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Neuropsychologische Intervention

Linke Hemiplegie, Hemianopsie und Pusher-Syndrom

Titel: Neuropsychologische Intervention

Hausarbeit , 2019 , 13 Seiten , Note: 16.5/20

Autor:in: Sandra Grethen (Autor:in)

Psychologie - Klinische Psychologie, Psychopathologie, Prävention
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Im Manuskript wird erläutert, welche wissenschaftlich fundierte neuropsychologische Interventionen bei Patienten mit linker Hemiplegie, einer Hemianopsie und dem Pusher-Syndrom verwendet werden. Dies wird anhand eines Fallbeispiels illustriert und einer Eignungsdiagnostik vorangegangen.

Die Problembereiche lassen sich grob in fünf Gebiete einteilen. Das erste wäre die exekutiven Funktionen; es gibt vor allem eine Beeinträchtigung der Hemmungskapazität (gestörte Aktivitätsregulation), die dazu führt, dass er sich leicht ablenken lässt, einen starken Redefluss hat, leicht abschweift, und somit Probleme auftreten, wenn Aufgaben ausgeführt werden sollen. Zusätzlich hat diese gestörte Inhibition aber auch einen Einfluss auf das Arbeitsgedächtnis. Reihenfolgen, die vorwärts aufgesagt werden sollen, können von ihm problemlos wiedergegeben werden, allerdings ergeben sich Probleme, wenn er die Reihenfolge rückwärts aufsagen muss, was dadurch kommen kann, dass er sich die Zahlen zwar merken kann, durch seine erhöhte Ablenkbarkeit und gestörte Inhibition aber zu viele unnütze Informationen aufnimmt, und es zum Informationsüberfluss kommt, der ihn daran hindert, die Zahlen nicht nur zu speichern, sondern ebenfalls zu bearbeiten.

Der dritte Bereich bezieht sich auf die Aufmerksamkeit, mit Beeinträchtigungen der tonischen und phasischen Alertness, der Orientierung sowie der auditiven und visuellen Selektivität. Der vierte Problembereich umfasst sein linkes Halbseitenneglect, durch das die visuelle und taktile Exploration nach rechts verschoben ist. Letzter Problembereich bezieht sich auf die Motorik, genauer die linke Hemiplegie und das Pusher-Syndrom.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

2. Eingangsdiagnostik

2.1 Herr G Befund

2.2 Störungsschwerpunkte

3. Ableitung von Therapiezielen

3.1 Grobziele

3.2 Feinziele

4. Auswahl von Therapiemethoden

4.1 Therapie des Neglects

4.2 Therapie des Pusher-Syndroms

4.3 Therapie des psychischen Wohlbefindens

4.4 Therapie exekutiver Funktionen

4.4.1 Arbeitsgedächtnistraining

4.4.1 Empirischer Befund bezüglich des Arbeitsgedächntistrainings

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit fokussiert sich auf die neuropsychologische Rehabilitation eines 43-jährigen Patienten nach einem Schlaganfall, wobei das primäre Ziel die Wiederherstellung kognitiver und motorischer Funktionen sowie die Steigerung der Lebensqualität durch evidenzbasierte Interventionsansätze ist.

  • Analyse neuropsychologischer Störungsschwerpunkte nach einem Apoplex.
  • Entwicklung SMART-basierter Grob- und Feinziele für die Rehabilitation.
  • Interventionsstrategien bei Neglect und Pusher-Syndrom.
  • Kognitives Training mit Fokus auf exekutive Funktionen und Arbeitsgedächtnis.
  • Evaluation der Wirksamkeit von Arbeitsgedächtnistrainings durch empirische Studien.

Auszug aus dem Buch

1.1 Herr G Befund

Anamnese: Herr G ist 43 Jahre alt, ledig ist und lebt isoliert. Er ist Gemeindeangestellter und in seiner Freizeit spielt er gerne Karten (Solitär) oder arbeitet im Holz. Anlass: Herr G erlitt einen rechten sylvischen Apoplex (Schlaganfall), der aufgrund einer Dissektion der rechten internen Halsschlagader (Arteria carotis) auftrat. Er beschwert sich über sein schlechtes Sehvermögen auf der linken Seite, darüber, dass er sich an Türen stößt, seine Kleidung nicht mehr im Schrank findet und denkt, man gebe ihm mittags nie ein Dessert.

Neurologischer Befund: Der neurologische Befund ergab eine linke Hemiplegie, eine Hemianopsie und das Pusher-Syndrom. Funktionsanalyse (nach 4 Monaten): Man stellt Beeinträchtigungen bezüglich der Aufmerksamkeit, den exekutiven Funktionen sowie der visuellen Erforschung heraus. Konkreter ergab der TEA, dass die Aufmerksamkeit durch ein Defizit der Intensitätsdimension charakterisiert ist, mit der Beeinträchtigung der tonischen und phasischen Alertness. Das Warnsignal hilft dem Patienten. Zudem gibt es eine spezifische Störung in der Selektivitätsdimension, mit einem Defizit in auditiver selektiver Aufmerksamkeit, bei der der Patient mehrere Reaktionen auslässt und stark verlangsamt wird, und eine Beeinträchtigung der visuellen selektiven Aufmerksamkeit, bei der auch die Reaktionszeiten verlangsamt werden.

Hinsichtlich der exekutiven Funktionen ergab die No-Go-Aufgabe eine spezifische Beeinträchtigung der Hemmungskapazität. Das vorwärts-und rückwärts Reihenfolge ergab zudem eine Beeinträchtigung des visuell-räumlichen Arbeitsgedächtnisses sowie eine Schwäche des verbalen Arbeitsgedächtnisses. Letztlich bewertete die BIT die visuelle Erforschung, die durch einen linken Halbseitenneglect charakterisiert ist. Der Patient streicht die Objekte auf der linken Seite nicht durch, kopiert die Zeichnungen nur zur Hälfte und verschiebt die Mitte der Linien nach rechts. Es wird ein Defizit in der Amplitude der Sakkaden, sowie eine Verringerung der okkulären Verfolgung im linken Gesichtsfeld festgestellt.

Zusammenfassung der Kapitel

2. Eingangsdiagnostik: Dieses Kapitel dokumentiert die neurologische Anamnese und die detaillierte Funktionsanalyse des Patienten, um die spezifischen neuropsychologischen Defizite zu identifizieren.

3. Ableitung von Therapiezielen: Hier werden übergeordnete Grobziele sowie konkrete, messbare Feinziele nach SMART-Kriterien für die neurologische Rehabilitation festgelegt.

4. Auswahl von Therapiemethoden: Das Kapitel beschreibt spezifische therapeutische Ansätze zur Behandlung von Neglect, Pusher-Syndrom, psychischem Wohlbefinden und exekutiven Störungen, inklusive theoretischer Fundierung und empirischer Evidenz für das Arbeitsgedächtnistraining.

Schlüsselwörter

Neuropsychologische Rehabilitation, Schlaganfall, Apoplex, Pusher-Syndrom, Neglect, Arbeitsgedächtnis, Exekutive Funktionen, SMART-Ziele, Hemiplegie, Kognitives Training, Aufmerksamkeitsdefizite, Selbstinstruktion, Zielerreichungsskala, Verhaltensmanagement, Rehabilitation

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die neuropsychologische Fallkonzeption und Therapieplanung für einen Patienten nach einem Schlaganfall.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit fokussiert sich auf die Behandlung von Aufmerksamkeitsstörungen, Neglect, Motorik-Defiziten und Einschränkungen der exekutiven Funktionen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist die Erstellung eines strukturierten Rehabilitationsplans, der durch SMART-Kriterien messbar gemacht wird und die Wiedereingliederung in den Alltag fördert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es werden evidenzbasierte Ansätze der Neuropsychologie angewandt, darunter Explorationstraining, visuelles Feedback, Selbstinstruktionstechniken und prozessbasiertes Arbeitsgedächtnistraining.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die diagnostische Befunderhebung, die Definition von Therapiezielen und die detaillierte Beschreibung der gewählten therapeutischen Interventionsmethoden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Neuropsychologische Rehabilitation, Schlaganfall, Exekutive Funktionen und Arbeitsgedächtnis beschreiben.

Was genau ist das "Pusher-Syndrom" und wie wird es therapiert?

Das Pusher-Syndrom ist eine posturale Störung, bei der sich Patienten zur gelähmten Seite neigen; die Therapie nutzt hierbei visuelles Feedback und Spiegelarbeit, um die vertikale Körperhaltung wiederherzustellen.

Warum spielt die "Selbstinstruktion" eine Rolle bei der Therapie?

Selbstinstruktion dient als kompensatorische Technik, um die Ablenkbarkeit zu reduzieren und die Aufmerksamkeit bei kognitiven Aufgaben durch inneres Sprechen zu steuern.

Welche Bedeutung haben die SMART-Kriterien in diesem Kontext?

Die SMART-Kriterien ermöglichen es, den Fortschritt der Rehabilitation in messbare und zeitlich definierte Ziele zu übersetzen, was sowohl die Motivation des Patienten als auch die Evaluierbarkeit der Therapie erhöht.

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Neuropsychologische Intervention
Untertitel
Linke Hemiplegie, Hemianopsie und Pusher-Syndrom
Hochschule
Université du Luxembourg
Veranstaltung
Neuropsychologische Intervention
Note
16.5/20
Autor
Sandra Grethen (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
13
Katalognummer
V535120
ISBN (eBook)
9783346126931
ISBN (Buch)
9783346126948
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Neglect Pusher-Syndrom exekutive Funktionen Arbeitsgedächtnistraining Diagnostik Therapie Neuropsychologie Hemianopsie Hemiplegie
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Sandra Grethen (Autor:in), 2019, Neuropsychologische Intervention, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/535120
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Leseprobe aus  13  Seiten
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