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Konzeption, Aufbau und Instrumente des Konzerncontrollings und Ausgestaltung des Führungsinformationssystems

Title: Konzeption, Aufbau und Instrumente des Konzerncontrollings und Ausgestaltung des Führungsinformationssystems

Term Paper , 2006 , 22 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Ben-Bertram Weber (Author)

Business economics - Controlling
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In der gegenwärtigen Zeit, da Begriffe wie Globalisierung und Umstrukturierungen täglich in den Medien präsent sind, ist es wenig verwunderlich, dass viele Unternehmen ihre Struktur verändern und sich den wechselnden Bedingungen des Marktes anpassen. Als besonders vorteilhaft für diese Anpassungen wird offensichtlich die Strukturform des Konzerns angesehen. So stehen bereits seit Beginn der 1990er Jahre fast 90 % der deutschen Kapitalgesellschaften und mehr als die Hälfte aller Personengesellschaften in konzernähnlichen Verbindungen.1

Als Konzern ist der Zusammenschluss von zwei oder mehreren Unternehmen unter einheitlicher Leitung zu verstehen. Die Führung eines Konzerns hat in ihrem finanziellen Führungsbereich nicht nur finanzwirtschaftliche Entscheidungen zu treffen, sondern auch erfolgswirtschaftliche. Das Konzerncontrolling, ein Teilbereich des Controllings im Konzern, unterstützt die Konzernführung bei dieser Führungsaufgabe.2

„Das Konzerncontrolling ist eine der wichtigsten Führungs- und Führungsunterstützungsfunktionen der Konzernführung. [...] Ziel [...] ist es, der Konzernführung die Fähigkeit zur Koordination, Reaktion und Adaption zu geben, um ihr damit die Durchsetzung der übergreifenden Konzernziele zu ermöglichen.“3

Als Konzerncontrolling ist im vorliegenden Text auch der Controllerbereich auf der Ebene der Konzernführung zu verstehen, während die Controllerbereiche auf Ebene der dezentralen Fach- und Geschäftsbereichen als Bereichscontrolling bezeichnet werden.4 Das Konzerncontrolling ist vom Beteiligungscontrolling abzugrenzen. Während das Beteiligungscontrolling alle Gesellschaften, an denen der Konzern beteiligt ist, einbezieht, betrachtet das Konzerncontrolling nur die Gesellschaften, auf die die Konzernführung aktiven Einfluss nehmen kann. 5

Diese für die Konzernführung so wichtige Führungs- und Führungsunterstützungsfunktion, das Konzerncontrolling, soll in dieser Arbeit näher betrachtet werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1. Problemstellung

1.2. Ziel und Aufbau

2. Konzeption, Aufbau und Instrumente des Konzerncontrollings

2.1. Konzeption und Aufbau des Konzerncontrollings

2.1.1. Konzeption und Aufbau des Konzerncontrollings in einem Stammhauskonzern

2.1.2. Konzeption und Aufbau des Konzerncontrollings in einer Managementholding

2.1.3. Konzeption und Aufbau des Konzerncontrollings in einer Finanzholding

2.2. Instrumente des Konzerncontrollings

2.2.1. Datenbasis

2.2.1.1. Vergleichbarkeit der Vergangenheit und der Schulden

2.2.1.2. Verrechnungspreise

2.2.2. Kennzahlensysteme

3. Technische Ausgestaltung des Führungsinformationssystems

3.1. Informationsquellen

3.2. Informationsaufbereitung

3.3. Informationsdarstellung

4. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Konzeption, den Aufbau sowie die Instrumente des Konzerncontrollings in Abhängigkeit von unterschiedlichen Konzernstrukturen und analysiert die technische Umsetzung dieser Prozesse durch ein Führungsinformationssystem auf Basis von SAP-Software.

  • Konzernstrukturen und ihre Auswirkungen auf das Controlling (Stammhauskonzern, Managementholding, Finanzholding)
  • Methoden zur Sicherstellung einer vergleichbaren Datenbasis (EVA, Verrechnungspreise)
  • Einsatz und Aufbau von Kennzahlensystemen als Controllinginstrument
  • Technische Architektur von Führungsinformationssystemen (SAP R/3, SAP BW, SAP SEM)
  • Anforderungen an die Integration von Daten für Entscheidungsunterstützungsprozesse

Auszug aus dem Buch

2.2.1.1. Vergleichbarkeit der Vermögenswerte und Schulden

Vermögenswerte und Schulden einzelner Konzerngesellschaften können oft nicht ohne vorangehende Anpassung verglichen werden. Besonders augenfällig werden diese Probleme wenn einzelne Konzerngesellschaften hinzugekauft, andere jedoch historisch im Konzern gewachsen sind. Hier entstehen Probleme bei der Behandlung des erworbenen Firmenwertes. Die Vergleichbarkeit der Kapitalbindung ist jedoch wichtig für die Wirtschaftlichkeitskontrolle. Bezüglich der Kapitalbindung ist der Firmenwert zu beachten.

Der originäre Firmenwert ist handelsrechtlich nicht aktivierbar und steuerrechtlich nicht ansetzfähig. Der derivative Firmenwert hingegen ist handelsrechtlich aktivierbar und steuerrechtlich ansatzpflichtig. Je nach Ausnutzung dieser Wahlmöglichkeiten durch die Konzernmutter kann eine strukturelle Benachteiligung des Aufbaus eigener Aktivitäten bezüglich des Kostenvolumens die Folge sein.

Auch bei Ansatz und Bewertung von Abschreibungen und Güterverbräuchen kann nicht konzernweit verglichen werden. Dies liegt vor, wenn sachliche Gründe eine Differenzierung erfordern. Dies können beispielsweise unterschiedliche klimatische Einflüsse oder unterschiedliche Nutzungsintensitäten sein.

Bei dem Vergleich der Schulden ist weiterhin zu beachten, dass diese nicht stets im gleichen Rahmen zu aktivieren oder anzusetzen sind. So sind sie nicht über verschiedene Konzerngesellschaften hinweg vergleichbar.

Um die aus der mangelnden Vergleichbarkeit entstehenden Probleme zu vermeiden, ist der Economic Value Added (EVA) entwickelt worden. Er dient der Messung des innerbetrieblichen Periodenerfolgs und stellt eine korrigierte Gewinngröße dar. Um die Korrektur zu erzeugen, werden bis zu 164 Anpassungen vorgeschlagen. Diese Anpassungen entsprechen im Grundsatz dem Aktivieren von selbsterstellten immateriellen Anlagegegenständen, Vermietungserträgen oder Forschungsausgaben.

Es bleibt festzuhalten, dass den einzelnen Konzerngesellschaften nicht die von ihnen nicht beeinflussbaren Anteile an den ermittelten Werten zur Last gelegt werden sollen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Notwendigkeit des Konzerncontrollings ein, definiert das Konzerncontrolling als Führungsunterstützungsfunktion und grenzt es vom Beteiligungscontrolling ab.

2. Konzeption, Aufbau und Instrumente des Konzerncontrollings: Hier werden die unterschiedlichen Organisationsformen des Controllings in Stammhauskonzernen, Managementholdings und Finanzholdings sowie die wesentlichen Steuerungsinstrumente wie Datenbasis und Kennzahlen detailliert beschrieben.

3. Technische Ausgestaltung des Führungsinformationssystems: Dieses Kapitel erläutert die praktische IT-Unterstützung des Controllings mittels SAP-Modulen (R/3, BW, SEM) zur Datenbeschaffung, Aufbereitung und Darstellung.

4. Schlussbetrachtung: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung, dass die Konzernstruktur die Ausgestaltung des Controllings maßgeblich prägt und eine adäquate technische IT-Infrastruktur für eine effektive Entscheidungsunterstützung unerlässlich ist.

Schlüsselwörter

Konzerncontrolling, Stammhauskonzern, Managementholding, Finanzholding, Führungsinformationssystem, Controllinginstrumente, Kennzahlensysteme, SAP, SAP R/3, SAP BW, SAP SEM, Verrechnungspreise, Economic Value Added, Unternehmensführung, Datenintegration.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Konzeption, dem organisatorischen Aufbau und den Instrumenten des Konzerncontrollings sowie dessen technischer Implementierung in Führungsinformationssystemen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Themen sind die Differenzierung des Controllings nach Konzernstrukturen (Stammhaus, Managementholding, Finanzholding), die Standardisierung von Controllinginstrumenten und die informationstechnische Abbildung durch SAP-Lösungen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Konzerncontrolling unter Berücksichtigung unterschiedlicher Unternehmensorganisationen konzipiert und durch moderne Softwarelösungen technisch optimal unterstützt werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Analyse der Fachliteratur und die Auswertung betriebswirtschaftlicher Konzepte, ergänzt durch die Darstellung technischer Implementierungswege von Softwaresystemen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Konzeption und Aufbau in verschiedenen Konzerntypen, die Analyse von Steuerungsinstrumenten (Datenbasis, Kennzahlen, Verrechnungspreise) und die technische Ausgestaltung des Führungsinformationssystems.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Konzerncontrolling, Konzernstrukturen (Stammhaus, Holding), Führungsinformationssystem, Kennzahlensysteme, SAP R/3, SAP BW, SAP SEM und Verrechnungspreise.

Wie unterscheidet sich das Konzerncontrolling im Stammhauskonzern von dem in einer Finanzholding?

Im Stammhauskonzern ist das Controlling stark operativ geprägt und eng in die Führung integriert, während es in der Finanzholding fast ausschließlich strategische Aufgaben übernimmt und den Konzerngesellschaften ein hohes Maß an Autonomie lässt.

Warum ist die Vergleichbarkeit von Vermögenswerten und Schulden ein kritisches Thema?

Durch unterschiedliche Entstehungsgeschichten (z.B. Unternehmenskäufe versus organisches Wachstum) entstehen Schwierigkeiten bei der Bewertung, die durch Anpassungsrechnungen oder Konzepte wie den Economic Value Added (EVA) ausgeglichen werden müssen.

Welche Rolle spielt SAP bei der technischen Ausgestaltung des Systems?

SAP fungiert als Standardsoftware, die durch Module wie SAP R/3 (Datenbasis), SAP BW (Aufbereitung) und SAP SEM (Analyse/Darstellung) eine einheitliche und leistungsfähige Grundlage für das Konzerncontrolling schafft.

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Details

Title
Konzeption, Aufbau und Instrumente des Konzerncontrollings und Ausgestaltung des Führungsinformationssystems
College
Helmut Schmidt University - University of the Federal Armed Forces Hamburg  (Institut für Betriebswirtschaftliche Steuerlehre)
Grade
2,3
Author
Ben-Bertram Weber (Author)
Publication Year
2006
Pages
22
Catalog Number
V53512
ISBN (eBook)
9783638489454
ISBN (Book)
9783656084945
Language
German
Tags
Konzeption Aufbau Instrumente Konzerncontrollings Ausgestaltung Führungsinformationssystems
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Ben-Bertram Weber (Author), 2006, Konzeption, Aufbau und Instrumente des Konzerncontrollings und Ausgestaltung des Führungsinformationssystems, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/53512
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