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Der therapeutische Nutzen von Musikophilie und Biophilie

Title: Der therapeutische Nutzen von Musikophilie und Biophilie

Research Paper (undergraduate) , 2018 , 74 Pages , Grade: 1

Autor:in: Friederike Blenau (Author)

Musicology - Miscellaneous
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Die folgende Arbeit beschäftigt sich mit den Themen Stressentstehung, Stadt als Stressor, Natur als ursprüngliches Lebensumfeld des Menschen und Musik als ursprüngliche Ausdrucks- und Kommunikationsform. Lösen sich die Menschen zu stark von ihren evolutionären Wurzeln, könnte das Ursache für diverse, vor allem psychische Belastungszustände und Krankheiten sein oder diese zumindest begünstigen.

Naturentfremdung kann schon in der Kindheitsentwicklung zu Problemen führen und das ganze Leben belasten. Davon ausgehend, könnten solche Krankheiten unter Einbeziehung von Natur und Musik therapiert werden. Eine Kombination aus beiden, Natur und Musik, als Mittel in der Psychotherapie ist für viele betroffene Menschen sehr positiv wirksam.

Musik und Natur oder Natur und Musik haben in meinem persönlichen Leben die wesentlichen Interessensgebiete, Beschäftigungsfelder bzw. Lebensinhalte dargestellt. Immer wieder entdeckte ich Gemeinsamkeiten und Verknüpfungspunkte. Sei es z.B. der Gesang einiger Tiere, Naturklänge, die Wirkung von Musik auf den Menschen u.v.a.m., bei denen beide Wissensgebiete betroffen sind.

Obwohl ich glücklicherweise in ländlicher Umgebung wohne, bin ich oft, vor allem beruflich, in der Stadt unterwegs. Zunehmend fallen mir die anstrengenden Seiten des Stadtlebens auf und je nach aktuellem Entspanntheitsgrad empfinde ich Ansichten von Beton, Straßen- und Baulärm, Gestank und Menschengedränge als zunehmend belastend. Ausgehend von diesen Erfahrungen hat mich das Thema dieser Arbeit gefunden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Begriffsdefinition

Biophilie

Musikophilie

Menschheitsgeschichtliche Entstehung von Musikophilie und Biophilie

Evolution des Menschen aus der Naturerfahrung

Evolution der Musik, Musikarchaeologie -

Musik als Teil unserer menschlichen Natur

Missachtung ursprünglicher menschlicher Bedürfnisse als Krankheitsursache

Entstehung und Wirkung von Stress

Auslöser / Ursachen von Stress

Großstadt und unerfüllte Biophilie als Stressor

Nature-deficit-disorder

Gefahren einer naturentfremdeten Kindheitsentwicklung

Ist die Umwelt „unsere“ Umwelt?

Gefahren des Verlustes von Alltagsmusik

Therapeutische Ansätze durch Musik und Naturerfahrung

Historische Entstehung der Musiktherapie

Historie der therapeutischen Gärten

Was bewirkt Musik im Körper, vor allem im Gehirn?

Depression als Rhythmusstörung

Was bewirkt ein Waldspaziergang in Körper und Gehirn?

Das Auge heilt mit – Physiopsychologische Effekte

Waldbaden – Psychoimmunologie

Glück im Schlamm – Dreckig und schlau – Immunologie

Die Finger im Gehirn – Neurobiologie

Es werde Licht – Physiologie

Genuss und Lebenssinn – Psychologie

Natur-Therapie gegen Depression

Systemische Naturtherapie

Community Music Therapie

Naturgestützte Intergrative Therapie

Musik in und aus der Natur – Klänge und Geräusche, Bioakustik und Biophonie

ADHS-Erfahrungen

Praktische Arbeitsbeispiele: Frühmusikalische Erziehung im Wald

Kontraindikationen

Fazit: Verbindung von Musik- und Naturtherapie – mehr als Outdoor-Musiktherapie

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, die tiefgreifende Bedeutung von Naturerfahrungen und Musik für die menschliche Gesundheit zu untersuchen und aufzuzeigen, wie eine Entfremdung von diesen evolutionären Wurzeln zur Entstehung psychischer Belastungen und Krankheiten beitragen kann. Die Forschungsfrage leitet sich aus der Hypothese ab, dass eine therapeutische Rückbesinnung auf diese elementaren Lebensbereiche einen signifikanten Beitrag zur Heilung und Gesunderhaltung leisten kann.

  • Evolutionäre Grundlagen der menschlichen Bindung an Natur und Musik
  • Stadtleben und Naturentfremdung als Stressfaktoren
  • Neurobiologische und physiologische Wirkmechanismen von Musik und Natur
  • Konzepte der integrativen Natur- und Musiktherapie
  • Praktische Anwendungsbeispiele in der musikpädagogischen und therapeutischen Arbeit

Auszug aus dem Buch

Die Finger im Gehirn - Neurobiologie

„Kinder sind Handwesen; ihre Hände sind stets in Bewegung und greifen nach der Welt, lange bevor der Kopf über diese nachdenkt….Mit ihrer ersten Bewegung, mit der unbewussten Gier ihrer Hände beweisen sich die jungen Menschen als Mitglieder jener Art, die sich nicht immer nur das Nötige nimmt, sondern die angetreten ist, die Erde zu verändern und ihren Kern ans Licht zu zerren, für höchste Weihen und zum Verderben aller.“ (Weber 2013, S. 78). Natürlich zerstören diese Hände auch, aber die Natur zu benutzen, heißt auch die menschliche Kraft zur Veränderung und Kreativität erfahren.

Wir lernen mit den Fingern. Wie wir mit den Fingern rechnen lernen (nach deutschem 10-Finger System oder chinesischem binären Fingersystem) bestimmt, wie unser Kopf ein Leben lang rechnet (Spitzer 2010). Was wir also mit den Händen begreifen wird im Verbund mit allen anderen Sinneswahrnehmungen und damit verbundenen Emotionen fest im Gedächtnis abgelegt. Nur, wenn Kinder direkt in der Natur aktiv sein können, d.h. Bäume erklettern, Hütten bauen, Pflanzen pflücken, Riechen, Kosten, ja auch mal „Disteln köpfen“ wird sich ein Gefühl und tiefes Wissen bis ins Erwachsenenalter etablieren. Filme über die Zerstörung des Regenwaldes anzuschauen oder eine theoretische Abhandlung über den Stoffwechsel einer Pflanze zu hören, wird keine Naturliebhaber hervorbringen. Mit dem Gameboy erfolgreich Tetris zu spielen, gelingt erst, wenn unsere Hände genügend oft Bauklötze in den Fingern hielten.

Alleine in der Natur gibt es einen überwältigenden Reichtum an Dingen, die so verschieden verwendet werden können wie z.B. ein Stock, der ein Wanderstab sein kann, aber auch eine Angel, ein Malutensil, ein Hammer, ein Schwert, eine Lanze, eine Tragehilfe, eine Dachlatte der Hütte, Feuerholz oder Stockbrothalter u.v.a.m.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Arbeit thematisiert die lebenslange Verbundenheit des Menschen mit Natur und Musik und beleuchtet die negativen Folgen der Entfremdung durch den modernen Stadtalltag.

Begriffsdefinition: Es werden die zentralen Konzepte der Biophilie nach Fromm und Wilson sowie die Musikophilie nach Sacks als evolutionäre menschliche Veranlagungen definiert.

Menschheitsgeschichtliche Entstehung von Musikophilie und Biophilie: Dieses Kapitel zeichnet die evolutionäre Entwicklung des Homo sapiens nach und zeigt auf, wie Musik und Naturerfahrung als biologische Grundlagen fest in unserem Gehirn verankert sind.

Missachtung ursprünglicher menschlicher Bedürfnisse als Krankheitsursache: Hier wird der Stressbegriff physiologisch erläutert und dargelegt, wie Faktoren wie Stadtlärm und Naturentfremdung chronischen Stress auslösen können.

Therapeutische Ansätze durch Musik und Naturerfahrung: Das Kapitel bietet einen historischen und aktuellen Überblick über die heilende Wirkung von Musik, therapeutischen Gärten und naturgestützten Verfahren auf den menschlichen Organismus.

Fazit: Verbindung von Musik- und Naturtherapie – mehr als Outdoor-Musiktherapie: Die abschließende Betrachtung plädiert für die Auflösung der Dualismen zwischen Natur und Kultur und unterstreicht die Notwendigkeit, Musiktherapie als eine Form der Naturtherapie zu begreifen.

Schlüsselwörter

Biophilie, Musikophilie, Evolution, Naturtherapie, Musiktherapie, Stress, Naturentfremdung, Neuroplastizität, Kindheitsentwicklung, Gesundheit, Rhythmus, Achtsamkeit, Salutogenese, ADHS, Ökopsychosomatik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die tief verwurzelte evolutionäre Beziehung des Menschen zur Natur und zur Musik und analysiert, wie deren Verlust in der modernen Welt unsere Gesundheit beeinträchtigt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit verknüpft Erkenntnisse aus der Evolutionsbiologie, der Neurobiologie und der Psychologie, um die heilenden Effekte von Naturerlebnissen und musikalischem Handeln zu erklären.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es aufzuzeigen, dass psychische und physische Krankheiten oft Folge einer Entfremdung von unseren evolutionären Wurzeln sind und dass Natur und Musik effektive therapeutische Ressourcen darstellen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer umfassenden Analyse interdisziplinärer Fachliteratur (Biologie, Psychologie, Musikwissenschaft, Soziologie) sowie auf eigenen praxisorientierten Beobachtungen der Autorin basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse von Stressursachen in der modernen Stadt, die Bedeutung der Kindheitsentwicklung im Einklang mit der Natur sowie verschiedene historische und moderne therapeutische Ansätze, die Natur und Musik integrieren.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Biophilie, Musikophilie, Stress, Naturtherapie, Neuroplastizität, Evolution und die Rückverbindung des Menschen mit seiner natürlichen Umwelt.

Warum ist das "Nature-deficit-disorder" ein wichtiges Konzept für diese Arbeit?

Der Begriff beschreibt die gesundheitlichen Folgen einer Kindheit ohne ausreichenden Naturkontakt, was die Autorin als wesentliche Ursache für viele moderne psychische Erkrankungen wie ADHS identifiziert.

Welche Rolle spielt die Musiktherapie in diesem Kontext?

Die Autorin argumentiert, dass Musiktherapie nicht nur ein rein klinisches Verfahren sein sollte, sondern in einem ganzheitlichen Sinne als eine Form der Naturtherapie verstanden werden muss, da beide auf archaische Urerfahrungen des Menschen zurückgreifen.

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Details

Title
Der therapeutische Nutzen von Musikophilie und Biophilie
College
campus Naturalis
Grade
1
Author
Friederike Blenau (Author)
Publication Year
2018
Pages
74
Catalog Number
V535369
ISBN (eBook)
9783346142313
ISBN (Book)
9783346142320
Language
German
Tags
Musiktherapie Naturtherapie Entwicklungspsychologie Nature deficite disorder
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Friederike Blenau (Author), 2018, Der therapeutische Nutzen von Musikophilie und Biophilie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/535369
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