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Aufbau und Funktion der Kapitalflussrechnung

Title: Aufbau und Funktion der Kapitalflussrechnung

Seminar Paper , 2005 , 29 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Anonym (Author)

Business economics - Accounting and Taxes
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Nach der Generalnorm des § 264 Abs. 2 HGB soll der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage vermitteln. Der Bilanzanalyse fällt die Aufgabe zu, wenn möglich mit Zusatzinformationen, aber insbesondere durch die Verknüpfung bereits vorhandener Informationen, einen verbesserten Einblick in die Lage des Unternehmens zu gewähren. Während die Bilanz vornehmlich die Vermögenslage und die Gewinn-und Verlustrechnung die Ertragslage abbildet, wird der vom Gesetzgeber geforderte Einblick in die Finanzlage nur bedingt gewährt. Mit Ausnahme von Mutterunternehmen, die nach § 297 Abs. 1 Satz 2 HGB eine Kapitalflussrechnung als Bestandteil des Konzernabschlusses offen legen müssen, ist keine gesonderte Rechnung zur Abbildung der Finanzlage vorgesehen. Um die Liquiditätslage eines Unternehmens beurteilen zu können, muss der Bilanzanalyst im Rahmen der finanzwirtschaftlichen Bilanzanalyse aus den vorhandenen Rechnungen des Jahresabschlusses ein geeignetes Instrument zur Liquiditätsanalyse entwickeln. Zu diesem Zweck soll die Kapitalflussrechnung im Folgenden näher betrachtet werden. Nach einer kurzen Einführung in den Bereich der Kapitalflussrechnungen und einer Abgrenzung der Funktionsbereiche, steht die Vorgehensweise bei der externen Erstellung einer Kapitalflussrechnung durch den Bilanzanalytiker im Mittelpunkt der Arbeit. Abschließend werden Möglichkeiten und Grenzen dieses Instruments zusammenfassend dargestellt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

A. Einleitung

B. Grundlagen

I. Die Kapitalflussrechnung im Rahmen der Bilanzanalyse

II. Formen und Systematisierung der Kapitalflussrechnung

C. Funktionen der Kapitalflussrechnung

I. Analysemöglichkeiten und Erkenntnisziele

II. Interessenten der Kapitalflussrechnung

D. Die externe Ermittlung einer Kapitalflussrechnung

I. Überblick

II. Beständedifferenzenbilanz

III. Veränderungsbilanz

IV. Bewegungsbilanz

V. Erweiterung der Bewegungsbilanz zur Kapitalflussrechnung

1. Einbeziehung der Kontenumsätze der Bilanz

2. Einbeziehung der Gewinn- und Verlustrechnung

VI. Abgrenzung eines Fonds

VII. Gliederung der Kapitalflussrechnung

E. Möglichkeiten und Grenzen extern erstellter Kapitalflussrechnungen

F. Zusammenfassung und kritische Würdigung

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Diese Arbeit befasst sich mit der externen Ermittlung einer Kapitalflussrechnung im Rahmen der finanzwirtschaftlichen Bilanzanalyse. Ziel ist es, den Bilanzanalytiker zu befähigen, aus den offen gelegten Informationen des Jahresabschlusses – Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung – ein Instrument zu entwickeln, das einen tieferen Einblick in die Liquiditätslage und die finanziellen Zahlungsströme eines Unternehmens ermöglicht, da diese Informationen aus dem handelsrechtlichen Abschluss allein nur bedingt hervorgehen.

  • Bedeutung der Kapitalflussrechnung für die Liquiditätsbeurteilung
  • Methodik der derivativen Ermittlung aus Bilanz- und GuV-Daten
  • Abgrenzung von liquiditätswirksamen und liquiditätsunwirksamen Vorgängen
  • Gestaltungsaspekte und Gliederungsformate (Finanzfluss- vs. Aktivitätsformat)
  • Kritische Analyse der Möglichkeiten und Grenzen extern erstellter Rechnungen

Auszug aus dem Buch

Die Kapitalflussrechnung im Rahmen der Bilanzanalyse

Die Frage nach der Zahlungsfähigkeit eines Unternehmens ist ein bedeutendes Erkenntnisziel für alle am Unternehmen beteiligten Personen und wichtigste Voraussetzung für den Fortbestand eines Unternehmens.

Informationen über alle absehbaren Zahlungsmittelbewegungen, Kreditlinien und Kapitalbeschaffungsmöglichkeiten stehen dem Unternehmen intern zumeist in Form eines Finanzplans zur Verfügung. Dieser ist dem externen Analysten meist nicht zugänglich, so dass seine wichtigste Informationsquelle zur externen Liquiditätsanalyse der handelsrechtliche Jahresabschluss, bestehend aus Bilanz und GuV ist. Die Daten aus Bilanz und GuV dienen jedoch vor allem der Ermittlung eines periodengerechten Ergebnisses. Geschäftsvorfälle werden periodisiert. Informationen über die Finanzlage erfordern jedoch die Angabe unperiodisierter Daten (Zahlungsströme). Die Kapitalflussrechnung ist als Instrument der finanzwirtschaftlichen Bilanzanalyse entwickelt worden, welches über die Quellen und die Verwendung der Zahlungsströme eines Unternehmens Auskunft gibt. Sie gehört zum Bereich der stromgrößenorientierten Analyse. Die größte Schwierigkeit bei der Erstellung einer Kapitalflussrechnung ist es, liquiditätswirksame von liquiditätsunwirksamen Vorgängen zu trennen. Der Bilanzanalytiker muss aus den Buchbeständen der Bilanz und der GuV eine zahlungsstromorientierte Kapitalflussrechnung rekonstruieren.

Zusammenfassung der Kapitel

A. Einleitung: Darstellung der Problemstellung bezüglich der eingeschränkten Aussagekraft des handelsrechtlichen Jahresabschlusses hinsichtlich der Finanzlage und Einführung der Kapitalflussrechnung als notwendiges Analyseinstrument.

B. Grundlagen: Einordnung der Kapitalflussrechnung in die Bilanzanalyse, Erläuterung der Bedeutung der Zahlungsfähigkeit und methodische Unterscheidung zwischen originärer und derivativer Datenermittlung.

C. Funktionen der Kapitalflussrechnung: Erörterung der Analysemöglichkeiten für externe Stakeholder, insbesondere zur Beurteilung der finanziellen Stabilität und zur Risikoabschätzung.

D. Die externe Ermittlung einer Kapitalflussrechnung: Schrittweise Anleitung zur Transformation von Bilanz- und GuV-Daten über Beständedifferenz- und Bewegungsbilanzen hin zur finalen Kapitalflussrechnung sowie Erläuterung der Fondsabgrenzung.

E. Möglichkeiten und Grenzen extern erstellter Kapitalflussrechnungen: Kritische Reflexion der Herausforderungen, wie die Identifikation zahlungsunwirksamer Vorgänge und die Abhängigkeit von der Informationsbereitschaft des Unternehmens.

F. Zusammenfassung und kritische Würdigung: Synthese der Ergebnisse mit dem Appell, die Kapitalflussrechnung aufgrund ihrer hohen Informationsrelevanz für alle Unternehmen verpflichtend einzuführen.

Schlüsselwörter

Kapitalflussrechnung, Bilanzanalyse, Liquidität, Zahlungsstrom, Finanzlage, Jahresabschluss, Bewegungsbilanz, Finanzmittel, Cashflow, Investitionstätigkeit, Finanzierungstätigkeit, Mittelherkunft, Mittelverwendung, DRS 2, Zahlungsunfähigkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Erstellung einer Kapitalflussrechnung durch einen externen Bilanzanalytiker, um aus den Daten eines Jahresabschlusses fundierte Aussagen über die Finanzlage und Zahlungsfähigkeit eines Unternehmens treffen zu können.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Felder sind die methodische Vorgehensweise bei der derivativen Ermittlung, die Abgrenzung von Zahlungsströmen, die Interpretation von Finanzierungs- und Investitionsvorgängen sowie die Analyse der Liquidität.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie ein externer Analyst durch die gezielte Aufbereitung von Bilanz- und GuV-Daten die Informationslücken des Jahresabschlusses schließen kann, um die finanzielle Stabilität eines Unternehmens beurteilen zu können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine analytische Vorgehensweise gewählt, die auf der Transformation von Bestandsgrößen in Bewegungsgrößen basiert (derivative Ermittlung), ergänzt durch die kritische Auseinandersetzung mit geltenden Rechnungslegungsstandards wie dem DRS 2.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen, die Funktionen der Rechnung, die schrittweise externe Ermittlung (von der Beständedifferenzenbilanz bis zur vollständigen Kapitalflussrechnung) sowie die Möglichkeiten und Grenzen dieses Instruments.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am stärksten?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Kapitalflussrechnung, Finanzierungsrechnung, Cashflow, Liquiditätsanalyse, Mittelherkunft, Mittelverwendung, Bestandsdifferenzenbilanz und Bewegungsbilanz.

Warum ist eine externe Kapitalflussrechnung laut Autor sinnvoll?

Da der handelsrechtliche Jahresabschluss primär auf periodengerechte Erfolgsermittlung und Gläubigerschutz ausgerichtet ist, bietet die Kapitalflussrechnung die notwendige Ergänzung, um die tatsächliche Finanz- und Liquiditätslage transparent zu machen.

Welche Schwierigkeiten ergeben sich bei der externen Erstellung?

Die größte Herausforderung liegt in der Trennung von liquiditätswirksamen und liquiditätsunwirksamen Vorgängen, da die erforderlichen Detailinformationen über die Erfolgskonten oft nur eingeschränkt zur Verfügung stehen.

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Details

Title
Aufbau und Funktion der Kapitalflussrechnung
College
Christian-Albrechts-University of Kiel  (Institut für Betriebswirtschaftslehre, Lehrstuhl für Rechnungswesen)
Course
Seminar zur Allgemeinen Betriebswirtschaftslehre
Grade
1,0
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2005
Pages
29
Catalog Number
V53594
ISBN (eBook)
9783638490030
ISBN (Book)
9783656786573
Language
German
Tags
Aufbau Funktion Kapitalflussrechnung Seminar Allgemeinen Betriebswirtschaftslehre
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2005, Aufbau und Funktion der Kapitalflussrechnung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/53594
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