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Die Effizienz von Qualitätszirkeln

Título: Die Effizienz von Qualitätszirkeln

Trabajo Escrito , 2001 , 29 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Tobias Kuhn (Autor)

Gestión de recursos humanos - Otros
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Einführung

Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Effizienz von Qualitätszirkeln(1). Das Konzept der QC ist eines der verbreitetsten Verfahren betrieblicher Gruppenarbeit in der heutigen Wirtschaft: Anfang 1990 hatte jedes zweite der 100 umsatzstärksten Unternehmen in Deutschland QC eingeführt und weitere 12 Prozent planten die
Einführung(2), in den USA hatten bereits 1985 etwa 90 Prozent der Fortune-500- Unternehmen QC eingeführt(3). Paradoxerweise aber stehen Qualität und Quantität der wissenschaftlichen Evaluation von QC im krassen Gegensatz zur praktischen Relevanz und zur weit verbreiteten „Effizienzgläubigkeit“, da es nur wenige, methodisch häufig fehlerhafte Studien zum Thema Effizienz von QC gibt(4).
Im folgenden soll zunächst versucht werden, einen kurzen Überblick über die Geschichte und die (mangelnde) Theorie der QC zu bieten. Weiterhin wird das heterogene Feld der vorhandenen Evaluationsstudien dargestellt und anhand methodischer Fundiertheit und Kriteriendimensionen geordnet und bewertet, wobei insbesondere die häufig auftretende Ambivalenz und Widersprüchlichkeit der
Ergebnisse beleuchtet und bewertet wird. Weiterhin werden zwei Beispiele für optimale, realisierbare Versuchspläne zur Evaluation der Effizienz von QC dargestellt; abschließend wird die Evaluationsforschung der QC einer zusammenfassenden Kritik unterzogen.
[...]
______
1 Im folgenden mit „QC“ abgekürzt.
2 Antoni, Bungard & Lehnert (1992, S. 118)
3 Lawler & Mohrmann (1985, S. 33)
4 Bungard & Wiendieck (1986, S. 281); Steel & Shane (1986, S. 450)

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

1.1 Geschichte

1.2 Idee

1.2.1 Definition QC

1.2.1 Effizienz und Effizienzkriteria

2. Theorie und Hypothesengraph

2.1 QC im Rahmen des TQM

2.2 QC im Rahmen der humanistischen organisationspsychologischen Theorien

2.3 QC im Rahmen weiterer theoretischer Konzepte

2.4 Ableitbare Hypothesen und Hypothesengraphen

3. Das klassische Experiment und allgemeine methodische Probleme

3.1 Das klassische Experiment

3.1.1 Hypothesen

3.1.2 Design

3.1.3 Ergebnisse

3.2 Allgemeine methodische Probleme

3.2.1 Identifikations- und Zurechnungsproblem

3.2.2 Verschiedene Unternehmensformen und –kulturen

3.2.3 Hawthorne-Effekt und Pygmalion-Effekt

3.2.4 Positive evaluation bias

3.2.5 Probleme von Fragebogenuntersuchungen

3.3 Kritik des klassischen Experimentes

4. Empirische Überprüfungen

4.1 Die Studie von Marks et al. (1986)

4.1.1 Hypothesen

4.1.2 Design

4.1.3 Ergebnisse

4.1.4 Kommentar

4.2 Die Studie von Buch & Spangler (1990)

4.2.1 Hypothesen

4.2.2 Design

4.2.3 Ergebnisse

4.2.4 Kommentar

4.3 Die Studie von Rafaeli (1985)

4.3.1 Hypothesen

4.3.2 Design

4.3.3 Ergebnisse

4.3.4 Kommentar

4.4 Die Studie von Domsch & Kunzmann (1992)

4.4.1 Hypothesen

4.4.2 Design

4.4.3 Ergebnisse

4.4.4 Kommentar

4.5 Metaanalysen

5. Beispiele möglicher Untersuchungsdesigns

5.1 Untersuchungsdesign zur Evaluation der Effizienz von QC

5.2 Strukturgleichungsmodell zur Konstruktvalidierung

6. Kritik

6.1 Fazit

7. Literatur

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht kritisch die Effizienz von Qualitätszirkeln (QC) als betriebliches Instrument der Gruppenarbeit. Das primäre Ziel ist es, den Gegensatz zwischen der hohen praktischen Verbreitung von QC und der mangelhaften wissenschaftlichen Evaluationslage zu analysieren und methodische Schwachstellen bestehender Studien aufzudecken.

  • Theoretische Einordnung von Qualitätszirkeln (TQM und humanistische Ansätze)
  • Analyse und Kritik klassischer empirischer Evaluationsstudien
  • Diskussion methodischer Probleme bei der Wirksamkeitsmessung von QC
  • Entwicklung optimierter Untersuchungsdesigns für die zukünftige Forschung

Auszug aus dem Buch

1.1 Geschichte

Die QC stammen ursprünglich aus den USA, wo die Qualitätskontrolle während des zweiten Weltkriegs gerade in der Rüstungsindustrie besonders perfektioniert worden war. In den 50er Jahren hielten die US-Amerikaner D.W.E. Deming und Dr. J.M. Juran in Japan Schulungen zum Thema „Management der Qualitätskontrolle“ ab, um die schlechte Qualität der japanischen Produkte der Nachkriegszeit zu verbessern. Dies führte dazu, dass zwischen 1955 und 1960 erstmals systematische Qualitätskontrolle in Japan angewendet wurde. Entstehungszeitpunkt für QC in Japan war April 1962; die neue Zeitschrift „Genba-to-QC“ (Qualitätskontrolle für Meister) rief hier mit großer Resonanz zur Neugründung von QC auf. 1985 ging man in Japan dann bereits von 1,3 Millionen registrierten QC mit über zehn Millionen Mitarbeitern aus.

Die Einführung der QC in Deutschland erfolgte erst später, und zwar Ende der 70er Jahre. Sowohl der wachsende Unmut über die noch immer weit verbreitete tayloristische Trennung zwischen Kopf- und Handarbeit mit gelegentlich grotesken Ausprägungen (z.B. der Vorstand eines Unternehmens entscheidet über den Speiseplan der Küche) und die Abkoppelung der Arbeitsmotivation von rein monetären Aspekten hin zu mehr Selbsterfüllung und intrinsischer Motivation bereiteten den Nährboden für eine Umwälzung der Arbeitsabläufe. Der eigentliche Anstoß resultierte jedoch aus der wirtschaftlichen Konfrontation und ernsthaften Auseinandersetzung mit japanischen Unternehmen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Dieses Kapitel skizziert die weite Verbreitung von Qualitätszirkeln und problematisiert das Fehlen fundierter wissenschaftlicher Evaluationsstudien.

2. Theorie und Hypothesengraph: Hier wird der theoretische Kontext von QC im Rahmen des Total Quality Managements und humanistischer Organisationstheorien erörtert sowie Hypothesen zur Wirksamkeit abgeleitet.

3. Das klassische Experiment und allgemeine methodische Probleme: Das Kapitel analysiert die klassische Studie von Griffin (1988) und erörtert grundlegende methodische Herausforderungen wie Validität und Störfaktoren.

4. Empirische Überprüfungen: Es werden vier bedeutende Studien sowie die Ergebnisse von Metaanalysen detailliert dargestellt, kritisch gewürdigt und hinsichtlich ihrer Aussagekraft bewertet.

5. Beispiele möglicher Untersuchungsdesigns: Dieses Kapitel präsentiert konkrete Ansätze für zukünftige, methodisch verbesserte Evaluationsdesigns und Konstruktvalidierungen mittels Strukturgleichungsmodellen.

6. Kritik: Das Kapitel bietet eine zusammenfassende Kritik an der gegenwärtigen Forschungspraxis und schließt mit einem Fazit zur Notwendigkeit theoretischer Überbauten.

7. Literatur: Dieses Kapitel listet sämtliche im Text zitierten Quellen und verwendeten Referenzen auf.

Schlüsselwörter

Qualitätszirkel, QC, Effizienz, Organisationspsychologie, Total Quality Management, Evaluationsforschung, Arbeitsmotivation, Produktivität, methodische Probleme, interne Validität, Hawthorne-Effekt, Metaanalyse, Partizipation, Gruppenarbeit, empirische Überprüfung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der wissenschaftlichen Bewertung der Effizienz von Qualitätszirkeln (QC), einem weit verbreiteten Instrument betrieblicher Gruppenarbeit.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen die theoretische Fundierung, die kritische Analyse empirischer Evaluationsstudien sowie die Diskussion methodischer Schwierigkeiten in der organisationspsychologischen Forschung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Diskrepanz zwischen der praktischen Nutzung von Qualitätszirkeln und der unzureichenden wissenschaftlichen Belegung ihrer Effizienz aufzuzeigen und Lösungsansätze für zukünftige Studien zu formulieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine literaturbasierte Analyse und kritische Evaluation vorhandener quasiexperimenteller Studien und theoretischer Konzepte, um Schwachstellen aufzudecken.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Herleitung, die Darstellung und Kritik von Einzelstudien (u.a. von Griffin, Marks et al.) sowie Vorschläge für optimierte Versuchsdesigns.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Qualitätszirkel, Effizienz, Organisationspsychologie, Evaluationsforschung, methodische Probleme und empirische Überprüfung sind die prägenden Begriffe.

Welche Rolle spielt der sogenannte "Honeymoon-Effekt"?

Der Honeymoon-Effekt beschreibt das Phänomen, dass die anfängliche Motivation und Produktivität in QC-Gruppen nach einer aktiven Phase kontinuierlich abnimmt, was zu einer Verschlechterung der Ergebnisse führt.

Warum ist eine interne Validität bei QC-Studien schwer zu erreichen?

Aufgrund der Komplexität von Organisationen als Feldumgebung ist eine vollständige Kontrolle von Störfaktoren, wie etwa Selektionseffekten oder der wirtschaftlichen Lage, im Vergleich zu Laborsituationen deutlich schwieriger.

Final del extracto de 29 páginas  - subir

Detalles

Título
Die Effizienz von Qualitätszirkeln
Universidad
RWTH Aachen University  (IfP)
Curso
Organisation und soziale Interaktion
Calificación
1,3
Autor
Tobias Kuhn (Autor)
Año de publicación
2001
Páginas
29
No. de catálogo
V534
ISBN (Ebook)
9783638103657
Idioma
Alemán
Etiqueta
Qualitätszirkel Kleingruppenarbeit
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Tobias Kuhn (Autor), 2001, Die Effizienz von Qualitätszirkeln, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/534
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