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Der Ukraine-Krieg in den Medien

Qualitative Inhaltsanalyse der Berichterstattung über die Ereignisse in der Ukraine

Titel: Der Ukraine-Krieg in den Medien

Hausarbeit , 2015 , 32 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Lena Mykhaylychenko (Autor:in)

Medien / Kommunikation - Medien und Politik, Pol. Kommunikation
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Welche Tendenzen sind bei der Berichterstattung über die Ereignisse in der Ukraine in den deutschen, ukrainischen und russischen Medien zu beobachten? Sind die Berichterstattungen ausgewogen bzw. präsentieren sie verschiedene Sichtweisen auf das Ereignis? Diese Arbeit beschäftigt sich mit einer Untersuchung der Berichterstattung über die Ereignisse in der Ukraine im Jahr 2005 in den deutschen, ukrainischen sowie russischen Medien. Der Schwerpunkt der inhaltsanalytischen Studie liegt bei den Berichten, die sich auf den Absturz des Malaysia-Airlines- Flugs vom 17. Juli 2014 beziehen.

Seit über einem Jahr wird die Situation in der Ukraine immer wieder zu einem der Hauptthemen in den Nachrichten in Deutschland sowie in den anderen Ländern. Jedoch kommen in den Massenmedien nicht nur seriöse und ausgewogene Berichterstattungen vor, sondern auch verdrehte Darstellungen der „Fakten“, unbegründete Meinungsäußerungen und sogar propagandistische Inhalte, die aufgrund abweichender politischer Interessen des einen oder anderen Landes in eine bestimmte Richtung gelenkt werden. Weiterhin wird von einigen Medien-schaffenden bei Ihrer Suche nach exklusiven, spannenden und öfters hochemotionalen Themen, die das Publikum polarisieren und sich gut verkaufen lassen, vergessen, dass hinter vielen dieser Geschichten Menschenleben stehen.

Massenmedien sind zum unverzichtbaren Teil des Alltags geworden. Sie verbinden, unterhalten und informieren vor allem. Sie erleichtern soziale Teilhabe an diversen lokalen, nationalen sowie internationalen Ereignissen. Außerdem sind die Medien, insbesondere die neuen, zu einer Hauptinformationsquelle geworden: Einerseits begünstigen sie den Aufbau von Alltags- und Bildungswissen, andererseits wird das Weltbild der Rezipienten stark durch die Medieninhalte geprägt. Je nach Art und Weise der Darstellung bzw. Interpretation von Begebenheiten und/oder Themen, die medial beleuchtet werden, werden auch bestimmte Werte, Einstellungen sowie Ansichten übermittelt.

Leseprobe


Gliederung

1. Einleitung

2. Konzept der Medienethik: Begriffserklärung

2.1 Mediales Handeln und Verantwortung

2.2 Qualitätskriterien des Informationsjournalismus

2.3 Krisenberichterstattung. Ein Problemaufriss

3. Medienwirkungen bei der Bildung der öffentlichen Meinung

3.1 Kognitive Ansätze der Medienwirkungsforschung

3.2 Agenda-Setting-Theorie

4. Explorative Studie

4.1 Methodischer Vorgang

4.2 Qualitative Inhaltsanalyse

4.2.1 Berichterstattung über MH17-Absturz in deutschen Medien am Beispiel von Spiegel und Zeit

4.2.2 Berichterstattung über MH17-Absturz in ukrainischen Medien am Beispiel von Ukrayinska Pravda und Korrespondent

4.2.3 Berichterstattung über MH17-Absturz in russischen Medien am Beispiel von Izvestia und Argumenty i Fakty

4.2.4 Kommentare der Nutzer zur Berichterstattung

5. Fazit

6. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht kritisch die mediale Berichterstattung über den Absturz des Malaysia-Airlines-Flugs MH17 im Juli 2014 in deutschen, ukrainischen und russischen Online-Medien, um Tendenzen und die Rolle von Medien bei der Beeinflussung der öffentlichen Meinung im Kontext von Krisensituationen aufzuzeigen.

  • Medienethik und die Verantwortung von Journalisten in Krisengebieten.
  • Wirkungsmechanismen von Medien (Agenda-Setting, Framing, Priming) auf das Meinungsklima.
  • Vergleichende Analyse der Berichterstattung in verschiedenen nationalen Medienlandschaften.
  • Untersuchung der Reaktionen und Einstellungen von Nutzern in Online-Kommentaren.
  • Rolle von Social-Media-Einbindungen in der journalistischen Berichterstattung.

Auszug aus dem Buch

2.3 Krisenberichterstattung. Ein Problemaufriss

Die Massenmedien sollen nicht nur über das Geschehen auf der nationalen und internationalen Ebene informieren, sondern Informationen selektieren und bestimmte Themen hervorheben und dadurch eine wichtige Rolle bei der Bildung der öffentlichen Meinung spielen, zum sozialen Handeln bewegen sowie das Gemeinschaftsgefühl einer Nation (Identifikationsfunktion) stärken bzw. unterstützen. Infolgedessen wird das große Interesse der Wissenschaftler aus verschiedenen Bereichen (Medien, Politik, Soziologie, Psychologie usw.) sowie der breiten Öffentlichkeit allgemein, an Relevanz der medialen Angebote für politische Kommunikation, besonderes in den Krisensituationen deutlich, aber auch deren Bedeutung für die Gesellschaft insgesamt nachvollziehbar (Funiok 2011). Wenn hierbei die medialen Wirkungen im Mittelpunkt stehen, werden die Massenmedien häufig „als Instrumente betrachtet, deren Nutzung im Kontext von Konflikten unterschiedliche Funktionen erfüllen und unterschiedlich zu beurteilende Auswirkungen haben kann“ (Heinrich 2013, 64).

Bei der Krisen- und Kriegsberichterstattung ist mit verschiedenen Risikofaktoren zu rechnen. Einerseits sind die Journalisten vor Ort meistens einer hohen Gefahr ausgesetzt, weil man von keiner der Konfliktseiten einen „Schutz“ bekommt, wenn sie versuchen, ausgewogen und unparteiisch zu berichten. Andererseits, falls die Ereignisse aus einem anderen Land geschildert werden sollen und man sich aus zeitlichen, wirtschaftlichen sowie Sicherheitsgründen überwiegend auf die Recherche via Online-Ressourcen und Informationsagenturen als Hauptinformationsquelle begrenzen muss, kann als Folge die Vollständigkeit der Informationen und Vielfalt der Perspektiven beeinträchtig werden (Weichert, Kramp 2011). Dabei lässt sich die Verlässlichkeit der Quellen nur begrenzt überprüfen, deswegen ist „jede Nachricht, die von einer der Kriegsparteien herausgegeben wird, [...] mit höchster Vorsicht zu behandeln, [weil] die verantwortlichen PR-Strategen der beteiligten Staaten die Medien mit einem Gemisch aus Information und Desinformation füttern“ (Palm 2004, 107), um eigene Ziele (je nach Umständen) zu erreichen. Aus diesem Grund sind die Massenmedien „im Kriegs- und Krisenfall [...] ganz besonderes gefordert, journalistische Berichte von offiziellen Stellungnahmen und militärischer Propaganda zu trennen“ (Schäfter 2004, 163).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Stellt die Relevanz der Medienberichterstattung über den Ukraine-Konflikt dar und formuliert die Forschungsfragen zur Analyse der Berichterstattung und Nutzerreaktionen.

2. Konzept der Medienethik: Begriffserklärung: Definiert Medien- und journalistische Ethik, beleuchtet das Spannungsfeld zwischen Idealnormen und ökonomischen Praxiszwängen sowie die Herausforderungen der Krisenberichterstattung.

3. Medienwirkungen bei der Bildung der öffentlichen Meinung: Erläutert theoretische Ansätze der Medienwirkungsforschung, insbesondere kognitive Wirkungen, Agenda-Setting, Priming und Framing.

4. Explorative Studie: Beschreibt das methodische Vorgehen der qualitativen Online-Inhaltsanalyse und präsentiert die Ergebnisse der Untersuchung der sechs Online-Zeitungen sowie der Nutzerkommentare.

5. Fazit: Fasst die Erkenntnisse zur medialen Präsentation des MH17-Absturzes zusammen und reflektiert die Rolle des Involvements der Rezipienten für Einstellungsänderungen.

6. Literaturverzeichnis: Listet sämtliche in der Arbeit verwendeten Quellen und Referenzen auf.

Schlüsselwörter

Medienethik, Krisenberichterstattung, Journalismus, Ukraine-Krieg, MH17, Medienwirkung, Agenda-Setting, Framing, Priming, Online-Inhaltsanalyse, Nutzerkommentare, Meinungsbildung, Massenmedien, Journalistische Sorgfaltspflicht, Konfliktberichterstattung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die mediale Berichterstattung über den Absturz der Malaysia-Airlines-Maschine MH17 im Juli 2014 in der Ukraine aus einer medienethischen und wirkungsorientierten Perspektive.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentral sind die Themenbereiche Medienethik, die Rolle von Massenmedien in Krisenzeiten, Theorien der Medienwirkungsforschung sowie die Analyse der Berichterstattung in deutschen, ukrainischen und russischen Online-Medien.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das Ziel ist es, Tendenzen in der Berichterstattung über den Ukraine-Konflikt aufzuzeigen, deren Ausgewogenheit zu bewerten und Rückschlüsse auf das Meinungsklima bei den Rezipienten anhand von Kommentaren zu ziehen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die Methode der qualitativen Online-Inhaltsanalyse, um Artikel aus sechs verschiedenen Online-Zeitungen sowie die dazugehörigen Nutzerkommentare systematisch zu untersuchen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Medienethik und Wirkungsforschung sowie eine explorative Studie, die die Berichterstattung in Deutschland, der Ukraine und Russland vergleicht und die Nutzerkommentare analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Medienethik, Krisenberichterstattung, MH17, Agenda-Setting, Framing, Priming und Online-Inhaltsanalyse.

Wie unterscheidet sich die Berichterstattung in den untersuchten Ländern?

Die Analyse ergab, dass die Ausgewogenheit in ukrainischen und russischen Medien ungenügend war, wobei oft einseitige Standpunkte vertreten wurden, während deutsche Medien bemüht waren, kritisch verschiedene Blickwinkel einzubeziehen.

Welche Rolle spielen Nutzerkommentare in der Studie?

Die Kommentaranalyse dient dazu, das Meinungsklima und die Reaktion der Rezipienten auf die Berichterstattung zu erfassen, wobei sich zeigt, dass ein höheres persönliches Involvement oft mit einer stärkeren Ablehnung konträrer Meinungen einhergeht.

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Details

Titel
Der Ukraine-Krieg in den Medien
Untertitel
Qualitative Inhaltsanalyse der Berichterstattung über die Ereignisse in der Ukraine
Hochschule
Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
Note
1,3
Autor
Lena Mykhaylychenko (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
32
Katalognummer
V535402
ISBN (eBook)
9783346127877
ISBN (Buch)
9783346127884
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Medien Krieg Ukraine Inhaltsanalyse Ethik Medienethik Krisenberichterstattung MH17-Absturz
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Lena Mykhaylychenko (Autor:in), 2015, Der Ukraine-Krieg in den Medien, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/535402
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  32  Seiten
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