Primat der Politik durch das Militär? Die Entwicklung der Machtstellung der Militärs am Ende des Kaiserreichs und zu Beginn der Revolution von 1918/19


Hausarbeit (Hauptseminar), 2004

28 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Bedeutung des Militärischen im deutschen Kaiserreich

3. Erster Weltkrieg: Kampf um die Führung im Reich und „stille Diktatur“

4. Die Wirtschaft im Krieg

5. Das Hilfsdienstgesetz

6. Der verlorene Krieg

7. Revolution

8. Die Zusammenarbeit der alten und der neuen Macht und die Folgen

9. Fazit

10. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Im Ersten Weltkrieg ging neben dem osmanischen Reich, dem russischen Zarenreich und dem österreichisch-ungarischen Kaiserreich auch das deutsche Kaiserreich unter. Seine prägende Gestalt hatte es durch Preußen und dessen Militär erhalten. Noch im Krieg konnten die Militärs ihre Machtstellung bedeutend ausbauen, doch stürzte diese 1918 jäh zusammen, ja der alte Militärapparat wurde insgesamt von vielen Stimmen in Frage gestellt. Jedoch gelang dem deutschen Offizierskorps zumindest eine Teilrestauration seiner Position, in der von vielen eine große Belastung der Weimarer Republik gesehen wurde und wird. Wie kam es nun zu dieser Entwicklung, zum Aufstieg, zum raschen Fall und zu Ansätzen eines neuen Machtgewinns der Armeeführung? Wie stand sie im Zusammenhang mit der deutschen Revolution von 1918/19 und wie wirkte sie sich im weiteren Verlauf der Geschichte der noch jungen Republik aus? Besondere Bedeutung kommt dieser Betrachtung auch in Bezug auf die Fragestellung nach der Möglichkeit eines „Dritten Weges“ in der Revolution zu. Während ältere Forschungen die Kooperation zwischen alten und neuen Kräften als unausweichlich bezeichneten, da es um die Frage Rätediktatur oder parlamentarische Republik ging[1], zeichnet die neuere Forschung ein modifiziertes Bild. Sie sucht nach der Chance eines alternativen Weges und nach nicht ausgenutzten Handlungsspielräumen der neuen Machthaber[2].

In meiner Arbeit stütze ich mich zum einen auf Sekundärliteratur, insbesondere auf die Werke von Wilhelm Deist und den Aufsatz von Rolf Feldner über das Machtverteilungsproblem am Ende des Ersten Weltkrieges, zum anderen auf Biographien und Erinnerungen von Zeitgenossen wie Wilhelm Groener oder Max von Baden. Des Weiteren bilden die Zeitschriften „Militär-Wochenblatt“ und der „Vorwärts“ meine Grundlagen.

Nach der Einleitung beginne ich meine Arbeit mit einer kurzen Herausstellung der Bedeutung des Militärs im deutschen Kaiserreich, um dann die Entwicklung der politischen Macht im Ersten Weltkrieg zu skizzieren. Im vierten und fünften Kapitel wird ein besonderes Augenmerk auf die Wirtschaft im Kriege gelegt, weil es hier notgedrungen zu einer ersten Zusammenarbeit zwischen Militärs und Arbeiterschaft kam. Am Hilfsdienstgesetz wird dies expliziert. Zur letzten Phase des Krieges wird im sechsten, zur beginnenden Revolution im siebten Kapitel geschrieben. Hier liegt der Schwerpunkt der Arbeit. Das darauffolgende Kapitel beschreibt knapp die weitere Entwicklung in Folge der Zusammenarbeit der OHL mit der neuen Regierung. Ein Fazit fasst die gewonnenen Ergebnisse hilfreich zusammen. Das Literaturverzeichnis bildet den Abschluss.

2. Die Bedeutung des Militärischen im deutschen Kaiserreich

Ein Schuhmacher hielt 1906 mit der geborgten Militäruniform eines Hauptmanns die größte Macht Europas in Atem, als er das Köpenicker Rathaus von Soldaten besetzen ließ. Preußen und das von ihm dominierte Deutsche Reich galten damals als „das klassische Musterbeispiel des Militarismus“[3]. In drei Einigungskriegen war es von oben her errichtet worden. Nicht alle alten preußischen Tugenden und Werte wurden im Bismarckreich und besonders in der Wilhelminischen Zeit verfochten, doch der Vorrang des Militärischen, verstärkt durch die erfochtenen Siege in den Einigungskriegen, zeitigte eine neue Blüte. Das Symbol des Reserveoffiziers, welcher mehr Ansehen genoss als jeder zivile Beamte oder Universitätsprofessor, soll als Verdeutlichung dienen. Militärische Formen prägten selbst das private Leben und besonders im Bildungsbürgertum arrangierte man sich mit dem zum großen Teil noch adligen Gepränge der politischen und militärischen Führungsschicht. Die Flottenbegeisterung tat auf maritimer Seite ein Übriges. Die überragende Stellung wurde auch vor dem Weltkrieg deutlich in der Zabern-Affäre herausgestellt, in der die militärische über die politische Führung einen bedeutenden Erfolg errang[4].

Über die soziale Struktur gerade des Offizierskorps lässt sich sagen, dass es zum großen Teil vom Adel bestimmt war, wobei vor 1914 insbesondere in den unteren Offiziersrängen der bürgerliche Anteil der Stelleninhaber beachtenswert zunahm. Diese Entwicklung verstärkte sich noch durch die Sachzwänge des Weltkrieges, durch die Männer wie Groener auch in höhere militärische Ämter aufstiegen[5]. Damit ging aber keineswegs eine Tendenz in Richtung Öffnung oder Reformierung des Offizierskorps einher. Ganz im Gegenteil unterwarfen sich die bürgerlichen Offiziere zum Großteil dem Korpsgeist, eiferten ihren adligen Kollegen nach und stellten zusammen mit diesen die wichtigste Stütze des kaiserlichen Staates dar. Nichtanpassungswillige wurden ausgegrenzt[6]. So konnte das Militär im Deutschen Reich gestützt auf ältere Traditionen ein hohes Prestige vorweisen, blieb aber im politischen Bereich selbst meist im Hintergrund, wenn es auch grundsätzlich konservativ eingestellt war. Erste Tendenzen, die als Aufweichen der Distanz des Militärs zur Politik deutbar sind, lassen sich allerdings bereits in der Wilhelminischen Zeit erkennen. Im Weltkrieg setzte sich dieser Trend fort[7].

3. Erster Weltkrieg: Kampf um die Führung im Reich und „stille Diktatur“

Durch den als Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts bezeichneten Ersten Weltkrieg gelang dem Offizierskorps und allen voran der Obersten Heeresleitung nochmals ein bedeutender Machtgewinn. Formal war der deutsche Kaiser der Oberbefehlshaber der deutschen Streitkräfte, doch lag laut der Reichsverfassung Artikel 68 und Ermächtigungsgesetz vom 4. August 1914 die Exekutivgewalt in der Heimat bei den stellvertretenden kommandierenden Generalen[8] und die Befehlsgewalt im Feldheer ebenso wie die in den bald darauf eroberten feindlichen Gebieten zunehmend bei der Obersten Heeresleitung und besonders bei der Dritten Obersten Heeresleitung Hindenburg-Ludendorff. Während 1914 Moltke kaum als Feldherr, geschweige denn als Führungspersönlichkeit befähigt war, übernahm bald darauf Falkenhayn die Heeresleitung. Bereits jetzt traten Reichskanzler und Kaiser schrittweise in den Hintergrund. Die Stellung des Mannes an der Spitze des Generalstabes waren nicht unumstritten, wurden doch die Stimmen und Forderungen der Sieger von Tannenberg, Hindenburg und Ludendorff, für die Schwerpunktverlagerung des Krieges nach dem Osten immer lauter. Die Popularität Hindenburgs und Ludendorffs war gezielt gefördert worden[9] und schließlich setzten sich die beiden gegen ihren Konkurrenten durch. Erstmals spielte hierbei die öffentliche Meinung eine wichtige Rolle[10]. Die Zeit der Dritten Obersten Heeresleitung begann. (Im Folgenden vereinfachend als OHL bezeichnet.) Die Frage nach dem Wesen der Politik war nicht mehr eine nach Maßhalten und Rücksichtnahme auf die Zivilbevölkerung, sondern zunehmend nach Eskalation des Krieges und totaler Mobilisierung aller Reserven[11]. Die Ansicht der OHL, vertreten durch Hindenburg, lautete: „Wir standen immer in der Wahl zwischen Kampf bis zum Sieg oder Unterwerfung bis zur Selbstentsagung“[12]. Und weil auch die politische Seite keine echte Alternative aus diesen begrenzten Handlungsmöglichkeiten sah, vertraute man lieber den Siegfriedensversprechungen, als die harte Realität anzuerkennen[13]. Mehr oder weniger bewusst fesselte man sich so an die Generale, mit denen alle Hoffnung stand und fiel. Der Militärpolitik sollten alle anderen Bereiche untergeordnet werden[14].

Im Laufe des Krieges zeigte sich immer deutlicher die Führungsschwäche Wilhelms II., von dessen persönlichem Regiment, so es überhaupt jemals vorhanden war, nichts mehr übrig blieb als der äußere Schein. Walter Görlitz sprach sogar von einer bildhaften „Abdankung als Oberster Kriegsherr“[15]. Auch die zivile Führung offenbarte bald deutlich ihre Schwächen. Der Reichskanzler Bethmann Hollweg erreichte durch seine „Politik der Diagonale“ nur, dass er nicht, wie von ihm beabsichtigt vermittelnd über allen Reichstagsparteien, sondern zwischen allen Stühlen saß[16]. Die Parteien wiederum waren entweder nicht fähig oder nicht willens wirksameren Druck auf die Reichsspitze auszuüben. Das Kriegsministerium geriet faktisch, nachdem es 1914 mit dem Generalstab kurzfristig vereinigt worden war, zeitweise gar zu einem ausführenden Organ der Militärspitze[17]. Mit fortschreitender Kriegsdauer und damit Anhalten des Belagerungszustandes konnte die militärische Führung immer mehr Einfluss auch auf nichtmilitärische Bereiche nehmen.

Überblickt man besonders die Jahre 1916 bis 1918, den Zeitraum der 3. OHL also, so kommt man in Bezug auf die Machtbasis der Militärs fast zu dem Schluss von einer Quasi-Militärdiktatur zu sprechen. Jedoch ist diese Bezeichnung in der Wissenschaft nicht unumstritten[18]. Abgesehen von ihren umfassenden militärischen Befugnissen, lenkte die OHL jedenfalls zum einen die Wirtschaft in mehr oder weniger groben Zügen durch das 1916 errichtete Kriegsamt, dem General Groener vorstand. Zum anderen nahm die OHL auf der oberen Exekutivebene, wenn nicht formal direkt, so doch indirekt starken Einfluss[19]. Indem sie auf ihre Unverzichtbarkeit in angespannter Kriegslage und ihr hohes Prestige vertrauend bei Kontroversen mit Kaiser, Kanzler oder Reichsministerien mit Rücktritt drohte[20], setzte sich die von ihr favorisierte Politik oft durch. Die Einrichtung des Generalgouvernements Polen, die Zwangsrekrutierung belgischer und polnischer Arbeitskräfte[21], die Eröffnung und Fortführung des uneingeschränkten U-Boot-Krieges und vieles andere mehr verantworteten zwar nicht formal, aber de facto die Militärs. Einen Höhepunkt stellte die Ernennung von Reichskanzler Michaelis und das Diktat von Brest-Litowsk dar, mit dem ein Verhandlungsfrieden nun fast völlig ausgeschlossen war[22]. Michaelis war von der OHL vorgeschlagen worden, seine Kanzlerschaft endete mit einer weiteren Schwächung der Regierungsautorität und dem Zurückweichen der Mehrheitsparteien im Reichtag, die seit 1917 im Interfraktionellen Ausschuss wieder und wieder auf die Frage der Parlamentarisierung zu drängen versuchten[23]. Dagegen trat die OHL als Sieger aus den innerpolitischen Auseinandersetzungen hervor. Und selbst die sich anschließende Kanzlerschaft des Grafen Hertling bezeichnete Friedrich Ebert rückblickend als „bedingungslose Unterordnung unter den ,Absolutismus der Militärs´“, auch wenn dies sicher eine Übertreibung darstellte[24]. Dennoch verfügte die Oberste Heeresleitung sowohl im Feldheer als auch in bestimmten innenpolitischen und besonders außenpolitischen Fragen über ein enormes Gewicht. Speziell Hindenburg ersetzte quasi die Stelle des anscheinend unfähigen Wilhelms II. als eine Art „Volkskaiser“ oder „Ersatzkaiser“[25]. Symbolisch wird dies an den während des Krieges errichteten Hindenburgstatuen deutlich.

Diese Stellung der OHL-Spitze konnte jedoch nur so lange intakt bleiben, wie auch das Plebiszit, auf welches sie sich stützte, hielt. Und dieses wiederum gründete sich ausschließlich auf den militärischen Erfolg und die Hoffnung auf den siegreichen Ausgang der großen, außenpolitischen Auseinandersetzung[26]. Wie sich zeigen sollte, wurde diese Hoffnung durch die OHL-Propaganda unverantwortlich lange und vehement aufrechterhalten.

[...]


[1] Vgl. Erdmann, Karl Dietrich: Die Geschichte der Weimarer Republik als Problem der Wissenschaft. In: VfZg 3/1955. S. 1ff.

[2] Vgl. Winkler, Heinrich August: Mußte Weimar scheitern? Das Ende der ersten Republik und die Kontinuität der deutschen Geschichte. München 1991. S. 10.

[3] Zit. nach Hintze, Otto: Staat und Verfassung. Gesammelte Abhandlungen zur allgemeinen Verfassungsgeschichte. Göttingen 1970. S. 71; Vgl. auch Carsten, Francis L.: Reichswehr und Politik 1918-1933. Köln u.a. 1964. S. 13; Demeter, Karl: Das deutsche Offizierskorps in Gesellschaft und Staat 1650-1945. Frankfurt am Main 41965. S. 242ff.; Feldner, Rolf: Das Problem der Machtverteilung in der revolutionären Übergangsperiode. In: Politik und Zeitgeschichte. Beilage zur Wochenzeitung Das Parlament. B50/1971. S. 5. Es ist zu beachten, dass vor dem Zweiten Weltkrieg „Militarismus“ ohne negativen, mitunter sogar mit äußerst positivem Beigeschmack verstanden wurde. Vgl. Militär-Wochenblatt. Zeitschrift für die deutsche Wehrmacht. Nr. 124/1920. Sp. 2293.

[4] Deist, Wilhelm: Militär, Staat und Gesellschaft. Studien zur preußisch-deutschen Militärgeschichte. München 1991. S. 231.

[5] Görlitz, Walter: Der deutsche Generalstab. Geschichte und Gestalt 1657-1945. Frankfurt am Main 1950. S. 211f.; Vgl. Hürter, Johannes: Wilhelm Groener. Reichswehrminister am Ende der Weimarer Republik (1928-1932). München 1993. S. 5. Zu einzelnen empirischen Daten siehe Demeter 1965. S. 29.

[6] Deist 1991. S. 29f.; Hürter 1993. S. 8.

[7] Als Beispiel sei der „vaterländische Unterricht“ zu nennen, durch den die Militärs weiter politisiert wurden, während dann Seeckt nach dem Krieg jede politische Betätigung zumindest formal verbot. Ob dadurch, wie von Demeter argumentiert, die Zurückhaltung der Reichswehr im Kapp-Putsch erklärt werden kann, ist m.E. fraglich. Vgl. Demeter 1965. S. 164 ff. und S. 326.

[8] Mai, Gunther: Das Ende des Kaiserreichs. Politik und Kriegsführung im Ersten Weltkrieg. München ²1993. S. 35. Vgl. ausführlich bei Deist 1991. S. 117ff.

[9] Duppler, Jörg (Hrsg.): Kriegsende 1918. Ereignis, Wirkung, Nachwirkung. München 1999. S. 380f.; Vgl. Mai 1993. S. 68.

[10] Görlitz 1950. S. 253. Selbst die Sozialdemokratie begrüßte die Ernennung Hindenburgs und Ludendorffs euphorisch, da man eine rationalere, unblutigere Kriegsführung erwartete. Vgl. Feldman, Gerald D.: Armee, Industrie und Arbeiterschaft in Deutschland 1914 bis 1918. Berlin u.a. 1985. S. 126.

[11] Mai 1993. S. 83f.

[12] Zit. nach Mai 1993. S. 142.

[13] Insbesondere sollte die befürchtete Demokratisierung nach Kriegsende verhindert werden. Vgl. Mai 1993. S. 143.

[14] Duppler 1999. S. 380f.

[15] Görlitz 1950. S. 220; Vgl. Deist 1991. S. 14; Feldner 1971. S. 5.

[16] Bethmann Hollweg stürzte schließlich auf Initiative des Reichstages, von dem aber vor allem die OHL profitierte, da Michaelis als deren Marionette als Reichskanzler folgte. Vgl. Witt, Peter-Christian: Friedrich Ebert. Parteiführer, Reichskanzler, Volksbeauftragter, Reichspräsident. Bonn 1987. S. 75f. Wilhelm Deist nennt Reichstag und OHL als Verantwortliche des Sturzes von Bethmann Hollweg. Vgl. Deist 1991. S. 170.

[17] Görlitz 1950. S. 220 und S. 236f.

[18] Gunther Mai vertritt jedenfalls den Begriff einer Quasi-Militärdiktatur. Vgl. Mai 1993. S. 120. Dagegen wird bei Jörg Duppler die Anwendbarkeit dieses Begriffes bezweifelt und Wilhelm Deist findet ihn insgesamt unzutreffend. Vgl. Deist 1991. S. 150f.; Duppler 1999. S. 383f.

[19] Görlitz 1950. S. 261f.

[20] Duppler 1999. S. 382f.; Mai 1993. S. 87; Payer, Friedrich: Von Bethmann Hollweg bis Ebert. Erinnerungen und Bilder. Frankfurt am Main 1923. S. 194f.

[21] Mai 1993. S. 117.

[22] Duppler 1999. S. 382; Mai 1993. S. 138. Als „ein der OHL ergebener Verwaltungsbeamter“ wird Michaelis bei Wilhelm Deist bezeichnet. Vgl. Deist 1991. S. 176.

[23] Von Seiten der Regierung wurde argumentiert, dass durch den Burgfrieden die politische Stagnation im Inneren vorerst legitimiert worden sei und durch einen Siegfrieden oder zumindest die Aussicht auf denselben die Forderungen nach Veränderung kleingehalten werden könnten. Vgl. Mai 1993. S. 31.

[24] Zit. nach Witt 1987. S. 82. Auch Max von Baden beschrieb das Verhältnis der OHL zum Reichskanzler, „zu deren Lakai der greise Graf Hertling sich hatte degradieren lassen“, sehr drastisch. Zit. nach Mann, Golo u.a. (Hrsg.): Prinz Max von Baden. Erinnerungen und Dokumente. Stuttgart 1968. S. 33.

[25] Deist 1991. S. 16. Gunther Mai spricht sogar von einem stillen Verfassungswandel und einem kleinen Staatsstreich. Vgl. Mai 1993. S. 86. Zum Ende des Krieges war man sogar eher bereit den Kaiser zu opfern, als Hindenburg gehen zu lassen. Vgl. Schüddekopf, Otto Ernst: Das Heer und die Republik. Quellen zur Politik der Reichswehrführung 1918 bis 1933. Hannover u.a. 1955. S. 14.

[26] Deist 1991. S. 41; Görlitz 1950. S. 255.

Ende der Leseprobe aus 28 Seiten

Details

Titel
Primat der Politik durch das Militär? Die Entwicklung der Machtstellung der Militärs am Ende des Kaiserreichs und zu Beginn der Revolution von 1918/19
Hochschule
Universität Leipzig  (Historisches Seminar)
Veranstaltung
Hauptseminar: Die Revolution 1918/19 in Deutschland (Novemberrevolution)
Note
1,3
Autor
Jahr
2004
Seiten
28
Katalognummer
V53523
ISBN (eBook)
9783638489553
ISBN (Buch)
9783656640653
Dateigröße
514 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Zur Untersuchung der Machtstellung der deutschen Militärs im Ersten Weltkrieg besonders der 3. Obersten Heeresleitung wurden neben bedeutenden Quellensammlungen und umfassender Sekundärliteratur auch Zeitschriften und biographische Werke genutzt. Den finalen Höhepunkt der Arbeit bildet der sogenannte Ebert-Groener-Pakt.
Schlagworte
Primat, Politik, Militär, Entwicklung, Machtstellung, Militärs, Ende, Kaiserreichs, Beginn, Revolution, Hauptseminar, Deutschland
Arbeit zitieren
Marcel Korge (Autor), 2004, Primat der Politik durch das Militär? Die Entwicklung der Machtstellung der Militärs am Ende des Kaiserreichs und zu Beginn der Revolution von 1918/19 , München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/53523

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