Bielefeld University
Course
Kultbauten in den Religionen
Grade
1,3
Author
Miriam Kleinemas (Author)
Publication Year
2005
Pages
47
Catalog Number
V53325
ISBN (eBook)
9783638488044
Language
German
Tags
Herodianische Tempel Kultbauten Religionen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Miriam Kleinemas (Author), 2005, Der Herodianische Tempel, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/53325
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