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Krankenkassen - Finanzierbarkeit der Leistungen

Title: Krankenkassen - Finanzierbarkeit der Leistungen

Term Paper (Advanced seminar) , 2006 , 34 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Hannes Burkhalter (Author), Philipp Rufer (Author)

Business economics - General
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Die Finanzierbarkeitsproblematik der Krankenkassenleistungen ist ein allgegenwärtiges Thema. Die rasant steigenden Gesundheitskosten führen zu jährlich wachsenden Prämien, welche nicht selten einen so hohen Anteil an den Lebenshaltungskosten einnehmen, dass der Staat mit Subventionen unterstützend eingreiffen muss. Der Markt versagt und ein Ende dieser Tendenzen ist nicht absehbar. Die vorliegende Arbeit geht die Problematik der Finanzierbarkeit mittels eines bisher wenig genutzten Ansatzes an. Mit Hilfe des Sensitivitätsmodells von Professor Frederic Vester, werden die Krankenkassen in das System des Gesundheitswesens eingegliedert und die unterschiedlichsten Einflussfaktoren in einem fundierten Netzwerk verknüpft und einander gegenübergestellt. So entstehen Erklärungs- und Lösungsansätze, welche die Interessen der einzelnen Anspruchsgruppen sowie die Rückkoppelungen und Wechselwirkungen der Variablen untereinander berücksichtigen. Diese interdisziplinäre Betrachtungsweise hilft uns die Problematik vollumfänglicher zu erfassen und kritische Variabeln zielgerechter zu identifizieren als dies mit gängigen Ursache-Wirkungsmodellen der Fall ist. Starke Einfluss- sowie Lenkungsmöglichkeiten wurden für die Variablen „Politik“, „Technischer Fortschritt“, „Pharmabranche“, sowie „Medizinaltechnik“ eruiert. All diese Faktoren sind aber in einem Regelkreis, welcher die Finanzierbarkeit der Krankenkassenleistungen skizziert, einer Verhaltensänderung der Konsumenten sowie der Ärzte und Spitäler vorgelagert. Ein Umdenken innerhalb und zwischen den beteiligten Parteien ist daher von zentraler Bedeutung, um die sich zuspitzende Finanzierungsproblematik der Gesundheitskosten zu stoppen. Diese Verhaltensänderung kann aber, wie im weiteren Verlauf der Arbeit aufgezeigt, gezielt gefördert werden; Wenn Sparanreize für Ärzte und Spitäler wie auch für die Konsumentinnen und Konsumenten mittels umfassenden und adäquaten Programmen impliziert werden, können durchaus weitreichende Verbesserungen, über einen Rückgang der beanspruchten Leistungen oder deren Kosten, erreicht werden.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Problemstellung

1.2 Zielsetzung

1.3 Vorgehen

2. Krankenkassen im Wirkungsgefüge

2.1 Krankenkasse – Patient

2.2 Krankenkassen – Leistungserbringer

2.3 Leistungserbringer – Patient

2.4 Fazit

3. Allgemeine Aspekte der Systemtheorie

3.1 Entscheidungsproblematik

3.2 Denk- und Biokybernetische Modelle

3.3 Sensitivitätsmodell als Leitfaden

4. Anwendung Systemtheorie

4.1 Systembeschreibung und relevante Einflussgrössen

4.2 Das Sensitivitätsmodell

4.3 Die Einflussmatrix

4.4 Systemanalyse und Implikationen

4.4.1 Wirksame Schalthebel

4.4.2 Schwache Schalthebel

4.4.3 Beschleuniger/Katalysatoren

4.4.4 Unnütze und neutrale Eingriffe

5. Schlussfolgerungen und Ausblick

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit analysiert die Finanzierbarkeitsproblematik der Krankenkassen im schweizerischen Gesundheitswesen mittels systemtheoretischer Ansätze, um wirksame Steuerungshebel zu identifizieren und Lösungsstrategien für die steigende Kostenbelastung aufzuzeigen.

  • Systemtheoretische Analyse des Gesundheitswesens
  • Untersuchung der Akteursbeziehungen und Kostentreiber
  • Einsatz des Sensitivitätsmodells nach Frederic Vester
  • Identifikation von wirksamen und schwachen Schalthebeln
  • Diskussion von Verhaltensänderungen als zentraler Lösungsansatz

Auszug aus dem Buch

3.1 Entscheidungsproblematik

Die Gegebenheiten des Alltags bilden den Menschen aus, komplex zusammenhängenden Sachverhalten wo immer möglich aus dem Weg zu gehen und sich auf vielen Entscheidungsebenen auf einfache Ursache-Wirkungszusammenhänge zu beschränken. Dies bedeutet nichts anderes, als dass in der Praxis der wahren Beschaffenheit der Natur der Dinge nicht oder kaum Rechnung getragen wird. Vom Bewältigen alltäglicher persönlicher Schwierigkeiten bis hin zu Problemlösungsstrategien auf Managementebene bleibt die Vielschichtigkeit der Einflüsse auf eine Entscheidung oftmals unberücksichtigt. Der Mensch wird von klein auf darin geschult eine lineare Form des Denkens und Entscheidens zu adaptieren. Linear bedeutet hier, dass in einfach vorwärtsgerichteten Schemas gedacht und argumentiert und ein Zukunftsereignis als simple Fortsetzung der bisherigen Entwicklung prognostiziert wird. Ist man sich dieser Tatsache nicht bewusst fällt einem kaum auf wie allgegenwärtig solche (zu) trivialen Entscheidungsprozesse in unserem Leben sind.

Hierbei kommt deutlich eine gewisse Ohnmacht gegenüber dem Informations-Overkill unserer Zeit zum Vorschein. Da die Flut an Informationen kaum zu überschauen, geschweige den vollumfänglich zu verarbeiten ist, wird die Flucht in eine übertriebene Detailtreue der Konfrontation mit den riesigen Datenmengen rasch und gerne vorgezogen. Verliert man sich aber im Detail und spezialisiert sich auf einen kleinen Teil des ganzen Systems einer Entscheidungsfindung, stellt dies nichts anderes als einen Versuch dar die Lösung in ein Raster zu pressen, welches schon bald kaum mehr einen realen Bezug zu der wahren Problemstellung aufzuweisen vermag.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Beschreibt die Problemstellung der steigenden Gesundheitskosten, die Zielsetzung der systemtheoretischen Untersuchung sowie das methodische Vorgehen.

2. Krankenkassen im Wirkungsgefüge: Analysiert die komplexen Dreiecksbeziehungen zwischen Patienten, Leistungserbringern und Krankenkassen sowie deren Auswirkungen auf die Kostenentwicklung.

3. Allgemeine Aspekte der Systemtheorie: Führt in die Grundlagen des systemischen Denkens ein, thematisiert die menschliche Entscheidungsproblematik und erläutert das Sensitivitätsmodell als methodischen Leitfaden.

4. Anwendung Systemtheorie: Überträgt die systemtheoretischen Konzepte auf das schweizerische Gesundheitswesen, identifiziert Einflussgrössen und leitet mittels Einflussmatrix spezifische Handlungsimplikationen ab.

5. Schlussfolgerungen und Ausblick: Reflektiert die Ergebnisse der Analyse kritisch und betont die Notwendigkeit einer Verhaltensänderung der beteiligten Akteure als zentraler Hebel für die Zukunftsfähigkeit des Systems.

Schlüsselwörter

Gesundheitswesen, Krankenkassen, Finanzierbarkeit, Systemtheorie, Sensitivitätsmodell, Kostentreiber, Verhaltensänderung, Leistungserbringer, Prämien, Systemanalyse, Wirksame Schalthebel, Biokybernetik, Gesundheitskosten, Gesundheitsmanagement, Modellbildung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Finanzierbarkeit der Krankenkassenleistungen im schweizerischen Gesundheitswesen angesichts kontinuierlich steigender Gesundheitskosten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die Interdependenzen zwischen den Akteuren (Patienten, Ärzte, Krankenkassen), die Auswirkungen politischer Rahmenbedingungen und die Anwendung systemtheoretischer Modelle zur Problemanalyse.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, das Gesundheitssystem mittels des Sensitivitätsmodells zu durchleuchten, relevante Variablen zu identifizieren und wirksame Eingriffsmöglichkeiten zur Stabilisierung der Kostenentwicklung aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autoren nutzen das Sensitivitätsmodell nach Professor Frederic Vester, um ein komplexes Netzwerk von Einflussgrössen zu erstellen, deren Wirkungsstärken zu quantifizieren und strategische Handlungsoptionen abzuleiten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der konkreten Anwendung der Systemtheorie auf das Gesundheitswesen, der Beschreibung relevanter Einflussfaktoren und der detaillierten Analyse von Steuerungshebeln basierend auf Einflussmatrizen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Kernbegriffe umfassen Systemtheorie, Finanzierbarkeit, Krankenkassen, Sensitivitätsmodell, Kostentreiber und Verhaltensänderung.

Warum wird eine Verhaltensänderung als so wichtig eingestuft?

Das Modell zeigt, dass viele technische und ökonomische Faktoren vorgelagert sind, aber eine echte Stabilisierung nur durch ein Umdenken der Konsumenten und Leistungserbringer erreicht werden kann.

Wie bewerten die Autoren die Rolle der Politik?

Die Politik wird als wirksamer Schalthebel identifiziert, agiert aber aufgrund von Konsenszwängen und Interessenskonflikten oft zögerlich bei der Umsetzung grundlegender Systemreformen.

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Details

Title
Krankenkassen - Finanzierbarkeit der Leistungen
College
University of Zurich  (Institu für Strategie und Unternehmensökonomik)
Course
Performance Managment Systemtheorie
Grade
1,3
Authors
Hannes Burkhalter (Author), Philipp Rufer (Author)
Publication Year
2006
Pages
34
Catalog Number
V53337
ISBN (eBook)
9783638488105
Language
German
Tags
Krankenkassen Finanzierbarkeit Leistungen Performance Managment Systemtheorie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Hannes Burkhalter (Author), Philipp Rufer (Author), 2006, Krankenkassen - Finanzierbarkeit der Leistungen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/53337
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