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Grund und Boden: Goethes Lyrik als Gelegenheitsdichtung. 'Es schlug mein Herz' oder 'Willkomm(en) und Abschied'

Title: Grund und Boden: Goethes Lyrik als Gelegenheitsdichtung. 'Es schlug mein Herz' oder 'Willkomm(en) und Abschied'

Term Paper (Advanced seminar) , 2005 , 28 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Tobias Schwarzwälder (Author)

German Studies - Modern German Literature
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Summary Excerpt Details

Mit dieser Seminararbeit möchte ich nicht nur eine reine Gedichtinterpretation im herkömmlichen Sinne aufweisen (Metrum, Reimschema, etc.), wie man es aus der Schule kennt bzw. in Interpretationsbüchern oder Reklamheften vorfindet, sondern auch den historischen Hintergrund, die Titelgebung bzw. Titeländerung und Titelinterpretation, den Zusammenhang des Gedichtes mit Goethes Privatleben (z.B. Friederike Brion), sowie die Involvierung dieses Gedichtes in die „Sesenheimer Lieder“ und „Sturm und Drang“ – Phase eruieren.

Kapitel 2 beschäftigt sich mit der Namensgebung des Gedichtes. Es ist sehr interessant sich mit dem Titel zu beschäftigen, da das zu interpretierende Werk einem Titelwechsel unterzogen wurde. Zudem spielt die Titelinterpretation eine relevante Rolle, da der Titel des Gedichtes eine Kongruenz mit einer preußischen Prügelstrafe im 18. Jahrhundert aufzuweisen hat.

Das dritte Kapitel beinhaltet die Eingliederung des Gedichtes in die „Sesenheimer Lieder“. Zudem spielt Goethes Privatleben und dessen Hinterleuchten eine nicht unwesentliche Rolle in diesem Kapitel, da eine private Begebenheit unseres Dichters den Anstoß zu diesem Gedicht gab. Ein weiterer Unterpunkt des dritten Kapitels wird die Einordnung des vorliegenden Werkes in die „Sturm und Drang“ – Phase und Empfindungslyrik darstellen.

Kapitel 4 beschäftigt sich speziell mit der Gedichtinterpretation. Hier wird der Text und seine Aussagen gründlichst geprüft und folge dessen Fazit gezogen. Ein weiteres Unterkapitel weist den erotischen Bezug des Gedichtinhaltes bzw. Titels mit der historischen Bedeutung des Begriffs „Willkomm(en) und Abschied“ auf.

Die Zusammenfassung findet sich im fünften Kapitel wider. Hier werden die relevantesten Aspekte der vorhergehenden Kapitel nochmals rezipiert.
Kapitel 6 weist das eigene Fazit auf, welches ich nach der Gedichtinterpretation, sowie dem Beschäftigen des historischen Hintergrundes ziehen kann.


Mit einem Zitat Ernst Jandls möchte ich nun meine Einleitung beenden und zum Hauptteil dieser Seminararbeit übergehen.

„Dichtung ist Distanzierung, und sie ist es um so zwingender, je mehr ein Erlebnis ihr Thema ist; nicht ihr Material, […], das nicht Sprache allein, sondern zugleich Dichtung ist, wie dieses Gedicht, »Willkommen und Abschied«, von Goethe.“

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Titelgebung und Titeländerung des Gedichtes

2.1 „Willkomm(en) und Abschied“ –Ein historischer Begriff

3 „Sesenheimer Lieder“

3.1 „Willkomm(en) und Abschied“ als Krone der „Sesenheimer Lieder“

3.2 „Willkomm(en) und Abschied“ –Empfindungs- und Naturlyrik

3.3 „Willkomm(en) und Abschied“ als „Sturm und Drang“ -Werk

4 Interpretation von „Willkomm(en) und Abschied“

4.1 Formaler Aufbau

4.2 Interpretation der Strophen 1 - 4

4.2 „Willkomm(en) und Abschied“ –Der Erotikbezug

5 Zusammenfassung

6 Fazit

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Seminararbeit verfolgt das Ziel, eine tiefgehende Analyse von Johann Wolfgang von Goethes Gedicht „Willkommen und Abschied“ zu erstellen, die weit über eine rein formale Gedichtinterpretation hinausgeht. Dabei wird insbesondere der historische Hintergrund der Titelgebung, die Einbettung in die „Sesenheimer Lieder“ und die „Sturm und Drang“-Phase sowie die psychologischen und erotischen Dimensionen des Werkes untersucht.

  • Analyse der historischen Bedeutung des Titels im Kontext preußischer Strafbestimmungen.
  • Untersuchung der biographischen Bezüge zu Goethes Zeit in Sesenheim.
  • Einordnung des Werkes als bedeutendes Zeugnis der „Sturm und Drang“-Epoche.
  • Interpretation der psychologischen Dynamik und Natursymbolik innerhalb des Gedichtes.
  • Reflektion über den erotischen Bezug und die Rolle der „Liebesgöttin“ in der Schlussbetrachtung.

Auszug aus dem Buch

4.1 Formaler Aufbau

Das Gedicht „Willkomm(en) und Abschied“ besteht aus 4 Strophen zu je 8 Versen. Es ist nach dem Kreuzreimschema aufgebaut. Das Versmaß weist einen vierhebigen Jambus mit alternierender Kadenz auf. Auf die neunsilbigen Verse fällt ein weiblicher Versausgang, auf die achtsilbigen ein männlicher Versausgang. Allerdings existieren auch Abweichungen im Gedicht. Vers 1 besitzt zum Beispiel eine Zäsur, die dem Leser sofort ins Auge springt. In den Versen 2, 17 und 19 befinden sich gegenmetrische Betonungen, sowie Enjambements. Unreine Reime kann man in den folgenden Versen beobachten: V. 5 / 7/ 17 /19 / 21 / 23 / 25 / 27 / 30 / 32. Diese Form der Lyrik hatte Goethe aus dem Volkslied übernommen. Aber auch das verwendete Jambusmetrum, die Strophenform, sowie der Kreuzreim erzeugen einen volksliedhaften Charakter.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung skizziert den Aufbau der Seminararbeit und setzt das Ziel, das Gedicht über die schulische Analyse hinaus historisch und biographisch einzuordnen.

2 Titelgebung und Titeländerung des Gedichtes: Dieses Kapitel befasst sich mit der wechselvollen Geschichte des Titels und dessen historischer Konnotation als preußischer Strafvollzugsterminus.

2.1 „Willkomm(en) und Abschied“ –Ein historischer Begriff: Hier wird der Titel explizit als Symbol für eine schwere körperliche Zuchthausstrafe im 18. Jahrhundert beleuchtet und mit dem juristischen Hintergrund des Dichters verknüpft.

3 „Sesenheimer Lieder“: Dieser Abschnitt ordnet das Werk in den Kontext der Sesenheimer Lieder ein und beleuchtet die Rolle von Goethes privatem Umfeld bei der Entstehung des Gedichtes.

3.1 „Willkomm(en) und Abschied“ als Krone der „Sesenheimer Lieder“: Die Analyse verdeutlicht, warum das Gedicht als herausragendes Beispiel für die Verbindung von Schilderung, Erzählung und lyrischer Form innerhalb dieses Liederzyklus gilt.

3.2 „Willkomm(en) und Abschied“ –Empfindungs- und Naturlyrik: Das Kapitel untersucht, wie Goethe Natur und menschliche Emotionen als Ausdrucksmittel miteinander verschränkt.

3.3 „Willkomm(en) und Abschied“ als „Sturm und Drang“ -Werk: Hier wird die Entwicklung des lyrischen Helden zum „empfindenden Menschen“ im Kontext der Umbrüche des 18. Jahrhunderts diskutiert.

4 Interpretation von „Willkomm(en) und Abschied“: Dieser Teil widmet sich der detaillierten Analyse des Textes unter Berücksichtigung von Wortwahl, Metrik und inhaltlichen Aspekten.

4.1 Formaler Aufbau: Eine Untersuchung des metrischen Aufbaus, des Reimschemas und der volksliedhaften Elemente des Werkes.

4.2 Interpretation der Strophen 1 - 4: Eine detaillierte Betrachtung der einzelnen Strophen hinsichtlich der psychologischen und seelischen Bewegungen des lyrischen Ichs.

4.2 „Willkomm(en) und Abschied“ –Der Erotikbezug: Eine Analyse des erotischen Untertons des Gedichtes sowie der symbolischen Bedeutung von Metaphern wie „Pferd“ und „Eiche“.

5 Zusammenfassung: Die Arbeit rekapituliert die Ergebnisse zur Titelgenese, zur Einordnung in die Sturm-und-Drang-Zeit und zur inhaltlichen Interpretation.

6 Fazit: Das Fazit bilanziert Goethes Beitrag zur Entwicklung eines modernen Weltverhältnisses durch dieses Gedicht.

Schlüsselwörter

Goethe, Willkommen und Abschied, Sesenheimer Lieder, Sturm und Drang, Lyrik, Literaturgeschichte, Preußisches Landrecht, Prügelstrafe, Empfindungslyrik, Naturlyrik, Erotik, Friederike Brion, Gedichtinterpretation, Individualität, Literaturwissenschaft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Seminararbeit?

Die Arbeit untersucht Johann Wolfgang von Goethes Gedicht „Willkommen und Abschied“ unter Berücksichtigung literaturhistorischer, biographischer und juristischer Aspekte.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind die Geschichte der Titelgebung, die historische Bedeutung von Strafbegriffen im 18. Jahrhundert, Goethes Sesenheimer Zeit und die Entwicklung des „empfindenden Menschen“.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist eine ganzheitliche Interpretation des Gedichtes, die das Werk als entscheidendes Bindeglied zwischen traditionellen Formen und dem neuen Individualitätsverständnis des Sturm und Drang verortet.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit kombiniert klassische Gedichtanalyse (Metrik, Reim, Struktur) mit historisch-philologischer Quellenarbeit und vergleichender Literaturanalyse.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Untersuchung der Namensgebung, die Einbettung in die „Sesenheimer Lieder“ und eine detaillierte, strophenweise Interpretation unter Einbeziehung erotischer und psychologischer Subtexte.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie „Sturm und Drang“, „Sesenheimer Lieder“, „juristische Doppelbelegung“, „Individualitätsverwirklichung“ und „erotische Metaphorik“ geprägt.

Welche Bedeutung hat der juristische Hintergrund in der Interpretation?

Der Titel wird als strafrechtlicher Terminus entlarvt, was eine neue, tiefergehende Interpretationsebene eröffnet, die Schuld und Sühne mit der Dichterliebe verbindet.

Inwiefern beeinflusste die Zeit in Sesenheim das Gedicht?

Die Beziehung zu Friederike Brion sowie der Aufenthalt in Straßburg lieferten den emotionalen und lebensweltlichen Ausgangspunkt für das Gedicht, das auf einer wahren Begebenheit basiert.

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Details

Title
Grund und Boden: Goethes Lyrik als Gelegenheitsdichtung. 'Es schlug mein Herz' oder 'Willkomm(en) und Abschied'
College
University Karlsruhe (TH)
Grade
2,0
Author
Tobias Schwarzwälder (Author)
Publication Year
2005
Pages
28
Catalog Number
V53417
ISBN (eBook)
9783638488761
ISBN (Book)
9783638684798
Language
German
Tags
Grund Boden Goethes Lyrik Gelegenheitsdichtung Herz Willkomm(en) Abschied
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Tobias Schwarzwälder (Author), 2005, Grund und Boden: Goethes Lyrik als Gelegenheitsdichtung. 'Es schlug mein Herz' oder 'Willkomm(en) und Abschied', Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/53417
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