EU-Förderprogramm JUGEND FÜR EUROPA


Seminararbeit, 2003
15 Seiten, Note: 2,3

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. JUGEND für Europa – Die Deutsche Agentur für das EU-Aktionsprogramm JUGEND

2. Das Programm und seine Aktionen

3. Aktion 1 – Jugendbegegnungen

4. Aktion 2 – Europäischer Freiwilligendienst

5. Aktion 3 – Initiativen Jugendlicher

6. Aktion 4 – Gemeinsame Aktionen

7. Aktion 5 – Unterstützende Maßnahmen

8. Förderfähige Länder

9. Der Freiwilligendienst – Der Ablauf

10. JUGEND für Europa – Mein persönlicher Eindruck

11. Literatur und andere Quellen

1. JUGEND für Europa – Die Deutsche Agentur für das EU-Aktionsprogramm JUGEND

Jugend für Europa ist die deutsche Agentur des EU-Aktions-

programms JUGEND. Es handelt sich dabei um ein europäisches Netzwerk von nationalen Agenturen in momentan dreißig Ländern Europas. Jede dieser nationalen Agenturen unterstützt die Europäische Kommission bei der Umsetzung des Aktionsprogramms JUGEND.

Das Aktionsprogramm soll dabei als Herausforderung neue Wege und Methoden der internationalen Jugendarbeit erforschen und prak-tizieren. Im Mittelpunkt steht dabei stets die selbstständige und indi-viduelle Eigeninitiative Jugendlicher. Die Jugendlichen selbst sollen kreativ werden, Ideen entwickeln und daraus Projekte konzipieren. Das Programm Jugend spielt dabei eine fördernde Rolle, denn hier treffen die engagierten Jugendlichen Ansprechpartner und Projekt-helfer, erfahrene Organisationshelfer und natürlich auch Fördergelder, die die Basis für die Umsetzung von Ideen in die Realität bilden. Die Aufgaben des Aktionsprogramms sind sehr umfassend und decken weitestgehend alle Aspekte der Unterstützung einer Projektidee ab. So werden nicht nur Zuschüsse für internationale Jugendbegegnungen, europäische Freiwilligendienste, Initiativen Jugendlicher und unter-stützende Maßnahmen vergeben, es wird auch bei der Planung, Durchführung und der Organisation solcher Projekte beraten. Die nationalen Agenturen informieren über Entwicklungen und Möglichkeiten des Aktionsprogramms JUGEND und helfen bei der Suche nach internationalen Partnern. Auch ein wichtiger Aspekt ist die programminterne Ausbildung und Qualifizierung der Organi-satoren und Betreuer. Im Vordergrund des Programms stehen die partnerschaftliche Zusammenarbeit, das interkulturelle Lernen und die kreative Form der Begegnung. Es soll eine attraktive Alternative für Jugendliche sein, neben dem weit verbreiteten Schüleraustausch und Aupairdienst, mit Eigeninitiative und Ideenverwirklichung fremde Länder und Kulturen kennen zu lernen, in ihnen zu leben und ein Teil davon zu werden. Vor allem aber soll auch etwas „Gutes“ getan werden, also eine freiwillige Arbeit zum Wohl einer Minderheit oder sozial schwächeren Gruppierung. Über diesen Zielen und Aufgaben schwebt jedoch ganz deutlich der Gedanke des Zusammenwachsens und der Annährung der Kulturen der Länder Europas. Die Zukunft Europas liegt ganz eindeutig in den Händen der heutigen Jugend, deswegen wird Wert auf den Aufbau freundschaftlicher Beziehungen zwischen den Jugendlichen ganz Europas gelegt.

2. Das Programm und seine Aktionen

Der Grundstein des Aktionsprogramms JUGEND ist der Artikel 149 des Vertrages zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft. Danach sind die Hauptanliegen und Ziele des Programms ausgerichtet. Im Vordergrund stehen die Förderung der Kreativität und Mobilität junger Menschen, die Unterstützung von Eigeninitiativen und die Entwicklung von Toleranz und Solidarität. Es sollen andere Kulturen kennen gelernt und Schlüsselqualifikationen für die persönliche und berufliche Weiterentwicklung erworben werden. Vor allem aber soll das zusammenwachsende Europa erfahren und aktiv unterstützt werden. Im Allgemeinen richtet sich das Programm an alle Jugendlichen im Alter zwischen 15 und 25 Jahren. Wesentliche Ziele des Programms sind jedoch die verstärkte Einbeziehung von benachteiligten Jugendlichen in alle Aktivitäten sowie die Unterstützung und Entwicklung von multilateralen Projekten und Netzwerken. Die Verantwortung für die Umsetzung des Programms liegt bei der Europäischen Kommission, die momentan von 31 Agenturen in 30 Ländern in ganz Europa unterstützt wird. Das Aktionsprogramm JUGEND hat eine Laufzeit von 7 Jahren 2000-2006 und verfügt für diese Zeit über ein Budget von 520 Mio. Euro.

Das Programm JUGEND steht im Bereich Bildung in einer Reihe mit den EU-Programmen Sokrates und Leonardo da Vinci und unterstützt hierbei Aktivitäten im außerschulischen Bereich. Gegliedert ist das Programm in fünf Aktionen, die verschiedene Bereiche der außerschulischen Jugendarbeit abdecken. Die erste Aktion befasst sich mit den Jugendbegegnungen. In diesem Bereich werden Projekte gefördert, bei denen es um die direkte Begegnung von Jugendgruppen aus verschiedenen Ländern geht. Die zweite Aktion befasst sich mit dem europäischen Freiwilligendienst, bei dem sich Jugendliche von drei Wochen bis zu einem Jahr an einem gemeinnützigen Projekt beteiligen können. Die Eigeninitiative Jugendlicher wird vor allem bei der dritten Aktion gefragt, wobei sie gefördert und begleitet werden. Die vierte Aktion befasst sich mit gemeinsamen Projekten, die zusammen mit den Projekten Sokrates und Leonardo da Vinci durchgeführt werden. Das Aktionsprogramm Nummer fünf heißt „Unterstützende Maßnahmen“. Dahinter verbirgt sich die Ausbildung und Qualifizierung von Zukünftigen Organisatoren, Betreuern und Mitarbeitern in der europäischen Jugendarbeit. Diese fünf Aktionen ergeben ein umfassendes Netzwerk an Möglichkeiten, sich aktiv an der europäischen Gemeinschaft zu beteiligen, und diese zu festigen.

3. Aktion 1 – Jugendbegegnungen

In diesem Aktionsbereich werden Projekte gefördert, bei denen es um die direkte Begegnung von Jugendgruppen aus teilnehmenden Ländern geht. Diese Aktion richtet sich an alle Jugendliche im Alter zwischen 15 und 25 Jahren, aber vor allem an die Jugendlichen, die benachteiligt sind und sonst keine oder nur wenige Möglichkeiten haben, an einem Austausch oder einer Begegnung teilzunehmen.

Bei diesem Programm geht es vor allem darum, den Alltag unter Gleichaltrigen in einem fremden Land und einer fremden Kultur zu erleben, sich auszutauschen, Problemstellungen zu diskutieren aber auch Spaß an diesem Lernvorgang zu haben.

Jeder Jugendliche, der Interesse an einem solchen Projekt hätte und vielleicht eins selbst in die Wege leiten möchte, muss aber auch Richtlinien und Ziele des Programms kennen und mit einbringen.

Vorraussetzungen für solch ein Projekt sind z.B. das Vorhandensein fester Partner im Ausland, eine partnerschaftliche Vorbereitung der Maßnahme sowie die Einbeziehung von Jugendlichen in die Vorbereitung, Organisation und Durchführung des Projekts. Interkulturelles Lernen soll unmissverständlich im Mittelpunkt der Begegnung liegen. Ebenfalls müssen die Richtlinien bezüglich der Kategorien der einzelnen teilnehmenden Länder beachtet werden, welche ich noch im Einzelnen aufführen werde.

Dies hört sich nun sehr kompliziert und kreativitätseinschränkend an, und wenn man bedenkt, dass bereits Jugendliche im Alter von gerade mal 15 Jahren Projekte entwickeln sollen, wirkt es eher abschreckend als motivierend. Doch es ist ein Programm für Jugendliche und somit auch an ihre Möglichkeiten aber auch Hindernisse angepasst. Es gibt viele Helfer, Organisatoren und Betreuer, die den Jugendlichen mit Rat und Tat zur Seite stehen und sie bei ihren ersten Schritten in der europäischen Jugendarbeit begleiten. Es gibt z.B. eine Partnerbörse, auf der man im Ausland passende Partner für das eigene Projekt suchen kann oder aber sich als Partner für suchende Projekte anbietet.

Schließlich geht es bei der Aktion Jugendbegegnungen um das kennen lernen neuer junger Leute im Ausland mit denselben Zielen und Interessen an der europäischen Gemeinschaft und der Zukunft Europas. Wenn man nun auch Freunde dabei findet ist es ein willkommener Nebeneffekt.

[...]

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten

Details

Titel
EU-Förderprogramm JUGEND FÜR EUROPA
Hochschule
Universität Potsdam
Veranstaltung
Bildung und Erziehung in und für Europa
Note
2,3
Autor
Jahr
2003
Seiten
15
Katalognummer
V53449
ISBN (eBook)
9783638489041
Dateigröße
484 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
In dieser Arbeit habe ich mich mit dem Förderungsprogramm "Jugend für Europa" beschäftigt, wobei es sich um ein Förderungsprogramm für und mit Jugendlichen im außerschulischen Bereich handelt.
Schlagworte
EU-Förderprogramm, JUGEND, EUROPA, Bildung, Erziehung, Europa
Arbeit zitieren
Alexandra Urbanowski (Autor), 2003, EU-Förderprogramm JUGEND FÜR EUROPA, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/53449

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