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Lesekompetenz und deren schulische Förderung

Title: Lesekompetenz und deren schulische Förderung

Research Paper (undergraduate) , 2005 , 10 Pages , Grade: 1

Autor:in: Sandra Metzger (Author)

Pedagogy - School Pedagogics
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Die Erforschung des komplexen Leseprozesses und dessen Auswertung für schuldidaktische Zwecke besteht sicherlich nicht erst seit PISA, dennoch hat diese Schulleistungsstudie eine umfassende Diskussion in Forschung und Öffentlichkeit ausgelöst. Ziel von PISA war u.a. die „reliable und valide Messung individueller Leseverstehensleistungen“ (Schiefele et.al. 2004: 97). Die Auswertung zeigte, dass die 15-jährigen deutschen Schüler in allen drei geprüften Kompetenzbereichen (Lesen, Mathematik, Naturwissenschaften) unter den Mittelwerten der OECD-Länder lagen. Das von PISA zu Grunde gelegte Konzept der ‚Reading Literacy’ umfasst textimmanente und wissensbasierte Verstehensleistungen. Geprüft wurde die Fähigkeit der Schüler, „geschriebenen Texten gezielt Informationen zu entnehmen, die dargestellten Inhalte zu verstehen und zu interpretieren sowie das Material im Hinblick auf Inhalt und Form zu bewerten“.
Die Fachdiskussion weist darauf hin, dass sich die Auswirkungen fehlender Lesekompetenz nicht nur auf das Fach Deutsch beschränken, sondern auch die Leistungen in anderen Unterrichtsfächern beeinträchtigen. Über den schulischen Kontext hinaus gilt Lesekompetenz als eine zentrale Schlüsselkompetenz, die eine beachtliche Rolle bei der erfolgreichen Teilnahme am gesellschaftlichen Leben spielt. Der heutige Schüler lebt in einer überaus komplexen und sich schnell wandelnden (Medien)Gesellschaft, deren stetig ansteigender Informationsreichtum entschlüsselt und verarbeitet werden muss. Daher beschränkt sich die Forschung konsequenterweise nicht nur darauf, die Gründe für die aufgedeckten Defizite zu erfragen, sondern Förderungsmöglichkeiten für die Lesekompetenz zu entwickeln. Ziel dieser Arbeit ist nicht etwa eine Evaluation der PISA-Studie, obwohl deren Konzeption und Interpretation in einigen Punkten sicherlich Anlass zu Kritik bietet (z.B. Auswahlkriterien der Population, Material, etc.). Vielmehr sollen deren Erkenntnisse als eindringlicher Impuls und Ausgangspunkt dafür gelten, die Möglichkeiten der schulischen Lesekompetenzförderung zu betrachten.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Zur Bedeutung der Lesekompetenz

2. Grundlagen der Lesetheorie

3. Schulische Förderung der Lesekompetenz

3.1. Didaktische Implikationen der Leseforschung

3.2. Praktische Umsetzung im Unterricht

4. Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Diese Arbeit untersucht den komplexen Prozess der Lesekompetenz vor dem Hintergrund der PISA-Ergebnisse und leitet daraus notwendige Ansätze für eine effektive schulische Leseförderung ab. Im Zentrum steht die Frage, wie didaktische Konzepte und Trainingsmethoden gestaltet sein müssen, um die Lesefähigkeiten von Schülern nachhaltig zu verbessern.

  • Bedeutung der Lesekompetenz als Schlüsselkompetenz in der modernen Informationsgesellschaft.
  • Kognitionspsychologische Grundlagen des Lese- und Verstehensprozesses.
  • Didaktische Anforderungen an Lehrkräfte und die Bedeutung der diagnostischen Kompetenz.
  • Vorstellung konkreter Trainingsmethoden wie der PQ4R-Methode und des reziproken Lesens.
  • Notwendigkeit einer langfristigen und in Lehrpläne eingebetteten Leseförderung.

Auszug aus dem Buch

3.2. Praktische Umsetzung im Unterricht

Die Auswahl des Trainingsmaterials sollte Literatur und Sachtexte mit einem ansprechenden und gut lesbaren Druckbild umfassen. Dabei bieten sich kind- bzw. jugendgerechte Themen an, deren Schwierigkeitsgrad die Motivation der Schüler zwar steigern, aber nicht überfordern sollte. Intrinsische Motivation bedeutet, dass der Text aus Interesse oder aus Spaß gelesen wird. Extrinsisch motiviert wäre dagegen ein Schüler, der sich durch seinen Einsatz die Anerkennung des Lehrers, also letztendlich gute Noten erhofft (Schiefele 2004: 102). Ziel sollte es meiner Meinung nach sein, das Ausmaß der intrinischen Motivation dem der Extrinsischen zumindest anzunähern. Spinner plädiert für eine Steigerung der Motivation, indem die Förderung von Lesefreude und Lesekompetenz miteinander verbunden werden (vgl. 2004: 136). Hilfreich wäre m. E. nach, dass der Lehrer das Leseziel transparent macht, welches nicht in der Wiedergabe dessen liegt, was der Lehrer hören möchte.

Um metakognitive Fertigkeiten zu erhöhen, bieten sich u.a. Selbstkontrolltechniken an, in deren Rahmen die Schüler mögliche Testfragen an den gelesenen Text eigens formulieren und beantworten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Zur Bedeutung der Lesekompetenz: Dieses Kapitel thematisiert die Relevanz der Lesekompetenz im Kontext der PISA-Studie und deren Auswirkungen auf den schulischen sowie gesellschaftlichen Erfolg.

2. Grundlagen der Lesetheorie: Hier werden kognitionswissenschaftliche Erkenntnisse über den Leseprozess sowie interne Faktoren wie Motivation und Vorwissen als Einflussgrößen auf die Lesefähigkeit erläutert.

3. Schulische Förderung der Lesekompetenz: Dieses Kapitel diskutiert didaktische Implikationen aus der Forschung und stellt praxisnahe Methoden wie die PQ4R-Methode zur Verbesserung der Lesekompetenz vor.

3.1. Didaktische Implikationen der Leseforschung: Es wird erörtert, wie Lehrer ihre diagnostische Kompetenz verbessern und Leseförderung curricular verankern können, um den Anforderungen der PISA-Ergebnisse zu begegnen.

3.2. Praktische Umsetzung im Unterricht: Dieser Abschnitt konkretisiert die Anwendung von Lesestrategien und betont die Bedeutung von Motivation sowie interaktiven Lernformen wie dem reziproken Lesen.

4. Fazit: Das Fazit fasst die Notwendigkeit einer systematischen Leseförderung zusammen und unterstreicht, dass Lesen die essenzielle Grundlage für jegliche Denkentwicklung darstellt.

Schlüsselwörter

Lesekompetenz, PISA-Studie, Leseförderung, Kognitionspsychologie, Lesetheorie, Metakognition, Lesestrategien, PQ4R-Methode, reziprokes Lesen, Lesemotivation, didaktische Kompetenz, Schulpädagogik, Informationsverarbeitung, Textverständnis, Lesesozialisation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Bedeutung der Lesekompetenz und den Möglichkeiten, diese systematisch im schulischen Unterricht zu fördern.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen der Leseforschung, die psychologischen Aspekte des Lesens und die konkrete didaktische Umsetzung von Fördermaßnahmen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das Ziel ist es, basierend auf den Erkenntnissen der PISA-Studie und der Kognitionspsychologie, effektive Ansätze und Methoden für den Unterricht zu identifizieren, um die Lesekompetenz von Schülern zu steigern.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender Schulleistungsstudien und kognitionspsychologischer Theorien, um daraus didaktische Schlussfolgerungen abzuleiten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen der Lesetheorie und die praktische Anwendung von Lesestrategien sowie didaktischen Interventionsverfahren.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die zentralen Begriffe umfassen Lesekompetenz, Leseförderung, Lesestrategien, Metakognition, Motivation und didaktische Unterrichtsgestaltung.

Was versteht man in der Arbeit unter der PQ4R-Methode?

Die PQ4R-Methode ist ein systematisches Verfahren zur Texterschließung, das aus den Schritten Preview, Questions, Read, Reflect, Recite und Review besteht.

Was zeichnet die Methode des reziproken Lesens aus?

Beim reziproken Lesen übernehmen Schüler in Kleingruppen abwechselnd die Rolle des Gruppenleiters, um das Textverständnis durch aktives Hinterfragen und Zusammenfassen zu steuern.

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Details

Title
Lesekompetenz und deren schulische Förderung
College
University of Marburg
Grade
1
Author
Sandra Metzger (Author)
Publication Year
2005
Pages
10
Catalog Number
V53502
ISBN (eBook)
9783638489409
Language
German
Tags
Lesekompetenz Förderung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sandra Metzger (Author), 2005, Lesekompetenz und deren schulische Förderung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/53502
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