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Das antike Athen. Stellung der Frauen

Title: Das antike Athen. Stellung der Frauen

Term Paper (Advanced seminar) , 2017 , 15 Pages , Grade: 2,2

Autor:in: Thomas Max (Author)

World History - Early and Ancient History
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Insbesondere die drei antiken Autoren Aristoteles, Plutarch und Xenophon bieten Perspektiven an, um die Lebensweise der Frau während der klassischen Zeit darzustellen. Vor allem in den letzten Jahrzehnten nahmen die geführten Debatten rasant zu, die sich mit dem Thema der Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau auseinander setzten. Nicht selten wird der Ursprung der Diskrepanzen zwischen den Geschlechtern genau an diesem Punkt ausgemacht – das Thema ist aktuell, soll aber weniger einen Vergleich mit dem heutigen Frauenbild darstellen, sondern den Alltag des klassischen Athens illustrieren, sodass vor allem die Position der Frau im Oikos von großer Bedeutung ist.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1. Vorwort

1.2. Quellenproblematik

2 Situation in Athen

3 Frauen im klassischen Athen

3.1. Jugend und Ausbildung

3.2. Leben einer Frau

3.3. Freizeitgestaltungen

3.4. Erwartungen

3.5. Älterwerden

4 Verbannung aus dem öffentlichen Leben

5 Fazit

6 Bibliographie

6.1. Quellen

6.2. Literatur

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die gesellschaftliche Rolle und Lebensbedingungen von Frauen im klassischen Athen zwischen den Perserkriegen und der Regierung Alexander des Großen. Ziel ist es, die Diskrepanz zwischen der politischen Exklusion der Frau und ihrer Bedeutung innerhalb der häuslichen Gemeinschaft (Oikos) kritisch zu beleuchten.

  • Die Rechtsstellung und politische Partizipation von Frauen in der attischen Demokratie.
  • Die Auswirkungen von Ausbildung und Erwartungshaltungen auf das tägliche Leben.
  • Die Rolle der Frau innerhalb der familiären Struktur und Haushaltsführung.
  • Möglichkeiten und Einschränkungen der Teilhabe am öffentlichen und sozialen Leben.
  • Die Analyse antiker Quellen zur Konstruktion des weiblichen Idealbildes.

Auszug aus dem Buch

3.1 Jugend und Ausbildung

Nicht jedes Mädchen überlebte die Geburt. Der Mann respektive der Vater des Kindes hatte die Entscheidungsvollmacht, ob es ausgesetzt wird, isoliert an einem unzivilisierten Ort, oder ob das Neugeborene Teil der Familie wird. Den Familiennamen durfte ein akzeptiertes Mädchen allerdings nicht behalten.6 Sie benötigte eine Dotation. Diese Mitgift wurde vom Vater bestellt, die bei einer etwaigen Eheauflösung dem Vater wieder zustand, oder bei einem Tod der Ehegattin an die Kinder der Frau weitervererbt wird.7

Während der Krieg dafür verantwortlich war, dass der männliche Anteil der Bevölkerung Athens rapide gesunken ist, gab es auch in Friedenszeiten Hinrichtungen an Kindern, dies betraf vor allem Mädchen. Diese Hinrichtungen hatten die Intention dass die Bevölkerung keine exorbitanten Ausmaße erreicht.8

Die Mütter waren dafür verantwortlich, die Kinder großzuziehen. In speziellen Arealen eines Hauses, dem sogenannten Gynaikonitis, in dem sich nur Frauen aufhielten, wurde die Arbeit an Textilien gelehrt, beispielsweise das Spinnen und das Weben.9 Die Bürger Athens die sich für ihre Tochter entschieden haben, wiesen ihrem Kind meistens einen Sklaven bzw. eine Sklavin zu. In der Regel war dies eine Sklavin. Deren Tätigkeitsfeld lässt sich ähnlich mit der einer Amme anno 2017 vergleichen.10 Frauen spielten nur eine marginale Rolle in der Öffentlichkeit jener Zeit, ergo gab es auch keine Ambitionen der Gesellschaft diese im Kindesalter auszubilden oder zu fördern. Die Arbeit im eigenen Haushalt hatte einen höheren Stellenwert als der Besuch von Schulen. Athenische Mädchen lernten im eigenen Zuhause Fragmente dessen, was ihnen in der Schule gelehrt worden wäre. Diese Isolation aus dem Alltag beschreibt Xenophon als ideal. Das ideale Mädchen sei weder zu hören, noch zu sehen, und schon gar nicht solle sie Fragen stellen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Fragestellung ein, ob Frauen im klassischen Athen tatsächlich so stark vom öffentlichen Leben ausgeschlossen waren, wie es antike Quellen nahelegen.

1.1. Vorwort: Dieses Vorwort erläutert die Relevanz der Untersuchung im Kontext heutiger Debatten über Gleichberechtigung und betont die methodische Herangehensweise über antike Autoren.

1.2. Quellenproblematik: Hier werden die Schwierigkeiten bei der Interpretation antiker Quellen dargelegt, insbesondere die Einseitigkeit der männlichen Perspektive und das Fehlen von Aufzeichnungen aus weiblicher Sicht.

2 Situation in Athen: Dieses Kapitel skizziert die politischen Rahmenbedingungen der attischen Demokratie und erläutert die strikte Exklusion von Frauen, Metöken und Sklaven vom politischen Prozess.

3 Frauen im klassischen Athen: In diesem Hauptkapitel wird der Lebensalltag athenischer Frauen in verschiedenen Lebensphasen detailliert analysiert.

3.1. Jugend und Ausbildung: Dieser Abschnitt behandelt die Erziehung athenischer Mädchen, die primär auf die spätere Rolle als Ehefrau im privaten Umfeld ausgerichtet war.

3.2. Leben einer Frau: Dieses Kapitel befasst sich mit Eheschließung, Vormundschaft, häuslichen Pflichten und dem Bild der Frau als Eigentum des Ehemannes.

3.3. Freizeitgestaltungen: Hier wird untersucht, welche sozialen Interaktionen, religiösen Teilhabemöglichkeiten und Freizeitaktivitäten Frauen innerhalb ihrer gesellschaftlichen Einschränkungen offenstanden.

3.4. Erwartungen: Dieser Teil beleuchtet die gesellschaftlichen und männlichen Ideale an das Verhalten, die Tugend und die Fruchtbarkeit einer athenischen Frau.

3.5. Älterwerden: Dieses Kapitel thematisiert die geringe Lebenserwartung von Frauen, die Risiken der Geburt und Ausnahmen im Alter.

4 Verbannung aus dem öffentlichen Leben: Dieses Kapitel untersucht die gesetzliche und räumliche Trennung zwischen den Geschlechtern sowie Ausnahmen durch Hetären und Priesterinnen.

5 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Frauen trotz rechtlicher Exklusion eine zentrale, wenn auch private Rolle für das Funktionieren der athenischen Gesellschaft spielten.

6 Bibliographie: Dieses Kapitel listet die verwendeten antiken Primärquellen und die wissenschaftliche Fachliteratur auf.

6.1. Quellen: Hier sind die in der Arbeit zitierten antiken Autoren und ihre Werke verzeichnet.

6.2. Literatur: Dieser Abschnitt enthält die wissenschaftliche Sekundärliteratur, die der historischen Einordnung dient.

Schlüsselwörter

Athen, klassische Zeit, Frauenrolle, Demokratie, Oikos, Geschlechterrollen, Haushalt, Xenophon, Soziale Struktur, Ehe, Bürgerrecht, Hetären, Erziehung, Geschlechterdiskrepanz, Antike

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Hausarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Lebenswelt und die gesellschaftliche Stellung der Frau im klassischen Athen, um zu ergründen, wie diese trotz ihrer rechtlichen und politischen Exklusion in der Gesellschaft fungierten.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Themen umfassen die rechtliche Stellung, die Erziehung, das Leben im Oikos (Haushalt), die gesellschaftlichen Erwartungshaltungen sowie die räumliche und soziale Abgrenzung zum öffentlichen Leben.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Rolle der Frau zwischen den Perserkriegen und der Ära Alexander des Großen zu illustrieren und zu hinterfragen, ob sie tatsächlich so vollständig vom öffentlichen Leben ausgeschlossen waren, wie es die männlich geprägten Quellen suggerieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine historische Quellenanalyse, die insbesondere Texte von antiken Autoren wie Aristoteles, Xenophon und Plutarch unter kritischer Berücksichtigung der Quellenproblematik auswertet.

Welche Inhalte werden im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der Jugend und Ausbildung, das Eheleben, Freizeitgestaltungen, gesellschaftliche Erwartungen und das Älterwerden sowie eine Analyse der räumlichen Verbannung aus dem öffentlichen Raum.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Athen, Oikos, Geschlechterrollen, Bürgerrecht, klassische Zeit, Haushalt, Erziehung und gesellschaftliche Exklusion.

Welchen Stellenwert nimmt der Oikos für die athenische Frau ein?

Der Oikos bildet den primären Lebensraum der Frau. Er ist nicht nur der Ort der Reproduktion und Haushaltsführung, sondern auch der zentrale Ort, an dem die athenische Frau ihre gesellschaftliche Identität und Reputation aufbaute.

Wie unterschied sich die Stellung von "bürgerlichen Frauen" von der anderer Frauen?

Die Arbeit differenziert deutlich zwischen bürgerlichen Frauen, die einer starken räumlichen Trennung und strengen Verhaltensnormen unterlagen, und Personengruppen wie Hetären, die eine größere gesellschaftliche Freiheit genossen.

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Details

Title
Das antike Athen. Stellung der Frauen
College
University of Rostock
Grade
2,2
Author
Thomas Max (Author)
Publication Year
2017
Pages
15
Catalog Number
V535220
ISBN (eBook)
9783346127136
ISBN (Book)
9783346127143
Language
German
Tags
athen stellung frauen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Thomas Max (Author), 2017, Das antike Athen. Stellung der Frauen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/535220
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