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Politikverständnis im klassischen Liberalismus

Titel: Politikverständnis im klassischen Liberalismus

Essay , 2019 , 16 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Politik - Politische Theorie und Ideengeschichte
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Arbeit wird zuerst eine generelle Beschreibung des Liberalismus dargelegt. Diese setzt sich näher mit verschiedenen Ausformungen des Liberalismus auseinander, beispielsweise dem Neoliberalismus, oder dem Liberalismusverständnis von John Maynard Keynes. Anschließende werden die Ursprünge der liberalen Idee bei John Locke und Adam Smith beleuchtet und welches Politikverständnis daraus erwächst. Abschließend wird detaillierter auf das Werk von Friedrich August Hayek eingegangen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Der Liberalismus – Ein Definitionsversuch

2. John Locke und Adam Smith als Gründerväter

3. F. A. Hayeks Wiederentdeckung des Liberalismus

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die historische Entwicklung, die theoretische Ausgestaltung sowie die ideengeschichtliche Transformation des Liberalismus. Dabei wird analysiert, wie sich liberale Kernkonzepte von den klassischen Positionen Lockes und Smiths über die kritische Auseinandersetzung während der Weltwirtschaftskrise bis hin zur Neuausrichtung durch F. A. Hayek und den Neoliberalismus entwickelt haben.

  • Historische Herleitung des Liberalismus-Begriffs
  • Grundpfeiler des klassischen Liberalismus (Locke und Smith)
  • Theoretische Positionen von Shklar, Keynes und Rawls
  • Die Entwicklung und Transformation des Neoliberalismus
  • F. A. Hayeks Kritik an der Planwirtschaft und sein Konzept der spontanen Ordnung

Auszug aus dem Buch

2. John Locke und Adam Smith als Gründerväter

Als Gründervater des Liberalismus gilt in der heutigen Literatur der englische Philosoph John Locke, der mit seinem Werk Zweite Abhandlung über die Regierung im Jahr 1689 das erste grundlegende Modell eines liberalen politischen Systems entworfen hat. In John Lockes Verfassungsliberalismus sind die politischen Institutionen so angelegt, dass ihre Macht möglichst weit verteilt ist, sie aber nicht ihre Fähigkeit verlieren, die Sicherheit des Einzelnen zu garantieren und die Gesetze durchzusetzen.

Dies lässt sich in vier zentralen Kernpunkten zusammenfassen. Im Zentrum des Verfassungsliberalismus steht die persönliche Freiheit der Individuen und ihr Recht auf Eigentum. Dies begründet Locke theologisch mit einem allmächtigen Schöpfer, der keine natürliche Rangordnung hat erkennen lassen. Stattdessen leben die Menschen gleichberechtigt unter dem natürlichen Recht, dessen wesentlicher Inhalt die Erhaltung jedes Menschen sowie die Bewahrung von dessen Freiheit und Eigentum ist. Das Recht auf Eigentum leitet Locke aus der Erde, als Gemeinschaftseigentum aller Menschen, sowie aus der eigenen Arbeitsleistung ab. Durch die Bearbeitung von Gemeinschaftseigentum fügt der Mensch diesem etwas Eigenes hinzu, womit es in seinen Besitz übergeht.

Zweiter Kernpunkt des Verfassungsliberalismus ist die allein auf Zustimmung basierte Herrschaft. Lockes Naturzustand ist anders als bei Hobbes kein zwingender Kriegszustand, sondern zeichnet sich durch das gleichberechtigte Zusammenleben nach den Regeln des natürlichen Rechts aus. Von einem Kriegszustand spricht Locke erst in dem Moment, wo Menschen Gewalt anwenden. In diesem Fall ist der Angegriffene befugt, das natürliche Recht selbst zu sprechen und sein Urteil durchsetzen. Aufgrund der persönlichen Betroffenheit droht aber statt einem rationalen Urteil, eine willkürliche Anwendung des Naturrechts. Da im Naturzustand keine neutrale schlichtende Autorität existiert, besteht die Gefahr eines dauerhaften Kriegszustandes. Um dies zu verhindern schließen sich rationale Individuen zu einer politischen Gemeinschaft zusammen, um diese neutrale politische Gewalt zu schaffen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Der Liberalismus – Ein Definitionsversuch: Dieses Kapitel erläutert die semantische und historische Komplexität des Liberalismusbegriffs und führt verschiedene liberale Theorien von Autoren wie Shklar, Keynes und Rawls ein.

2. John Locke und Adam Smith als Gründerväter: Das Kapitel arbeitet die zentralen Säulen des klassischen Liberalismus heraus, wobei Lockes Verfassungsliberalismus und Smiths Wirtschaftsliberalismus als theoretisches Fundament analysiert werden.

3. F. A. Hayeks Wiederentdeckung des Liberalismus: Hier wird Hayeks Antwort auf die Krise des Liberalismus im 20. Jahrhundert und sein Konzept der spontanen Ordnung als Gegenentwurf zur Planwirtschaft detailliert dargestellt.

Schlüsselwörter

Liberalismus, Verfassungsliberalismus, Wirtschaftsliberalismus, John Locke, Adam Smith, F. A. Hayek, Neoliberalismus, Planwirtschaft, spontane Ordnung, unsichtbare Hand, politischer Liberalismus, soziale Gerechtigkeit, Eigentumsrechte, Gewaltenteilung, Katallaxie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Entwicklung und die theoretischen Grundlagen des Liberalismus von seinen klassischen Anfängen bei Locke und Smith bis hin zu den neoliberalen Konzepten des 20. Jahrhunderts.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die politische Freiheit, das Recht auf Eigentum, die Rolle des Staates in der Wirtschaft sowie die Frage der sozialen Gerechtigkeit innerhalb einer freien Gesellschaft.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die verschiedenen Strömungen des Liberalismus zu differenzieren und zu verstehen, wie sich liberale Denkweisen in unterschiedlichen gesellschaftlichen Epochen verändert haben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine ideengeschichtliche Analyse, die primäre und sekundäre Literatur zur politischen Theorie heranzieht, um die Kernkonzepte der behandelten Denker zu kontrastieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der klassischen Vordenker Locke und Smith, die Diskussion um verschiedene moderne Liberalismus-Varianten und die umfassende Betrachtung von F. A. Hayeks Theorie.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Liberalismus, Eigentumsrechte, spontane Ordnung und das Verhältnis von staatlicher Freiheit zu marktwirtschaftlicher Effizienz geprägt.

Wie unterscheidet sich die Auffassung von Smith von der von Locke?

Während Locke primär den verfassungsrechtlichen Schutz des Individuums und Eigentums betont, legt Smith den Fokus auf die volkswirtschaftlichen Effekte der Arbeitsteilung und die Selbstregulierung des Marktes.

Warum lehnte Hayek sozialpolitische Eingriffe ab?

Hayek lehnte diese ab, da sie aus seiner Sicht die spontane Ordnung stören, die individuelle Freiheit durch gezielte staatliche Umverteilung untergraben und eine Anmaßung von Wissen darstellen, die nicht durch Planungsinstanzen geleistet werden kann.

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Politikverständnis im klassischen Liberalismus
Hochschule
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Note
1,3
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
16
Katalognummer
V535614
ISBN (eBook)
9783346120366
ISBN (Buch)
9783346120373
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Liberalismus Neoliberalismus John Locke John Maynard Keynes Adam Smith Friedrich August Hayek Klassischer Liberalismus
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2019, Politikverständnis im klassischen Liberalismus, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/535614
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Leseprobe aus  16  Seiten
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