Kooperation durch Joint Ventures


Hausarbeit, 2005
22 Seiten, Note: 1,7

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

1 Einleitung

2 Definition und Begriffsabgrenzung
2.1 Abgrenzung des Begriffs “Kooperation”
2.2 Einordnung der Kooperation
2.3 Joint Venture als moderne Kooperationsform

3 Untersuchung ausgewählter Kooperationskriterien
3.1 Ziele und Vorteile einer Kooperation durch Joint Ventures
3.1.1 Nutzung von Kostensenkungspotenzialen
3.1.2 Qualitative Wettbewerbsvorteile
3.1.3 Veränderungen von Marktbarrieren
3.1.4 Joint Venture als Lerninstrument
3.2 Nachteile und Risiken von Joint Ventures
3.3 Herausforderungen für das Management von Joint Ventures
3.3.1 Vertrauen
3.3.2 Konfliktfreundlichkeit
3.3.3 Lösungsorientierung
3.3.4 Transparenz
3.3.5 Verbindlichkeit
3.3.6 Kommunikation
3.4 Beibehaltung der Selbständigkeit

4 Zusammenfassung

Literaturverzeichnis

Eidesstattliche Erklärung

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Kooperationsformen

Abbildung 2: Gelingende Kooperation : Faktoren der Kooperationskultur

1 Einleitung

Einschneidende Wettbewerbsveränderungen stellen die Unternehmen jüngster Zeit vor neue Herausforderungen, die durch wirtschaftliche (z.B. die Errichtung des EU-Binnenmarktes), technologische (z.B. Bedeutung von Schlüsseltechnologien), ökologische (z.B. globale Umweltrisiken) und / oder politisch gesellschaftliche (Wertewandel in der Bevölkerung) Veränderungen verursacht werden.[1]

Hintergrund der zunehmenden Bedeutung von Unternehmenskooperationen ist vor allen Dingen der intensiver werdende Wettbewerb, der durch eine zunehmende Globalisierung und damit verbundenen internationalen Wettbewerb, eine beschleunigte Technologieentwicklung, kürzere Produktlebenszyklen, erhöhte Fixkosten sowie steigenden Markteintrittsbarrieren gekennzeichnet ist.[2] Unternehmen stehen daher vor neuen komplexen Herausforderungen, die sie mit traditionellen, allein auf den Potentialen des einzelnen Unternehmens beruhenden Konzepten nicht mehr bewältigen können. Als Reaktion auf neue Rahmenbedingungen stellen neben der Diversifikations- und Akquisitionsstrategie Kooperationsstrategien, wie z.B. Joint Ventures, eine Möglichkeit zum Erhalt und zum Ausbau der Wettbewerbsfähigkeit dar. Viele Unternehmen wirtschaften deshalb nicht mehr alleine. Großunternehmen wie auch kleine und mittlere Unternehmen gehen zunehmend eine zwischenbetriebliche Zusammenarbeit ein und machen diese Maßnahme zum zentralen Wettbewerbsfaktor in sich schnell ändernden Märkten.

Ziel dieser Arbeit ist es, die Chancen bzw. Vorteile sowie die Risiken bzw. Nachteile einer Kooperation durch Joint Ventures explizit darzulegen. Weiteres zentrales Anliegen ist die ausführliche Darstellung und Erläuterung der neuen Herausforderungen, mit denen das Management im Rahmen eines Joint Ventures konfrontiert wird. Dabei wird wie folgt vorgegangen: Der Begriff „Kooperation“ wird definiert und auf das Ziel der Arbeit hin abgegrenzt. Nach der Einordnung der Kooperation in die Typologie wirtschaftlicher Transaktionen folgt zum Abschluss des zweiten Kapitels die Vorstellung des Joint Ventures als moderne Kooperationsform. Im dritten Kapitel wird neben der Ausarbeitung der Ziele dieser Arbeit die Beibehaltung der Selbständigkeit der am Joint Venture beteiligten Unternehmen erläutert. In diesem Zusammenhang wird sowohl auf die rechtliche, als auch auf die wirtschaftliche Beibehaltung der Selbständigkeit eingegangen. Eine kurze Zusammenfassung der Ergebnisse rundet die Arbeit ab.

2 Definition und Begriffsabgrenzung

2.1 Abgrenzung des Begriffs ,,Kooperation"

Kooperationen sind heute keine Seltenheit, sie sind vielmehr überall anzutreffen. So trägt heute z.B. kaum eine Website nicht den Verweis „Powered by…“, um damit auf einen Partner hinzuweisen und keine große Fluglinie ist mehr allein unterwegs.[3] Selbst Staaten schließen sich zu Gemeinschaften zusammen.[4]

Im Allgemeinen kann jede Art der Zusammenarbeit als Kooperation gesehen werden. Um Kooperationen jedoch richtig verstehen zu können bedarf es einer Begriffsdefinition. „Webster`s New Encyclopedic Dictionary“ beschreibt eine Kooperation als: „Association of individuals or groups for mutual benefit“, ein Zusammenschluss von Individuen oder Gruppen um einen gemeinsamen Vorteil zu erzielen.[5] In der betriebswirtschaftlichen Fachliteratur wird der Begriff hingegen enger definiert: Man versteht unter Kooperation eine Zusammenarbeit wirtschaftlich selbständiger Betriebe, bei welcher durch Ausgliederung und kollektive Ausübung bestimmter Funktionen die Wirtschaftssituation der beteiligten Betriebe verbessert werden soll.[6]

In dieser Arbeit bezeichnet der Begriff Kooperation jede auf freiwilliger Basis vertraglich vereinbarte Zusammenarbeit zwischen rechtlich und wirtschaftlich selbständigen Unternehmen, die der Förderung eines gemeinsamen Zieles dient und durch wechselseitige Abstimmung oder gemeinsame Erfüllung von Teilaufgaben erfolgt. Wesentlich an dieser Definition sind die folgenden Merkmale:[7]

- Freiwillige Zusammenarbeit zweier oder mehrerer (=Netzwerk) Unternehmen
- Vertragliche Bindung unter Berücksichtigung der rechtlichen Rahmenbedingungen
- Gemeinsame Durchführung und Koordination von Aufgaben
- Beibehaltung der rechtlichen Selbständigkeit
- Beibehaltung der wirtschaftlichen Selbständigkeit
- Schaffung einer „Win- Win-Situation“

Eine Kooperation ist somit nur dann sinnvoll, wenn für alle Vertragsparteien eine Win-Win-Situation entsteht. Meist werden Kooperationen eingegangen, um die hohen Kosten der Forschung und Entwicklung oder technologisch hoch komplexe Aufgaben, die von einem Unternehmen alleine nicht bewältigt werden können, zu teilen. Ein weiterer Grund zur Schaffung von Kooperationen ist die Bemühung um einen gemeinsamen Standard.[8]

Kooperationen können auf verschiedenen Ebenen entstehen. Man unterscheidet dabei zwischen vertikalen, horizontalen und diagonalen Kooperationen. Zu den vertikalen Kooperationen zählen Unternehmen verschiedener Stufen im Wertschöpfungsprozess, also beispielsweise klassische Lieferanten- / Abnehmerbeziehungen wie Rohstofflieferant und Produzent. Eine horizontale Kooperation bezeichnet die Zusammenarbeit von Unternehmen der gleichen Branche, wie z.B. den Verbund mehrerer Fluglinien. Bei branchenübergreifenden Partnerschaften hingegen liegt eine diagonale Kooperation vor. Die Zusammenschlüsse können dabei auf lokaler, regionaler, nationaler oder globaler Ebene eingegangen werden und sind entweder temporär oder zeitlich unbegrenzt. Je nachdem ob nur ein Informationsaustausch stattfindet oder alle kooperationsrelevanten Belange abgestimmt werden, differenziert man zwischen geringer, moderater oder hoher Bindungsintensität.[9]

2.2 Einordnung der Kooperation in die Typologie wirtschaftlicher Transaktionen

Eine Transaktion soll als „Prozess der Klärung und Vereinbarung eines Leistungsaustausches“ bezeichnet werden. Die Bedingungen des Leistungsaustausches sind im Wirtschaftsleben durch Verträge geregelt. Auf dem Weg von der Herstellung eines Produktes zum Endprodukt kann es auf horizontaler Ebene (Konkurrenz), als auch auf vertikaler Ebene (zwischen Lieferanten und Abnehmern) zu Abstimmungsproblemen kommen. Konkurrenzbeziehungen können durch Absprachen ausgeschaltet werden, Probleme zwischen Angebot- und Nachfrageseite sind jedoch grundsätzlich immer vorhanden.[10] Dieses Spannungsverhältnis kann auf drei verschiedene Arten gelöst werden:[11]

[...]


[1] diese Arbeit wurde nach den Regeln der neuen Rechtschreibreform angefertigt.

[2] vgl. Backhaus; Plinke (1990), S. 23ff.

[3] vgl. www.staralliance.com/star_alliance/star/frame/main_10.html (10.12.2005).

[4] vgl. europa.eu.int/abouteuropa/faq/q02/index_de.htm (09.12.2005).

[5] vgl. Webster (1993), S. 221.

[6] vgl. Picot (1996), S. 280.

[7] vgl. Kutschker; Schmid (2004), S. 17.

[8] vgl Picot; Reichwald; Wiegand (2001), S.284.

[9] vgl. Killich (2005), S. 18ff.

[10] vgl. Weder (1990), S. 268ff.

[11] vgl. Fontanari (1994), S.11ff.

Ende der Leseprobe aus 22 Seiten

Details

Titel
Kooperation durch Joint Ventures
Hochschule
Business and Information Technology School - Die Unternehmer Hochschule Iserlohn
Note
1,7
Autor
Jahr
2005
Seiten
22
Katalognummer
V53531
ISBN (eBook)
9783638489577
ISBN (Buch)
9783638662734
Dateigröße
696 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Kooperation, Joint, Ventures
Arbeit zitieren
Christian Volz (Autor), 2005, Kooperation durch Joint Ventures, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/53531

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