Welche Auswirkungen hat die Individualisierung auf das Individuum und sein Verhältnis zur Gesellschaft?

Freiheit oder Verlust der Sicherheit?


Hausarbeit, 2018

27 Seiten, Note: 1,0

Anonym


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Individualisierungstheorien
2.1 Georg Simmel - Individualität als Resultat sozialer Differenzierungsprozesse
2.2 Emile Durkheim - Von der mechanischen zur organischen Solidarität
2.3 Max Weber - Materialistischen Zuständen und der Geist des Kapitalismus
2.4 Ulrich Beck - Dimensionen der Individualisierung

3 Auswirkungen von Individualisierung auf die Gesellschaft
3.1 Familie
3.2 Beruf
3.3 Wohnen
3.4 Freizeitverhalten

4 Schlusswort

Abbildungsverzeichnis

Literaturverzeichnis

Anhang

1 Einleitung

„Der Mensch wird (im radikalisierten Sinne Sartres) zur Wahl seiner Möglichkeiten, zum homo optionis. Leben, Tod, Geschlecht, Körperlichkeit, Identität, Religion, Ehe, Eltern­schaft, soziale Bindungen - alles wird sozusagen bis ins Kleingedruckte hinein entscheid­bar, muss, einmal zu Optionen zerschellt, entschieden werden“ (Beck-Gernsheim, 1994, S. 16f). Dieses selbstbestimmte Leben und das Streben nach Selbstverwirklichung beschreibt einen langfristigen gesamtgesellschaftlichen Prozess, den der Soziologe Ulrich Beck 1986 mit einem der wichtigsten Schlagworte des gesellschaftlichen Wandels prägte: „Individuali­sierung“. In einer individualisierten Gesellschaft kann jeder Einzelne selbst entscheiden, wie er Leben möchte, welche beruflichen oder privaten Ziele er verfolgt. Die Normalbiogra­phie wird nach Beck zur Wahlbiographie oder auch Bastelbiographie. Doch diese Bastel­biographie kann auch schnell zur Bruch-, Risikooder Zusammenbruchsbiographie werden (vgl. ebd. S. 13).

Mit diesem Risiko der Moderne, die eine aktive Eigenleistung jedes Einzelnen nicht nur erlaubt, sondern fordert (vgl. ebd. S. 14) möchte sich die vorliegende Arbeit auseinander­setzen. Freiheit oder Verlust der Sicherheit? Was bedeutet diese Möglichkeit, der Gestallter seines eigenen Lebens zu sein, mit Blick auf verschiedene Bereiche unserer Gesellschaft und was muss oder kann die Soziale Arbeit tun, um das Individuum dabei zu unterstützen seinen Weg im Dschungel der Gesellschaftsansprüche zu finden, ohne sich selbst zu ver­lieren.

Da der Individualisierungsprozess sehr komplex und kein plötzlich aufgekommenes Phä­nomen unserer heutigen Zeit ist, geht diese Arbeit zudem auf die Geschichte der Individu­alisierung ein. Individualisierungsaspekte der Klassiker wie Max Weber, Emile Durkheim und Georg Simmel bleiben in diesem Zusammenhang nicht ungenannt und sollen hier skiz­ziert werden. Vorwegzunehmen ist jedoch, dass Individualisierung ein sehr amorpher Be­griff ist, und es deshalb hier nicht möglich ist, alle Zusammenhänge und Erklärungen auf­zugreifen. Da Ulrich Beck (1944-2015) einer der bedeuteten Soziologen unserer Zeit war und jeder, der von der Individualisierungsthese spricht, sich auf ihn und seinen Werk über die „Risikogesellschaft“, in der er sich mit der Individualisierung einer anderen Moderne auseinandersetzt, bezieht, soll hier auch die Gewichtung liegen.

Beginnen wird diese Arbeit mit der Skizzierung der Theorien von Weber, Durkheim, Simmel und Beck, um die historischen individualisierungstheoretischen Herangehensweisen der Soziologen als theoretischen Rahmen zu setzen. Anschließend werden die Auswirkungen der Individualisierung auf Familie, Beruf und Freizeitverhalten beleuchtet. Im Schlusswort wird sie anschließend auf die Eingangsfrage zurückkommen und es wird eine Überlegung angestellt, was die Soziale Arbeit tun kann oder muss um Menschen in der heutigen Zeit im Individualisierungsprozess zu unterstützen.

2 Individualisierungstheorien

Als Individualisierung bezeichnet man den Übergang des Individuums von der Fremdzur Selbstbestimmung im Laufe der Industrialisierung und Modernisierung. Es findet seit dem Prozesses der Modernisierung (ende des 18. Jahrhunderts) eine zunehmende Herauslö­sung aus kulturell geprägten Sozialbeziehungen und Kontrollmechanismen statt. Individu­elle Handlungsziele werden immer weniger durch natürliche und sozio-kulturelle Vorgaben bestimmt und es kommt deshalb zu einer Vergrößerung von Handlungsoptionen und kann mit einer Zunahme von realisierten Handlungsweisen einhergehen (vgl. Huinink/ Wagner 1998, S. 87). Der Prozess der Individualisierung lässt sich bis ins Mittelalter zurückverfolgen und kann als Ergebnis eines Modernisierungsprozesses verstanden werden (vgl. Jung, 2002, S. 10). Soziologische Klassiker wie Georg Simmel, Emile Durkheim und Max Weber setzten sich bereits mit dem Aufkommen der bürgerlichen Gesellschaft und der „ersten Mo­derne“ mit den Individualisierungsprozessen als Folge gesellschaftlicher Entwicklung aus­einander. Die Grundannahme, dass Modernisierungsprozesse mit einer Autonomisierung des Individuums verbunden sind, lieferten Anknüpfungspunkte für ihre kritische Theoriebil­dung (vgl. ebd. S. 11). Weitergehende Modernisierungsprozesse und die damit einherge­henden Individualisierungsprozesse ließen Ulrich Beck erfassen, dass es zu einer Verän­derung des Individuums im Vergesellschaftungsprozess kommt und lieferten ihm die Basis für seine Individualisierungsthese einer anderen Moderne (vgl. Jung, 1998, S. 53). Eine „zweite“ Moderne, die Beck gerne popularisierte und den Ausbruch aus dem kategorialen Rahmen der Industriegesellschaft mit dem dazugehörigen national begrenzten Wohlfahrts­staat durch eine Politik der Globalisierung und der Öffnung zur Weltgesellschaft nannte, und auf den mit dem Zerfall der Industriegesellschaft und ihrer Sicherheitsund Selbstver­ständnissysteme eröffnete Möglichkeitsraum aufmerksam machte.

2.1 Georg Simmel - Individualität als Resultat sozialer Differenzierungsprozesse

Georg Simmel wurde 1858 in Berlin geboren und verstarb 1918 in Straßburg. Die Etablie­rung und Entwicklung einer Soziologie als Analyse der Wechselwirkungen zwischen Indi­viduen (Soziologie, Untersuchungen über die Formen der Gesellschaft, 1908) war sein Hauptarbeitsgebiet. Seine Analyse der Wirkungen der Geldwirtschaft auf Stil und Form des modernen Lebens und damit auch auf die Form der modernen Individualität (Philosophie des Geldes, 1900) und seine Arbeit zur Differenzierung (Über sociale Differenzie­rung, 1890), in der Individualität als Resultat sozialer Differenzierungsprozesse rekonstru­iert wird, ist hier besonders erwähnenswert (vgl. Junge, S. 138). In der eben genannten Schrift über soziale Differenzierung beschreibt Simmel den Zusammenhang zwischen Differenzierungsund Individualisierungsprozessen. Seine Erklärung für die fortschreitende Individualisierung liefert ihm die zunehmende Veränderung der arbeitsteilenden Struktur der Gesellschaft, die durch ein steigendes Bevölkerungswachstum gefördert wurde (vgl. Junge, 2009, S. 68). Durch die größer werdende berufliche Konkurrenz und der zuneh­menden Rollendifferenzierung musste der Mensch sich zunehmend individualisieren, was Simmel „als eine beständige Vermehrung von Chancen zur Ausbildung eines eigenen Le­bensstils“ (Junge, 2002, S. 11) verstand. In diesem Sinne wird der Mensch zum Gestalter seines eigenen Lebens, was Simmel ein „individuelles Gesetz“ schaffen nennt (vgl. ebd, S. 78). Die Ausformung von Individualität als gesellschaftlichen Differenzierungsprozess führte zu einer Vermehrung der sozialen Kreise, die sich immer häufiger schneiden.

2.2 Emile Durkheim - Von der mechanischen zur organischen Solidarität

Emile Durkheim wurde 1858 in Epinal geboren und verstarb 1917 in Paris. Er gilt als der Begründer der französischen Tradition der Soziologie und ist im Kontext der vorliegenden Arbeit vor allem durch seine Arbeiten über Arbeitsteilung und Solidarität (Über Arbeitstei­lung, 1893) und durch seine Selbstmordstudie im Zusammenhang mit der sozialen Wich­tigkeit von Anomie (Der Selbstmord, 1897) bedeutsam (vgl. Junge, 2002, S. 135). Ähnlich wie Simmel stellte sich auch Durkheim die Frage, welche Rolle die Individualisierung zu Zeiten der Industrialisierung und Urbanisierung, die Beide im 19. Jahrhundert einsetzten, spielte. Seine Individualisierungstheorie beruht auf der Annahme, dass Gesellschaften sich von einfachen Gesellschaftsformen hin zu höher entwickelten Gesellschaften ausbildeten und die daraus resultierenden gesellschaftlichen Umbrüche die Umgestaltung der Gesell­schaft entscheidend beeinflussten. Er unterscheidet zwischen traditionalen (mechanischer Solidarität) und modernen Gesellschaften (organische Solidarität). Während die traditionel­len Gesellschaften mit einem starken Kollektivbewusstsein für das Individuum handlungs­bestimmend waren, wurde das Kollektivbewusstsein in der modernen arbeitsteiligen Ge­sellschaft schwächer und individuelle Autonomie, Flexibilität und Eigenverantwortlichkeit wurden freigesetzt (vgl. Jung, 2002, S. 40). Doch obwohl das Individuum in der Moderne aus den Fesseln der Gesellschaft befreit wurde und jetzt individueller sein kann, ist es nun abhängiger von der Gesellschaft, da die Industriegesellschaft nach Durkheim eine so diffe­renzierte, hochentwickelte und komplexe Arbeitsteilung von solchen Ausmaßen angenom­men hat, dass der Einzelne sie nicht mehr überblicken kann. „Individuen die sonst unab­hängig wären, sind untereinander verbunden. Statt sich getrennt zu entwickeln, vereinen sie ihre Anstrengungen. Sie sind solidarisch, und diese Solidarität wirkt sich nicht nur in den kurzen Augenblicken aus, in denen sie einander gefällig sind, sondern weit darüber hinaus“ (Durkheim 1977, S. 101). Die Folge, dass das Individuum nun kaum noch Einfluss auf die Gesellschaft hatte und auf sich gestellt war, führte für Durkheim zur Störung der gesell­schaftlichen Ordnung, zur Anomie. Die Menschen litten an Orientierungslosigkeit und Ent­wurzelung. Obwohl Durkheim bewusst war, welche Gefahr diese zunehmende Individuali­sierung mit ihren Folgen für die soziale Ordnung darstellte, hieß es für ihn nicht, dass die Gesellschaft das Individuum in seinen Freiheitsspielräumen zu sehr beschränken sollte o­der gar der ganze Prozess zurückgenommen werden müsse. Vielmehr machte er sich für eine neue Moral stark (vgl. Schroer, 2017, S. 42), die das Individuum dazu zwingt soziale Interessen anzuerkennen, damit das Handeln mit den kollektiven Zwecken in Einklang steht.

2.3 Max Weber - Materialistische Zustände und der Geist des Kapitalismus

Max Weber wurde 1865 in Erfurt geboren und verstarb 1920 in München. Seine Ausführun­gen zur Differenz von Stand und Klasse (Wirtschaft und Gesellschaft, 1922) und seine Überlegung zur Konzeption politischen Handels (Politik als Beruf, 1919) sind für seine Indi­vidualisierungstheorie bedeutsam (vgl. Junge, 2002, S. 138). Weber beschrieb die zuneh­mende Individualisierung als voranschreitende rationale Durchdringung der Welt. Anders aber als Durkheim, der die Auswirkungen und Zusammenhänge der veränderten Gesell­schaft auf den Einzelnen betrachtete, versuchte Weber genau das Gegenteil. Mit seinem Ansatz des methodologischen Individualismus, in dem die Gesellschaft aus dem Blickwin­kel des absichtsgeleiteten Handelns einzelner Individuen betrachtet wird, stellen sich für Weber Kollektive Systeme dar, die aus einzelnen Individuen, ihren Handlungen, Absichten, Entscheidungen und den daraus resultierenden Folgen bestehen. Weber stellte einen Zu­sammenhang zwischen materialistischen Zuständen und dem Geist, der sich daraus ent­wickelt und noch dominiert, dem Kapitalismus, her. Der Übergang des traditionalistischen zum kapitalistischen Wirtschaftssystem veränderte das Individuum. Die protestantische Ethik war nach Weber ein Beitrag für die Veränderung zur modernen Gesellschaft. So schrieb Weber in seinem Werk - Die protestantische Ethik und der Geist des Kapitalismus - „Denn es soll ja lediglich unternommen werden, den Einschlag, welchen religiöse Motive in das Gewebe der Entwicklung unserer aus zahllosen historischen Einzelmotiven erwach­senen modernen, spezifisch "diesseitig" gerichteten Kultur geliefert haben, etwas deutlicher zu machen“ (Weber, 2016, S. 255). In der protestantischen Religion sah er eine Methode, um Menschen in Richtung eines Wertes zu führen. Der Zweck von Kapitalanhäufung war jedoch nicht ein prunkvolles Leben, sondern mit einer Steigerung der Produktion durch neue Maschinen und einer neuen Arbeitsteilung, noch größere Unternehmen hervorzubrin­gen. Der wissenschaftliche Fortschritt durch Kapital. Geschäftsleute erhielten plötzlich Macht über Arbeiter, die durch die religiös legitimierte Pflicht zur Arbeit und der Abwendung vom Genuss keine andere Wahl hatten, als sich ausbeuten zu lassen. Durch die Zulassung von neuen, auch nichtreligiösen Ideen, fand der Mensch eine neue Orientierung. An die Stelle der religiösen Maxime traten andere weltliche Werte, wie zum Beispiel Selbstverwirk­lichung, Freizeitaktivitäten, Unterhaltungsmöglichkeiten, Mobilität und so weiter.

2.4 Ulrich Beck - Dimensionen der Individualisierung

Ulrich Beck wurde 1944 in Slupsk (Polen) geboren und verstarb 2015 in München. Beck gehörte zu den bekanntesten deutschen Soziologen und besaß auch international eine große Ausstrahlungskraft. In seiner Individualisierungstheorie beschreibt er einen seit Jahr­hunderten fortlaufenden Prozess, der durch Technisierung, Rationalisierung und Differen­zierung geleitet wird und vor allem eine Veränderung der Strukturen sozialer Ungleichheit beschreibt. Soziale Ungleichheiten zwischen gesellschaftlichen Gruppen werden zwar nicht aufgelöst, verlieren aber ihre vergesellschaftende Prägekraft (vgl. Beck, 1989, S. 41). Das Thema der Ungleichheit ist, laut Beck, „konsequent von der Tagesordnung“ der alltägli­chen, politischen sowie wissenschaftlichen Debatte „verschwunden“ (vgl. Beck, 1983, S. 36). Durch die im Globalisierungsprozess entstandenen Risiken und Unsicherheiten sind alle Individuen gleichermaßen betroffen, unabhängig von ihren sozialen und ökonomischen Ressourcen. Risiken betreffen immer weniger einzelne Gruppen, sondern breiten sich auf die gesamte Gesellschaft aus (vgl. Beck, 1994, S. 34). Beck stellt die These auf, dass „in allen reichen westlichen Industrieländern - besonders deutlich in der Bundesrepublik Deutschland - ... sich in der wohlfahrtsstaatlichen Nachkriegsentwicklung ein gesellschaft­licher Individualisierungsschub von bislang unerkannter Reichweite und Dynamik vollzo­gen“ hat, „und zwar unter dem Deckmantel weitgehend konstanter Ungleichheitsrelationen“ (ebd. S. 44). Ein rapider Wandel in den materiellen und soziokulturellen Lebensbedingun­gen habe seit den 60er Jahren stattgefunden, so Beck (vgl. Beck 1986, S. 40). Gesellschaft­liche Formen wie Klasse, Familie, Partei und Beruf lösen sich durch die zunehmende Indi­vidualisierung auf. Jeder ist, unabhängig von seiner sozialen Position, immer stärker un­sichtbaren ökologischen Risiken ausgesetzt, für die niemand direkt verantwortlich zu sein scheint.

Für Beck umfasst der Individualisierungsprozess drei Phasen, die Freisetzungsdimension, die Entzauberungsdimension und die Reintegrations-/ Kontrolldimension.

Mit Freisetzungsdimension beschreibt Beck die Aufhebung der Strukturierung von Lebens­lagen nach traditionellen Großgruppen im Zuge der Modernisierung, sowie die Herauslö­sung aus historisch vorgegebenen Sozialformen und -bindungen (vgl. Beck, 1986, S. 206). Beispiele hierfür sind unter anderem die Auflösung der sozialen Klassen durch veränderte Bildungsverhältnisse, und damit verbunden ein neuer Selbstfindungsund Reflexionspro­zess. „Mit der Verlängerung schulischer Bildung werden traditionale Orientierungen, Denk­weisen und Lebensstile durch universalistische Lehrund Lernbedingungen, Wissensin­halte und Sprachformen umgeschmolzen oder kollektiv verdrängt“ (Beck, 1994, S. 47). Des Weitern kommt es zur rapiden Abnahme der Bedeutung religiöser Vorschriften und Loslö­sung aus Familienund Verwandschaftsbeziehungen. Eine Ausweitung und Differenzie­rung des Arbeitsmarktes, in dem das Individuum ohne traditionelle Rücksicht frei seinen Beruf finden kann und räumliche und soziale Mobilität und Freisetzung aus gemeinschaftli­chen Versorgungszusammenhängen (vgl. Abels, 2016, S. 372), sowie die rechtliche Gleich­stellung von Mann und Frau, und die wachsende soziale Sicherheit im Wohlfahrtsstaat.

Unter Entzauberungsdimension versteht Beck den „Verlust von traditionalen Sicherheiten im Hinblick auf Handlungswissen, Glauben und leitenden Normen“ (Beck, 1986, S. 206). Das Individuum sieht sich in verschiedenen Bereichen des Lebens mit einer Pluralisierung von Werten und Orientierung gleichzeitig konfrontiert ohne eine Sicherheit zu haben, zu welchem Ergebnis seine Wahlmöglichkeiten ihn am Ende führen. Jeder wird zum Gestalter seiner eigenen Biographie, jeder ist auf der „Suche nach der eigenen Individualität und Identität“ (Beck, 1994, S. 55). Die Menschen geraten immer nachdrücklicher in ein Labyrinth der Selbstverunsicherung, der Selbstbefragung und Selbstvergewisserung. Die immer wie­derkehrende Frage: „bin ich wirklich glücklich und selbsterfüllt? (vgl. ebd.)

[...]

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Details

Titel
Welche Auswirkungen hat die Individualisierung auf das Individuum und sein Verhältnis zur Gesellschaft?
Untertitel
Freiheit oder Verlust der Sicherheit?
Veranstaltung
Sozialisation und Gesellschaft - Individuum und Gesellschaft
Note
1,0
Jahr
2018
Seiten
27
Katalognummer
V535589
ISBN (eBook)
9783346131737
ISBN (Buch)
9783346131744
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
„Der Mensch wird (im radikalisierten Sinne Sartres) zur Wahl seiner Möglichkeiten, zum homo optionis. Leben, Tod, Geschlecht, Körperlichkeit, Identität, Religion, Ehe, Elternschaft, soziale Bindungen – alles wird sozusagen bis ins Kleingedruckte hinein entscheidbar, muss, einmal zu Optionen zerschellt, entschieden werden“ (Beck-Gernsheim, 1994, S. 16f).
Schlagworte
Individualisierung, Gesellschaft, Individualität, Aktuelles Gesellschaftsthemen
Arbeit zitieren
Anonym, 2018, Welche Auswirkungen hat die Individualisierung auf das Individuum und sein Verhältnis zur Gesellschaft?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/535589

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