Im Rahmen dieser Arbeit gilt es zu erörtern, ob kleine und mittlere Unternehmen grundsätzlich auf Software-as-a-Service (SaaS)-Lösungen setzen sollten und ob diese als Enabler für junge Unternehmen dienen.
Wer heute ein Unternehmen führen oder gründen will, muss sich zwangsläufig mit einer funktionierenden Informations- und Kommunikationstechnik (ITK) auseinandersetzen. Unabhängig von der Branche des Unternehmens fallen immer wieder Prozesse an, die eine ITK-Lösung voraussetzen. Nicht nur Serviceangebote für einen Endverbraucher werden ermöglicht, sondern auch teils kritische Unternehmensprozesse umgesetzt. Doch eine eigene Infrastruktur setzt neben einem relativ großen Budget auch ein gewissen Know-how voraus.
Insbesondere kleine Unternehmen müssen sich mit Fragen zur eigenen ITK-Infrastruktur auseinandersetzen. Dabei ist es irrelevant, ob dies zu dem Kerngeschäftsprozess gehört oder nur kleinere Nebenprozesse betrifft, wie Support oder die Führung eines Kundenstammes.
Inhaltsverzeichnis
1. Definition KMU
1.1 Definition KMU nach EU
1.2 Definition KMU nach IfM Bonn
2. Definition Cloud-Computing
3. Definition SaaS
3.1 Vorteile von SaaS
3.2 Nachteile von SaaS
3.3 SaaS-Lösungen und die DSGVO
3.4 Haupteinsatzgebiete von SaaS
4. Fallbeispiel
4.1 Anforderung
4.2 Kosten On-Premises-Lösung
4.3 Kosten SaaS-Lösung
4.4 Vergleich
5. Fazit
Zielsetzung und Themen
Die Arbeit untersucht, ob Software-as-a-Service (SaaS) als digitaler Enabler für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) fungieren kann, wobei insbesondere die Kostenstruktur sowie rechtliche Anforderungen wie die DSGVO im Vordergrund stehen.
- Definition und Charakterisierung von KMU nach EU- und IfM-Standards.
- Grundlagen des Cloud-Computing und Einordnung der SaaS-Modelle.
- Nutzen und Risiken von SaaS im Hinblick auf Kosten, IT-Sicherheit und Datenschutz.
- Gegenüberstellung einer On-Premises-Lösung mit SaaS anhand eines praxisnahen Fallbeispiels.
- Erörterung der Eignung von SaaS als Enabler für junge Unternehmen.
Auszug aus dem Buch
3.1 Vorteile von SaaS
Einer der größten Vorteile von SaaS-Lösungen sei die Kosteneinsparung im Vergleich zu bspw. bekannten ERP-Systemen wie SAP. Das durchschnittliche Budget für IT liegt, je nach Branche, zwischen 0,8 Prozent und 7,9 Prozent des Gesamtumsatzes. Dortige Einsparungen können einen erheblichen Unterschied bedeuten fürs Unternehmen.
Durch SaaS-Lösungen können Hardware- Personal- und Wartungskosten eingespart werden, ohne den Fokus des Kerngeschäfts zu vernachlässigen.
Dabei ist fachliches Know-how für eine Inhouse-Lösung nicht nur kostenintensiv, sondern auch unter Umständen langwierig in der Rekrutierung. „Ein SaaS-Produkt bietet vor diesem Hintergrund dem KMU die Chance, indirekt an dem Spezialwissen der IT-Mitarbeiter des SaaS-Anbieters zu partizipieren.“
Zudem kommen auch eine schnellere und einfachere Skalierung und eine Risikoübertragung an den Anbieter, die eine Software-on-Demand-Lösung, gerade für KMU, interessant machen. Auch Sonderheiten, wie IT-Sicherheit werden an den SaaS-Anbieter ausgelagert, was Kapazitäten im eigenen Unternehmen einspart.
Durch die komplette Auslagerung können auch Kosten für lokale Hardware eingespart werden, da Berechnungen komplett in der Cloud stattfinden. Anwender benötigen lediglich einen Client mit Internetzugriff ohne Hardwareanforderungen, beispielsweise CPU, beachten zu müssen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Definition KMU: Erläutert die quantitativen Abgrenzungen von kleinen und mittleren Unternehmen basierend auf den Vorgaben der EU sowie des Instituts für Mittelstandsforschung (IfM) Bonn.
2. Definition Cloud-Computing: Beschreibt das zugrunde liegende Modell der IT-Ressourcenbereitstellung und definiert die charakteristischen Merkmale von Cloud-Services gemäß NIST.
3. Definition SaaS: Definiert Software-as-a-Service als Cloud-Modell und analysiert Vor- sowie Nachteile, rechtliche Aspekte der DSGVO und typische Einsatzgebiete.
4. Fallbeispiel: Vergleicht anhand eines fiktiven Bäckerei-Szenarios die initialen und laufenden Kosten einer On-Premises-Infrastruktur gegenüber einer Implementierung von SaaS-Lösungen.
5. Fazit: Fasst zusammen, dass SaaS ein wertvoller Enabler sein kann, jedoch eine sorgfältige Evaluation der Kostenstruktur und rechtlicher Risiken im Vorfeld unerlässlich bleibt.
Schlüsselwörter
SaaS, Software-as-a-Service, KMU, Cloud-Computing, DSGVO, IT-Infrastruktur, On-Premises, Kosteneinsparung, Digitaler Enabler, Datenschutz, Service-Level-Agreement, Skalierung, IT-Sicherheit, Unternehmensmodernisierung, TCO.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?
Die Arbeit analysiert die Eignung von Software-as-a-Service (SaaS) als IT-Lösung für KMU, um deren Modernisierung voranzutreiben.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Die zentralen Felder umfassen Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen, technologische Skalierbarkeit sowie rechtliche Rahmenbedingungen wie die DSGVO.
Welches primäre Ziel verfolgt der Autor?
Ziel ist es zu erörtern, ob KMU verstärkt auf SaaS setzen sollten und inwieweit diese Lösungen als Enabler für junge Unternehmen dienen können.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Untersuchung basiert auf einer theoretischen Fundierung der Begriffe und einem fiktiven Praxis-Fallbeispiel für einen direkten Kostenvergleich.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Definition der Begriffe sowie eine detaillierte Gegenüberstellung von Inhouse-IT und Cloud-Diensten.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?
Kernbegriffe sind insbesondere SaaS, KMU, DSGVO, Cloud-Computing und Wirtschaftlichkeitsanalyse.
Warum ist die DSGVO für KMU bei der Nutzung von SaaS besonders kritisch?
Da die Speicherung von personenbezogenen Daten bei externen Anbietern erfolgt, müssen Unternehmen sicherstellen, dass diese Anbieter DSGVO-konform arbeiten, um massive Bußgelder zu vermeiden.
Inwiefern beeinflusst die Wahl zwischen On-Premises und SaaS die IT-Strategie der Bäckerei „Backfrisch“?
Der Wechsel zu SaaS ermöglicht eine schnellere Modernisierung bei geringeren initialen Investitionen, verlagert jedoch die Verantwortung für Sicherheit und Verfügbarkeit an den Anbieter.
- Arbeit zitieren
- Sven Dytrych (Autor:in), 2020, SaaS-Dienstleistungen in kleineren und mittleren Unternehmen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/535146