Weltweit haben die Topunternehmen erkannt, dass es nicht mehr ausreicht, genauso gut oder nur geringfügig besser zu sein als der Durchschnitt in der jeweiligen Branche. Unternehmen die in Zukunft den Markt aktiv mitgestalten möchten, müssen heute schon zu Spitzenleistungen im Stande sein. Um Konkurrenz- und Überlebensfähig zu sein, genügt es nicht mehr, am Wettbewerb teilzunehmen, sondern sich an den Besten der Besten zu messen. Hier kommt der Begriff Benchmarking als neuer Denkansatz im Management ins Spiel! Dabei stellt Benchmarking ein wertvolles Instrument für die fünf wesentlichen Bereiche von TQM (Total Quality Management) dar: Kundenorientierung, Prozessverbesserung, Verantwortungsübertragung, ständige Ergebnismessung und aktive Führung durch das Top-Management.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Begriffserklärung
3. Ziele des Benchmarking
4. Formen des Benchmarking
4.1 Internes Benchmarking
4.1.1 Unternehmensbezogenes Benchmarking
4.1.2 Konzernbezogenes Benchmarking
4.2 Externes Benchmarking
4.2.1 Marktbezogenes Benchmarking
4.2.2 Branchenbezogenes Benchmarking
4.2.3 Branchenunabhängiges Benchmarking
5. Entwicklungsstufen
6. Informationsbeschaffung
7. Code of Conduct
8. Durchführung eines Benchmarking Prozesses
9. Beispiele aus der Industrie
10. Rangliste renommierter Unternehmen
11. Zusammenfassung/Fazit
Zielsetzung und thematische Schwerpunkte
Die vorliegende Arbeit untersucht Benchmarking als strategisches Managementinstrument, um durch systematische Leistungsvergleiche mit den Besten der Branche oder darüber hinaus Spitzenleistungen und Wettbewerbsvorteile zu erzielen.
- Grundlagen und Definitionen des Benchmarking
- Systematik der verschiedenen Benchmarking-Formen
- Methodik der Informationsbeschaffung und des Benchmarking-Prozesses
- Einhaltung ethischer Standards durch den Code of Conduct
- Praxisbeispiele zur Prozessoptimierung in der Industrie
Auszug aus dem Buch
4.2.3 Branchenunabhängiges Benchmarking
Der Knackpunkt zu langfristigen Erfolgen liegt nicht in der Adaption von Prozessen oder Abläufen der Konkurrenten, sondern in der Überlegenheit des eigenen Unternehmens. Um sich an den Besten der Besten messen zu können müssen branchenunabhängig neue innovative Praktiken losgelöst von der Quelle gesucht werden. Hier ist es wichtig, völlig neue, untypische Wege zu finden, um der Konkurrenz voraus zu sein. Man geht davon aus, dass bestimmte Prozesse und Abläufe die sich branchenunabhängig bewährt haben, mit geringem Aufwand auf das eigene Unternehmen übertragen lassen. Der größte Unterschied zu branchenabhängigen besteht darin, sich mit den besten und angesehensten Firmen der Welt zu vergleichen und nicht nur mit dem Branchenführer. Ein Nachteil hierbei ist die zeitaufwendige Analyse und der schwierige Transfer der Ideen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung verdeutlicht, dass Unternehmen zur Sicherung ihrer Wettbewerbsfähigkeit Spitzenleistungen erbringen müssen und Benchmarking als Instrument zur Unterstützung des TQM dient.
2. Begriffserklärung: Dieses Kapitel erläutert die Herkunft und Definition von Benchmarking als kontinuierliches Messen der eigenen Leistung an den Besten.
3. Ziele des Benchmarking: Hier werden die Optimierung wirtschaftlicher Kennzahlen und die verschiedenen Veränderungsklassen wie evolutionäre und revolutionäre Verbesserungen beschrieben.
4. Formen des Benchmarking: Dieses Kapitel differenziert zwischen internem Benchmarking (innerhalb eines Unternehmens/Konzerns) und externem Benchmarking (markt-, branchen- oder branchenübergreifend).
5. Entwicklungsstufen: Die Darstellung beschreibt die Entwicklung von der einfachen Produktanalyse bis hin zum globalen, strategischen Benchmarking.
6. Informationsbeschaffung: Dieses Kapitel behandelt die methodische Erhebung von Daten und die Bedeutung der Wahl geeigneter Informationsquellen.
7. Code of Conduct: Hier werden die neun Prinzipien für ein professionelles und ethisches Verhalten gegenüber Benchmarking-Partnern definiert.
8. Durchführung eines Benchmarking Prozesses: Das Kapitel erläutert den in sieben Schritte gegliederten Ablauf sowie die Anforderungen an das Benchmarking-Team.
9. Beispiele aus der Industrie: Praxisbeispiele wie Southwest Airlines oder Motorola illustrieren den Erfolg von Benchmarking-Projekten in der Industrie.
10. Rangliste renommierter Unternehmen: Dieses Kapitel nennt Beispiele für die weltweit angesehensten Unternehmen und die Kriterien für ihre Attraktivität.
11. Zusammenfassung/Fazit: Das Fazit resümiert die Bedeutung von Benchmarking als Hilfsmittel zur Schaffung einer lernenden Organisation und zur Sicherung der Zukunft im globalen Wettbewerb.
Schlüsselwörter
Benchmarking, Total Quality Management, Prozessoptimierung, Leistungsvergleich, Wettbewerbsfähigkeit, Internes Benchmarking, Externes Benchmarking, Code of Conduct, Prozessmanagement, Best Practices, Globalisierung, Unternehmensführung, Spitzenleistung, Kennzahlen, Lernende Organisation.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt Benchmarking als strategisches Managementinstrument, das Unternehmen dabei unterstützt, durch den systematischen Vergleich mit den Besten ihre eigenen Prozesse kontinuierlich zu verbessern.
Welches sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die verschiedenen Formen des Benchmarkings, die methodische Durchführung, die Informationsbeschaffung sowie die ethischen Grundsätze, die in einem Code of Conduct festgehalten sind.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Benchmarking dazu beiträgt, Spitzenleistungen zu erreichen und ein Unternehmen als lernende Organisation im globalen Wettbewerb zu positionieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, die Konzepte, Definitionen und Prozessmodelle des Benchmarkings aus der betriebswirtschaftlichen Fachliteratur zusammenführt und systematisiert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung, die verschiedenen Arten des Benchmarkings (intern/extern), die methodische Vorgehensweise und die Veranschaulichung durch Industrie-Fallbeispiele.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Benchmarking, Prozessoptimierung, Leistungsvergleich, Best Practices, Code of Conduct und Wettbewerbsfähigkeit.
Warum ist die Unterscheidung zwischen internem und externem Benchmarking wichtig?
Die Unterscheidung ist entscheidend, da sie den Fokus des Vergleichs bestimmt: Während internes Benchmarking auf die Effizienz innerhalb der eigenen Konzernstrukturen abzielt, hilft externes Benchmarking, den eigenen Standpunkt gegenüber dem globalen Wettbewerb und anderen Branchen zu bestimmen.
Was bedeutet das "Austauschprinzip" im Code of Conduct?
Das Austauschprinzip besagt, dass Benchmarking-Partner bereit sein müssen, Informationen gleicher Art und Vertraulichkeitsebene beidseitig zur Verfügung zu stellen, wobei Ehrlichkeit als Grundvoraussetzung gilt.
Welchen Stellenwert nimmt die Informationsbeschaffung ein?
Sie gilt als der zeitaufwendigste und umfangreichste Teil des Prozesses; die Qualität der gewählten Quellen und Daten entscheidet maßgeblich über das Niveau und den Erfolg der gesamten Analyse.
Wie lässt sich Benchmarking als "Frühwarnsystem" nutzen?
Durch die Anwendung objektiver Leistungskriterien dient Benchmarking als Frühwarnsystem, das Schwachstellen aufzeigt, bevor diese zu existenzbedrohenden Problemen werden, und somit den Veränderungsdruck visualisiert.
- Quote paper
- Rüdiger Biehl (Author), 2005, Formen, Ziele und Entwicklungsstufen des "Benchmarking", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/53326